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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 22. November bis Mittwoch, 25. November 1998.

V A T I K A N

Am 22.11. ist im Petersdom die Ozeanien-Bischofssynode eröffnet worden. Sie steht unter dem Motto: "Jesus Christus und das Volk Ozeaniens." Der Papst grüsste in seiner Predigt ausdrücklich die Christen und alle Menschen in Ozeanien, die geistlich mit dieser Feier verbunden sind. Der Papst sagte: Die Hirten Ozeaniens sind in Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri versammelt, um ihrer Seelsorge einen neuen Elan zu geben, der sie antreibt die Herrschaft Christi in den verschiedensten Kulturen und menschlichen, sozialen und religiösen Traditionen zu verkünden, in der phantastischen Vielfalt ihrer Völker.
Gleich zu Beginn der Synoden-Arbeit ist ein breiter Fächer von Problemen und Fragen entfaltet worden: Respekt vor den verschiedenen Kulturen und Warnung vor westlicher Überfremdung, die Präsenz der Kirche in den Medien, im Gesundheitswesen und ihr Einsatz für Gerechtigkeit.

Papst Johannes Paul II. hat 24.11. den Präsidenten von Kongo-Kinshasa, Laurent Kabila in Audienz empfangen. Beobachter vermuten, Kabila wolle sich im Vatikan moralische Rückenstärkung holen.Nach Angaben eines Vatikansprechers ging es bei den Gesprächen mit dem Papst und Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano um eine friedliche Beilegung der kriegerischen Auseiendersetzungen. Dazu sei sowohl nationaler wie auch internationaler Dialog nötig.

Am 29.11. wird Papst Johannes Paul II. in liturgischer Form die Feier des grossen Jubiläums im Jahr 2000 ankündigen. Zu Beginn einer Eucharistiefeier übergibt der Papst vor der Heiligen Pforte der Petersbasilika die Ankündigungsbulle den Verantwortlichen der vier römischen Petersbasiliken. Anschließend werden wichtige Passagen daraus vorgelesen. Bei der Eucharistiefeier trägt ein Sprecher das Gebet des Papstes für das dritte Vorbereitungsjahr vor dem Heiligen Jahr vor.

Der Brief des Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei, PKK, Abdullah Öcalan, an den Papst soll Pressemeldungen zufolge jetzt im Staatssekretariat angekommen sein. Offiziell hat der Heilige Stuhl den Erhalt des Briefes bisher nicht bestätigt.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die Bischofskonferenz hat am 23.11. in Würzburg ihrer ersten Zusammenkunft vor 150 Jahren gedacht. Dabei würdigte ihr Vorsitzender, Bischof Karl Lehmann, auch das Vatikanische Dokument über die thologische und rechtliche Natur der Bischofskonferenzen. Es könne sich dabei nicht um eine endgültige, sondern nur um eine Zwischenantwort handeln, meinte Lehmann.

Deutschland

Die Zahl derer, die der katholischen Kirche den Rücken kehren, sinkt. Dies ergaben jetzt die, von der Bischofskonferenz vorgelgten statistischen Daten, die im Vergleich zu 1997 eine siebenprozentigen Rückgang der Kirchenaustritte verzeichneten.

Österreich

Der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, hat am 21.11. eine positive Bilanz des Ad-Limina-Besuches gezogen. Zu keiner Frage der Delegiertenversammlung habe es aus dem Vatikan ein Diskussionsverbot oder gar ein "Nein" gegeben. Selbsverständlich habe der Papst aber Akzentverschiebungen empfohlen und seine Prioritäten genannt. Überschattet war der Besuch von der Behauptung Bischof Kurt Krenns, er sei über den Fünfjahresbericht der Bischofskonferenz an den Vatikan nicht informiert gewesen. Er stehe nicht hinter ihm. Schönborn wies diese Behauptung energisch zurück und rief wiederholt zu Ordnung und Disziplin der Bischofskonferenz auf. Er habe den Fall ordnungsgemäss in der Bischofskongregation vorgetragen. Im Konflikt um den Fünfjahresbericht der österreichischen Bischöfe an den Papst wollen Kardinal Schönborn und der St.Pöltner Oberhirte Krenn jetzt die römische Kongregation der Bischöfe anrufen. Das vatikanische Diskasterium solle ein Votum zu den Vorgängen abgeben, teilten die beiden Bischöfe am 23.11. in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Schweiz

Die Besetzer des Züricher Frauenmünsters haben ihre Protestaktion am 23.11. wieder eingestellt. Die rund 70 assyrischen Christen hatten sich in der Kathedrale mit dem Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, solidarisch erklärt. Ausserdem wollten sie die Öffentlichkeit für die Diskriminierung der assyrischen Christen in der Türkei sensibilisieren.

E U R O P A

Italien

Der Präfekt der Vatikanischen Studienkongregation, Kardinal Pio Laghi, hat die Politik Israels kritisiert. Bei einer Konferenz über den Nahen Osten bemängelte der Würdenträger am 21.11., dass die Regierung Netanyahu immer zunächst Tatsachen schaffe und dann verhandle. Christen und Muslime in Jerusalem würden durch die Bauprojekte wie in einem Ghetto von Juden eingeschlossen. Diese Politik vehindere den Dialog und die diplomatischen Lösungen, so Kardinal Laghi.

Frankreich

Protestanten und Orthodoxe wünschen eine Neu-Definierung der Aufgaben des Weltkirchenrates .Das haben die Präsidenten der beiden Konfessionen jetzt in Paris vor der Presse deutlich gemacht. Eine Möglichkeit wäre, dass der Weltkirchenrat ein Forum für alle chrsitlichen Konfessionen wird. Die Frage wird vor allem bei der Vollversammlung des ökumenischen Rates in Harare im Dezember diskutiert werden.

Türkei

Bischof Walter Kasper von Rottenburg-Stuttgart nimmt in diesen Tagen in Ankara als Gast an der Sitzung des türkischen Religionsrates teil. Das Gremium kann dem Amt für religiöse Angelegenheiten Empfehlungen geben. Zu seinen Mitgliedern zählen unetr anderm Muftis, Wissenschaftler und Verteter der theolgischen Fakultäten .

A S I E N

Israel

Ein grosses Mosaik aus der byzantinischen Epoche ist letzte Woche in unmittelbarer Nähe der Geburtskirche von Bethlehem entdeckt worden. Nach Angaben des Zuständigen für antike Kunstwerke, könnte es von einem Gebäude stammen, das einst mit dem Gotteshaus verbunden war.

Indonesien

Der Erzbischof von Jakarta, Kardinal Julius Darmaatmatja, ist der Ansicht, die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Muslimen müssen von langer Hand organsiert gewesen sein. Nach neuesten Meldungen sind am 21.11. 14 Personen ums Leben gekommen und 11 Kirchen in Brand gesteckt worden. Der Kardinal kritiserte, dass die Religion als Vorwand für gewaltsame Auseiendersetzungen gebraucht werde. Falls es tatsächtliche religiöse Streitfragen gebe, so seien diese durch Dialog zu lösen.

Indien

Die christlichen Kirchen haben einen nationalen Protesttag gegen religiöse Intoleranz angekündigt, so der Vatikanische Missionsnachrichtendienst FIDES am 25.11. Aus diesem Grund bleiben am 4.Dezember christliche Krankenhäuser und Schulen geschlossen. Ausserdem sollen alle christlichen Beamten schwarz als Zeichen der Trauer und des Protestes anlegen. Durch die zurückliegenden Gewaltakte fundamentalistsicher Hinuds ist das religiöse Zusammenleben auf dem Subkontinent stark angespannt.

China

Eine Grossoffensive der Behörden gegen die Untergrundkirchen haben Menschrechtsgruppen am 25.11. angeprangert. Aus verschiedenen Teilen des Landes werden Übergriffe der Polizei auf Gläubige und Kirchen gemeldet. Menschrechtsgruppen haben Peking

indes erneut zur Einhaltung der internationalen Konvention über bürgerliche und politische Rechte aufgerufen.

A F R I K A

Sierra Leone

Der vor einer Woche entführte italienische Priester, Mario Guerra, lebt. Das meldet jetzt der internationale Missionsnachrichtendienst MISNA. Die Diözese Makeni versuche jetzt Kontakt mit den Entführern aufzunehmen. Dabei handelt es sich um eine Splittergruppe der ehemaligen Militärjunta. Über

ihre Forderungen ist bisher nichts bekannt.

A M E R I K A

Kuba

Der Erubischof von Havanna, Kardinal Jaime Ortega, zeigt sich besorgt angesichts einer stark gestiegenen Kriminalität auf der Zuckerinsel. In einem am 24.11. veröffentlchten Schreiben ruft Ortega die Bevölkerung zur Rückbesinnung auf moralische Werte auf. Nur so könne gegen die Welle der Gewalt, sowie gegen Prostitution und Drogenmissbrauch vorgegangen werden, schreibt der Kardinal.

Guatemala

Die Behörden verstossen bei den Untersuchungen im Mordfall Bischof Juan Gerardi gegen das Prinzip der Unschuldsvermutung. Das ist das Ergebnis eines im Auftrag der Kirche erstellten Berichts, der jetzt veröffentlicht werden soll. Das von zwei ehemals in hohen Staatsämtern tätigen Juristen erarbeitete Dokument soll der Kirche genau sieben Monate nach dem Mord an Bischof Gerardi offiziell überreicht werden.

Peru

Staatspräsident Alberto Fujimori hat am 25.11. Forderungen der Kirche nach einem Schuldenerlass für das südamerikanische Land zurückgewiesen. Der Nachlass der Auslandsschulden könne verheerende Folgen für das internationale Ansehen des Landes haben. Seine Regierung würde für andernfalls für ausländische Geldgeber kreditunwürdig, so Fujimori zur Begründung.

Kolumbien

Die katholische Kirche und die Behörden haben die Guerilla in der Region Antiouquia aufgerufen, einen Weihnachtsfrieden einzuhalten. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie Guerilleros und paramilitärische Gruppen auf, die bewaffneten Auseinandersetzunegn einzustellen. Allein in der vergangenen Woche waren in der Region mindestens 30 Personen gewaltsam ums Leben gekommen.

Vereinigte Staaten

Gegen den als "Selbstmord-Doktor" bekannten US-amerikanischen Arzt, Jack Kevorkian, wird jetzt wegen Mordverdacht ermittelt. Ein Fernsehsender hatte Bilder davon gezeigt, wie der Mediziner einem Patienten eine tödliche Dosis verabreicht. Bisher hatte Kevorkian lediglich zugegeben, Beihilfe zum Selbstmord geleistet zu haben. Mit dem Kurzfilm habe er aber Aufmerksamkeit erregt, und die Behörden zu einem Prozess zwingen wollen, erklärte der ehemalige Pathologe jetzt.

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Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag, 28.11.1998