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An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von
Radio Vatikan in der Zeit von
Samstag, 2. November bis Dienstag, 4. November 1997

 

Vatikan
Als ein epochales Ereignis hat der Dogmatikprofessor Gerhard Lohfink von der Universität Tübingen die am 11. November zu Ende gegangene Anti-Judaismuskonferenz bezeichnet. Der zweite deutsche Referent, der Neutestamentler Joachim Gnilka von der Universität München, unterstrich, daß es an der Zeit sei, daß die Kirche eine Entschuldigung erarbeitet. Er wünscht sich aber vor Erstellung eines Dokuments eine Fortsetzung der Diskussion unter Einbeziehung auch der jüdischen Seite. In den kommenden Tagen wird dem Papst ein Dokument über die Rolle und die Verantwortung der Christen in der historischen Verbreitung von Antijudaismus und Antisemitismus vorgelegt werden, eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Konferenz. Die Christen, die dem Antijudaismus nachgeben, beleidigen Gott und die Kirche, so das am Sonntag veröffentlichte Dossier, das Eingang in ein Kirchendokument im Vorfeld des Jahres 2000 finden soll. Ob es in dem geplanten Papier zu dem seitens des Judentums erhofften Schuldbekenntnis der Kirche für die Fehler der Vergangenheit kommt, wird von Beobachtern verschieden eingeschätzt.

 

Vatikan
Der Papst hat beim Angelusgebet am Allerheiligentag zur Solidarität mit den Opfern der Erdbeben in Mittelitalien aufgerufen. Er erinnerte vor Tausenden von Gläubigen daran, daß die ersten beiden Novembertage Gelegenheit geben, alle Heiligen zu ehren und damit für alle Christen einen intensiven Moment des Gebets und des Glaubens darstellen. Das 12-Uhr-Gebet war für Papst Johannes Paul II. Anlaß, erneut die Einheit der Christen im Gedenken an die Verstorbenen zu betonen. An diesen beiden Tagen werde aller Heiligen und aller verstorbenen Christen gedacht. So lebt die Pilgerkirche auf Erden und drückt in der Liturgie ihre Verbundenheit im Geist mit der himmlischen Kirche aus, so der Papst. Beim Angelusgebet am Allerseelentag richtete sich sein Gedenken vor allem an die Opfer von Gewalt und Krieg, Ungerechtigkeit und Hunger. In polnischer Sprache gedachte er nach dem Angelus auch der Toten von Auschwitz und der Millionen von Opfern anderer Konzentrationslager der Nazizeit.

 

Vatikan
Anfang des nächsten Jahres wird vermutlich ein Programm für die Feiern des Vatikans im Jubeljahr 2000 veröffentlicht werden. Das hat jetzt eine Mitarbeiterin des vatikanischen Medienrats bei der Medienkonferenz in Prag erklärt. Marjory Weeke sprach vor der europäischen Rundfunkunion. Bei den Veranstaltungen handle es sich nicht nur um rein religiöse Feiern. ökumene und interreligiöser Dialog spielten ebenso eine Rolle wie Bemühung um Frieden, Solidarität und sozialen Ausgleich. Wenn Rundfunkanstalten im Heiligen Jahr mit dem Vatikan zusammenarbeiten wollten, sollten sie sich bald melden. Die Zeit dränge.

 

Deutschland
Mitglieder der Scientology-Sekte haben jahrelang mit der islamistischen Fundamentalistenorganisation Milli Gorus zusammengearbeitet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Den Angaben zufolge hat nicht nur die Sekte Kurse für militante Milli-Gorus-Anhänger abgehalten. Auch gemeinsame kommerzielle Unternehmungen sollen Teil der Zusammenarbeit gewesen sein. Mittlerweile hat die islamistische Organisation auf Druck ihres Generalsekretärs die Verbindungen jedoch abgebrochen.

 

Deutschland
Die Notwendigkeit des Religionsunterrichts an staatlichen Schulen hat der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl am Sonntag in Wetzlar unterstrichen. Dort sprach er vor der Synode der evangelischen Kirche in Deutschland. "Der Religionsunterricht ist nicht etwa Vorrecht der Kirchen, er ist eine Pflicht des säkularem Staates", so Helmut Kohl. Den zunehmenden Widerstand gegen Religionsstunden an staatlichen Schulen verurteilte der Kanzler, der sich am Wochenende zum ersten Mal in seiner fünfzehnjährigen Amtszeit an die Synode wandte. In Gegenwart des Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, sowie des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche, Klaus Engelhardt, erklärte er, derartige Tendenzen müssten die Gläubigen, aber auch alle anderen Bürger, aufrütteln.

 

Deutschland
Die Kommission "Justitia et Pax" hat jetzt eine Studie über den Konflikt im ehemaligen Jugoslawien vorgelegt. Daran beteiligt waren neben Vertretern der Friedensforschung und -bewegung auch Vertreter der offiziellen Politik, so unter anderen der ehemalige EU-Administrator von Mostar, Hans Koschnick und der deutsche Botschafter bei der OSZE, Hansjörg Eiff. Die Stellungnahme würdigt kritisch das Handeln der politischen Akteure ebenso wie den Beitrag der Religionsgemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen. Auch die Rolle der Medien im Vorfeld sowie im Verlauf des Konflikts wird in den Blick genommen. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, daß auf internaler und nationalstaatlicher Ebene Strukturen und Entscheidungsmecha-nismen zu schaffen seien, die eine Politik der Krisenbewältigung fördern bzw. erst ermöglicht. Dabei sei die Bedeutung von zivilgesellschaftlichen Gruppen hervorzuheben, zu denen auch die Religionsgemeinschaften zählten.

 

österreich
"Wir dürfen nicht zu Sklaven einer Leistungs- und Konsumgesell-schaft werden". Das betonte der Linzer Diözesanbischof Maximi-lian Aichern bei einem Festgottesdienst am Grab des heiligen Wolfgang in Regensburg. Gleichzeigtig warnte er vor einer weiteren Aushöhlung des arbeitsfreien Sonntags und der Feiertage. Anlaß für den Gottesdienst war der Gedenktag des heiligen Wolfgang.

 

österreich
Für eine entschiedene Ost-Erweiterung der Europäischen Union hat sich der Wiener Alterzbischof, Kardinal Franz König, ausgesprochen. Er betonte dabei die Brückenfunktion österreichs. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sei eine "Zone des Mißtrauens" in Europa entstanden, bedauerte der Kardinal. Grenzüberschreitende Partnerschaften in allen Bereichen seien gefragt. Slawische Sprachen sollten an den Schulen wieder unterrichtet werden. Und auch die Kirche insgesamt könne eine grenzübergreifende Funktion wahrnehmen.

 

Frankreich
Ein Zug von einigen Tausend Demonstranten hat am 1. November Aufenthaltsgenehmigungen für 150.000 illegale Einwanderer gefordert. Die Immigranten hatten auf ein Angebot der Regierung hin Anträge auf Wohnrechte gestellt. Die Demonstranten fürchten nun Massenausweisungen, da die Wohnsitze der ohne Visum Eingereisten nun bekannt sind.

 

Rußland
Die Moskauer DUMA hat jetzt die bereits 1993 in Paris unterzeichnete internationale Konvention zur Vernichtung chemischer Waffen mit großer Mehrheit ratifiziert. Mit 40. 000 Tonnen chemischer Waffen, die über die ganze Nation verteilt sind, steht Rußland an erster Stelle. Danach kommen die USA mit 31. 000 Tonnen. Die von 161 Nationen unterzeichnete Konvention wurde bisher jedoch nur von 68 Ländern ratifiziert.

 

Polen
Die katholische Kirche des Landes hat am 3. November Henryk Jankowski, den Beichtvater von Ex-Präsident Lech Walesa, wegen antisemitischer Äußerungen bestraft. Gleichzeitig hat der Bischof von Danzig aber erklärt, Jankowskis Einstellungen seien nicht judenfeindlich. Der Priester war wegen seiner antisemiti-schen Haltung schon länger im Gespräch. Zuletzt hatte Jankowsi erklärt, die jüdische Minderheit im Parlament sei nicht akzeptabel. Sowohl politisch als auch religiös genießt er in Polen jedoch große Popularität. Er hatte die Gewerkschaftsbewe-gung Solidarnosc unterstützt. So reagierte die Kirche jetzt auch nicht mit der Suspendierung des Pfarrers, sondern verbot ihm nur ein Jahr zu predigen.

 

Polen
Der Ministerpräsident der neuen Koalitionsregierung, Jerzy Buzek, will das Konkordat zwischen dem apostolischen Stuhl und seinem Land baldmöglichst ratifizieren. Das erklärte der Protestant Buzek nach der ersten Zusammenkunft seines Kabinetts am Wochenende in Warschau. Neben wirtschaftlichen Fragen habe das Thema Konkordat auf der Tagesordnung dieser Sitzung ganz oben gestanden, so Buzek.

 

Polen
Eine Delegation der polnischen Kirchenführung unter der Leitung von Kardinal Josef Glemp wird in der kommenden Woche nach Brüssel reisen. Dort wollen sie sich über die Europäische Union informieren. In Gesprächen mit Vertretern der europäischen Institutionen soll es unter anderem um die spirituelle Dimension der europäischen Einigung gehen. Es sollen aber auch die Probleme der polnischen Bauern angesprochen werden.

 

Tschechien
Achtzehn verheiratete ehemalige Geheimpriester sind "sub conditione" zu Priestern der griechisch-katholischen Kirche geweiht worden. Die Männer hatten während des kommunistischen Regimes im Untergrund eine Weihe erhalten. Nach der Wende 1989 stellte sich die Frage ihrer Integration in die tschechische Kirche. Daß ihre byzantinische Weihe das Problem der Geheimkirche jetzt ein für alle Mal regelt, wird jedoch angezweifelt.

 

Kroatien
Staatspräsident Franjo Tudjman wehrt sich gegen jeden Versuch, das ehemalige Jugoslawien wieder einzurichten. Daher hat er bei der vorgesehenen Verfassungsänderung alle entsprechenden Vorschläge abgelehnt. Pressemeldungen zufolge ließ er ausdrücklich die Serben in die Minderheitenliste der Verfassung aufnehmen.

 

Bosnien
Tausende katholischer Kroaten haben die ehemaligen Kampflinien zwischen Bosnien und Kroatien passiert, um an Allerheiligen Kränze auf die Gräber von verstorbenen Familienangehörigen und Freunden zu legen. Nach offiziellen Angaben ist es dabei nicht zu Zusammenstößen gekommen. Höhepunkt des Festtags war eine von Bischof Franjo Komarica am Friedhof von Banja Luka gefeierte Messe. Die NATO-Friedenstruppen hatten verstärkt Kontrollen durchgeführt und den Kroaten war dringend davon abgeraten worden, ihre ehemaligen Wohnungen zu besuchen.

 

Bosnien
Konkrete Pläne zur Trennung des Schulunterrichts für muslimische und kroatische Kinder sind jetzt von offizieller Seite bekanntgegeben worden. Dabei berufen sich die Politiker auf den Schutz von Minderheiten, der in Europa beachtet werden müsse. Kritiker betonen jedoch, daß in Bosnien anders gehandelt werden müsse. Getrennter Unterricht würde nur zu weiterer Verhärtung der Fronten führen.

 

Rumänien
In der vergangenen Woche sind Sprecher verschiedener Religionen mit Regierungsvertretern zusammengetroffen, um über ein geplantes Religionsgesetz zu verhandeln. Nach Angaben eines orthodoxen Priesters soll auch die Rückgabe von Kirchenbesitz, der 1948 durch kommunistische Autoritäten konfisziert worden war, Bestandteil einer neuen Regelung werden.

 

Israel
Mit Interesse haben die Medien des Landes das Ergebnis der Vatikankonferenz zum Thema des Anti-Judaismus zur Kenntnis genommen. Die Bilanz etwa der Jerusalem Post war überwiegend positiv. Besonders die Ansprache von Johannes Paul II. an die Teilnehmer des Kongresses wurde sehr zustimmend aufgenommen. Daß der Papst die unheilvolle These, die Juden seien schuld am Tode Jesu, klar zurückgewiesen habe, dürfe man nicht ignorieren. Allerdings hätten sich die Worte des Papstes noch sehr vorsichtig ausgenommen gegenüber der, so wörtlich, Monstruosität des Holocausts.

 

Israel
Die palästinensische Hamas hat am 31. Oktober erklärt, die Regierung in Tel Aviv habe jetzt ihre letzte Chance, bevor die fundamentalistische Organisation eine große Operation gegen den jüdischen Staat einleite. Diese Drohung kam am Vorabend der von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen israelischen und palästinensischen Autoritäten. Ihr militärisches Potential übersteige bei Weitem alle Vorstellungen, betonte Hamas.

 

Israel
In einem politisch sehr angespannten Klima hat der Staat am 4. November dem Mord an Premier Yitzhak Rabin vor zwei Jahren gedacht. Am Abend fand am Ort des Geschehens eine große Kundgebung statt, an der auch die Witwe Rabins teilnahm.

 

Japan
Tokyo und Moskau sind bereit um das Jahr 2000 einen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Das beschlossen nach Agenturangaben der russische Präsident Boris Jelzin und der japanische Premier Ryutaro Hashimoto. Das Abkomen wird offiziell die Feindseligkeiten des 2. Weltkrieges zwischen den beiden Natioen beenden.

 

Vietnam
Seine dreijährige Gefängisstrafe wegen Propaganda gegen die Staatskirche muss ein buddhistischer Mönch voll abbüßen. Das entschied jetzt ein Gericht im Südvietnam. Der Mann gehört einer von der Regierung verbotenen buddhistischen Glaubensgemeinschaft an. Ihm wurde angelastet, er wolle diese zu neuem Leben erwecken.

 

Südkorea
Frauen soll ein Drittel der Pfarrgemeinderatssitze vorbehalten sein
. Diese Forderung stellten dieser Tage 300 Katholiken beim 2.Katholischen Frauenfestival in Seoul. Dies würde ein deutlicher Schritt auf eine Kirche ohne Diskrimination der Geschlechter sein, hieß es in der Resolution.

 

Malaysia
Die Vereinten Nationen sollen die wirtschaftliche Globalisierung überwachen und lenken. Das hat der indonesische Präsident Suharto vorgeschlagen. Beim Wirtschaftsgipfel der G15-Staaten in Kuala Lumpur forderte einen sofortigen Einsatz aller Länder für die Stabilisierung der Finanzmärkte. "Die Vereinten Nationen sind als einzige internationale Organisation in der Lage, für Gerechtigkeit in den Weltwirtschaft zu sorgen", so Suharto.

 

Algerien
Die Autoritäten von Algier haben bei den Vereinten Nationen jetzt die Vorlage eines Berichts über die Menschenrechtssituation innerhalb von drei Monaten angekündigt. Mehrere Vertreter der UNO hatten in den vergangenen Monaten Besorgnis über die Massaker an Zivilisten und die Kämpfe zwischen Regierungskräften und extremistischen Islamisten geäußert. Die dortige Regierung hatte jedoch bisher jede internationale Intervention als Einmischung in interne Angelegenheiten abgelehnt. Die UNO-Menschenrechtskommission ist die einzige Instanz, deren regelmäßiger Kontrolle Algerien sich aufgrund von Verträgen nicht entziehen kann.

 

Nigeria
Der Papst will im März 1998 Nigeria besuchen
. Das gab jetzt das Außenministerium des Landes in einem Kommuniqué bekannt. Der Besuch erfolge auf Einladung der nigerianischen Bischöfe. Der Papst werde während seines Besuchs auch einen Ordensmann seligsprechen. Der Vatikan äußerte sich bisher noch nicht zu den Ankündigungen. Papst Johannes Paul II. hatte Nigerien zuletzt im Jahre 1982 besucht.

 

Somalia
Einen Noteinsatz im Süden des Landes haben UN-Hilforganisationen geplant. Das gaben Vertreter der Institutionen am 4.November bekannt. Entlang des Juba-Flusses sei es zu katastrophalen Überschwemmungen gekommen. 100.000 Somalis seien betroffen. Sie müßten dringend über eine Luftbrücke versorgt oder evakuiert werden.

 

Südafrika
Die Bischöfe des Landes haben die geplanten neuen Strafgesetze gegen die Kriminalität für überflüssig erklärt. Ein Sprecher der Bischofkonferenz betonte, daß es ausreichen würde, wenn alle Verantwortlichen die bestehenden Bestimmungen nur konsequent anwendeten. Die geplanten Gesetze würden das südafrikanische Rechtssystem nur noch mehr belasten.

 

Mexiko
Der Nuntius in Mexiko hat die Presse kritisiert. Sie berichte nur über einen Teilausschnitt des menschlichen Lebens; das sagte der gebürtige Spanier in Yucatan. Seit die Kirche durch einen Skandal um Drogengeld-Spenden in das öffentliche Gerede geraten ist, versuchen nach Ansicht des Nuntius bestimmte Kräfte, einen Keil zwischen Kirche und Regierung zu treiben.

 

Kuba
In den Wochen, die dem Besuch von Papst Johannes Paul II. auf der Zuckerinsel vorangehen, wird die Kirche über einige Sendezeiten der Radio- und Fernsehsender verfügen. Diese Konzession der Regierung kündigten die Bischöfe des Landes am 1.November an. Außerdem hätten die Autoritäten öffentlichen Massentransport garantiert und die Ankunft eines US-amerikanischen Kreuzfahrtschiffes mit Pilgern genehmigt, so die Bischöfe.

 

Kolumbien
Hunderte von Bauern verlassen derzeit die Gemeinde Ituango im Nordwesten.Sie werden von einer paramilitärischen Gruppe dazu gezwungen,die mehrere Dorfbewohner erschossen und Häuser angezündet hat. Nach Angaben der Kirche nußten in den letzten zehn Jahren wegen des Bürgerkriegs etwa eine Million Menschen ihre Dörfer verlassen. Die Kirche hat den Eindruck, daß diese Vertreibungen schon ein Ziel in sich selbst sind und nicht mehr nur der Kontrolle des Gebiets dienen.

 

Uruguay
Die Kirche will sich näher mit dem heißen Eisen Desaparecidos beschäftigen. So nennt man die Personen, die in Lateinamerika, auch in Uruguay, unter dem Militärregime verschwinden. Bei den meisten kann man davon ausgehen, daß sie umgebracht wurden. Die Bischöfe setzten das Thema auf die Tagesordnung ihrer Gespräche in Montevideo bei ihrer Vollversammlung im nächsten Monat.

 

Vereinigte Staaten
Nach dem Besuch des chinesischen Staatsoberhaupts Jang Zemin in den USA hat die Washingtoner Regierung jetzt einen Beauftragten für Tibet ernannt. Das gab ein Vertreter des US-amerikanischen Außenministeriums bekannt. Greg Craig vom State Departmet wird jetzt als Sonderkoordinator für Tibet aktiv.

 

Vereinigte Staaten
Eine vehemente Erklärung gegen Abtreibung bereiten die US-Bischöfe für ihr Treffen Mitte November in Washington vor. Sie wenden sich damit erneut gegen ein Urteil des höchsten amerikanischen Gerichts aus dem Jahre 1973. Damals war entschieden worden, die Verfassung garantiere die freie Entscheidung gegen eine Schwangerschaft.

 

Vereinigte Staaten
Die in Salt Lake Citz im Staate Uta beheimatete Mormonen-Sekte verfügt seit kurzem über zehn Millionen Mitglieder. Wie dazu die Leitung dieser Religionsgemeinschaft mitteilte, besteht die Mormonengemeinde seit 1830, als sich in New York sechs Mitglieder zusammenschlossen. Die Hälfte ihrer heutigen Anhänger leben in den USA, während sich die weiteren fünf Millionen auf 160 Nationen weltweit verteilen.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm
Mittwoch: Römische Woche: Interview mit dem Gouverneur der Stadt des Vatikanstaates - Ehrung für Kardinal Höffner - Neues zum Schweißtuch der Veronika
Donnerstag: Jugendmagazin
Freitag: Prismamagazin: Wallfahrtsorte planen bis 2000, Monatsbegleiterin: Elisabeth von Thüringen

 

Man hört Radio Vatikan:
täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr
auf Mittelwelle 1530 kHz und auf den
Kurzwellen-Frequenzen: 5880, 7250, 9645 kHz
Über Radio Campanile. Im Kabel und auf Tonunterträger von DSF um 16.15 Uhr 19.10 Uhr

 

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich:
Anne Granda
Tel.: 00396 69 88 41 01, Fax 00396 69 88 38 44
Post: Radio Vatikan, I-00120 Città del Vaticano
E-Mail: SEDOC@VATIRADIO.VA

 

Redaktionsschluß der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan Nachrichten:
Freitag, 7. November 1997

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