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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 4. März bis Samstag, 6. März 1999.

V A T I K A N

Vom 15. bis 19. März wird die Vatikanvertretung unter Leitung des stellvertretenden vatikanischen Aussenministers, Celestino Migliore, in Vietnam erwartet. Dabei soll über die mögliche Aufnahme diplomatischer Beziehungen beraten werden. Dies wäre der erste Schritt für einen Besuch des Papstes in dem asiatischen Land. Im vergangenen November hatte Kardinal Phnam Ding Tung von Hanoi seiner Regierung ein offizielles Gesuch übergeben, Papst Johannes Paul II. zu den Feiern im Marienwallfahrtsort, La Vang, einzuladen.

Ohne Respekt vor den Menschenrechten ist kein dauerhafter Friede möglich. Das erklärte Papst Johannes Paul II. am 5.03. gegenüber Vertretern einer italienischen Fernsehorganisation. Nur wenn die Menschenrechte in ihrer Universalität und Unteilbarkeit anerkannt würden, könnte eine friedliche Gesellschaft entstehen, die nachhaltige Entwicklung garantiere, so der Papst.

Die Entscheidung für das Leben ist keine private Angelegenheit, sondern eine Grundnotwendigkeit für eine gerechte und moralische Gesellschaft. Das unterstreicht Papst Johannes Paul II. in einer Botschaft an die "Pro-Life"- Kommission der US-amerikanischen Bischoskonferenz. In einem Brief an die Teilnehmer der jetzt in Washington stattfindenden Konferenz der Pro-Life-Gruppen, erinnert der Papst an die doppelte Pflicht der Katholiken in der Bildung und der Politik, sich für den Wert des menschlichen Lebens einzusetzen.

Papst Johannes Paul II. hat die Schwarzarbeit als schädlich und unsozial verurteilt. In einer Ansprache an die Vollversammlung der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften, erklärte er am 6.03., dass die Schwarzarbeit der Volkswirtschaft Schaden zufüge. Wer weder Sozialabgaben noch Steuern bezahle, verweigere die Teilnahme am Leben des Staates.

Erzbischof Luis Robles Diaz ist von Papst Joahnnes Paul II. zum neuen Apostolischen Nuntius in Kuba ernannt worden. Das teilte der Vatikan am 6.03. mit. Der 61jährige aus Mexiko stammende Robles löst den Italiener, Beniamino Stelle ab.

Die Vorbereitungen für eine Papstreise in den Irak haben nach Angaben des Präsidenten des Zentralkomitees für das Jubiläumsjahr 2000, Kardinal Roger Etchegaray, bereits begonnen. Wie der Kardinal dazu jetzt in Rom mitteilte, könnte der geplante Besuch Johannes Pauls II. bereits im kommenden Herbst stattfinden.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der Sprecher der Bischofskonferenz, Rudolf Hammerschmidt, hat die Äusserungen des Osnabrücker Sozialethikers, Manfred Spieker, zur möglichen Einführung eines Beratungs - und- Hilfeplans in der katholischen 218- Beratung kritisiert. "Die Behauptungen Spiekers werden durch Wiederholung nicht richtiger" sagte Hammerschmidt am 4.03. in Bonn. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass beide Wege Mängel hätten und nicht ein Weg allein der ideale sei. Spieker sieht die eigentliche Funktion des Beratungsscheines darin, eine straflose Abtreibung zu ermöglichen. Das verschleiere der Beratungs - und -Hilfeplan.

Deutschland

Im Andachtsraum des Reichstages soll ein Kreuz aufgestellt werden. Dies hat der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, vorgeschlagen. Das Christentum sei noch immer zentrale Religion in Deutschland, deshalb gehöre das Symbol dorthin, sagte er am 5.03. in Berlin.

Schweiz

Die katholischen Bischöfe des Landes haben die Bevölkerung aufgerufen, sich beim Referendum am 18. April für die neue Verfassung zu entscheiden. Trotz einiger Unklarheiten und eines Artikels, beinhalte der Entwurf viel positives, so die Oberhirten am 5.03. Sie kritisierten die geplante Regelung , derzufolge der Staat der Neugründung von Diözesen zustimmen muss. Die Bischöfe begrüssten hingegen die Nennung der Grundrechte und die ethischen Kriterien für die Aussenpolitik.

E U R O P A

Spanien

Die katholischen Bischöfe des Landes haben Kritik an der staatlichen Anti - Aids - Kampagne geübt. Diese beziehe sich vor allem auf den Gebrauch von Kondomen, was zu einer Banalisierung der Sexualität führe, heisst es dazu in einem Hirtenbrief des Erzbischofs von Barcelona, Ricardo Carles Gordo. Der neue Vorsitzende der spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Antonio Maria Rouco, hatte den verantwortlichen Stellen bereits vor einigen Tagen vorgeworfen, die Sexualität einseitig darzustellen und damit die Rechte der Bürger zu verletzen.

Italien

Der Kardinal von Paris, Jean Marie Lustiger, hat Europa vor der Gefahr der "Sünde des Wuchers" gewarnt. Am 5.03. erklärte er in Rom, Europa sei gegenüber stark verschuldeten Ländern dieser Gefahr ausgesetzt. Die reicheren Nationen dürften nicht die Rolle der "erbarmungslosen Gläubiger" spielen, so Lustiger.

 

A S I E N

Indien

Die Leitung der Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe sucht zur Zeit einen geeigneten Postulator für die Vorbereitung des Seligsprechungsprozesses von Mutter Teresa. Nach Angaben des Erzbischofs von Kalkutta, Henry D'Souza, soll die Ernennung des Postulators in den nächsten Tagen stattfinden. Bereits im Juli sollen die Akten der römischen Kongregation für die Selig-und Heiligsprechungsprozesse übergeben werden.

Indien

Die katholischen Journalisten haben von der Presse ein entschiedeneres Eintreten für die Rechte von Minderheiten und Unterdrückten gefordert. Die Medien würden über die Lage von Slumbewohnern, Strassenkindern und Angehörigen niederer Kasten nicht genügend berichten. Das betonten jetzt die Vertreter der Indischen Katholischen Pressevereinigung auf einer Tagung in Madras.

Indonesien

Die internationale Präsenz in Osttimor soll in einer Übergangszeit die Gewalt in der ehemaligen portugiesischen Kolonie beenden. Das hat die US-amerikanische Aussenministerin, Madeleine Albright, in Jakarta gefordert. Ausserdem solle der Einsatz der indonesischen Regierung dazu beitragen, so Albright.

Südkorea

 

Die katholische Kirche will eine Kampagne gegen die Todesstrafe starten. Die Bischöfe planen in diesem Zusammenhang eine Unterschriftensammlung, die dem Parlament vorgelegt werden soll. Seit der Unabhängigkeit Südkoreas 1948 wurden mehr als 900 Personen hingerichtet.

A F R I K A

Sudan

Der Primas der Katholischen Kirche in England und Wales, Kardinal Basil Hume, und der Erzbischof von Canterbury, George Carey, haben eine politische Intervention der Vereinten Nationen zur Beendigung des Bügerkriegs im Sudan gefordert. In einem am 4.03. in London veröffentlichten offenen Brief, bitten sie den britischen Aussenminister, Robin Cook, sich für "zügige und ernsthafte Verhandlungen" einzusetzen. Nach Ansicht der Kirchenvertreter hätten die bisherigen Verhandlungen zu keinen

konkreten Ergebnissen geführt.

Sudan

Rebellen haben am vergangenen Wochenende sieben Mitarbeiter der Internationalen Komitess des Roten Kreuzes entführt. Das erklärte der Aussenminister des Landes, Mustafa Osman Ismail, am 5.03, in Khartoum. Die Entführung sei nicht eher bekanntgegenben worden, um den Rebellen die Möglichkeit zu geben, die Entführten freizulassen, so Ismail. "Wir bitten die Vereinigten Staaten und die UNO darum, Druck auszuüben, damit die Bürger freigelassen werden, so der Aussenminister.

Sierra Leone

Der inhaftierte Rebellenführer, Foday Sykoh, ist am 4.03. mit Vertretern eines interreligiösen Rates zusammengetroffen, um über einen Waffenstillstand zu verhandeln. Man sei übereingekommen, bei einem weiteren Treffen über einen Zeitplan für die Waffenruhe zu diskutieren, so der Sprecher des Rates. Der vor einigen Wochen wieder ausgebrochene Bürgerkrieg hat verherende Folgen für die Kinder in der Hauptstadt Freetown. Nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerk sind über 2000 Kindr bei den Kampfhandlungen entführt worden oder ums Leben gekommen.

A M E R I K A

Kuba

Nach der Verhaftungswelle gegen Dissidenten auf Kuba hat sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Adolfo Rodriguez Herrera, tief besorgt über die Lage in seinem Land geäussert. Die Bischöfe seien äusserst beunruhigt über die jüngste Verschärfung der Gesetze. Nach Aussage des Sprechers der Erzdiözese Havanna, herrscht derzeit in kirchlichen Kreisen "Alarmstimmung und grosse Betroffenheit" zumal man in den vergangenen Monaten auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage gehofft habe.

Kolumbien

Die drei im vergangenen Monat entführten US-amerikanischen Menschenrechtler sind tot. Wie am 5.03. in Washington bestätigt wurde, sind die Leichen nahe der venezolanischen Grenze aufgefunden worden. Das State-Department in der US-amerikanischen Hauptstadt beschuldigte die marxistische Guerillaorganisation FARC der Tat, und forderte die kolumbianische Regierung auf, die Täter ausfindig zu machen und in die USA zu liefern.

Argentinien

Staatspräsident Carlos Menem hat die Einflussnahme des Vatikan zugunsten von Chiles Ex-Diktator, Augusto Pinochet, verteidigt. Gleichzeitig wies er die Kritik der chilenischen Bischöfe und argentinischer Menschenrechtsorganisationen am Apostolischen Stuhl zurück. Menem sprach in disem Zusammenhang von einer Kampagne gegen den Papst persönlich.

Vereinigte Staaten

Amnesty International hat sexuellen Missbrauch von Frauen in US-amerikanischen Gefängnissen angeprangert. Viele weibliche Gefangene würden Opfer von Übergriffen und sexuellem Missbrauch durch Wachpersonal und männliche Gefangene. Das erklärte Amnesty International anlässlich des internationalen Tages der Frau in Bonn.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:" Fastenexerzitien" und Rosenkranzgebet mit dem Heiligen Vater

Sonntag: " Sie schreiben-wir antworten"

Montag:"Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:" Fastenexerzitien" mit Weihbischof Franziskus Eisenbach

Mittwoch:" Römische Woche"

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Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

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Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Mittwoch,10.03.1999