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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 15. November 1998 bis Mittwoch, 18. November 1998.

 

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat beim sonntäglichen Angelusgebet am 15.11. für den Konflikt zwischen dem Irak und den Vereinigten Staaten eine diplomatische Lösung gefordert. Die Verantwortlichen mögen bald zu einer gerechten und friedlichen Lösung kommen. Vor allem der seit langem geprüften Bevölkerung des Landes mögen weitere Leiden erspart bleiben. Ferner erinnerte der Papst an den Tag der Migranten, der am 15.11. in Italien begangen wurde. Johannes Paul II. gedachte dann des Tages der Verkehrsopfer, der in vielen Ländern Europas am 15.11. gefeiert wird. Zuletzt erinnerte das Kirchenoberhaupt daran, dass die katholische Kirche am 21.11. den beschaulichen Frauen-Klöster materiell hilft. Er dankte den Ordensfrauen für ihr Einsatz durch das Gebet.

Am 16.11. hat der Ad-Limina-Besuch der Bischöfe Österreichs beim Papst begonnen. Er hat besondere Bedeutung, da die Oberhirten die bisherigen Ergebnisse des Dialogs für Österreich im Vatikan erklären werden. Am 16.11. hatte der Papst bereits die meisten der österreichischen Diözesan-und Weihbischöfe in Audienz empfangen. Sie werden im Lauf der Woche wie üblich mit den wichtigsten Kongregationen für Besprechungen zusammentreffen. Voraussichtlich am 21.11. hält der Papst eine Ansprache an alle Bischöfe, in der er Antwort auf die Berichte geben wird. Derweil hat Kardinal Christoph Schönborn sowohl dem Papst wie auch Kardinal Ratzinger die vorläufige Dokumentation des Dialogs für Österreich übergeben. Die Anliegen der Kirche Österreichs seien im Gespräch mit Kardinal Ratzinger in verantwortungsvoller und guter Weise besprochen worden, so Schönborn.

Die Landwirtschaft stellt trotz der derzeitigen Umwälzungen eine grosse wirtschaftliche und moralische Reserve dar. Für eine harmonische, soziale Entwicklung müsse sie daher unterstützt werden. Die tiefgreifenden Veränderungen der modernen Gesellschaft hätten mit der Landflucht und Verstädterung dazu geführt, dass das Agrarwesen seine Funktion neu definieren und sich an den Stand der Technologie anpassen müsse, so der Papst am 14.11. an die Teilnehmer einer landwirtschaftlichen Tagung.

Papst Johannes Paul II hat beim Besuch einer Privatuniversität am 16.11. die Studenten aufgefordert, den Weg der intellektuellen Barmerzigkeit einzuschlagen. Sie sollten sich für eine authentische, soziale Erneuerung einsetzen, so Johannes Paul II. in seiner Ansprache vor den Dozenten und Studenten.

Nach Angaben des Päpstlichen Rates "Cor Unum" ist im Mai 1999 ein Weltkongress der Caritas in Rom geplant. Wie am 16.11. mitgeteilt wurde, sollen für die Caritas zuständigen Bischöfe und Vertreter der nationalen Caritas-Strukturen, sowie Ordensleute und Mitglieder neuer religiöser Bewegungen zusammentreffen.

Papst Johannes Paul II. hat bei der Generalaudienz am 18.11. die Fortschritte im Bereich von Wiseenschaft und Technik begrüsst. Es sei auch erfreulich, daß das Bewußtsein für die Erhaltung der Umwelt, für Gerechtigkeit und Frieden, sowie für Menschenrechte gewachsen sei. Das gehe auf das Wirken des Heiligen Geistes zurück.

Papst Johannes Paul II. wird sich zur feierlichen Verkündigung der Ergebnisse der Amerika-Bischofssynode vom 22. bis 26. Januar in Mexiko aufhalten. In Mexiko-Stadt wird er im Rahmen einer Zeremonie das Schlussdokument der Synode feierlich unterzeichnen und im Wallfahrtsort Guadelupe die Eucharistie feiern.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat davor gewarnt, die Überlegungen der Bundesärztekammer zu Abtreibungen nach pränataler Diagnostik misszuverstehen.Die jüngste Erklärung der Mediziner zum Schwangerschaftsabbruch habe sich gegen die Spätabtreibung nach derartigen Untersuchungen gewandt. Es dürfe aber nicht der Eindruck erweckt werden, als entscheide sich der Schutzanspruch des ungeborenen Kindes an seiner Lebensfähigkeit ausserhalb des Mutterleibes.Vielmehr hätten alle Embryonen, unabhängig davon, ob sie krank oder behindert seien von Anfang an dasselbe Recht auf Leben, so Lehmann in einem Pressekommunique vom 18.11.

Deutschland

Der katholische Ökumene-Bischof, Paul Werner Scheele, hält eine Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre im ersten Halbjahr 1999 für möglich. Sowohl das Exekutivkomitee des lutherischen Weltbundes wie auch der Vatikan hätten in ihren jüngsten Beratungen die Erklärung als solche nicht mehr in Frage gestellt, sagte Schelle am 18.11. der Presse.

Österreich

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat jetzt in einem Zeitungsbeitrag seine Ansicht bestätigt, dass die Priesterweihe von verheirateten bewährten Männern, für ihn eine offene Möglichkeit sei. Das gleiche gelte für den Frauendiakonat. Beim kommenden Ad-Limina-Besuch in Rom woll er deutlich machen, dass die Kirche in Österreich nicht in einer Totalkrise steckt. Sie habe eine breite und solide katholische Basis. Die verschiedenen Richtungen in der Kirche hätten gemeinsame, seelsorgliche Anliegen. Schönborn zeigte sich jedoch empört darüber, daß Teile des Berichtes der Bischofskonferenz vorab an die Presse kamen. Dabei wurde bekant, daß in dem Bericht Kritik daran geübt worden war, daß in der Causa Groer keine gute Absprache zwischen dem Betroffenen, dem Vatikan und der Bischofskonferenz stattgefunden habe. Indes hat der St.Pöltener Bischof Kurt Krenn - Pressemeldungen zufolge - erklärt, er habe den Bericht der Bischöfe Österreichs an den Vatikan nicht gekannt..

Österreich

Nach der Auffassung des Caritas-Präsidenten, Franz Küberl, ist Österreich bei der Einschränkung des Asylrechts europaweit Spitzenreiter. Auf einer Pressekonferenz in Wien kritisierte Küberl besonders die Bezeichnung aller Nachbarländer Österreichs als "sichere" Drittstaaten. Durch diese Klausel würden viele Asylbewerber automatisch ausgeschlossen. Zweifel an ihrer Sicherheit in Ungarn oder der Slowakei seien gesetzlich damit abgeschafft, so Küberl.

 

Schweiz

Der lutherische Weltbund wird die gemeinsame Rechtfertigungserklärung der katholischen und lutherischen Kirchen erst nach weiteren Absprachen mit dem Vatikan unterzeichnen. Man wolle sicher gehen, dass man sich vor der Unterzeichnung der Rechtfertigungübereinkunft wirklich verstehe. Möglicherweise reiche ein zusätzliches gemeinsames Statement, meinte der Präsident des Exekutivkomitees, Bischof Christian Krause.

Schweiz

In Basel ist das Jahrzehnt der kirchlichen Solidarität mit Frauen zu Ende gegangen. 1988 hatte der ökumenische Weltkirchenrat diese Initiative ausgerufen, um weltweit die Gleichberechtigung der Frauen zu fördern.

E U R O P A

Italien

Im Lauf dieser Woche findet in Rom die zweite internationale Fachtagung über den geistlichen Film statt. Wie dazu der Leiter der Vatikanischen Filmothek erklärte, zeige sich in vielen modernen Filmen Hunger nach Spiritualität. Das Kino könne auch zum Dienst an der Menschheit und den wahren Werten werden. Ein Dialog zwischen Filmschaffenden und Kirche sei überfällig. Daher habe die erste derartige Tagung vor einem Jahr auch einen sehr grossen Erfolg gehabt, so der Leiter.

Ungarn

Kirche und Regierung wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das wurde nach einem Treffen von Ministerpräsident Viktor Orban mit den führenden Persönlichkeiten der grossen Kirchen und des Judentums in Budapest bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit soll vor allem in den Bereichen Soziales, Erziehung, sowie beim Kampf gegen Korruption und bei der Hebung der öffentlichen Moral erfolgen.

Tschechische Republik

Die sozialdemokratische Regierungspartei von Ministerpräsident Milos Zeman hat der katholischen Kirche vorgeworfen, sich in politische Angelegenheiten einzumischen. Agenturmeldungen zufolge, hat die Parteileitung den Erzbsichof von Prag, Kardinal Miloslav Vlk angeklagt, er habe versucht den Dialog zwischen Kirche und Staat abzubrechen.

Grossbritannien

In der anglikanischen Kirche sind Überlegungen laut geworden, einen Bischof aus Afrika, Asien oder Australien mit dem Amt des Erzbischofs von Canterbury zu betrauen. Bis jetzt wurde aus historischen und staatskirchlichen Gründen immer ein Kandidat aus dem Klerus der "Church of England" gewählt. Ein persönlicher Mitarbeiter des jetzigen Bischofs von Canterbury äusserte die Ansicht, es sei durchaus denkbar, die verschiedenen Aufgaben zu teilen, und das Amt mit zwei Personen zu besetzen.

Albanien

Die Religionsgemeinschaften gelten als Beispiel des guten Zusammenlebens und der Verständigung in der Gesellschaft. Diese Ansicht vertrat Staatspräsident Rexhep Meidani im Rahmen einer Konferenz über friedliches Zusammenleben in einer zivilen Gesllschaft.Das Treffen wurde von den vier albanischen Religionsgemeinschaften, der Katholiken, Muslime, Orthodoxen und Juden organisiert.

Russland

Am 17.11. ist das Verfahren gegen die Zeugen Jehovas aufgenommen wieder aufgenommen worden. Es handelt sich um den ersten Fall der Moskauer Stadtverwaltung, das neue Religionsgesetz anzuwenden, um eine religiöse Gemeinschaft aufzulösen.

A S I E N

Israel

Fundamentalistische Rabbinen haben am 14.11. die Gläubigen aufgerufen, sich mit aller Kraft der Übergabe von Heiligem Land der Juden an die Heiden zu widersetzen. Auch nur den kleinsten Streifen der Erde Gottes an die Nichtglaubenden auszuliefern, bilde eine grosse Gefahr für das jüdische Volk sowie die des Blutvergiessens. Am 15.11. diskutierte die national-religiöse Partei, ob sie durch Ausscheiden aus der Regierung Neuwahlen erzwingen will, um die Realisierung der Beschlüsse von Wye-Plantation nicht zu verhindern.

Israel

Die katholische Kirche im Heiligen Land hat am 16.11. den Veranstaltungskalender für das Heilige Jahr 2000 vorgestellt. Dabei betonte der lateinische Patrirach von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, erneut, der erhoffte Papstbesuch hänge von deutlichen Fortschritten im Friedensprozess ab. Die Liste der Festlichkeiten kann sich sehen lassen. Kaum ein biblischer Ort, an dem nicht des Übergangs ins dritte christliche Jahrtausend gedacht würde. Wie die Kirchenvertreter in Jerusalem betonten, sollen diese und andere Feiern auch zu einem besseren Verständnis und Versöhnung zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen beitragen.

Philippinen

Der entführte italienische Missionar, Luciano Benedetti, ist am 16.11. freigelassen worden. Einer Presseerklärung zufolge sei der Gesundheitszustand des Ordensmannes nach fast 70 Tagen in Gefangenschaft den Umständen entsprechend gut.

A F R I K A

Niger

Die religiösen Führer von 24 islamischen Staaten Afrikas und Asiens haben ihre Regierungen aufgefordert, Männer und Frauen rechtlich gleichzustellen. Es sei nötig, einen Unterschied zwischen Traditionen bestimmter muslimischer Gesellschaften und den authentischen Werten des Islam zu machen, betonten sie bei einem Treffen in Niamey.

A M E R I K A

Nicaragua

Die Bischöfe haben die politischen Parteien aufgerufen, die Verteilung der Hilfsgüter nicht zu politischen Zwecken zu missbrauchen. Gleichzeitig bitten sie in einer Erklärung, die Auslandsschulden zu erlassen. Die Regierung hat die Hilfsgüter-Verteilung einzelnen Diözesen überlassen.

Vereinigte Staaten

Christen und Juden haben den 15.11. zum Tag der Organspende erklärt. In vielen Kirchen und Synagogen riefen am Wochenende Pfarrer und Rabbinen ihre Gläubigen auf, ihre Organe im Todesfall Bedürftigen zur Verfügung zu stellen. Presseberichten zufolge, nahmen Glaubensgemeinden aus 35 Staaten der USA an der Aktion teil.

Vereinigte Staaten

Die Scientology-Organisation ist jetzt für schuldig am Tod eines ihrer Mitglieder befunden worden. Vorgeworfen wird der Sekte-laut Zeitungsberichten-sie habe die Gesundheit der Frau vernachlässigt und illegale medizinische Eingriffe vorgenommen.

Vereinigte Staaten

29 ehemals zum Tod verurteilte US-Amerikaner haben sich jetzt erstmals in Chicago getroffen, um auf die Risiken der Todesstrafe hinzuweisen. Die erste Bundeskonferenz "falscher Verurteilungen" ist von einem Juraprofessor veranstaltet worden. Nach seinen Angaben seien Bundesweit insgesamt 75 ehemalige Todeskandidaten entlastet worden. Viele von ihnen hätten mehrere Jahre im Gefängnis zugebracht, bevor sich ihre Unschuld erwies.

Vereinigte Staaten

Die Bischöfe haben an die Regierung in Washington appelliert, illegalen Einwanderen aus Mittelamerika angesichts der Umweltkatastrophe einen besonderen Schutzstatus zu gewähren. Bürger aus Honduras, Guatemala und El Salvador dürften nicht ausgewiesen werden, betonte der scheidende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Antony Pilla, in einem Schreiben an Präsident Bill Clinton.

V E R E I N T E N A T I O N E N

Das Jahr 2000 wird zum internationalen Jahr der Berge bestimmt.

Es gehe vor allem darum, duie Bedeutung der Bewohnung und Bewirtschaftung von Bergregionen bewusst zu machen, hiess es aus dem Sitz der UNO in New York .

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuzfeuer"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

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Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

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Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a, D-40 878 Ratingen

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag, 21.11.1998