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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 25. Februar bis Samstag, 27. Februar 1999.

V A T I K A N

 

Papst Johannes Paul II. und die römische Kurie haben am 27.02. ihre Fastenexerzitien beendet. Johannes Paul II. dankte dem Bischof von Namur, Andre- Mutien Leonard, für die Vorbereitung und Begleitung während der einwöchigen Exerzitien. Im Anschluss empfing der Papst die Teilnehmer der 5. Plenarversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben. Dabei bekräftigte Johannes Paul II. seine Ablehnung gegenüber der Euthanasie und der Beihilfe zur Selbsttötung.

Im Vatikan hat 27.02. die Plenarversammlung des Päpstlichen Rates für die Laien begonnen. Sie steht unter dem Thema:" Die Laien, Bekenner des Glaubens in der Welt von heute". Bis 2.03. werden rund 30 Vertreter aus verschiedenen Ländern miteinander diskutieren und Erfahrungen über ihre Arbeit austauschen.

Die Entscheidung der italienischen Abgeordnetenkammer, eine künstliche Befruchtung auch bei Nichtverheirateten zu erlauben , sei ein Votum gegen die Familie. Das schreibt die Vatikanzeitung Osservatore Romano in einem Kommentar vom 25.02. . Damit werde der Stellung der Familie eine weitere schwere Verletzung zugefügt und der Weg zur Anerkennung anomaler Situationen geöffnet, so die Vatikanzeitung weiter. Die Abgeordneten hatten am 24.02. einen Antrag auf Verbot der künstlichen Befruchtung bei Nichtverheirateten zurückgewiesen. Der Entwurf war von der Opposition und verschiedenen christlichen Parteien eingebracht worden.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die Bischofskonferenz hat bei ihrer Frühjahrsvollversammlung keine endgültige Entscheidung zur Schwangerschaftskonfliktberatung getroffen. Wie der Vorsitzende der Konferenz, Karl Lehmann, vor Journalisten in Lingen erklärte, sei einstimmig ein Votum verabschiedet worden, das als Stimmungsbild ohne Rechtskraft Papst Johannes Paul II. zugehen soll. Lehmann betonte, die Bischöfe hätten in den letzten drei Tagen lange diskutiert, miteinander gerungen und sich nichts geschenkt. Lehmann will bereits in den nächsten Tagen in Rom mit Papst Johannes Paul II. die Ergebnisse der Frühjahrsvollversammlung besprechen. Derweil haben Politiker aller Parteien das von den Bischöfen favorisierte Modell eines Beratungs-und Hilfeplans für Schwangere begrüsst. Der Plan wurde aus der Beratungspraxis heraus entwickelt und verdeutlicht die Prozesshaftigkeit des Beratungsgeschehens , indem er wie an einem Leitfaden die Beratung selbst, sodann existentielle und flankierende Hilfen während der gesamten Schwangerschaft und darüber hinaus bis zum dritten Lebensjahr des Kindes aufnimmt.
Der Würzburgre Bischof, Werner Scheele, hat das Votum als unter den gegebenen Umständen "wirksamen Schutz des ungeborenen Lebens" bezeichnet. Der Limburger Bischof, Franz Kamphaus, hat sich erneut für einen Verbleib im gesetzlichen Beratungssystem ausgesprochen. Zugleich warnte er vor einer Eskalation der Auseiendersetzung.

Deutschland

Bundesbankpräsident Hans Tietmayer, lehnt einen generellen und bedingungslosen Schuldenerlass für die ärmsten Entwicklungsländer ab. Zugleich betonte er am 25.02. gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur, die Höhe der Auslandsverschuldung sei für manche Länder zweifellos eine schwere Belastung, die Hilfe von aussen erfordere. Tietmayer gab zu bedenken , dass nicht gesichert sei, dass der von kirchlichen Organisationen geforderte Schuldenerlass wirklich den Bedürftigen in den betroffenen Ländern zugute käme.

Deutschland

Zum Jubiläumsjahr 2000 will das ZDF mit 62 Gottesdienstübertragungen zu einem Gang durch die Geschichte des Christentums einladen. Die Gestaltung der Gottesdienste teilen sich abwechselnd evangelische und katholische Gemeinden und als Ausnahme, einmal auch eine griechisch-orthodoxe.

Österreich

Die kirchliche Kommission "Justitia et Pax" hat die jüngsten Änderungen der Strafprozessordnung positiv bewertet. Es werde erstmals damit versucht, Opfer und Täter ausserhalb der Hauptverhandlung im Strafprozess miteinander zu konfrontieren und eine Versöhnung herbeizuführen.

E U R O P A

Tschechische Republik

Regierung und Kirche haben sich auf einen Kompromiss im Streit um die Regierungskommission für Kirchenfragen geeinigt. Das teilte am 24.02. der Prager Kardinal, Miloslav Vlk, vor Journalisten mit. Die Kirche akzeptiere, so der Kardinal, dass die Regierungskommission aus allen im Parlament vertretenen Parteien bestehe, also auch den Kommunisten. Die Kirche arbeite allerdings in diesem Gremium nicht mit. Sie werde vielmehr eine in eine zweite, noch zu bildende Expertenkommission kirchliche Juristen entsenden, erklärte Vlk. Auf diesen Kompromiss habe er sich am 23.02. mit Ministerpräsident Zeman geeinigt. Diese Lösung ermöglicht es den Kirchen, an der Erarbeitung eines neuen Gesetzes mitzuwirken, ohne direkt mit den Kommunisten verhandeln zu müssen.

Polen

Die katholische Kirche will den Menschen in Polen bei den derzeitigen Reformen noch mehr beistehen. Das haben die Teilnehmer einer Konferenz in Poznan bekräftigt. Rund 400 katholische Bischöfe, Priester und Laien haben sich dort versammelt. Die Delgierten diskutieren über die Rolle und die Lehre der Kirche in der gegenwärtigen politischen,wirtschaftlichen und sozialen Situation Polens. Am 1. Januar hatte die Regierung mit einem grossen Reformprogramm im Bereich der Verwaltung, sowie des Gesundheits - und Sozialsystems begonnen. Die Konferenz hat die Katholiken aufgerufen, sich aktiv an der Umsetzung der Reformen zu beteiligen.

Grossbritannien

Die englische Staatskirche hat den Rassismus bei der Polizei scharf verurteilt. Rassismus sei immer und überall ein Übel, insbesondere aber bei Machthabenden. Dies erklärte der anglikanische Primas, George Carey, am 24.02. in London.

A S I E N

Indien

Die Regierung in Neu Delhi hat in diesen Tagen dem Parlament eine Auflistung der Gewalttaten gegenüber Christen vorgelegt. Das Verzeichnis enthält über hundert Übergriffe, darunter fünf Morde, die zum grössten Teil im Bundesstaat Gujarat begangen wurden. Wie dazu der Vertreter des Indischen Christlichen Menschenrechtsforums erklärte, habe die Regierung das von ihm miterstellte Verzeichnis ungekürzt übernommen. Ausserdem seien die Regierungschef der einzelnen Bundesstaaten von der Zentralregierung in Delhi aufgefordert worden, eventuelle weitere Gewalttaten gegenüber Christen umgehend zu ahnden.

A F R I K A

Sudan

Angesichts des andauernden Bürgerkrieges haben die christlichen Kirchen Kanadas den Weltsicherheitsrat aufgefordert, zumindest über den Süden des Landes eine Flugverbotszone zu verhängen. Nur so könnten die Bombenangriffe der Regierung in Khartoum gestoppt werden, betonen die Kirchen in einer am 25.02. in Ottawa veröffentlichten Erklärung.

Nigeria

Die katholische Bischofskonferenz des Landes hat bei ihrer Vollversammlung zu fairen Präsidentschaftswahlen aufgefordert. Die Bischöfe warnen die Parteien und Kandidaten, die Wahl durch illegale Beeinflussungen und Korruption zu manipulieren. Zusätzlich rufen die Bischöfe die Bürger auf, bei den Präsidentenwahlen vom 27.02. von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

A M E R I K A

Chile

Die Vereinigung der Angehörigen von in Chile Verschwundenen, AFDD,hat an den Vatikan appelliert, keine Mörder zu verteidigen und für die Opfer der Diktatur von General Pinochet einzutreten. Die Intervention des Vatikan zugunsten des Ex-Diktators sei bedauerlich, unglücklich und überraschend, sagten AFDD-Vertreter in Santiago. "Wir achten das christliche Vergeben, aber wir können nicht akzeptieren, dass Vergeben mit Straflosigkeit für Mörder und Folterer verwechselt wird", heisst es in einem an die apostolische Nuntiatur in Santiago gerichteten Brief. Unterdessen hat das Sekretariat der spanischen Bischofskonferenz erklärt, der Vatikan habe mit seiner Intervention im Fall Pinochet das gemeinsame Wohl Chiles gesucht. Das berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE am 25.02..

 

Vereinigte Staaten

Die US-amerikanische Regierung hat in ihren Menschenrechtsbericht eine starke Verschlechterung der Menschenrechtssituation in China beklagt. Das Verhalten der Regierung in Peking habe sich in den letzten Monaten sehr verschlimmert, heisst es in einem am 26.02. in Washington veröffentlichten Bericht. In diesem Jahr sei vor allem eine Verschlechterung in den Regionen der ethnischen Minderheiten festgestellt worden, heisst es in dem Bericht.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

 

Samstag:" Fastenexerzitien"

Sonntag:"Aktenzeichen"

Montag:"Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:"Fastenexerzitien"

Mittwoch:" Römische Woche"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

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und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,3.03.1999