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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 21. Februar bis Mittwoch, 24. Februar 1999.

V A T I K A N

Gewissenserforschung und Aussöhnung mit Gott und den Mitmenschen, dazu hat Papst Johannes Paul II. die Gläubigen zu Beginn der Fastenzeit aufgerufen. Die Gewissenserforschung sei einer der entscheidensten Momente der persönlichen Existenz. Mit ihr stelle sich der Mensch der Wahrheit seines Lebens. Der Papst, mahnte in seiner Ansprache vor dem Angelusgebet am 21.02., die Menschen müssten sich angesichts der Gleichgültigkeit und Zerstreutheit in der Welt aufrütteln lassen und auf die Stimme Gottes hören. Die Fastenzeit helfe dem Menschen die Freundschaft Gottes und seine Gnade zu erlangen. Am Morgen hatte der Papst eine römische Pfarrei im Appio - Tuscolano - Viertel besucht. Dies war der 281. Gemeindebesuch des Papstes in seiner Diözese Rom. Am Abend haben die traditionellen Fastenexerzitien Johannes Paul II. und der römischen Kurie begonnen. Deshalb finden in dieser Woche keine Audienzen und andere offizielle Termine statt. Die Meditationen werden in diesem Jahr von dem belgischen Bischof, Andre Mutien Leonard, von Namur gehalten.

Der Präsident des kurdischen Exilparlaments, Yasar Kaya, hat Papst Joahnnes Paul II. gebeten, sich für den inhaftierten PKK-Anführer, Abdullah Öcalan, und für eine friedliche Lösung des Kurdenkonfliktes einzusetzen. In einem Brief appellierte Kaya an das Kirchenoberhaupt, seine Autorität zu nutzen, um das Leben Öcalans zu retten.

Mit einer Homepage im Internet informiert der Apostolische Stuhl sein 21.02. über das Heilige Jahr. Unter der Adresse www.Jubil2000.org kann man nicht nur Informationen über das bevorstehende Jubeljahr, seine Veranstaltungen, die Stadt Rom und über die Päpste abrufen. Auch technische Probleme wie Anmeldung, Hotelauswahl, Einreise und Unterkunft sollen sich demnächst auf diesem Weg elektronisch lösen lassen. [italienische Y2K-HomePage]

Papst Johannes Paul II. hat am 24.02. seine Trauer und Bestürzung über das Lawinenunglück im österreichischen Galtür bekundet. In einem Telegramm drückte der Papst den Angehörigen der Toten und der Vermissten seine Verbundenheit aus. Indem er den Toten das Ewige Leben erbitte, schliesse er auch die Gedanken und Sorgen der Verwandten und Freunde in sein Gebet mit ein und erflehe für sie Gottes tröstende Kraft.

Am 24.02. hat die 5. Plenarversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben begonnen. Hochkarätige Wissenschaftler aus aller Welt diskutieren bis 27.02. über das Thema " Die Würde des Sterbenden".

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Am 22.02. hat in Lingen die Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe begonnen. Dabei soll auch über die Schwangerschaftskonfliktberatung diskutiert werden. Nach dem Willen des Papstes soll die Kirche künftig Frauen in Not helfen, ohne den Beratungsschein auszustellen, der eine straffreie Abtreibung ermöglicht. Zu einem Votum werden die Bischöfe vermutlich erst am 25.02., kurz vor dem Ende ihrer Versammlung kommen. Bereits am 21.02. hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, betont, dass es in Lingen keine endgültige Entscheidung geben werde, sondern nur eine Meinungsbildung der Vollversammlung. Danach will Lehman erneut das Gespräch mit Rom suchen. [Pressemitteilungen zur Frühjahrsvollversammlung]

Deutschland

Auch für die deutschen Bischöfe ist der Krieg im Sudan ein Thema. Am Rande der Frühjahrsvollversammlung in Lingen wurde am 23.02. ein Brief des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, an die sudanesischen Bischöfe veröffentlicht. Darin fordern die deutschen Bischöfe die Vereinten Nationen zur Lösung des Konflikts auf.

Deutschland

Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen haben am 20.02. zugesagt, sich um einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder zu bemühen. Bis Juni soll ein definitiver Vorschlag auf dem Tisch liegen. Menschenrechtsgruppen und die Kirche machen seit langem für einen Schuldenerlass mobil. Auch der Papst Johannes Paul II. hat sich in seiner Fastenbotschaft für eine Entschuldung der Ärmsten ausgesprochen. Für den Trierer Bischof, Hermann Josef Spital, ist ein Schuldenerlass auch dann dringend geboten, wenn das für den Westen zu einem geringeren Lebensstandard führt. Der Abstand zwischen armen und reichen Bürgern in der Bundesrepublik habe ebenso wie der Abstand zwischen armen und reichen Völkern ein Ausmass erreicht, das vor Gott schwer verantwortbar sei, so Spital in einem Hirtenbrief.

Deutschland

Der katholische Jugendbischof, Franz-Josef Bode, hat einen grösseren Einsatz für eine kindergerechte Welt gefordert. "Lassen wir die Kinder Kinder sein in einer immer gerechteren und freieren Welt, sagte Bode am 21.02. beim Eröffnungsgottesdienst der Misereor Fasten-Aktion in Osnabrück, die in diesem Jahr unter dem Motto "Ich will Kind sein - Zukunft für Kinder weltweit" steht.

Österreich

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat den Generalvikar Helmut Schüller, von seinem Amt entbunden. Dies wurde am 23.02. vom Pressedienst der Erzdiözese bestätigt. Der Kardinal möchte die Leitung der Erzdiözese Wien neu gestalten und mehr Führungsaufgaben übernehmen. In diesem Zusammenhang soll auch die Position des Generalvikars neu bestimmt werden.

E U R O P A

Italien

Die Anwälte des Kurdenführers, Abdullah Öcalan, haben an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, zugunsten ihres Mandanten zu intervenieren. In einem Schreiben an Generalsekretär Kofi Annan, den Vatikan, das internationale Rote Kreuz und den Roten Mond, fordern sie, dass Öcalan zumindest von Ärzten besucht werden darf. Diese sollen den Gesundheitszustand und die Haftbedingungen feststellen.

Spanien

Eine Gruppe chilenischer Bürger hat am 21.02. in Madrid gegen die Intervention des Vatikans im Fall Pinochet, protestiert. Dies berichtete die Nachrichtenagentur EFE. Wie vor kurzem bekannt wurde, hat der Apostolische Stuhl schon im November in einem Schreiben an die Londoner Regierung gebeten, den ehemaligen chilenischen Diktator aus humanitären Gründen zu entlassen.

A S I E N

China

Die Regierung in Peking hat den jüngsten Vatikanbesuch des taiwanesischen Aussenministers, Jason Hu, scharf verurteilt und einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Vatikan und Taiwan gefordert. Ein Sprecher des Aussenministeriums erklärte jetzt, dass die Visite des - so wörtlich - sogenannten Aussenministers von Taiwan, nur einen schlechten Einfluss auf die Beziehungen zwischen China und dem Vatikan haben könne.

Osttimor

Der indonesische Aussenminister, Ali Atalas, hat die Freilassung des timoresischen Freiheitskämpfers, Xanana Gusmao, angekündigt. Über ein genaues Datum dieses Schrittes, der für den Friedens - und Versöhnungsprozess besondere Bedeutung hat, liess der Politiker noch nichts verlauten. Der timoresische Bischof, Carlo Belo, forderte zugleich, Gusmao die Reise in seine Heimatregion zu erlauben. Seine Anwesenheit könnte die wachsende Spannung dort mindern helfen.

Indien

Die Oberinnen katholischer Orden auf dem Subkontinent haben zu Versöhnung aufgerufen. Angesichts der Angriffe von Hindu-Fundamentalisten auf die Christen wollen die Ordensfrauen sich vereint dem Schutz des Laiizimus widmen.

Indien

Muslimische Religionsführer haben am 22.02. Staatspräsident Kocheril Ranan Narayanan gebeten, die Einreiseerlaubnis für den Schriftsteller Salman Rushdie, zurückzuziehen. Das erklärte der Sprecher einer Moschee in Neu Delhi gegenüber der Presse. Dieser Schritt sei bei einem Treffen von muslimischen Geistlichen am 21.02. beschlossen worden.

Pakistan

Das Land will mit dem Nachbarn Indien enger zusammenarbeiten. Dies ist das Ergebnis eines Treffens zwischen dem indischen und dem pakistanischen Premier in Lahore vom 21.02.. Es wurde ein Abkommen geplant, mit dem die seit 50 Jahren andauernden Spannungen zwischen den beiden Nationen beendet werden sollen.

A F R I K A

Sudan

Die Regierung hat sich bereit erklärt, eine Abspaltung des Südens zu akzeptieren, falls so der Bürgerkrieg beendet würde. Seit dem Militärputsch von 1989 hält in Khartoum ein islamisch-arabisches Regime die Macht in Händen. Seit 16 Jahren kämpfen die Rebellen im Süden, wo hauptsächlich Christen und Schwarzafrikaner leben. Beobachter sind über das neuen Angebot des Präsidenten, skeptisch.

Kongo-Kinshasa

Präsident Laurent Kabila hat die Regierung aufgelöst. Wie der Informationsminister in einer am 21.02. verbreiteten Erklärung verlautbaren liess, solle mit der Massnahme die nationale Einheit gestärkt und eine eindeutige Gegenposition zu den Rebellen der demokratisch Kongolesischen Koalition bezogen werden.

Nigeria

Die Demokratische Volkspartei des früheren Militärherrschers, Olusegun Obasanjo, PDP, hat die Parlamentswahlen am 21.02. gewonnen. Nach den bisherigen Ergebnissen wird die PDP 55 der 109 Senatssitze besetzen. Obasanjo war der einzige Diktator des Landes, der in den vergangenen 15 Jahren freiwillig die Macht abgegeben hat.

Sierra Leone

Staatspräsident Ahmad Tejan Kabbah, hat am 21.02. in einer Rede an die Nation die Bevölkerung zu Ruhe aufgerufen. Er versicherte im Radio, dass sich die Lage verbessere und dass man alles tue, um zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes zu kommen. Ausserdem dankte er der innerafrikanischen Friedenstruppe ECOMOG und verteidigte die Soldaten gegenüber Vorwürfen, sie würden Zivilsiten misshandeln.

A M E R I K A

 

Venezuela

Die Bischofskonferenz des Landes hat sich am 23.02. gegen die Sterilisation von Frauen ausgesprochen. Hintergrund ist eine Initiative der Regierung, mit einer solchen Massnahme die Lebensbedingungen der armen Bevölkerung zu heben. Geplant ist, dass sich Frauen über 26 Jahren mit mindestens zwei Geburten oder mit schweren Gebrechen sterilisieren lassen können.

Honduras

Einen Schuldenerlass für die Entwicklungsländer zum Jahr 2000 hat der Erzbischof von Tegucigalpa, Oscar Andres Rodriguez, gefordert. Vor dem irischen Parlament in Dublin betonte der Kirchenführer, dass die Auslandsverschuldung nicht nur ein ökonomisches Problem sei. Sie unterdrücke vielmehr auch die Zukunft und Hoffnungen von Millionen von Menschen.

Kuba

Der Erzbischof von Havanna, Kardinal Jaime Ortega, hat sich verwundert über die Initiative der Regierung gezeigt, die Pressefreiheit einzuschränken. In einer von der Nachrichtenagentur Cuba Press verbreiteten Erklärung, bemängelte Ortega die Subjektivität, die zu einer Verurteilung nach dem neuen Gesetz führen könne.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Fasten-Exerzitien"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,27.02.1999