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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 7. Januar bis Samstag, 9. Januar 1999.

V A T I K A N

Am 9.01. ist im Vatikan die Botschaft des Papstes zum Weltjugendtag veröffentlicht worden. Er wird in diesem Jahr in den einzelnen Diözesen der Weltkirche begangen. Der sechsseitige ausführliche Text befasst sich mit grundlegenden Fragen des christlichen Glaubens.

Anlässlich der Feste zum Ende des Fastenmonats Ramadan hat der Präsident des Rates für den interreligiösen Dialog die Muslime in aller Welt gebeten, zusammen mit den Christen Zeugen der Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu sein. Kardinal Francis Arinze nennt in einer Botschaft die gemeinsamen Anliegen:die Wohltätigkeit gegenüber alten Menschen und Waisen, gegen Kranke und Fremde, aber auch der Kampf für die Würde des Menschen und insbesondere der Frau.

Am 8.01. ist Regierungssprecher Massimo D'Alema von Papst Johannes Paul II. in Audienz empfangen worden. Die Unterredung sei in herzlicher Atmosphäre verlaufen. Wie aus dem Vatikanischen Pressesaal anschliessend verlautete, hätten die Gesprächspartner brisante wie internationale Themen besprochen. In Bezug auf die italienische Politik seien die staatliche Bezuschussung von katholischen Bildungseinrichtungen, eine wirksamere Familienpolitik,sowie an den Erwartungen der jungen Generation ausgerichteten Arbeitsmarktpolitik angeschnitten worden.

Grünes Licht für die Finanzierung der katholischen Schulen des Landes durch den Staat. So klingt es aus den Äusserungen des italienischen Ministerpräsidenten Massimo D`Alema nach seiner Papstaudienz am 8.01.. Damit ginge eine dringende Kirchenforderung in Erfüllung. Erstaunlicherweise erhalten die unzähligen katholischen Bildungseinrichtungen des Landes bis jetzt vom Staat keine Lira. D`Alema hat sich nach der Papstvisite für die Gleichstellung der katholischen Schulen ausgesprochen.

Der Grundlagentext zum 47. Internationalen Eucharistischen Kongress ist jetzt in sechs Sprachen veröffentlicht worden. Im Juni des Heiligen Jahres 2000 wird Rom zum Treffpunkt von Gläubigen aus aller Welt , die sich mit dem Mysterium der Eucharistie beschäftigen. Bis dahin werden weitere theologische,katechistische und pastorale Texte zum Thema erscheinen.

Das Vatikanische Fernsehzentrum plant für das Jubiläumsjahr 2000 die Einrichtung von interaktivem Fernsehen. Wie jetzt bekanntgegeben wurde, arbeitet der Vatikan dafür mit der Europäischen Raumfahrtbehörde zusammen.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Das Kindermissionswerk " Sternsinger" hat am 6.01 bekanntgegeben, dass seit Bestehen der Aktion insgesamt fast 600 Millionen Mark gesammelt wurden. Damit konnten 27.600 Projekte für notleidende Kinder unterstützt werden.

Deutschland

Der katholische Moraltheologe, Johannes Reiter, hat jetzt ein Buch über die Arbeit der katholischen Kirche im staatlichen Schwangerenberatungssystem herausgegeben. Darin werden die Tatsachen dargestellt, die gegensätzlichen Wünsche genannt und weiterführende Aspekte herausgearbeitet. Der Band heisst "Der Schein des Anstosses,Schwangerenkonfliktberatung nach dem Papstbrief."

Deutschland

Vor allem junge Frauen aus Osteuropa sind Opfer des illegalen Menschenhandels. Dies geht aus dem neuen Lagebericht des Bundeskriminalamtes,BKA, hervor. Das BKA ermittelte rund 1200 Opfer, die 1997 verschleppt und in Deutschland zur Prostitution gezwungen wurden. Dabei verlagern sich die wichtigsten Herkunftsländer der Frauen von Polen und der Tschechischen Republik immer weiter nach Osten.

Deutschland

Bereits 280.000 Mark Spenden hat eine Aktion des Bistums Limburg zur Intensivierung der Schwangerschaftskonfliktberatung eingebracht. Wie am 8.01. in Limbug bekannt wurde, haben zudem 20 bis 30 Personen ihre ehrenamtliche Mitarbeit angeboten. Erst vor vier Wochen hatte Bischof Franz Kamphaus die Spendenaktion gestartet.In einem Hirtenbrief an seine Gemeinden hatte er dazu aufgerufen,Müttern und Kindern neue Lebensperspektiven zu eröffnen. Die "Aktion Konfliktberatung" soll bis zum Herbst 2000 weitergeführt werden.

E U R O P A

 

Russland

Alle orthodoxen Kirchen haben am 6.01. das Weihnachtsfest begangen. In der russischen Hauptstadt rief der Patriarch von Moskau und ganz Russland, Alexi II.,seine Landsleute auf, mit Geduld und Vernunft die derzeitigen sozialen Probleme zu meistern. Der ukrainische Präsident, Leonid Kuchma, bat in einer Weihnachtsbotschaft die Christen, den Staat durch die christlichen Ideale zu tragen.

Polen

Die Bischofskonferenz des Landes hat am 6.01. einen ersten Programmüberblick zum bevorstehenden Papstbesuch in seinem Heimatland bekanntgegeben. Demnach wird Johannes Paul II. in der Zeit vom 5. bis 17. Juni, 19 verschiedene Städte besuchen. Der Vatikan hat das von den Bischöfen veröffentlichte Programm bisher noch nicht offiziell bestätigt.

Grossbritannien

Auf scharfe Kritik ist das von mehreren christlichen Kirchen in Auftrag gegebenes Werbeplaklat mit Che Guevara als Christus gestossen. Mit dem Revolutionär, dessen bekanntes Stirnband durch die Dornenkrone ersetzt wurde, wollten die Kirchen, darunter auch die anglikanische, besonders die Industriearbeiter auf die Gottesdienste aufmerksam machen. Das Pressebureau der Katholischen Kirche in England und Wales hat diese Art von Werbung abgelehnt.

A S I E N

Israel

 

Die Polizei hat am 9.01. , 14 Anhänger einer amerikanischen Sekte abgeschoben. Den Mitgliedern der Bewegung "Der Jüngste Tag" wird vorgeworfen Gewaltaktionen geplant zu haben. Dadurch soll die bevorstehende Rückkehr Jesu Christi beschleunigt werden. Nach Polizeiangaben wurden 14 Anhänger,darunter sechs Kinder, in ein Flugzeug nach Denver gesetzt.

Indien

Seit Monaten kommt es in dem Land immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Christen. Die indische Bischofskonferenz hat jetzt zum Auftakt ihrer Vollversammlung die andauernde Gewalt scharf verurteilt und in einem Telegramm an Staatspräsident Kocherill "effektive Massnahmen" gefordert um der Gewalt ein Ende zu machen."Es macht uns besonders traurig,heisst es in dem Schreiben, dass es sogar während der heiligen Weihnachtstage zu diesen völlig unverständlichen Gewaltausbrüchen kam, so Erzbischof Henry D'Souza.

China

Die Regierung in Beijing hat am 7.01. die Folter eines katholischen Priesters bestritten. Am 4.01. hatte die Vatikanische Nachrichtenagentur FIDES berichtet, der 31jährige Geistliche sei verhaftet und gefoltert worden. Zudem sei sein Übertritt von der Untergrund-zur kontrollierten Staatskirche gefordert worden. Das Aussenministerium bezeichnete die Anschuldigungen als reine Hirngespinste.

Vietnam

Einen kleinen Schritt zur Verbesserung der Menschenrechte habe die vietnamesische Regierung gemacht,erklärte Amnesty International am 8.01. in London. Die Freilassung von dreizehn politischen Gefangenen lasse auf einen Politikwechsel in Hanoi hoffen. Bisher allerdings, so Amnesty, würden noch immer zahlreiche Vietnamesen wegen ihrer politischen oder religiösen Überzeugung verhaftet.

A F R I K A

Angola

Ein katholischer Priester und zwei Katechisten sind vor einigen Tagen in der Missionsstation Katchingu ermordet worden. Wie dazu der Bischof von Huambo am 7.01. vor Journalisten sagte, haben die bisher unbekannten Täter den Priester direkt angegriffen. Die zwei Katechisten seien zunächst entführt und danach getötet worden. Die Nachricht aus Angola ist nur die letzte Schreckensmeldung,die von Märtyrern unserer Zeit berichtet. Allein im vergangenen Jahr sind 39 Missionare bei ihrem Auslandseinsatz gewaltsam getötet worden.

Hinweise auf unser Wochenprogramm"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Sonntag:" Sie schreiben-wir antworten"

Montag:" Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:"Radioakademie"

Mittwoch:"Römische Woche"

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täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

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Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten :