Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Mittwoch, 29. Oktober bis Freitag, 31. Oktober 1997

Vatikan

Der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog gratuliert den Hindus zu ihrem Diwali-Fest. In seiner Botschaft fragte Kurienkardinal Francis Arinze: Sollten sich nicht Christen und Hindus öfter treffen, um über den Beitrag nachzudenken, den sie zum Frieden leisten könnten? Außerdem lädt das Schreiben zu gemeinsamen Aktionen im Jahr 2000 ein.

Vatikan

Am 30. Oktober hat unter Ausschluß der öffentlichkeit das dreitägige Kolloquium über die Wurzeln des Anti-Judaismus begonnen. In seinem Grußwort an die etwa 60 teilnehmenden Theologen sagte Kurienkardinal Roger Etchegaray, die Fachleute seien dazu aufgerufen, mehr als den Antisemitismus, den Anti-Judaismus in seiner ganzen Tiefe zu erforschen.

Vatikan

Jeder Form von Antisemitismus hat Papst Johannes Paul II. eine scharfe Absage erteilt. Antisemitismus sei ohne jede Rechtfertigung, er sei absolut zu verurteilen. Das sagte der Papst vor dem Kongreß über christliche Wurzeln des Anti-Judaismus, der bis zum 1. November im Vatikan tagt.

Vatikan

Am Morgen des 31. November empfing Papst Johannes Paul II. Bischöfe aus den arabischen Ländern Nordafrikas; in seiner Ansprache rief er zu einem sofortigen Ende des Luftembargos gegen Libyen auf. Mit Blick auf Algerien erklärte der Papst, die dortige Gewalt sei völlig inakzeptabel für jedes menschliche Gewissen. Ihm sei klar, was für ein Golgata die Bevölkerung Algeriens in diesen Monaten durchmache. Der Vatikan sei wirklich bereit, alles zu tun, was nur irgendwie zu Frieden in Algerien beitragen könnte.

Deutschland

Katholische und evangelische Publizisten haben am 30. Oktober eine zweitägige Debatte über die Zukunft der konfessionellen Presse in Mainz beendet. In den Diskussionen betonten Vertreter beider Konfessionen die Notwendigkeit der Kirchenpresse. Gleichzeitig wurden aber doch zahlreiche Stimmen laut, die das Ende der regionalen und diözesanen Printmedien voraussagten.

China

Am 28. Oktober - am Vorabend des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Bill Clinton und dem chinesischen Staatschef Jiang Zemin - hat Peking drei amerikanische Religionsführer zu Gesprächen in die Volksrepublik eingeladen. China will mit dem Erzbischof Theodore McCarrick, dem Präsidenten der "nationalen Evangelikalen" und dem Rabbiner Arthur Schneier über Religionsfreiheit sprechen.

China

Die Behörden haben einen katholischen Untergrundbischof wieder freigelassen. Er war am 8. Oktober nach einer Predigt festgenommen worden. Der Fides-Dienst der vatikanischen Glaubenskongregation bestätigte jetzt die Freilassung.

Algerien

Weitere Bluttaten hat am 29. Oktober eine algerische Zeitung gemeldet. Sechs Bewacher eines Hofes, zwei Regierungssoldaten und eine weitere Person seien in der Nacht zum Dienstag von moslemischen Rebellen umgebracht worden. Auch drei Aufständische seien getötet worden. Ein Armee-Chef hatte erst am Sonntag eine Verbesserung der Situation in Aussicht gestellt. "Wir sind weit von der früheren Situation entfernt, in der die Rebellen Institutionen, Infrastruktur und Sicherheitskräfte bedroht haben.", so Armee-Chef Mohamed Lamari.

Algerien

Rund 30.000 Menschen haben am 30. Oktober in Algier gegen angeblichen Wahlbetrug protestiert. An der Veranstaltung, der größten ihrer Art in den letzten fünf Jahren, nahmen Vertreter und Sympathisanten von Oppositions- und Regierungsparteien teil. Die dabei allgemein vertretene Meinung kritisierte den Versuch von Staatspräsident, Liamine Zeroual, seine Machtstellung durch Wahlbetrug abzusichern.

Sudan

Zum ersten Mal seit drei Jahren sitzen in Nairobi die Bürgerkriegsparteien an einem Tisch. Die Gespräche starteten am 30. Oktober hinter verschlossenen Türen. Das einzige handfeste Ergebnis bisher ist offenbar nur der Wille zum Weitermachen.

Mexiko

"Der Mensch müßte eigentlich Vorrang vor den Gesetzen des Marktes haben." Daran hat am 27. Oktober der neue Nuntius in Mexiko, Justo Mullor, in einem Radio-Interview erinnert. Wenn der Staat alles sei, sei der Einzelne nichts. Daraus könne auf die Dauer eine, so wörtlich, "anthropologische Katastrophe" werden.

Mexiko

Die Bischöfe des Landes laden den Papst zu einem neuen Pastoralbesuch für das nächste Jahr ein. Die Bischofskonferenz bestätigte am 28. Oktober in Mexiko-City, daß sie einen entsprechenden Brief an den Vatikan geschrieben habe. Man habe auch das Einverständnis des Staates eingeholt. Johannes Paul war schon dreimal in Mexiko, zuletzt 1992. Erst seit diesem Jahr hat Mexiko auch diplomatische Beziehungen mit dem Vatikan.

Honduras

Auf die fehlenden Informationen über das Schicksal des seit 1983 verschwundenen Jesuitenpaters, James Carney, haben drei US-Bürger in der amerkanischen Botschaft in Tegucigalpa mit einem Hungerstreik hingewiesen. Erst nachdem es ihnen gelungen war, Botschafter James Creagan ein Schreiben an Präsident Clinton zu übergeben, verließen die drei das Botschaftsgebäude. Der als Pater Guadalupe bekannte Jesuit James Carney, war seinerzeit spurlos verschwunden, nachdem er eine Gruppe von rund hundert linker Rebellen von Nicaragua nach Honduras begleitet hatte.

Chile

Ein Gesetz zur rechtlichen Gleichstellung aller religiösen Bekenntnisse des Landes, wird in Kürze im Senat diskutiert. Bisher ist in Chile allein das katholische Bekenntnis vom Staat als Kirche anerkannt. Christen anderer Konfession gelten hingegen nur als private Vereinigung. Dies berichten unsere Korrespondenten aus Santiago.

Vereinigte Staaten

Bei seiner USA-Reise ist der ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., am 28. Oktober in Boston eingetroffen. Er wurde von 2.500 Kindern aus orthodoxen Gemeinden der ganzen USA begeistert empfangen. In einer Ansprache zeigte sich Bartholomaios sehr erfreut über die vielen orthodoxen Studenten in Boston. "Ihr seid der spirituelle Schatz der Mutterkirche.", sagte er wörtlich.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm:

 

Samstag: Betrachtung zu Allerseelen von Matthias Kopp

Sonntag: Sie schreiben - Wir antworten

Montag: Weltkirchen-Magazin

Dienstag: Radioakademie: Brigitta Eßer über die Bibel: K-Ein Buch mit sieben Siegeln.

 

 

Man hört Radio Vatikan:

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

auf Mittelwelle 1530 kHz und auf den

Kurzwellen-Frequenzen: 5880, 7250, 9645 kHz

Über Radio Campanile. Im Kabel und auf Tonunterträger von

DSF um 16.15 Uhr 19.10 Uhr

 

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich:

Anne Granda

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Redaktionsschluß der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan Nachrichten:

Dienstag, 4. November 1997

 

 

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