Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Mittwoch, 12. November bis Freitag, 14. November 1997

 

Vatikan

Mehrere Vatikan-Dikasterien haben eine Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester veröffentlicht. In ihr werden Grenzüberschreitungen kritisiert. Die wichtigsten Erinnerungen lauten: Zur Predigt im Rahmen der heiligen Messe sind nur die Priester und Diakone berechtigt, Laien dürfen im Notfall Beerdigungen halten, aber nicht die Krankensalbung spenden, den Vorsitz im Pfarrgemeinderat muß immer der Pfarrer haben, Laien dürfen die Kommunion nur aushilfsweise austeilen. Die Instruktion würdigt eingangs das Engagement der Laien und legt die theologische Begründung für die folgenden praktischen Fragen. Das allgemeine Priestertum aller Getauften unterscheide sich nicht nur dem Grad nach vom Weihepriestertum, sondern im Wesen. Die zeitlich begrenzte Beauftragung von Laien zu seelsorglichen Diensten verleiht keinerlei kirchlichen Titel.

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz bedauert, daß der Eindruck entstehen kann, das Engagement der Laien werde nicht gewürdigt und daß das Dokument nicht vorab genügend mit den Ortskirchen abgestimmt worden sei. Er dankte allen katholischen Laien, die sich kirchlich engagieren. Mit vatikanicher Erlaubnis sei der Pfarrgemeinderat in Deutschland nicht nur Beratung des Pfarrers berufen, sondern auch zur Koordination des Laienapostolats. Daher gelte die Regelung, daß auch Laien den Vorsitz in diesem Beratungsgremium haben dürften. Mehrere Laien-Organisationen iom deutschen Sprachraum äußerten sich kritisch zu der Verlautbarung, unter anderem das Zentral-kommitee der deutschen Katholiken und die katholische Frauengemeinschaft. Auch aus österreich gibt es kritische und zustimmende Wortmeldungen.


Hier noch der Beitrag von Pater Eberhard v.Gemmingen in Radio Vatikan am Freitag, 14.11.97

Es ist vorauszusehen, daß viele Laien, die sich mit Leib und Seele im kirchlichen Dienst engagieren, enttäuscht sind über das vatikanische Dokument. Es kann teilweise den Eindruck erwecken, daß Laienarbeit nur erwünscht ist als Not-Hilfe und bei Priestermangel. Aber das Dokument leugnet nicht, daß das pastorale Laienengagement grundsätzlich lebensnotwendig ist. Man muß auch wissen, daß die enorme Laienarbeit in deutschen Sprachraum schon seit dem letzten Jahrhundert sich ganz wesentlich unterscheidet von dem in anderen Ländern. Bischof Lehmann lobt es ausdürcklich in einer Stellungnahme zu dem Vatikandokument. Wörtlich schreibt Lehmann

"Die Kirche kann von diesem Wirken der Laien nicht absehen, weil es zu ihrer Natur als Gottesvolk gehört und weil sie es braucht, um ihren eigenen Evangelisierung-auftrag zu erfüllen. Umgekehrt darf das geistlcihe Amt nicht wegen der vielen gewachsenen Laien-dienste, des Priestermangels und der erlaubten Ausnahmefälle an Profil und Überzeugungskraft nach innen und außen verlieren. Manche Priester leiden an einer damit verbundenen Identitäts-krise. Die Sorge, die hinter dem Dokument steht, teilen die deutschen Bischöfe mit dem apostolischen Stuhl."

Auf diesem Hintergrund muß man das lesen, was der Vatikan jetzt in Erinnerung ruft: Die Predigt in der Messe ist Priestersache. Laien dürfen höchstens in die Liturgie einführen oder ein persönliches Zeugnis geben. Laien dürfen zwar Beerdigungen halten, aber nciht die Krankensalbung spenden. Den Vorsitz in den pfarrlichen Räten muß immer ein Priester haben.

Ich sagte eben: Die Instruktion ruft in Erinnerung: Im Grunde galt dies bisher auch schon mit der einen Ausnahme, auf die auch Lehmann hinweist: Im deutschen Sprachraum ist der Pfarrgemeinderat - mit Genehmigung des Vatikan - nicht nur Beratungsgremium des Pfarrers, sondern die Zusammenfassung des Laienapostolats auf Ortsebene. Er hat also eine weitere Funktion als im Kirchenrecht für den Pfarrgemeinderat vorgesehen ist. Daher wurde es bisher immer erlaubt, daß auch Laien den Vorsitz im PGR haben. Lehmann bedauert, daß das Vatikandokument nicht besser mit den Ortskirchen abgesprochen worden ist. Lehmann wörtlich:

"Die stärker betroffenen Ortskirchen hätten sich gewünscht, intensiver in die Erarbeitung der Instruktion einbezogen zu werden. Dann wäre vielleicht auch der Ton im Blick auf die Bereitschaft vieler Laien zur pastoralen Mitarbeit besser getroffen worden. Die Häufung der Verbote im zweiten Teil des Textes erzeugt bei vielen ungewollt, aber spürbar ein Klima des Mißtrauens gegenüber den Laien. Die Laien könnten den Eindruck gewinnen, ihre Mitarbeit wäre nur erwünscht, weil und solange es einen Priestermangel gibt."

Erlauben Sie mir ein paar kommentierende Bemerkungen: An der Reaktion auf dieses Vatikanschreiben wird es sich wieder einmal zeigen: viele Schwierigkeiten zwischen Rom und der Kirche im deutschsprachigen Bereich kommen aus dem kulturellen Unterschied, aus der verschiedenen Denkweise je nach Kulturbereich. Die meisten Ortskirchen der Welt werden die Instruktion ohne große Schwierigkeit zur Kenntnis nehmen. Manche werden sagen: Wir waren immer schon dagegen, daß die Laien klerikalisiert und die Kleri-ker laisiert werden. Aber das sind nur verallgemeinernde Schlagworte. Der deutsche Sprachraum unterscheidet sich in einigen Punkten sehr: Mitwirkung ist in allen gesellschaftlichen Bereichen hoch im Kurs; eine sehr große Zahl an Nicht-Priestern hat Theologie studiert oder ist theologisch hoch gebildet; die Säkularisierung, das heißt die Ent-kirchlichung ist weit fortgeschritten; der Feminismus ist weit entwickelt.

Es wäre sehr schade, wenn jetzt das meiste gute Laienengagment gebremst würde. Es sollte sich lieber dort voll entfalten, wo die eignetliche Laienberufung besteht: in Politik und Wirtschaft, in Caritas und Beratung, in Kultur und Erziehung. Die Laien werden gebraucht. Nicht von der Kirche, sodnern von Jesus Christus. Sie haben den heiligen Geist wie die Priester. Das Feld des Priesters ist die Gemeindeleitung und nicht die Politik. Der Bereich der Laien ist die Gestaltung der Welt und nicht die Leitung der Gemeinde.

Vatikan

Wie vom Pressesaal des Heiligen Stuhls am 13. November bestätigt wurde, ist der Bruder des Papstattentäters Ali Agca am 12. November mit Johannes Paul II. zusammengetroffen. Am Mittwoch hatte die italienische Presse von dem kurzen privaten Treffen berichtet. Dabei habe der Bruder erneut den Papst gedrängt, auf eine Freilassung von Ali Agca hinzuwirken, der seit 17 Jahren in einem italienischen Gefängnis sitzt.

Vatikan

Das vatikanische Fernsehzentrum wird am kommenden Sonntag, den 16. November, die Eröffnung der Amerika-Synode live übertragen. In einer Mitteilung wird die Hoffnung ausgesprochen, daß möglichst viele Fernsehstationen in aller Welt das Ereignis ab 9.30 Uhr übernehmen. Auch die Feier zu Ehren von Papst Paul VI am 22.November im Vatikan um 17.3o Uhr wird übertragen werden.

 

D E U T S C H E R S P R A C H R A U M

Deutschland

Bundesaußenminster Klaus Kinkel plant eine Informationskampagne zum Thema Scientology. Er will damit dem US-Senat erklären, warum die Organisation in Deutschland nicht als Religion anerkannt wird. Das sagte der Minister gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten". Obwohl der Senat kürzlich eine Resolution abgelehnt hat, in der Bonn der religiösen Diskriminierung beschuldigt wurde, bestehe bei US-Politikern noch immer ein massiver Informationsbedarf, so Kinkel nach seinem Washington-Besuch letzte Woche.

österreich

Der bekannte Sozialethiker Johannes Schasching erwartet zum Jahr 2ooo aus dem Vatikan ein deutliche Sozialerklärung, wenn nicht gar eine Enzyklika. In einem Zeitungsinterview drückte Schasching seine Überzeugung aus, daß es auch auf lange Sicht hohe Arbeitslosigkeit geben werde. Im nächsten Jahrhudnert könnte es soweit kommen, daß nur ein Viertel der Bevölkerung einen festen Arbeitsplatz hat, ein Viertel wäre teilzeitbeschäftigt, ein Viertel hätte Gelegenheitsarbeit und ein Viertel wäre arbeitslos. Es sei ein Irrtum gewesen zu meinen, die von der Industrie freigesetzten Kräfte könnten in der Dienstleistung unterkommen.

Schweiz

Eine Gruppe assyrischer Christen aus der Türkei hat am 14. November kurz einen Teil des UNO-Hauptgebäudes in Genf besetzt. Damit wollten sie auf ihre Unterdrückung und Schickanierung in der Türkei aufmerksam machen. Die Türken schlössen ihre Klöster und ihre Kirchen, so ein Sprecher der assyrischen Christen, die zu den ältesten christlichen Gemeinschaften in der Welt gehören. Und wörtlich: Wir wollen, daß die UNO Druck auf die Türkei ausübt, damit unsere Kirchen offen bleiben. Der Sprecher zeigte sich überrascht, wie leicht die Besetzung des "Palais des Nations" gelang. Schon im Frühjahr war das UNO-Gebäude teilweise besetzt worden - von Kurden, die ebenfalls gegen die Türkei protestierten.

 

E U R O P A

Italien

Die Unterkirche der Franziskus-Basilika in Assisi wird schon Ende dieses Monats wieder dem Publikum geöffnet. Das teilte jetzt ein Sprecher der Franziskaner mit. Die Basilika war durch die Erdbeben der letzten Monate schwer beschädigt worden. Die teilweisen Wiedereröffnung solle ein Zeichen der Hoffnung sein, so ein Franziskanerpater.

Großbritannien

Anglikanische Traditionalisten überlegen seit einiger Zeit, ob sie die Church of England verlassen sollen. Aus London wurde jetzt gemeldet, daß die Bewegung "Forward in faith", der etwa 20. 000 anglikanische Geistliche angehören, eine Unabhängigkeitserklärung vorbereitet. Die meisten Bischöfe der anglikanischen Kirche seien in Lehre und Sitte zu wenig der Tradition verbunden.

Frankreich

Die Weltkulturorganisation UNESCO hat am 11. November eine universelle Erklärung zum menschlichen Erbgut und den Menschenrechten verabschiedet. Damit werden erstmals weltweit geltende Regeln und Normen für die wissenschaftliche Forschung aufgestellt. Doch das Dokument hat keinen verpflichtenden und rechtsverbindlichen Charakter. Neben Vorbehalten aus Deutschland gegen die Embryonenforschung hatte auch der Vatikan Nachbesserungen verlangt. Das Klonen von Embryonen zu Forschungszwecken ist in der Deklaration nicht ausdrücklich verneint. Auch der Befürchtung des Vatikans, daß die neue Forschungsrichtung unter Umständen zur Selektion von Kindern im Mutterleib nach genetischen Kriterien führen könne, setzt die Erklärung ebenfalls nichts entgegen.

Rumänien

Auch Priester müssen demnächst unter Eid erklären, ob sie während des kommunistischen Regimes mit der berüchtigten "Securitate", der Geheimpolizei Ceaucescus, kolaboriert haben. Diese von der derzeitigen Regierung vorgeschriebene Regelung wurde bisher nur auf den Staatspräsidenten und die Abgeordneten ausgedehnt. Die rumänisch orthodoxe Kirche, die sich immer gegen derartige Anschuldigungen gewehrt hat, ist kürzlich erneut von der Presse beschuldigt worden, mit der Securitate zusammengearbeitet zu haben.

Rußland

Unter den Toten in einem Massengrab in Nordkarelien hat man vier orthodoxe Bischöfe identifiziert - außerdem einen katholischen Bischof und 31 katholische Priester. Das berichtete die Nachrichtenagentur APIC. Die insgesamt 111 Toten in dem Massengrab waren 1937 auf Befehl von Josef Stalin hingerichtet worden. Der ermordetet katholische Bischof war Apostolischer Administrator von Georgien; der Vatikan vermutet, daß sich unter den Hingerichteten auch ein armenischer katholischer Bischof befindet. Er konnte jedoch noch nicht identifiziert werden.

 

A S I E N

Israel

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hat erneut den Mangel an Bewegungsfreiheit der palästinensischen Christen in Israel verurteilt. Wie er dazu bei der Konferenz über Relgion und Politik, die zur Zeit in Jerusalen stattfindet, sagte, müßten die einheimischen Christen einen täglichen Kampf gegen die von Israel aufgestellten Hindernisse führen.

Uzbekistan

Unbekannte haben Ende letzter Woche russische und armenische Gräber auf einem russisch-orthodoxen Friedhof in der Hauptstadt des Landes entweiht. Das teilte am 12. November ein Priester mit. Etwa 160 Gräber seien beschädigt worden. Die Beziehungen zwischen den Moslems und der russischen Minderheit des Landes werden sonst als gut bezeichnet.

Vietnam

Der französische Staatspräsident Jaques Chirac hat am 12. November bei einem Treffen mit seinem vietnamesischen Amtskollegen auf Menschenrechtsfragen hingewiesen. Genaue Angaben wurden in beiderseitigem Einverständnis nicht gemacht, um den Meinungsaustausch nicht zu stören. Die Auseinandersetzungen in der hauptsächlich von Katholiken bewohnten Dong-Nai-Provinz scheinen sich indes beruhigt zu haben. Der Außenminister betonte in diesem Zusammenhang, es handle sich nicht um religiöse Konflikte, sondern um Landbesitzfragen.

Philippinen

Präsident Fidel Ramos hat am 12. November den irischen Priester Desmond Hartford empfangen, den ehemalige Moslem-Rebellen Ende Oktober gekidnapt und dann letzten Samstag unversehrt freigelassen hatten. Mit dieser Begegnung erfüllte der Priester das Versprechen, das zu seiner Freilassung geführt hatte. Er setzte sich für die Anliegen seiner Entführer ein. Die Regierung hatte den ehemaligen Rebellen im Rahmen eines Amnestie-Abkommens Arbeitsmöglichkeiten und Geld zugesichert, diese Versprechen aber nicht eingehalten. Präsident Ramos versprach jetzt, dieser Verpflichtung nachzukommen.

Ost-Timor

Friedensnobelpreisträger Bischof Carlos Belo hat die, so wörtlich, unglaubliche Brutalität des indonesischen Militärs angegriffen. Der Bischof verurteilte scharf eine Militäraktion in Dili, bei der es angeblich sogar mindestens einen Toten gegeben hat. Die indonesische Armee bestreitet, daß es Tote gegeben hat und auch Bischof Belo, telephonisch befragt, wußte nur von 14 bis 16 Verletzten. Er sagtejedoch, die Soldaten seien gewaltsam auf das Universitätsgelände vorgedrungen und hätten dabei Fenster und Türen zerstört. Sie waren eingedrungen, um mehrere hundert Studenten daran zu hindern, an den Jahrestag des Massakers von 1991 zu erinnern.

 

A F R I K A

Sudan

Die Friedensverhandlungen zwischen dem Regim und den im Süden des Landes aktiven Rebellen sind jetzt auf April nächsten Jahres verschoben worden. Sie waren erst kürzlich nach dreijähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Eine afrikanische Entwicklungsorganisation hatte sich bei diesen Verhandlungen um Vermittlung bemüht.

Nigeria

Das Militärregime unter General Sani Abacha hat eine neue Offensive gegen die oppositionelle Presse gestartet. Das meldete jetzt eine nigerianische Menschenrechtsgruppe. In den vergangenen zwei Wochen seien mindestens drei Journalisten verhaftet worden. Viele weitere seien Schikanen und Einschüchterungsversuchen von seiten der Sicherheitsdienste ausgesetzt.

Kenia

Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Dezember könnten wieder zu einer Farce werden. Das befürchtet Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation forderte jetzt, daß die jüngste Verfassungsreform voll zum Tragen gebracht wird. Politische Auseinandersetzungen haben in Kenia seit Juni schon mehr als 100 Menschenleben gekostet.

Zambia

Nach dem Putschversuch vom 28 Oktober sind in dem afrikanischen Land 76 Oppostionelle verhaftet worden. Das sagte jetzt einer der Häftlinge vor einem Gericht in der Hauptstadt des Landes. Er erklärte, er sei gefoltert und mißhandelt worden.

Demokratische Republik Kongo

Das Militärregime von Laurent Kabila hat im ganzen Land ein Klima des Terrors geschaffen. Das erklärt ein ausführlicher UNO-Menschenrechtsbericht, der am 13. November in Genf veröffentlicht wurde. Er habe zwar die Städte sicherer gemacht, was Verbrechen betrifft, so der Bericht, gleichzeitig jedoch habe er das Menschenrecht auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit abgeschafft. Politischer Mord, brutale Polizei, Folter und Verschwindenlassen von Regimegegnern lastet die UNO Kabila an. Noch habe er auch keinerlei Vorbereitungen für die für 1999 versprochenen demokratischen Wahlen getroffen.

 

A M E R I K A

Mexiko

Einige Bischöfe des Landes haben vor falschen Priestern gewarnt. Wie bei einer Regionalkonferenz am 12. November betont wurde, sei die Situation zwar noch nicht gravierend, aber besorgniserregend. Man wolle die betrügerischen Machenschaften sowohl den Gläubigen wie auch dem Episkopat zur Kenntnis bringen, hieß es.

Mexiko

Das Leben von Kirchenvertretern ist weiter in Gefahr. Wie ein Rechtsberater des Verteidigungskomitees für "evangelikale Verteidigung" in der Chiapaz Provinz mitteilte, seien am 12. November zwei protestantische, indianische Laienhelfer in der Nähe von San Cristobal tot aufgefunden worden. Nach Zeugenaussagen sollen katholische Traditionalisten hinter dem Feuerüberfall stehen. Vertreter der protestantischen Kirche, die in Chiapaz arbeiten, sprechen bereits vom Beginn eines "Heiligen Krieges".

Vereinigte Staaten

Der Erzbischof von New York, Kardinal John O. Connor, will jetzt den Seligsprechungsprozeß für die 1980 verstorbene Dorothy Day, Mitbegründerin der katholischen Arbeitnehmerbewegung in den USA, eröffnen. Wie der Kardinal am vergangenen Sonntag anläßlich des 100. Geburtstags von Dorothy Day sagte, sollen bei dem Verfahren vor allem ihre heldenhaften Tugenden bewiesen werden.

Vereinte Nationen

Erzbischof Renato Martino, Ständiger Beobachter des Vatikans bei der UNO, hat sich am 12. November vor der Weltgemeinschaft in New York entschieden für eine Beibehaltung der offiziellen Entwicklungshilfe ausgesprochen. In seiner Erklärung zur Armut in der Welt appellierte er in besonderem Maße an das Verantwortungsgefühl der öffentlichkeit. Nur mit dieser Entwicklungshilfe könne man bestimmte entwicklungspolitische Ziele verfolgen, so der Erzbischof. Damit komme die Weltgemeinschaft am ehesten ihrer moralischen Pflicht nach, die Armut in der Welt zu bekämpfen. Er pochte darauf, daß bei dem vielzitierten Globalisierungsprozeß die Armen in der Welt nicht vergessen werden dürften.

 

 

Man hört Radio Vatikan:

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr
auf Mittelwelle 1530 kHz und auf den
Kurzwellen-Frequenzen: 5880, 7250, 9645 kHz
Über Radio Campanile. Im Kabel und auf Tonunterträger von DSF um 6.10, 7.10, 16.45 und 19.10 Uhr
Über Radio Horeb, auf Tonunterträger von Pro7 um 16.oo und 18.00 Uhr

 

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Redaktionsschluß der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan Nachrichten: Freitag, 14. November 1997