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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 11. Februar bis Samstag, 13. Februar 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat eine Einladung zum Besuch Rumäniens angenommen. Ein Zeitpunkt der Visite steht noch nicht fest. Pressemeldungen über eine Reise im Mai wurden nicht bestätigt. Rumänien wäre das erste mehrheitlich orthodoxe Land, das der Papst besucht. Vorausgegangen war die Einladung durch die katholsiche Kirche und den Staatspräsidenten.

Papst Johannes Paul II. hat den Christen in Kamobodscha und Laos für ihren Mut, ihre Treue und ihr heroisches Glaubenszeugnis in der Verfolgungszeit gedankt. Unter den unzähligen unschuldigen Opfern hätten auch viele katholische Priester, Ordensleute und Laien ihr Blut begossen, sagte der Papst gegenüber den Bischöfen, die sich derzeit zu ihren ersten Ad-Limina-Besuch im Vatikan aufhalten. Zugleich appellierte er an die Kirchen, in der neuen Ära nach der Unterdrückung, Zeugen der Hoffnung zu sein.

Am 12.02. hat Papst Johannes Paul II. außer Bischöfen, die der Fokolarbewegung nahestehen, die irische Präsidentin, Mary McAleese, in Privataudienz empfangen. Die vor rund einem Jahr ins Amt berufene Irin, hatte mit grossem Einsatz an den Friedensverhandlungen mit Nordirland teilgenommen. Der Papst dankte Frau McAleese ausdrücklich für ihr Engagement und drückte seine Zufriedenheit über den eingeschlagenen Weg der Versöhnung aus. Über den weiteren Inhalt der Gespräche wurde nichts bekannt.

Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano und der italienische Ministerpräsident, Massimo D`Alema, haben sich am 11.02. zu einer ausführlichen Unterredung getroffen. Gesprächsthema war unter anderem der bevorstehende Besuch des chinesischen Präsidenten bei der römischen Regierung. D'Alema versicherte gegenüber Sodano, dass Italien, als Land mit einer katholischen Mehrheit, gegenüber Peking, ganz besonders das Recht auf Religionsfreiheit einfordern will. Ungekehrt versicherte Kardinalstaatssekretär Sodano, dass der Apostolische Stuhl an einer Verbesserung der Beziehungen zu Peking interessiert sei. Er deutete sogar an, dass der Vatikan bereit sei, seine Nuntiatur von Taiwan nach Peking zu verlegen, sollte die chinesische Führung das zulassen. Gleichzeitig versicherte er aber auch, dass dies keinen Bruch der Beziehungen zwischen Vatikan und Taiwan bedeute.

Papst Johannes Paul II. hat am 13.02. den anglikanischen Primas, George Carey,in Privataudienz empfangen. Über den Inhalt der Gespräche wurde nichts bekanntgegeben. Beobachter gehen davon aus, dass es sich bei der Unterredung vor allem um Fragen der Kircheneinheit handelt.

Derzeit findet im Vatikan ein internationales Seminar des Päpstlichen Liturgieamtes statt, bei dem Vertreter verschiedener Fernsehanstalten eingeladen wurden, ihre Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit mit den vatikanischen Verantwortlichen während der Heiligen Jahres zu unterbreiten. Der irische Programmdirektor, Dermond McCarthy, forderte daraufhin, kürzere Zeremonien, mehr Freiheit und grössere Variation des Angebots, so dass es auch für Nicht-Katholiken interessant wird, bessere Planung und höhere Qualität der Übertragung.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die Beichte soll in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche wieder eine wichtigere Rolle spielen. Jeder Christ solle die Beichte als Gute Gabe Gottes achten und für sich persönlich in Anspruch nehmen, heisse es in einem Weisungsbuch. Dies soll demnächst den Kreissynoden Nordelbiens zur Prüfung vorgelegt werden.

Deutschland

"Alles hat seine Zeit - Gestaltung der Zeit im Familienleben". So heisst das Motto der katholischen Kirche Deutschlands für den Familiensonntag im Jahr 2000. Wie dazu die Bischofskonferenz am 12.02. mitteilte, soll das Thema nicht nur auf den Familiensonntag am 16. Januar 2000 beschränkt bleiben, sondern zugleich ein Schwerpunkt der Jahresarbeit der Familienpastoral werden.

E U R O P A

Portugal

Die katholischen Bischöfe des Landes haben angekündigt, Papst Johannes Paul II. nach Fatima einzuladen. Der Bischof von Leiria-Fatima hat dem Papst die Einladung am 12.02. in Rom persönlich übergeben.

Jugoslawien

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Pavle hat 11.02. in Paris eine gerechte Lösung für das Kosovo gefordert. In einer Predigt appellierte das Kirchenoberhaupt an die Vernunft beider Konfliktparteien. Gleichzeitig betonte der Patriarch, das heute mehrheitlich von Albanern bewohnte Kosovo sei historisch serbisches Gebiet und kein Staat sei von nur einem Volk bewohnt. Für das Kosowo hätten die Serben viel geblutet.

Tschechische Republik

Herausragende Persönlichkeiten des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens haben in einem offenen Brief an die Regierung in Prag appelliert, das Verhältnis zwischen Kirche und Staat auf eine moderne Basis zu stellen. Bis heute sei es so geregelt wie unter den Kommunisten. Der offene Brief ist von weltbekannten Forschern und Kunstschaffenden unterschrieben und wird zur weiteren Zeichnung ausgelegt.

A S I E N

Indien

Rund 5000 Hindupriester und religiöse Führer haben sich in einem sogenannten "religiösen Parlament" zusammengeschlossen und ein Verbot christlicher Missionare gefordert. Nach Angaben der Asiatischen Katholischen Nachrichtenagentur, wolle man so der Bekehrung zum Christentum entgegenwirken. Die Teilnehmer des Treffens im Bundesstaat Gujarat verlangten ausserdem eine Autonomie für Hindutempel und ein Verbot des Küheschlachtens. Zusätzlich verabschiedeten sie ein 40-Punkte-Programm , das auf eine Vergrösserung der Macht der Hindus abzielt. Der Führer des Weltrats der Hindus, der die Konferenz veranstaltet hatte, forderte die Teilnemehr auf, nicht bei der Regierung Hilfe zu suchen, sondern sich, so wörtlich, als "Arme Gottes" zu betrachten und daher das "Reich Gottes" auszudehnen.

China

Die Pekinger Regierung hat durchblicken lassen, dass ein Besuch von Papst Johannes Paul II. in Hongkong zur Zeit unerwünscht ist. Der Vatikan soll zunächst seine Beziehungen zu Taiwan abbrechen und sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten Chinas, religiöse Fragen inbegriffen, einmischen. Das erklärte ein Sprecher des chinesischen Aussenministreiums am 11.02. vor Journalisten. Er antwortete damit auf einen Vorschlag des Bischofs von Shanghai, der sich für einen Hongkong-Besuch des Papstes ausgesprochen.

Vietnam

Ein staatliches Entwicklungs-und Demokratisierungsprogramm in der Provinz Di Dong Nai hatte besonders durch die Mitarbeit der Katholiken grossen Erfolg. Es handelt sich dabei vor allem um Massnahmen zur Verbesserung der sozialen und gesundheitlichen Lage der Bevölkerung. Schon 1988 hatten die Bischöfe die Gläubigen aufgerufen, sich im sozialen Bereich zu engagieren. Staatliche Einrichtungen stellten fest, dass es dort weniger Armut gibt, wo viele Katholiken leben.

A F R I K A

Sudan

Die Regierung von Khartoum hat erneut den Vorwurf des Sklavenhandels zurückgewiesen. Menschenrechtsaktivisten werfen der Regierungsarmee vor, sie würde Bürgerkriegsgefangene versklaven. Ein Mitglied des britischen Oberhauses berichtete vor kurzem, dass die führende islamische Nationale Front, die Sklaverei für ihre arabische Machtpolitik missbrauche. Unterdessen wurde bekannt, dass die UNO einen Menschenrechtsbeobachter in den Sudan und ins benachbarte Kenya geschickt hat.

A M E R I K A

Kuba

Am 14.02. beginnt in Havanna das erste Bischofstreffen des ganzem amerikanischen Kontinents. 31 Vorsitzende der Bischofskonferenzen von Nord-und Südamerika werden drei Tage lang über pastorale Probleme und eine bessere Zusammenarbeit beraten. Beobachter weisen darauf hin, dass diese Initiative auf den Wunsch des Papstes zurückgeht, der eine bessere Kooperation der beiden grosse Teile des Kontinents wünscht. Die Kirche von Kuba verspricht sich davon einen neuen Impuls.

Guatemala

Der Fall von Bischof Gerardi wird international. Der Erzbischof von Guatemala-Stadt hat jetzt an die Präsidenten Clinton und Chirac, sowie UNO-Generalsekretär Kofi Annan geschrieben. Die staatlichen Behörden schützten die Täter, heißt es in dem Schreiben - laut Presseberichten.

Der Mordverdacht gegen den Priester Mario Orantes lässt sich nicht aufrechterhalten. Das hat jetzt der zuständige Richter erklärt. Orantes war angeklagt worden, Bischof Juan Gerardi ermordet zu haben. Am 16.02. werde die Entscheidung über die Zukunft des einzigen bisher Angeklagten fallen, hiess es in Guatemala-Stadt. Bischof Gerardi war am Tag nach der Veröffentlichung eines Berichtes über die Morde während des Bürgerkrieges erschlagen worden.

Chile

Die Regierung in Santiago bemüht sich nach Presseberichten vom 11.02., um eine Intervention des Papstes, zugunsten des in Grossbritannien inhaftierten Ex-Diktators, Augusto Pinochet. Wie es zugleich in dem Artikel weiter heisst, sei aber ein derartiger Schritt des Papstes "unwahrscheinlich", da er nicht mit dessen Menschenrechtspolitik vereinbar wäre.

E U R O P Ä I S C H E U N I O N

Vor den jüngsten Christenverfolgungen in Indien hat sich das Strassburger Europaparlament am 11.02. scharf distanziert. In einem Text heisst es u.a., die Hetzkampagnen gingen vor allem von der extremistischen Hindupartei "Vishwa Parishad" aus. Diese haben öffentlich bekanntgegeben, in Indien bis zum Jahr 2000 allen religiösen Konversionen ein Ende zu bereiten.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Sonntag:"Menschen in der Zeit"

Montag:"Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:" Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Mittwoch,17.02.1999