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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 7. Februar bis Mittwoch, 10. Februar 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat sich gegen die Legalisierung umstrittener Techniken in der Fortpflanzungsmedizin ausgesprochen. Beim Angelusgebet am 7.02. erklärte der Papst, er lehne das Klonen von Menschen strikt ab. Zugleich forderte er, anlässlich des italienischen Tages für das Leben eine neue Kultur des Lebens. In diesem Zusammenhang rief er dazu auf,sich wieder mehr der Aufgabe bewusst zu werden, die darin besteht, das Leben an Kinder weiterzugeben.

Auch Papst Johannes Paul II. hat seine Trauer über den Tod des jordanischen Königs Hussein bekundet. Der Apostolische Stuhl teile den Schmerz dieser noblen Nation, so hiess es am 8.02. aus dem Vatikan. Sprecher Navarro-Valls wies zudem auf die persönlichen Verbindungen und die zahlreichen Kontakte zwischen dem Monarchen und dem Oberhaupt der katholischen Kirche hin. Der Vatikan war bei den Beisetzungsfeierlichkeiten durch den Präfekten der Ostkirchen-Kongragation, Kardinal Achille Silvestrini vertreten.

Der israelische Aussenminister, Ariel Sharon, wird am kommenden 15.02. von Papst Johannes Paul II. in Audienz empfangen. Das meldete jetzt die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf offizielle Stellen in Jerusalem. Vier Tage nach Sharon werde auch der palästinensische Präsident, Yassir Arafat, beim Papst sein.Laut Agenturmeldungen wird Sharon gegenüber dem Papst eine Einladung ins Heilige Land für das Jahr 2000 erneuern.

Das Jubiläumsjahr 2000 soll Gelegenheit sein, das christlich-jüdische Verhältnis zu verbessern. Diese Forderung hat der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Edward Cassidy, bei einer Konferenz über das Vatikan-Dokument zur Shoa gestellt. Eine Heilung der Wunden in den christlich-jüdischen Beziehungen würde ein Beitrag zur Heilung der Wunden der Welt bedeuten, so der Kardinal weiter.

Am 2.02. ist im Vatikan der Schlussbericht über die Untersuchungen des Mordes am Kommandanten der Schweizergarde, Alois Estermann, veröffentlicht worden. Demnach hat Korporal Cedric Tornay, seinen Vorgesetzen und dessen Frau erschossen und sich anschliessend selbst getötet. Der vatikanische Untersuchungsrichter bestätigte damit die bisherige Darstellung des Tathergangs. Zur Aufklärung des Falles hatte das Vatikanische Gericht rund 10 italienische Fachleute von verschiedenen Universitäten beauftragt. Diese ermittelten unter anderem, dass der Täter geistig gestört war, was auch auf eine Zyste im Gehirn sowie auf die regelmässige Einnahme von Drogen zurückzuführen ist.

Papst Johannes Paul II. hat am 8.02. vor dem neuen Botschafter Ungarns beim Apostolischen Stuhl, seine Sorge um das werdende Leben sowie um die materielle Sicherung der Familie zum Ausdruck gebracht. Die Eltern müssten wirtschaftlich die Möglichkeit haben, zu Kindern Ja zu sagen, unterstrich der Papst gegenüber Botschafter Pal Tar. Gleichzeitig sprach der Papst die Hoffnung aus,der Staat möge der Kirche die enteigneten Güter zurückerstatten, damit sie ihren geistlichen Dienst sowie ihren Beitrag für soziale Gerechtigkeit leisten kann.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Als falsches politisches Signal hat der Präsident des Familienbundes der deutschen Katholiken den Vorschlag bewertet, Besserverdienende vom Bezug des Kindergeldes auszuschliessen. Niedersachsens Finanzminister hatte diese Überlegung geäussert.

Deutschland

Der stellvertretende CDU/CSU-Vorsitzende Hermann Kues, hält es für dringend notwendig, dass die katholische Kirche im staatlichen System der Schwangerenkonfliktberatung verbleibt. Die grosse Mehrheit der Unionsabgeordneten hoffe auf ein entsprechendes Votum bei der bevorstehenden Vollversammlung der deutschen Bischöfe, so Kues am 10.02..

Österreich

Der Grazer Bischof Johann Weber hat eine Arbeitsgruppe zum Frauendiakonat eingerichtet. Vor Journalisten sagte Weber, für ihn stehe fest, dass das Diakonat der Frau möglich sei. Mit der Einsetzung des Ausschusses setzt Weber eine Forderung der Salzburger Delegiertenversammlung um. Diese hatten sich im vergangenen Oktober mehrheitlich für die Einführung eines Frauen-Diakonats ausgesprochen.

Österreich

Der Verein "Rettet den Stephansdom" veröffentlichte am 8.02. einen Spendenaufruf. Das bisherige Aufkommen von 15 bis 20 Millionen Schilling pro Jahr reiche nicht aus, hiess es. Auch die öffentlichen Zuschüsse für die Domerhaltung seien zu niedrig.

E U R O P A

Bosnien-Herzegowina

Präsident Ivan Luzanski und der katholische Bischof von Banja Luka, Franjo Komarica, sind erstmals offiziell zusammengetroffen. Bei der Begegnung in Sarajevo sei es um das Schicksal der Vertriebenen in der Diözese Banja Luka gegangen. Komarica habe auf eine politische Lösung zur Rückführung der zahlreichen Inlandsflüchtlinge gedrängt. Luzanski habe einen Besuch in Banja Luka angekündigt.

Rumänien

Ein neues Zuhause für Strassenkinder in Bukarest - Vater dieser Idee ist der österreichische Jesuit, Georg Sporschill. Seine Strassenkinder-Projekte sind in Rumänien längst ein Begriff - und die humanitäre katholische Arbeit erfolgt in Kooperation mit dem rumänisch-orthodoxen Patriarchat. Unter dem Namen "St. Paul", wird das neue Wohnhaus für Strassenkinder Ende dieses Jahres bezugsfertig sein. Es wird das grösste der sogenannten Sporschill-Häuser, ein Tagesheim mit Schlafstette.

Frankreich

Mit einer Unterschriftensammlung wollen 16 vorwiegend christliche Organisationen für das Jahr 2000 einen umfassenden Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt erwirken. Die Unterschriften sollen bei dem G7 Gipfel im Juni in Köln übergeben werden.

A S I E N

Libanon

Am 8.02. haben im Libanon die zentralen Feierlichkeiten für den siebten Welttag der Kranken begonnen. Die Eröffnungsrede hielt Kardinal, Pier Nasrallah Sfeir, maronitischer Patriarch für den Orient.

Libanon

Neben Israel und Palästina soll nun auch der Libanon im Jahr 2000 offiziell zum "Heiligen Land" erklärt werden. Nachdem Jesus die Städte Tyris und Sidon besucht habe, sei das Land de facto schon immer "heilig" gewesen, weshalb man zur Jahrtausendwende eine formelle Geste von Papst Johannes Paul II. erwarte. Das sagte jetzt ein libanesischer Kirchenvertreter in Rom.

Israel

Orthodoxe Rabbiner haben dem Obersten Gericht des Landes "Antisemitismus" vorgeworfen. Dies berichtete die Zeitung "Jerusalem Post" am 9.02.. Auf einer Pressekonferenz sprachen sie von religiöser Verfolgung und verglichen das Oberste Gericht mit einer Diktatur. Sie warnten davor, dass die Einmischung in Fragen die Staat und Religion betreffen, zu einer Rebellion der Orthodoxen führen könne. Das Gericht hatte zuvor in mehreren Entscheidungen die Kompetenz des orthodoxen Rabbinats in Frage gestellt.

Israel

Die Luffahrtgesellschaft "EL-AL" will ein Ende des Flugverbots am Sabbat durchsetzen. Grund: Verkehrsminister Yahalom hatte eine Konkurrenzgesellschaft von dem Verbot ausgenommen. "EL-AL" will deshalb vor Gericht gehen, so die Tageszeitung "Jerusalem Post".

Osttimor

Xanana Gusmao, der osttimoresische Befreiungskämpfer, ist auf Druck der internationalen Gemeinschaft hin aus dem Gefängnis in den Hausarrest überführt worden. Seit fünf Jahren sass er eine Haftstrafe wegen bewaffneten Aufstandes ab.

A F R I K A

Äthiopien

Der Synod der orthodoxen Kirche des Landes ist konsterniert über die Angriffe seitens des Nachbarlandes Eritrea. Ohne den guten Willen und die Geduld der äthiopischen Bevölkerung zu beachten, erzwinge Eritrea den Krieg. Das erklärte der Synod nach Angaben des Rundfunks. Äthiopien hätte sich zurückgehalten, als Eritrea keinen Willen zu diplomatischen Bemühungen gezeigt hätte. Beide Länder beschuldigen sich gegenseitig wegen des Wiederaufflammen der Kämpfe in der Grenzregion.

Kongo-Brazzaville

Die katholische Kirche in Kongo-Brazzaville ist bereit, im Bürgerkrieg zwischen der Regierung und den Rebellen zu vermitteln. Ein Besuch des Vorsitzenden der Bischofskonferenz beim Staatspräsidenten hat jetzt eine mögliche Friedensinitiative der Kirche vorbeitet.

Sierra Leone

Der interreligiöse Rat des Landes hat am 9.02. einen Friedensappell lanciert. Die Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen und des Islam verurteilten die Angriffe auf Zivilisten. Gleichzeitig begrüssten sie den Vorschlag von Präsident Ahmed Kabbah, mit den Rebellen zu verhandeln. Kabbah war kürzlich von der interafrikanischen Friedenstruppe ECOMOG wieder in sein Amt eingesetzt worden.

Sierra Leone

Der Erzbischof von Freetown,Joseph Henry Ganda,wurde von seinen Entführern gefoltert. Das verlautete am 10.02. aus nichtgenannten Kirchenkreisen. Ganda wurde vor rund einem Monat von Rebellen entführt und nach einer Woche wieder freigelassen. Über die Art der Folter ist bisher nichts bekannt.

A M E R I K A

Kolumbien

Der Präsident des päpstlichen Wohlfahrtsrates Cor Unum, Erzbischof Paul Josef Cordes, besucht in diesen Tagen die Diözesen, die vom Erdbeben des letzten Monats betroffen sind. Als Zeichen der Solidarität wird er den beiden Bischöfen Spenden des Papstes übergeben.

Brasilien

Die bischöfliche Kommission Justitia et Pax, hat die - so wörtlich - totale Unterwerfung des Landes unter die Forderungen des Weltwährungsfonds IMF kritisiert. Das Abkommen zwischen der brasilianischen Regierung und dem IMF vom 4.02. sei nicht zureichend vom Kongress und von der Gesellschaft diskutiert worden, so die Kommission in einer Erklärung. Das Motiv für das jüngste Abkommen bestehe darin, Interessen des internationalen Spekulationskapitals zu befriedigen. Die vorgesehenen Massnahmen bedeuten für Brasilien mehr Arbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit und Misere,so Justitia et Pax weiter.

Vereinigte Staaten

In San Francisco hat am 9.02. eine Beratung der Vatikanischen Glaubenskongregation mit Bischöfen aus Nordamerika und Ozeanien begonnen. Dabei geht es um Treue der Thologen zur Glaubenslehre. Sonderfragen sind Feminismus und Homosexualität. Die Vatikandelegation steht unter Leitung von Kardinal Josef Ratzinger.

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Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,13.02.1999.