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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 31. Dezember 1998 bis Samstag, 2. Januar 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat in der Predigt zum Jahresbeginn an Licht und Dunkel in diesem Jahrhundert erinnert. Ausdrücklich nannte er vor dem Dipolmatischen Korps die beiden Weltkriege, die Konzentrationslager und die Judenvernichtung. Es gebe auch aber viel Licht in dem zuende gehenden Säkulum: Dazu gehöre die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte. Unter den Hoffnungszeichen der vergangenen Jahrzehnte nannte der Papst ausdrücklich die Heiligen Edith Stein und Maximilian Kolbe. Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz zum Jahresbeginn kam der Papst nochmals auf seine Botschaft zum Weltfriedenstag zu sprechen, den die katholische Kirche am 1. Januar begeht. Er wiederholte, dass der Frieden letztlich nur im Respekt vor den unveräusserlichen Menschenrechten, gut begründet sei. Für die Christen gehe das Licht, das jeden Menschen erleuchtet, auf die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zurück. Diese sei nur möglich gewesen, durch das Ja Mariens gegenüber dem Engel, so der Papst. Durch Mariens Bereitschaft, mit Gott zusammenzuwirken, sei Frieden, der Jesus Christus selbst ist,in die Welt gekommen.

In diesen Tagen findet im Vatikan ein wissenschaftliches Symposion zur Vorbereitung auf die Europa-Bischofssynode statt. Es wird vom Päpstlichen Kulturrat vorbereitet. Dabei geht es um die Frage, welche Rolle der Glaube an Christus in den verschiedenen Lebensbereichen Europas spielt. Diese reichen von der Wissenschaft über Familie und Schule bis zu Literatur und Kunst. Die Fachleute werden sich fragen, wie der christliche Glaube wieder stärker in Zentrum der europäischen Gesellschaft gerückt werden kann.

Eine Gebührenerhöhung von 25 Prozent für die als "Papstsegen" bekannten Benediktionsfomulare wird ab 1. Januar 1999 in Kraft treten. Mit den Mehreinnahmen von umgerechnet rund 1 D-Mark pro Exemplar sollen die vermehrten Ausgaben des Papstes für wohltätige Zwecke finanziert werden.

Der Eintritt in die Vatikanischen Museen wird teurer. Ab dem 1. Januar kostet eine Karte jetzt 18.000 Lire, knapp 20 D-Mark. Bisher hatten Besucher pro Person, 15.000 Lire, knapp 17 Mark bezahlt. Der Preis schliesst auch den Besuch der Sixtinischen Kapelle ein.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Papst Johannes Paul II. hat am 31.12. das Rücktrittsgesuch von Weihbischof Wolfgang Kirchgässner angenommen. Der 75jährige Freiburger Geistliche hatte aus Altersgründen um Entlastung gebeten.

Deutschland

Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, Manfred Kock, hat die Gläubigen am Jahresende zu Gelassenheit und Zuversicht ermutigt. Trotz berechtigter Zukunftssorgen gebe es keinen Grund zu Endzeitstimmung. Gott stehe den Menschen sowohl für die Bewältigung der Alltagsprobleme, als auch für die Lösung der Zukunftsaufgaben zur Seite.

Deutschland

Mehrere katholischen Bischöfe haben in ihren Silvesterpredigten die mögliche Zulassung der Abtreibungspille RU 486 scharf kritisiert. Man könne ein chemisches Tötungsmittel nicht als Medikament anbieten, so ihre Begründung. Die Zulassung von RU 486 wäre eine völlige Privatisierung und Verharmlosung der Abtreibung. Die Bonner Regierung plant ihr Zulassung. Mehrere Bischöfe unterstrichen in ihren Predigten auch den Wert von Ehe und Familie und kritisierten die Rechtsgleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften.

Österreich

Kardinal Christoph Schönborn hat in seiner Neujahrsansprache an die Option der Kirche für die Armen erinnert. Die Christen müssten Fürsprecher derer sein,die keine Stimme haben oder deren Worte zu leise sind. Ausdrücklich nannte Schönborn die Arbeitslosen, Flüchtlinge und kinderreiche Familien.

E U R O P A

Italien

Am 1. Januar ist in Mailand das Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taize zu Ende gegangen. Rund 100.000 junge Christen aus allen Ländern Europas hatten vier Tage lang an den Gebets-und Reflexionstreffen teilgenommen. Bei der Schlussveranstaltung dankte der Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Maria Martini, am Silvesterabend den Jugendlichen für ihr Zeugnis des Glaubens und der Hoffnung.

Spanien

Im Wallfahrtsort Santiago de Compostela ist am Silversterabend feierlich die Heilige Pforte der Kathedrale geöffnet worden. Damit startete Erzbischof Julian Barrio das Jakobusjahr. Es wird seit 1120 immer dann begangen, wenn das Fest des Heiligen Apostels am 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Papst Johannes Paul II. sandte zum Jakobusjahr eine Botschaft an die Jakobus-Diözese in Nordwestspanien.

A S I E N

Irak

Über 5.000 Kinder haben Saddam Hussein auf dem Freiheitsplatz in Bagdad zum neuen Jahr gratuliert. Dabei luden sie Papst Johannes Paul II. nach Bagdad ein. Unter den zahlreich zur Schau gestellten Spruchbändern forderten die minderjährigen Demonstranten unter anderem das Ende des Embargos gegen den Irak und des Völkermordes.

Pakistan

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am 22. Dezember in der Kathedrale von Karachi in Pakistan eine Bombe explodiert. Etwa hundert Gläubige befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion zu einer Bussfeier in dem Gotteshaus. Beobachter fragen sich nun, ob fundamentalistische Moslems hinter dem Angriff stehen, die damit Rache für die britisch-amerikanischen Angriffe auf den Irak üben wollten. Über die Weihnachtsfeiertage kam es dann nicht zu weiteren Angriffen auf christliche Einrichtungen, hiess es weiter. Angesichts einer derart angespannten Lage rief der Erzbschof von Karachi die Christen auf, für den Frieden zu beten und sich für Entwicklung und Fortschritt in Pakistan einzusetzen.

Indien

Gegner der hinduistischen Parteien haben jetzt den Christen vorgeworfen, sie kämpften nur für ihre eigenen Rechte und kümmerten sich zu wenig um andere Minderheiten. In einem Gespräch mit der Asiatischen Katholischen Nachrichtenagentur meinten Verteidiger eines säkular geprägten Indien, die Christen sollten ihre Tätigkeit mit anderen Gleichgesinnten koordinieren. Die verschiedenen Minderheitsreligionen sollten gemeinsam gegen ein fundamentalistisches Indien angehen. Derweil hat Regierungschef, Atal Vajpaee als Antwort auf die gewalttätigen Übergriffe fanatischer Hindus gegen Christen und christlichen Einrichtungen, jeglichen Fanatismus verurteilt. Agenturmeldungen zufolge untersucht die Regierung bereits alle, besonders aus dem Staat Gujarat, gemeldeten Übergriffe.

A F R I K A

Ägypten

Der Rektor der Al-Azhar-Universität von Kairo, Scheich Mohammed Sayed Tantawi, hat Präsident Saddam Hussein scharf kritisiert. Der irakische Präsident nutze seine Macht für das Böse und für Verrat, erklärte die höchste Autorität des sunnitischen Islam. Das Tun eines Staatsoberhauptes, das seine Macht so missbrauche, dürfe nicht schöngeredet und verharmlost werden. Tantawi schloss sich damit der Kritik des ägyptischen Präsidenten Mubarak an seinem irakischen Amtskollegen an.

A M E R I K A

Kuba

Der Papstbesuch auf der Zuckerinsel im vergangenen Januar gehört zu den wichtigsten Ereignissen der Revolution. Die offizielle kubanische Tageszeitung "Granma" veröffentlichte zum 40. Jahrestag der Revolution eine 57- Punkte umfassende Liste. Erstmals wird damit ein religiöses Ereignis von der kommunistischen Partei als wesentlich eingestuft. Während Exilkubaner und die westliche Welt mehr Demokratie und die Wahrung der Menschenrechte in Kuba anmahnen, erreichten Castro zu seinem Jahrestag Glückwünsche aus ehemaligen und nach wie vor sozialistsichen Ländern, wie Russland, Nordkorea und China. Aus Europa schickten der Vatikan, Frankreich und Portugal Grussbotschaften.

Vereinigte Staaten

Papst Johannes Paul II. ist an der zweitobertsen Stelle der geachtetsten Persönlichkeiten am Ende des vergangenen Jahres. An erster Stelle steht bei den Bewohnern der USA, nach der traditionellen Befragung des Gallup-Institutes, der US-amerikanische Präsident, Bill Clinton. Auf den Papst folgt der evangelikale Prediger, Billy Graham.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

 

Samstag: "Sonntagsbetrachtung" und Rosenkranzgebet

Sonntag:" Sie schreiben-wir antworten"

Montag:" Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:" Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

 

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten :

Mittwoch, 6.01.1999.