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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen !An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 27.12. bis Mittwoch, 30.12. 1998.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat bein sonntäglichen Angelusgebet am 27.12. die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft und die Erziehung der Kinder unterstrichen. Anlässlich des Festes der Heiligen Familie, das die katholische Kirche am Sonntag nach Weihnachten begeht, lud der Papst die Familien in aller Welt ein, am dritten Familien-Weltkongress im Jahr 2000 in Rom teilzunehmen. Der Papst hob ferner die Bedeutung der Familie für das gesunde Reifen junger Menschen hervor. In ihr erführen sie den Wert der Liebe und Treue, der gegenseitigen Rücksichtsnahme und des Lebensschutzes.

Papst Johannes Paul II. hat dem kubanischen Staatschef Fidel Castro für die Wiedereinführung des Weihnachtsfeiertages gedankt. In einem Schreiben an Castro äussert der Papst die Hoffnung, dass die Karibikinsel sich weiter zu mehr Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Wohlstand entwickelt.

Im Jahr 1998 sind 31 katholische Missionskräfte bei der Ausübung ihrer Arbeit gewaltsam getötet worden. Es handelt sich um 15 Ordensfrauen und 16 Priester oder Ordensmänner. Die meisten Opfer, nämlich acht, fallen auf Ruanda, sechs auf Kongo-Kinshasa. Weitere Länder, in denen Missionskräfte durch Gewalt ihr Leben verliessen sind: Der Jemen, Madagaskar, Kongo-Brazzaville, Angola, Südafrika, Indien, Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Paraguay und Guatemala.

Papst Johannes Paul II. hat am 30.12. mehrere Hundert Priesteramtskandidaten der Focolarbewegung in Audienz empfangen. Der Priester sei berufen, den Menschen das barmherzige Antlitz Gottes zu zeigen. So der Papst vor den achthundert Seminaristen aus aller Welt. Sie nehmen derzeit an einem Kongress in Castel Gandolfo teil, um die internationale Gemeinschaft aller Priester zu erleben.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

China-Kracher werden weitgehend in Kinderarbeit hergestellt und sollten daher nicht gekauft werden. So eine Bitte der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft vor Silvester. Um Zwangsarbeit und Kinderbeschäftigung radikal zu überwinden, müsse die internationale Arbeitsorganisation ein Gütesiegel einführen, so die Arbeitnehmerschaft.

Deutschland

Die Europäische Union muss nach Ansicht des Hildesheimer Bischofs, Josef Homeyer dringend die Osterweiterung vorbereiten. Den Menschen in Osteuropa gehe es nicht in erster Linie um mehr Geld, sondern vor allem um die Teilhabe an dem "einen europäischen Haus" - so Homeyer wörtlich, der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der EU ist.

Deutschland

In Münster wurde am 28.12. die 20. Sternsingeraktion des katholischen Kindermissionswerkes eröffnet. Allein in diesem Jahr konnten die Jungen und Mädchen im gesamten Bundesgebiet eine Summe von 52,4 Millionen Mark sammeln. Mit dem Geld wurden 2600 Projekte in 115 Ländern unterstützt. Die Sternsingeraktion kommt jedes Jahr bedürftigen Kindern auf der ganzen Welt zugute.

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat weitere

Hilfen für die vom "Hurricane Mitch" betroffenen Regionen Mittelamerikas zugesagt. In einem Brief an den Präsidenten der Bischofskonfernz von Honduras, schreibt Lehmann,dass die Bilder aus dem Katastrophengebiet eine grosse Hilfsbereitschaft in Deutschland ausgelöst haben. Er hoffe, so Lehmann weiter,dass die Spenden bei der diesjährigen Adveniat-Kollekte, eine weiterhin wirkungsvolle Hilfe möglich machen.

E U R O P A

Italien

In Mailand hat am 28.12. ein europäisches Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taizé begonnen. Bis zum ersten Januar werden an der Begegnung etwa 100.000 junge Christen der verschiedenen Konfessionen teilnehmen. In einer Botschaft an die Jugendlichen hat der Papst ein gutes Gelingen gewünscht und besonders begrüsst, daß sich die Gläubigen dem Willen Gottes anvertrauen wollen.

Italien

Die Weihnachtsaktion "Einladung an einen Obdachlosen" war ein voller Erfolg. In Mailand haben nach Angaben der Veranstalter 120 Familien zum weihnachtlichen Festessen einen neuen Gast geladen. Auch der Papst hatte die Initiative mit seinem Lob unterstützt. Nun soll die Aktion am 1. und 6. Januar nicht nur in Mailand wiederholt, sondern auch auf Rom ausgeweitet werden.

Italien

Die Diözese Palermo hat jetzt den Seligsprechungsprozess für den von der Mafia ermordeten Priester, Pino Puglisi, eröffnet. Der bekannte Gegner des organisierten Verbrechens war im Jahr 1993 ermordet worden. Zwischen dem Tod eines Christen und dem Beginn seines Seligsprechungsprozesses auf Diözesanebene müssen mindestens fünf Jahre verstreichen.

Ungarn

Am 27.Dezember hat die Kirche Ungarns der Festnahme des ungarischen Kardinals Josef Mindszenty vor genau 5o.Jahren gedacht. Bei einem Gedenkgottesdienst in der Budapester Kathedrale würdigte der Wiener Alterzbischof, Kardinal Franz König, den ungarischen Primas, wobei er besonders an die Standhaftigkeit des Oberhirten erinnerte. In einer Botschaft an die Bischofskonferenz hatte Mindszenty erklärt, er werde nicht auf sein Amt verzichten. Doch das kommunistische Regime verurteilte ihn zu lebenslanger Haft.

Schweden

Zum ersten Mal seit der Reformation ist wieder ein Schwede katholischer Bischof von Stockholm. Am 29.12. wurde Anders Arborelius zum Oberhirten geweiht. Der 49jährige übernimmt eine Diözese mit 200.000 Gläubigen.

A S I E N

Israel

Ein Konflikt bahnt sich innerhalb des Judentums an. Grund dafür ist ein Gesetzentwurf der ultra-orthodoxen Parlamentarier. Er sieht vor, dass auch die moderaten und konservativen Religionsvertreter einen Eid auf den orthodoxen Oberrabbiner schwören müssen. Nur dann können sie in jüdische Räte gewählt werden.

Israel

Tourismusminister Moshe Kazav hat jetzt seine Hoffnung ausgesprochen, dass er den Papst im nächsten Jahr im Heiligen Land begrüssen kann. Er habe deswegen auch Kontakt mit der palästinenischen Autonomiebehörde aufgenommen. Kazav äusserte sich anlässlich des traditionellen Jahresschlussempfanges vor den Vertretern der christlichen Gemeinden Israels.

Indonesien

An den Weihnachtstagen gab es an verschiedenen Orten gewaltsame Zusammenstösse zwischen Christen und Muslime. Wie aus Jakarta gemeldet wurde, haben aufgebrachte Muslime auf Sumatra ein Rot-Licht-Viertel gestürmt. Sie forderten, dass es während des Fastenmonats Ramadan geschlossen bleibt. Über Beschädigung von Kirchen und Moscheen wurde jedoch nichts gemeldet.

Kambodscha

Der katholische Bischof in Phnom Pen, Emile Destombes, hat jetzt gefordert, dass die ehemaligen Führer der Roten Khmer sich vor einem internationalen Gericht verantworten müssen. In einem Interview mit dem Vatikanischen-Fidesdienst sagte der Kirchenmann, die Kirche sei zwar für Versöhnung, doch müsse diese auf Gerechtigkeit und Wahrheit beruhen. Dazu gehöre auch das Schuldeingeständnis derer, die Verbrechen begangen hätten.

Indien

Auch an Weihnachten hat es im Bundesstaat Gujarat wieder gewaltsame Übergriffe von fanatischen Hindus gegen christliche Einrichtungen gegeben. Die Polizei teilte jetzt mit, dass mehrere Kirchen und Missionsstationen angegriffen, sowie zwei Autos in Brand gesetzt wurden. Die Gewalttäter sind nach Polizeiangaben nicht gefasst worden. Ungeachtet dessen beschuldigte ein führender Hindu-Vertreter den indischen Nobelpreisträger, Amartya Sen, der Teilnahme einer " christlichen Verschwörung". Sen wird vorgeworfen, mit seinen wiederholten Aufrufen zur Erziehung der Massen, die Missionsschulen zu begünstigen. Der Vorwurf entbehrt jedoch jeder Grundlage.

Indien

Die hinduistische Regierungspartei hat sich jetzt von der jüngsten Gewalt gegen Christen distanziert. Man werde mit harter Hand durchgreifen und die Gläubigen schützen, erklärte ein Sprecher am 29.12.. Hintergrund der Angriffe soll die Missionstätigkeit der Christen sein.

A M E R I K A

Guatemala

Der Erzbischof der Hauptstadt, Prospero Penados del Barrio, hat jetzt erneut gefordert, dass die Verantwortlichen für den Massaker während des Bürgerkrieges ihre Schuld öffentlich bekennen. Vergebung könne es nur geben, wenn auch die Gesetze beobachtet würden, so der Erzbischof.

Guatemala

Die Kirche hat am 29.12. den "Nationalen Tag des Vergebens" kritisiert. Der von der Regierung proklamierte Aktionstag reiche nicht aus, um die Geschehnisse des Bürgerkrieges vergessen zu machen, erklärte der Bischof von Esquipulas. Die Regierung müsse ihre Schuld an den Menschrechtsverletzungen während der Militärdiktatur bekennen. Erst wenn man die wirklichen Schuldigen erkannt habe, sei Vergebung möglich, so der Bischof.

Chile

Der Präfekt der Vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst, Kardinal Jorge Medina hat mitgeteilt, dass die Kirche sich diskret für die Freilassung von General Pinochet engagiert. In einem Zeitungsinterview erklärte der Kirchenmann, er hoffe, dass die kirchlichen Bemühungen auf verschiedenen Ebenen bald zu einem guten Abschluss kommen. Er bete für Pinochet wie er auch für die Personen bete, die gelitten haben. Indessen erklärte der Päpstliche Nuntius in Chile, er vertrete die Ansicht von Präsident Frei, dass Pinochet diplomatische Immunität geniesst.

Vereinigte Staaten

Präsident Bill Clinton hat die Forderung des Papstes, die Todesstrafe abzuschaffen, zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Weissen Hauses erklärte Pressemeldungen zufolge jetzt, Clinton habe seine Hochachtung gegenüber dem Papst zum Audruck gebracht, aber er habe seine Ansicht zur Todesstrafe nicht geändert. Indes Vereingten Staaten warten derzeit rund 3500 Häftlinge auf ihre Hinrichtung.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag: "Silvesterbetrachtung von Hans-Bernhard Würmeling"

Freitag:"Welche Herausforderungen muss sich die Kirche vor dem

Jahr 2000 stellen?" von P. Eberhard von Gemmingen SJ

Samsta: "Sonntagsbetrachtung" und Rosenkranzgebet

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten :

Samstag, 2.01.1999