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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 14. Februar bis Mittwoch, 17. Februar 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat beim sonntäglichen Angelusgebet am 14.02. an den Gedenktag der Slavenapostel Kyrill und Methodius erinnert. Sie hätten das Licht des Evangeliums in den alten Kontinent gebracht. Dieser brauche aber auch heute die Verkündigung der Frohen Botschaft. Denn diese bringt- auch nach Überzeugung des Papstes - den Einzelnen und den Völkern die spirituellen und ethischen Grundlagen für die wirtschaftliche und politische Einigung des Kontinents. Der Papst erinnerte an die Bischofssynode für Europa, die im kommenden Herbst im Vatikan abgehalten wird. Die Fürbitte der beiden grossen Europapatrone möge den europäischen Ostkirchen neuen apostolischen Eifer geben. Im zweiten Teil seiner Ansprache verwies der Papst auf den kommenden Aschermittwoch und den Beginn der Fastenzeit. Diese letzte österliche Busszeit vor dem Jahr 2000 soll nach seinem Wunsch eine Periode der besonderen Heimkehr zu Gottvater, der Busse und Umkehr darstellen.

Der anglikanische Primas, George Carey, hat nach seinem Privatbesuch bei Papst Johannes Paul II. vor der Presse mitgeteilt, katholische und anglikanische Kirche wollten sich gemeinsam für das Recht der Christen im Sudan und in anderen Ländern engagieren. Carey unterstrich, er sei mit dem Papst einer Meinung in der Kritik an der Verfolgung von Christen und anderen Minderheiten in Indien. Auch teile er mit Johannes Paul II. die Ansicht, dass den ärmsten Ländern ihre Schulden erlassen werden müssten.

Papst Johannes Paul II. hat 15.02. eine ökumenische Delegation aus den Vereinigten Staaten in Audienz empfangen. Gegenüber dem Kardinal von Chicago, Kardinal Francis George, und dem griechisch-orthodoxen Metropoliten der USA, Jakovos, unterstrich der Papst, der ökumenische Dialog zwischen den Schwesterkirchen möge fruchtbar sein. Er rief dazu auf, die Missverständnisse der Vergangenheit zu überwinden und an einer gemeinsamen Zukunft in Christus zu bauen.

Wiederverheiratete Geschiedene bleiben vom Kommunionempfang ausgeschlossen. Das erklärt der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Josef Ratzinger, in einem Dokument über die Pastoral der Wiederverheirateten Geschiedenen. Ratzinger betont in dem Dokument zugleich, dass die Wiederverheirateten Geschiedenen unter dem Schutz der Kirche stünden und weiterhin zum Volk Gottes gehörten. Um wieder zu den Sakramenten zugelassen zu werden, müssten sich die betroffenen Gläubigen von ihren unrechtmässigen Partnern trennen, so Ratzinger.

Papst Johannes Paul II. will am 19. September zu einem Kurzbesuch nach Slowenien reisen. Dies teile am 15.02. Vatikansprecher, Joaquin Navarro-Valls mit. Anlass der Reise sei die Seligsprechung von Anton Martin Slomsek.

Papst Johannes Paul II. ist unter den diesjährigen Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Ausser dem 78-jährigen Kirchenoberhaupt, seien auch UNO-Generalsekretär Kofi Annan, US-Präsident Bill Clinton und der kürzlich verstorbene jordanische König Hussein vorgeschlagen worden.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Eine strenge Begrenzung von Spätabtreibungen hat das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken gefordert. Schwangerschaftsabbrüche nach vorgeburtlicher Diagnostik sollten nicht mehr vorgenommen werden dürfen, wenn das Ungeborene ausserhalb des Mutterleibes lebensfähig sei, erklärte das Oberste Laiengremium der Deutschen Katholiken am 16.02.. Spätabtreibungen sollten nur noch dann möglich sein, wenn Leib und Leben der Schwangeren direkt in Gefahr sei.

Deutschland

Eine Mehrheit von 59 Prozent der Deutschen wünscht, dass die katholische Kirche im staatlichen System der Schwangerenkonfliktberatung bleibt. Das ergab jetzt eine am 17.02. vorab veröffentlichte Umfrage der Nord- und Ostdeutschen Kirchenzeitungen. Die Katholiken plädierten mit 66 Prozent für den Verbleib.
http://www.kath.de/bistum/osnabrueck/4/4-1/Kibo.html

Deutschland

Der Freiburger Moraltheologe, Eberhard Schockenhoff, hat sich für einen Beratungsbrief anstelle des umstrittenen Scheins nach einer Schwangerenkonfliktberatung ausgesprochen. Vor dem Diözesanrat von Würzburg sagte der Theologe am 13.02., er zweifle aber, ob dieser Brief von den Landesregierungen als Beratungnachweis angenommen werde. In ihm werden die Argumente gegen die Abtreibung und die konkreten Hilfsangebote vorgestellt.

Österreich

Für die Auflösung des Weltkirchenrates, ÖRK, in Genf hat sich der Wiener armenisch-apostolische Erzbischof, Mesrob Krikorian, ausgesprochen. Anstelle des ÖRK solle man offizielle Vertreter der grossen Kirchen zu einer provisorischen Kommission zusammenführen und dann ein ökumenisches Zentrum gründen.

E U R O P A

Liechtenstein

Fürst Hans-Adam hat jetzt erklärt, er habe die Errichtung des Erzbistums Vaduz durch den Vatikan weder finanziell unterstützt noch habe er es gewünscht. Im Gegenteil habe er sowohl dem Päpstlichen Nuntius in der Schweiz, wie auch im Vatikan an höchster Stelle erklärt, dass dies keine gute Lösung sei. Fürst Hans-Adam räumte aber ein, dass er Bischof Haas finanziell untersützt habe, solange dieser Bischof von Chur gewesen war.

A S I E N

Israel

In Jerusalem tobt derzeit ein Kampf zwischen orthodoxen und liberalen Juden. Am 14.02. haben zehntausende von sogenannten Gottesfürchtigen vor dem Obersten Gerichtshof ihren Ärger zum Ausdruck gebracht. Sie beschuldigen ihn des diktatorischen Vorgehens, weil er sich ihren Forderungen wiedersetzt. Ein Sprecher der Gottesfürchtigen sagte gegenüber der Presse, das sei nur der Anfang eines Kampfes. Bald würden alle Juden zur Religion und zur Torah zurückkehren.

Indien

In dem Bundesstaat Madya Pradesh macht ein Mitglied der Regierungspartei derzeit eine Kampagne, um Christen zum Hinduismus zurückzuführen. Dilipsing Judeo hat nach Pressemeldungen jetzt 73 zum Christentum übergetretenen Ureinwohnern symbolisch die Füsse gewaschen und dem christlichen Glauben abschwören lassen. Nach eigenen Angaben will er in diesem Jahr noch 100.000 Christen abwerben.

Indien

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Alan de Lastic, hat betont, dass es in dem asiatischen Land keine Zwangsbekehrungen durch Christen gibt. In einer Erklärung vom 15.02. wies er in Neu Delhi entsprechende Vorwürfe fundamentalistischer Hindus zurück. Der Bischof von Vasaj forderte zugleich die indische Regierung auf, ein geplantes Gesetz gegen Zwangskonversion nicht zu erarbeiten. Das Thema sei ein theologisches und kein politisches, unterstrich der Bischof.

Indien

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson, aht sich befriedigt über die Bemühungen der indischen Regierung zum Schutz der Minderheiten geäussert. Die Regierung habe eine Kommission eingesetzt, um die zahlreichen gewalttätigen Übergriffe gegen Christen und christliche Einrichtungen zu untersuchen. So könnten die Schuldigen bestraft weden. Dies habe ihr der Ministerpräsident Vajpayee zugesichert, erklärte Robinson am 17.02. in Neu Delhi.

Südkorea

Wegen des anhaltenden Mangels an Lebensmitteln in Nordkorea wird das Erzbistum Seoul in der Fastenzeit eine umfangreiche Hilfsaktion starten. Trotz Hilfsbemühungen aus Südkorea und seitens der internationalen Gemeinschaft, gebe es weiterhin Schwierigkeiten in der Nahrungsmittelversorgung, so ein Weihbischof aus Seoul gegenüber der Asiatischen Katholischen Nachrichtenagentur.

Vietnam

Für die Christen des Landes gibt es jetzt eine vollständige Bibel in der Landessprache. Das teilte die deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart mit. Das Werk löst eine veraltete Version der Heiligen Schrift aus dem Jahr 1916 ab.

Osttimor

Bischof Carlos Belo hat vor einer überstürzten Unabhängigkeit der Insel gewarnt. Belo betonte, dass es eine Übergangsperiode von rund 10 Jahren geben müsse. Danach solle die Bevölkerung selber entscheiden. Derzeit nehmen die Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkeungsgruppen auf der Insel zu, so dass die Gefahr eines Bürgerkrieges bestehe, so Belo.

Osttimor

Das internationale Komitee vom Reuten Kreuz, IKRK, will seine Präsenz auf Osttimor verstärken. Man habe die Behörden gebeten, mehr Mitarbeiter auf die Insel entsenden zu dürfen. Die humanitäre Mobilisation sei dringend notwendig, da die Situation durch die Entsendung weiterer indonesischer Militäreinheiten sehr angespannt sei.

A F R I K A

Sierra Leone

UNICEF-Präsidentin, Carol Bellamy, hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen,sich für Friedensverhandlungen in dem afrikanischen Land einzusetzen. Die UNO hat etwa fünfhundert Kindersoldaten entwaffnet, mindsetens weitere 2000 sind aber weiterhin an den kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt.

A M E R I K A

Kuba

Am 17.02. ist die jährliche gesamtamerikanische Bischofskonferenz zu Ende gegangen. Dabei sollte es um die Vorbereitungen zum Jahr 2000 und das kürzlich von Papst Johannes Paul II. überreichte Exortationsschreiben gehen. Daneben drängten sich aber nun politische Forderungen der Bischöfe, wie etwa die nach einem graduellen Abbau des US-Embargos gegen die Karibik-Insel in den Vordergrund. Am 16.02. hatte Staatspräsident Fidel Castro, die 30 Teilnehmer des Treffens in seinem Palast der Revolution empfangen.

El Salvador

Die katholische Kirche des Landes hat die Bürger dazu aufgerufen, sich an der Präsidentschaftswahl am 7. März zu beteiligen. Umfragen zufolge, wollen 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme nicht abgeben oder haben sich noch für keinen der Kandidaten entschlossen. Das Stimmrecht sei auch eine Pflicht, so der Erzbischof von San Salvador, Fernando Saenz Lacalle , in einer Presseerklärung.

Vereinigte Staaten

Vergangene Woche ist eine Abordnung der Glaubenskongregation in

San Francisco mit Vertretern der Lehrkommissionen Nordamerikas, Australiens, Neuseelands, Papua-Neuguineas und der Salomoninseln zusammengetroffen. Gegenstand der Gespräche war unter anderem , die Inkulturation. Bei den Diskussionen ging es aber auch um die Rolle der Frau in der Kirche und um Homosexualität. In seinem Einführungsreferat unterstrich der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Josef Ratzinger, dass alle Kulturen das Wort Gottes, die Wahrheit über die Person Christi, aufnehmen können.

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Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuzfeuer"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Fasten-Exerzitien"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,20.02.1999