Radio Vatikan Archiv

Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag , 12. Juli bis 1998 bis Mittwoch , 15. Juli 1998.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 12. Juli , beim sonntäglichen Angelusgebet darauf aufmerksam gemacht, dass der Sonntag der Tag ist, am dem Gott seine Liebe zur Schöpfung in besonderer Weise zeigt. Er habe am siebten Schöpfungstag geruht und wie ein Bräutigam voll Liebe auf seine Braut die Schöpfung geblickt.Für den Christen sei diese in der Menschwerdung Gottes zur Vollendung gekommen. Die Christen sollten daher den Sonntag nicht nur als legitimen Ruhetag feiern, sondern vor allem sich der Liebe Gottes zu Mensch und Welt erinnern.

Papst Johannes Paul II. hat am 12 . Juli, das Endspiel der Fussballweltmeisterschaft mitverfolgt. Der Papst unterstützte jedoch keine der beiden Mannschaften. Aus Vatikankreisen wurde bekannt, dass der Papst selbst als Schüler beim Fussball im Tor stand.

Die Direktion von Radio Vatikan hat dagegen protestiert, dass die Papststimme bei römischen Sommer-Modeschauen als Geräuschkulisse verwendet wird. Die Leitung des Senders geht gerichtlich vor und warnt gleichzeitig Rundfunkstationen, diese einzusetzen.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Am 11. Juli sind in Thübingen 16 Lehrer mit dem Welt-Ethospreis ausgezeichnet worden. Die Welt-Ethos-Stiftung prämiert pädagogische Bemühungen , Kindern und Jugendlichen das Anliegen eines Welt-Ethos beizubringen. Ausgezeichnet wurden Unterrichtsreihen in Grund-, Haupt-und Gesamtschulen , sowie an Gymnasien und berufsbildenden Anstalten.

Deutschland

Der Caritasverband hat davor gewarnt, die bosnischen Kriegsflüchtlinge zu einer voreiligen Rückkehr in ihre Heimat zu drängen. Die gegenwärtige Welle sein unkontrollierbar und verschärfe die breits politisch und sozial unsichere Situation . Täglich suchten Rückkehrer bei den Hilfsorganisationen in Bosnien Unterstützung , weil sie weder Unterkünfte noch Arbeit fänden.

Deutschland

Nach der katholischen bietet jetzt auch die evangelische Kirche in Ostdeutschland erstmals eine Alternative zur Jugendweihe an. In Sachsen-Anhalt will die evangelische Jugendarbeit am Ostersonntag 1999 eine eigene Jugendfeier organisieren. In einem Kurs sollen sich die Jugendlichen sinnvoll auf die Feier aus Anlass des Übergangs zum Erwachsensein vorbereiten.

österreich

Familien-Bischof Klaus Küng hat sich der Forderung nach der "Tötung auf Verlangen" ,entgegengestellt. Was die Liberalen-Chefin , Heide Schmidt, als Sterbehilfe bezeichne, sei in Wahrheit Euthanasie, so der Bischof. Das Leben sei von Gott geschenkt und dürfe nicht von Menschen beendet werden. Küng verwies auf eine Erklärung der Bischofskonferenz gegen die Tötung auf Verlangen.

E U R O P A

Nordirland

In der Nacht vom 11. auf den 12. Juli sind drei junge Katholiken in Carnany durch eine Brandstiftung uns Leben gekommen. Zwei Männer und eine Frau entkamen den Flammen. Beobachter gehen davon aus , dass es sich um einen Akt von Mitgliedern des Orange-Ordens handelt, die sich dafür rächten, dass ihnen der Durchmarsch durch katholisches Gebiet untersagt worden war. Grossbritanniens Premierminster Tony Blair , der Chef der nordirischen Regierung Trimble und der britische Nordirlandminister Mo Mowlam verurteilten den Anschlag energisch.

Nordirland

In der Nacht auf den 15.Juli wurden eine protestantische Kirche sowie Versammlungsräume des Oranierordens durch Brandanschläge teilweise schwer beschädigt. In Portadown selbst nehmen die Auseindersetzungen zwischen Sicherheitskräften , die die Garvaghx Road schützen, und demonstrierenden Oraniern, die das Recht auf den Marsch durch diese Strasse erzwingen wollen, an Schärfe zu.

Frankreich

Der Bischof von Saint Denis , Olivier de Beranger, hat am 12. Juli die Fussballweltmeisterschaft als intensiven Ort weltweiter Gemeinschaft gewürdigt. In seiner Sonntagspredigt meinte der Bischof, trotz Unregelmässigkeiten beim Kartenverkauf und Gewalttätigkeiten , hätte es Gemeinschaftsgeist gegeben. In Saint-Denis war am 12. Juli aus Anlass der Weltmeisterschaft eine sogenannte " Messe der Nationen " gefeiert worden.

Albanien

Das Oberhaupt der serbisch-othodoxen Kirche, Patriarch Pavle von Belgrad, hat ein sofortiges Ende der Ende der Gewalt im Kosovo gefordert. Zugleich appellierte er an die Staatengemeinschaft, alles für eine Einstellung der Waffengänge zu tun. In seiner am 13. Juli veröffentlichten Botschaft, fordert der orthodoxe Patriarch einen friedlichen Dialog und und eine Lösung, die für alle annehmbar ist.

Tschechische Republik

Der neue Kultusminister , Pavel Dostal, zeigt Gesprächsbereitschaft in Fragen der Rückgabe von Kircheneigentum. Voraussetzung sei der Erlass eines Gesetzes , so Dostal. Der Politikert sieht in den Kirchen ein " wichtiges Element der Gesellschaft " und möchte direkt nach seinem Amtseintritt Gespräche mit Kirchenvertretern führen.

 

A S I E N

Saudi-Arabien

Das Regime des Landes hat acht Filipinos und einen Holländer wieder freigelassen, die man unter dem Vorwurf der christlichen Missionierung inhaftiert hatte. Die Befreiung der neun Christen , die in Riad eine Bibelgruppe gebildet hatten, ist offenbar auf diskreten Druck von ausländischen Diplomaten zustandegekommen.

Korea

Zum ersten Mal hat jetzt ein südkoreanischer Bischof nach der Teilung des Landes vor 45 Jahren die Katholiken in Nordkorea besuchen können. Zusammen mit zwei Priestern und 4 Laien begleitete Weihbischof Andrew Tchoi Chang-Mu die Verteilung von Hilfsgütern in die Hungerregion.

Vietnam

Die Regierung des Landes hat Berichte zurückgewiesen, die behaupten, sie habe eine Papstbesuch abgelehnt. Wie ein Regierungssprecher mitteilte , gibt es kein offizielles Gesuch zur Autorisierung eines Besuches von Papst Johannes Paul II.

Ost-Timor

Der Bischof von Dili , Carlos Belo, hat darum gebeten , den Besuch eines UNO-Gesandten auf der Insel zu verschieben. Agenturangaben zufolge befürchtet der Friedensnobelpreisträger , die für kommende Woche geplante Visite könnte die Spannungen in Ost-Timor weiter anheizen. Nachdem bei einer Demonstration für die Unabhängigkeit von Indonesien zwei Personen ums Leben kamen, flohen Tausende von Menschen aus der Krisenregion.

A F R I K A

Ruanda

Die drei entführten Ordensfrauen sind wieder frei. Das hat der Bischof von Byumba am 11. Juli bekanntgegeben. Sie waren in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli entführt worden. Die 40 Täter waren möglicherweise Hutu-Rebellen , die gegen die Regierung in Kigali kämpfen.

Kongo-Zaire

In Uele wird im kommenden September eine katholische Universität eröffnet. Sie geht vor allem auf die Bemühungen von einigen Dominikanern und ihren Freunden zurück. Der Bischof der Diözese Isiro -Niangara wird die akademische Einrichtung feierlich einweihen.

Kenia

Bewaffnete Banden haben wiederholt das katholische Krankenhaus und die Mission in Wamba angegriffen. Der zuständige Bischof der Diözese Marsabit hat deshalb jetzt den örtlichen Behörden damit gedroht, das Krankenhaus zu schliessen, wenn sie die Sicherheit nicht garantieren können. Zu den Überfällen war es gekommen , obwohl bewaffnete Nachtwachen das 200-Betten-Krankenhaus zu schützen versucht hatten.

Guinea-Bissau

Das Kriegsdrama in dem Land ist aus den Schlagzeilen der Zeitungen verschwunden, die Not der Bevölkerung wächst aber weiter. Die in Guinea-Bissau befindlichen Missionare wenden sich darum mit einem dringenden Appell an UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Mit dem Brief an Annan , soll das internationale Interesse wieder auf eine Situation gelenkt werden, die mittlerweile apokalyptische Ausmasse erreicht hat.

Eritrea

Der Lutherische Weltbund kann als einzige Nichtregierungsorganisationen die Arbeit in Eritrea fortsetzen. Das wurde am 14. Juli in Genf bekanntgegeben. Der Weltbund will sich um die Wiedereingliederung der bisher 6.000 aus Äthiopien vertriebenen Eritreer in ihre Heimat kümmern.

Südafrika

Die erste katholische Universität wird 1999 ihre Tore in Johannesburg eröffnen. Die Universität mit dem Namen Saint-Augustin College soll künftige " Leader " so prägen, dass sie ihren Mitmenschen mit Würde und Respekt begegnen. Zur Leitung der neuen katholischen Universität wurde Schwester Edith Raidt berufen, emeritierte Professorin für Afrikaans und Linguistik an der Universität von Witwatersrand.

A M E R I K A

Kolumbien

Die Gespräche über den Frieden in dem lateinamerikanischen Staat, die in Deutschland stattfanden, waren ein Erfolg. Das sagen Rebellen und nationales Friedenskomitee Kolumbiens am 15. Juli in einem Schlusskommunique. Die Bischofskonferenz Kolumbiens hat sich jetzt offiziell für die deutsche Vermittlung zwischen Regierung und Guerrilleros des Landes bedankt. In einer Erklärung zum Ende einer Sitzung der Bischofskonferenz, wird die deutsche Bemühung als unschätzbare Hilfe bezeichnet. Mehrere Tage lang hatten Repräsentanten der Konfliktparteien auf Einladung der deutschen Bischofskonferenz im Kloster Himmelpforten bei Würzburg miteinander verhandelt. Jetzt ist die Rede von einem, so wörtlich, ersten Schritt zum Frieden in Kolumbien.

Kolumbien

Die Ordensgemeinschaften des Landes haben derweil die Befürchtung geäussert, dass das Militär den Sekretär der kirchlichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden ermorden will. Der Jesuit , Javier Giraldo, sei zum militärischen Angriffsziel erklärt worden. Die Orden und die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden unterstreichen nachdrücklich , dass alle Personen, die sich in Kolumbien für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen, vom Militär bedroht würden.

Vereinigte Staten

Am 12. Juli haben Anhänger des Hinduismus in den USA in der Nähe von Chicago eine Statue von Swami Vivekananda feierlich enthüllt. Sie erinnerten damit an die Ankunft der indischen Religion auf dem amerikanischen Kontinent vor etwa mehr als 100 Jahren.

E U R O P Ä I S C H E U N I O N

Die EU hat sich nicht auf eine gemeinsame Politik gegen religiösen Fundamentalismus einigen können. Eine entsprechende Empfehlung des Ausschusses für Grundfreiheiten an den Ministerrat wurde am 14. Juli , vom Strassburger Europa-Parlament mit grosser Mehrheit, abgelehnt.


Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch: " Römische Woche"

Donnerstag: " Kreuzfeuer- Kirche wo es kritisch wird"

Freitag: " Prisma-Magazin "

Samstag: " Mystische Erfahrung und soziales Engagement" von Henri Boulad und " Kommentar der Woche" von Barbara Gerl-Falkowitz

Man hört Radio Vatikan:

täglich 6.20 , 16.00 und 20.20 Uhr

auf Mittelwelle 1530 Khz und auf den Kurzwellen-Frequenzen: 5880. 7250, 9645 Khz

Über Radio Campanile. Im Kabel und auf Tonunterträger vom DSF um 16.15 Uhr und 19.10 Uhr

Vier -Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe: Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan -Nachrichten:

Samstag, 18.Juli 1998

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