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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit Sonntag, 28. Februar bis Mittwoch, 3. März 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 28.02. vor dem Angelusgebet erneut alle Gläubigen zu konkreten Gesten der Nächstenliebe aufgerufen. Die österliche Busszeit sei eine Zeit des Gebets und der Umkehr, aber sie lade uns auch zu konkreten Gesten ein,die in der Sprache der Bibel als "Almosen" bezeichnet würden. Nach dem Angelusgebet erinnerte Johannes Paul II. an die Ottawa-Konvention zum Verbot der Produktion und Lagerung von Landminen die am 1.03. in Kraft getreten ist. Für die internationale Gemeinschaft stellt sie ein Ziel dar, das den Sieg der Kultur des Lebens über die Kultur des Todes bezeichnet. Der Papst rief alle Staaten auf, die Konvention zu unterzeichnen.

Der Vatikan hat für das Seligsprechungsverfahren der Ordensgründerin, Mutter Teresa von Kalkutta, eine einmalige Ausnahme erteilt und den sofortigen Beginn des Verfahrens gestattet. Nach geltendem Recht hätte das Seligsprechungsverfahren für die am 5. September 1997 verstorbene Mutter Teresa erst im Jahr 2000 beginnen dürfen.

Papst Johannes Paul II. hat die Laien aufgefordert, Zeugen des Glaubens durch "Worte und Taten" zu werden. Gegenüber dem Päpstlichen Laienrat forderte Johannes Paul II. am 1.03. eine umfassende Gewissenserforschung. Die Welt brauche "neue" Männer und Frauen als Eckpfeiler beim Aufbau einer neuen menschlicheren Gesellschaft, so der Papst.

Im Vatikan sind am 3.03. 33 Wissenschaftler aus aller Welt zusammengekommen, um über das Thema Arbeitslosigkeit zu diskutieren. Eingeladen hatte die Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften. Auf Wunsch des Papstes sollen die Gelehrten die Bedeutung des katholischen Verständnisses von Arbeit und Beschäftigung analysieren.

Papst Johannes Paul II. hat bei der Generalaudienz am 3.03. die Friedensinitiativen im Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea begrüsst. Zugleich forderte er einen neuen Regierungsstil in Afrika. Die von der Organisation für Afrikanische Völker vorgelegten Friedenspläne seien die einzige Möglichkeit den Konflikt zu beenden, so der Papst.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Am 3.03. hat in Bonn ein Gespräch zwischen Bundeskanzler Schröder und dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, stattgefunden. Genaue Informationen zum Inhalt des Gesprächs liegen nicht vor. Beide Seiten bezeichneten das Gespräch aber als Beginn eines fruchtbaren Dialogs. Die Beratungen sollen nun rasch weitergehen, als nächstes ist ein Treffen zwischen Bischof Lehmann und dem SPD-Vorsitzenden und Bundesfinanzminister, Oskar Lafontaine, vorgesehen.

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat dazu aufgerufen, sich an der Kampagne "Erlassjahr 2000" zu beteiligen. Das geht aus dem Fastenhirtenbrief Lehmanns hervor, der am 28.02. in den Kirchen des Bistums Mainz verlesen wurde. Die Forderung von Papst Johannes Paul II. im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr den ärmsten Ländern der Erde die Schulden zu erlassen, sei ein wichtiger Anstoss. Diese sollten die Christen aufnehmen, so Lehmann.

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat die Einbeziehung Roms in die Entscheidung über die kirchliche Schwangerenkonfliktberatung verteidigt. In einem am 3.03. veröffentlichten Interview mit dem "Rheinischen Merkur" sagte er wörtlich:" Wenn wir schon in einer Weltkirche leben, möchte ich nicht, dass wir diese Frage allein entscheiden. Schliesslich wirke die deutsche Kirche so auch in die Weltkirche hinein. Dass die deutschen Bischöfe sich in dieser Frage noch einmal nach Rom wenden wollten, habe von Anfang an festgestanden, erklärte Lehmann weiter.

Deutschland

Der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland, EKD, hält die Schwangerschaftskonfliktberatung für ein wichtiges Element des Lebensschutzes. Die weitere Beteiligung der evangelischen Kirche am staatlichen System sei Ausdruck christlicher Verantwortung. Ausserdem sei es eine Chance, Frauen, in besonders schweren Konfliktsituationen beizustehen und ihnen Zeit und Raum für eine verantwortliche Entscheidung zu geben, so die EKD.

Deutschland

Für die Erstellung eines "Reichtumsberichts" in der Bundesrepublik hat sich der Bischof von Trier, Hermann Josef Spital, ausgesprochen. In Deutschland sei genug Geld vorhanden um die anstehenden sozialen Probelme zu lösen. Ähnlich drückte sich der Ratsvorsitzende der Evanglischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, aus. Er verurteilte vor allem die andauernden Kapitalspekulationen. Durch diese würden wirkliche Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen verhindert.

Österreich

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat sich erneut zum Dialog für Österreich bekannt. In einem Fernsehinterview mit dem ORF am 2.03. erklärte er, dass die von ihm angestrebte Akzentverlagerung keineswegs ein Zurücktreten hinter das Konzil bedeute. Es gehe vielmehr um eine Prioritätensetzung, wonach zunächst die Glaubenserneuerung und aus ihr heraus die Strukturfragen anzugehen seien.

Österreich

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche Wilten in Innsbruck ist am 28.02. der Opfer des Lawinenunglücks von Galtür und Valzur gedacht worden. Zusammen mit den Angehörigen erinnerten Diözesanbischof Alois Kothgasser und die evangelische Superintendentin, Luise Müller, an die Verstorbenen. Unter den Trauergästen waren Bundeskanzler Viktor Klima und Brandenburgs Miniterpräsident Manfred Stolpe, sowie Vertreter aus Belgien und den Niederlanden.

E U R O P A

Rumänien

Der orthodoxe Patriarch von Bukarest, Teoctist, misst dem geplanten Besuch Papst Johannes Paul II. in seinem Land grosse Bedeutung bei. Die für Mai geplante Visite des Papstes in dem orthodoxen Land sei ein Signal des Dialogs und des Friedens, so Teoctist. Der Patriarch hatte eine solche Reise lange Zeit als unangebracht bezeichnet, den Papst jedoch Mitte Februar eingeladen. Derweil haben die mit Rom unierten Kirchen des östlichen Ritus den Patriarchen gebeten, einen Besuch Johannes Paul II. in Transsylvanien zu genehmigen. Da gerade in dieser Region die Mehrheit der Bevölkerung katholisch sei, wäre ein Aufenthalt des Papstes zumindest in Klausenburg, während seines Pastoralbesuchs, gerechtfertigt.

Polen

Gegen den katholischen Aktivisten, der vor dem früheren Konzentrationslager Auschwitz Kreuze aufgestellt hat, haben die Behörden nun ein Klageverfahren eingeleitet. Kazimierz Switon wird beschuldigt, zum Hass gegenüber Juden aufgestachelt zu haben. Ihm droht eine maximale Strafe von drei Jahren Gefängnis.

Spanien

Der Erzbischof von Madrid, Kardinal Rouco, ist am 2.03. zum neuen Vorsitzenden der spanischen Bischofskonferenz gewählt worden. Der aus Galizien stammende Kardinal war seit 1976 Weihbischof von Santiago de Compostela. Seit 1994 ist er Erzbischof von Madrid.

Italien

Eine Million Unterschriften für die Aussetzung der Todesstrafe will die römische Basisgemeinschaft St. Egidio bis zum Jubiläumsjahr 2000 weltweit sammeln. Die mit einem entsprechenden Appell versehenen Unterschriften sollen den Vereinten Nationen übergeben werden, deren Vollversammlung sich mit der Abschaffung der Todesstrafe in aller Welt befassen woll. Wie dazu am 2.03. aus Wien mitgeteilt wurde, wollen zahlreiche Vertreter der katholischen Kirche, darunter auch die Kardinäle Franz König und Christoph Schönborn die Unterschriftenaktion von St. Egidio in Österreich eröffnen.

A S I E N

Afghanistan

Einen Bericht des US-amerikanischen Aussenministeriums über die Menschenrechtslage in dem Land haben die Taliban zurückgewiesen. Ein Botschafter des islamistischen Regimes in Kabul erklärte , das Dokument sei unwahr. Der Bericht prangert unter anderem die Behandlung von Frauen, sowie öffentliche Hinrichtungen an. Die Taliban-Rebellen beherrschen einen Grossteil von Afghanistan, international wird ihre Macht aber nicht anerkannt.

China

Die Regierung in Peking hat den Menschenrechtsbericht der USA mit Entrüstung zurückgewiesen. China verlange von der amerikanischen Regierung das Prinzip der Nichteinmischung zu respektieren, so ein Srecher der Regierung jetzt in Peking. Die USA hatten China in dem am 26.02. veröffentlichten Bericht vorgeworfen, dass sich die Menschenrechtslage stark verschlechtert habe.

Philippinen

Die Armee hat zwei Bischöfe und zwei Priester zur Verhandlung mit den kommunistischen Rebellen im Land ermächtigt. Die Kirchenvertreter sollen die Freilassung von zwei Offizieren erwirken, die von den Rebellen in der Stadt Davao entführt worden waren.

A F R I K A

Sudan

Am vergangenen Wochenende hat eine Friedenskonferenz zwischen regierungsnahen Kräften und der Rebellenorganisation SPLA begonnen. Die Delegierten wollten eine friedliche Lösung des Bürgerkrieges und eine Friedenskonferenz vorbereiten. Diese soll im April in Nairobi stattfinden. Im Sudan gibt seit 1983 einen Bürgerkrieg zwischen dem arabisch-islamisch regierten Norden und dem Süden, wo die Bevölkerung mehrheitlich christlich ist.

Nigeria

Der Erzbischof von Lagos hat vom neugewählten Präsidenten Obasanjo, Gerechtigkeit und Fairness verlangt. Als Hauptaufgabe der neuen Regierung bezeichnete der Kirchenvertreter die Verbesserung der Infrastruktur sowie eine wirtschaftliche Erneuerung des Landes zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Südafrika

Kirchenführer und internationale Gruppierungen werfen den grossen Banken vor, das Apartheidregime unterstützt zu haben, obgleich sie von den Menschenrechtsverletzungen des Regimes wussten. Der katholische Erzbischof von Kapstadt forderte in einer Pressekonferenz am 2.03. , dass die Banken Reparationsleistungen bringen müssten. Diese Gelder sollten nach einer Art Marshall-Plan dem Schulwesen und der Beschaffung von Arbeitsplätzen zugute kommen.

A M E R I K A

Kuba

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am 1.03. in Havanna der Prozess gegen vier kubanische Dissidenten begonnen. Die drei Männer und eine Frau wurden im August 1997 wegen des Vorwurfs verhaftet, eine regimekritische Schrift verbreitet zu haben. Der Prozess ist nicht öffentlich. Journalisten und ausländischen Diplomaten wurde der Zugang zum Gericht verwehrt.

Guatemala

Die katholische Kirche des Landes hat den UNO-Bericht über den 36 Jahre dauernden Bürgerkrieg begrüsst. Das am 25.02. veröffentlichte Dokument sein eine wichtige Grundlage für Frieden und Demokratie, erklärte die Bischofskonfernz in einem Brief an die Gläubigen.

Kolumbien

Mangelnde Bereitschaft hat die SPD der Regierung in Bogota zur Lösung innenpolitischer Probleme vorgeworfen. Die SPD-Abgeordnete, Karin Kortmann, sprach nach ihrere Reise in das lateinamerikanische Land von unzureichenden Willen, den Friedensprozess voranzutreiben und die Flüchtlingsprobleme zu lösen. Auch unter der Regierung von Andres Pastrana müsse die Menschenrechtssituation mit allergrösster Sorge und Aufmerksamkeit beobachtet werden, so Frau Kortmann.

 

 

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