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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 3. Januar bis Mittwoch, 6. Januar 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am Fest der Erscheinung des Herrn, 6.01. neun Priester zu Bischöfen geweiht. Sie übernehmen die Leitung von Diözesen in Indien, Vietnam, Ecuador und Sudan. Andere arbeiten im diplomatischen Dienst des Vatikans. Der Papst unterstrich, daß Christus Licht in die Welt gebracht habe, das alle Menschen erleuchte. Er macht auch Gott, den Vater im Himmel bekannt. Auch die Menschen von heute hätten eine große Sehnsucht nach diesem Gott.

Papst Johannes Paul II. hat bei seinem ersten sonntäglichen Angelusgebet des neuen Jahres am 3.01., konkrete Bemühungen für Frieden und Versöhnung gefordert. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Achtung der Menschenrechte die Grundlage für wahren Frieden bildet. Es ist dringend notwendig, das Bewusstsein für die Würde jeden menschlichen Wesens wiederzuerlangen, so der Papst. Auch am Beginn des neuen Jahres gebe es Berichte über Krieg und Unterdrückung in verschiedenen Teilen der Welt. Er appellierte an die politisch und militärisch Verantwortlichen, einen gerechten und dauerhaften Frieden zu suchen.

Wie in jedem Jahr hat Papst Johannes Paul II. die Mitarbeiter der römischen Müllabfuhr gewürdigt. Er lobte ihren Einsatz für eine saubere Umwelt und bewunderte die von ihnen aufgestellte Weihnachtskrippe. Anschliessend besuchte der Papst das Obdachlosenheim der " Missionarinnen der Nächstenliebe".

Eine Zwischenlandung des Papstes auf Kuba bei seiner Mexiko-Reise ist nicht vorgesehen. Das Programm der Mexiko-Visite sei allgemein bekannt, so das Büro des Pressesprechers im Vatikan.

Der Päpstliche Laienrat hat jetzt ein Dokument mit dem Titel "Die Würde des alten Menschen und seine Mission in Kirche und Welt" publiziert. Es erscheint genau zum UNO-Jahr der älteren Generation. Wer heute aus dem Arbeitsalltag ausscheide, verfüge meist noch über so grosse Resourcen, dass diese dem Allgemeinwohl zugeführt werden sollten, heisst es in dem Vatikan-Dokument.

Eine Seligsprechung von Papst Johannes XXIII im kommenden Jahr ist durchaus möglich. Noch im Februar werden die Dokumente über dem 1965 verstorbenen Papst beim Theologen-Gremium der Kongregation eingereicht, so die Katholische Nachrichtenagentur am 6.01. .

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der Präfekt der Glaubenskongregation,Kardinal Joseph Ratzinger, hat Europa vor Selbstisolierung und Beschränkung auf wirtschaftliche Ziele gewarnt. Die Einheit des Euro reiche nicht aus, sagte der Kurienkardinal am 3.01 in Paderborn bei der Feierlichkeiten zum 1200jährigen Bestehen des Bistums. Heimatlose aus allen Teilen der Welt drängten in der Hoffnung nach Europa, ein Haus des Friedens zu finden. Niemand könne sich angesichts dieser Entwicklung verschanzen,alle seien aufeinander angewiesen.

Deutschland

Der Bischof von Passau, Franz Xaver Eder, legt einen "Fonds für Kinder und Familien in Not" auf. Vorgesehen ist eine Ersteinlage von einer Million Mark, wie der Pressesprecher des Bistums am 3.01. bestätigte. Die Zinserträge sollen Familien zugute kommen, die unter der Armutsgrenze leben. Auch Alleinerziehende in Schwangerschaftskonflikten und verarmte ältere Menschen können Hilfe erhalten.

Deutschland

Rund 250 Millionen Mark haben Katholiken in den letzten sechs Jahren für Ost-und Mitteleuropa gespendet. Das Geld aus Pfingstkollekte und Kirchensteuern ermöglichte rund 4.900 Projekte im sozialen, entwicklungspolitischen und pastoralen Bereich.

Deutschland

Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Helmut Puschmann, hat zum Jahresbeginn die Leitung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege übernommen. Er löste dabei turnusgemäss den Vorsitzdenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Dieter Sengling,ab.

Deutschland

Durch die geplante Steuerreform werden die beiden grossen Kirchen rund 180 Millionen Mark am Kirchensteuermitteln verlieren.Das gab eine Sprecherin des Finanzministeriums in Bonn auf Anfrage bekannt. Ein CSU-Miglied hatte dem Finanzministerium vorgeworfen,dass es keinerlei Ausgleich für den Verlust der vorsehe, den die Kirchen dadurch erleiden. Die Regierung in Bonn respektiere die Soazialarbeit der Kirchen überhaupt nicht.

Österreich

Der Ordinariatskanzler, Ägidius Szifkovics, ist am 5.01. zum neuen Sekretär der Bischofskonferenz gewählt worden. Neben seinem Amt als Ordinariatskanzler kümmert sich Szifkovicsals Seelsorger besonders um die in Österreich lebenden Kroaten.

 

Österreich

Von Januar bis November sind 33.000 Katholiken aus der Kirche ausgetreten. Nach offiziellen Statistiken sind das 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Beobachter führen dies auch auf die Auseinandersetzung um Kradinal Hans-Hermann Groer und Bischof Kurt Krenn zurück.

 

E U R O P A

 

Russland

Unbekannte haben jetzt eine berühmte Kirche in Vladimir geplündert. Das teilte am 3.01. ein Sprecher der orthodoxen Kirche mit. Die Einbrecher hätten wohl davon profitiert, dass die Kirche restauriert werde, es aber wegen Geldmangel keinen Wächter gebe. Die 1165 errichtete Kirche gehört zu den ältesten des Landes.

A S I E N

Israel

Der Generalvikar des lateinischen Patriarchats von Jerusalem will den Dialog zwischen den drei monotheistischen Religionen fördern. Dazu hat Weihbischof , Kamal Hanna Bathisch, kürzlich die Bildung eines eigenen Komitees angeregt,in welchem die Führer der drei Glaubensrichtungen durch gemeinsame Initiative Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen könnten. Der Jerusalemer Generalvikar hält einen "Trialog" zwischen Christen,Juden und Moslems auf höchster Führungsebene, als einen Beitrag zum Frieden im Nahen Osten, für äusserst nützlich.

Israel

Jerusalem soll solange keine jüdischen Studenten mehr nach Auschwitz schicken bis Polen eine Kirche abreisst,die beim Todeslager errichtet worden ist. Das forderte am 4.01. eine jüdische Gruppe in New York. Die "Coalition for Jewish Concerns" hat den Obersten Gerichtshof in Israel dazu aufgerufen, dem Erziehungsministerium die Reisen nach Auschwitz zu untersagen.

Indien

Fanatische Hindus haben im westlichen Bundesstaat Gujarat zwei christliche Kirchen angezündet. Nach Polizeiangaben setzte eine aufgebrachte Menschenmenge die Gotteshäuser in Brand. Seit Weihnachten sind Agenturmeldungen zufolge, 29 Überfälle von militanten Hindus auf Christen oder deren Einrichtungen verübt worden. Dabei machen die Kirchenbrände in Gujarat nicht nur den Christen,sondern auch der hinduistischen Regierungspartei, BJP,zu schaffen. Der Versuch, die Übergriffe auf Gotteshäuser der Partei anzulasten, kommt nach Beobachtermeinung in einem schwierigen Moment für die BJP. Die Parteiführung verurteilte jetzt die Übergriffe auf Christen scharf.

China

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Polizei über die Weihnachtstage sieben Mitglieder der katholischen Untergrundkirche festgenommen. Das berichtete am 4.01 die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Die Gläubigen befanden sich auf dem Weg zur Wohnung ihres Bischofs, um dort die Messe zu feiern.

A F R I K A

Angola

Die kriegerischen Auseinandersetzungen und im benachbarten Kongo-Kinshasa bedohen auch die dort arbeitenden ausländischen Missionare. Wie der internationale Missionsnachrichtendienst MISNA jetzt mitteilte, kamen bei der Bombardierung der Stadt Kuito mehr als 200 Menschen ums Leben. Durch die Kämpfe werde der humanitäre Einsatz für die Zivilbevölkerung immer schwieriger, zudem drohen Epidemien und Hungersnot, so der Missionsnachrichtendiesnt.

Sudan

Der neugewählte Bischof von Rumbek, Cesare Mazzorali, hat anlässlich seiner Weihe im Vatikan berichtet, dass das Regime in Khartoum Giftgas gegen die Rebellen und Antipersonen-Minen gegen die Zivilbevölkerung einsetzt. Er forderte auch ein internationales Waffenembargo gegen das Regime in Khartoum. Über seine eigene Diözese ,Rumbek,sagte der Bischof sie gleiche einem Friedhof. Im nächsten Jahr werde es schwerste Hungersnöte geben, da die Menschen aufgrund des Krieges ihre Felder nicht bestellen könnten.

Kongo-Kinshasa

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach einem Bericht des internationalen Missionsnachrichtendienstes MISNA 500 Zivilisten von kongolesischen Rebellen ermordet worden. Das Massaker in der Provinz Süd-Kivu habe berits am 31.12.1998 und 1.01.1999 stattgefunden.

A M E R I K A

Guatemala

Eine neue private Untersuchung des Mordes am Weihbischof von Guatemala-Stadt, Juan Gerardi, ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Gerardi wurde demnach von einer Bande getötet,die Kunsttände aus Kirche raubt und dabei Priester zu Komplizem hat. Auftraggeber der Untersuchung ist der Anwalt der beiden Militärs, die von Kirchevertretern beschuldigt werden, in den Mord an dem Weihbischof verwickelt zu sein.

Kolumbien

Ein katholischer Pfarrer hat die Erschiessung von 19 Dorfbewohnern verhindert. Wie jetzt aus Bogota gemeldet wird, waren die Männer von 300 Rebellen beschuldigt worden, mit rechtsgerichteten paramilitärischen Gruppen zusammenzuarbeiten. Dem Geistlichen gelang es, die Erschiessung mit einem Appell an die moralische Stärke der Guerilleros abzuwenden.

 

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Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,9.01.1999