Verehrte Internet-Nutzer!
An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan
von Dienstag, 1.7.97 bis Donnerstag, 3.7.97.

Vatikan
Seit 30. Juni findet in Rom eine Konferenz der katholischen Nicht-Regierungs-Organisationen statt. Die Teilnehmer befassen sich mit ihren internationalen Aufgaben. Auch der päpstliche Laienrat nimmt an der Tagung teil, die im Zusammenhang mit den von den Vereintn Nationen organisierten Versammlungen von Peking, Rio De Janeiro, New York und Kopenhagen steht.

Vatikan
Papst Johannes Paul II. hat am 3. Juli gefordert, die Kranken nicht allein zu lassen. Sie dürften von jenen, die gesund sind, nicht ausgebeutet werden, heißt es in der zum Weltkrankentag veröffentlichten Botschaft. Die Verantwortung für die Kranken liege heute nicht allein bei den Pflegern und Ärzten, sondern auch bei den Familienangehörigen. Sie müßten sich verstärkt um Kranke kümmern. Das ist die zentrale Forderung in der Botschaft zum Weltkrankentag, der im kommenden Jahr am 11. Februar im italienischen Wallfahrtsort Loreto begangen wird.

Deutschland
Amnesty International hat am 3. Juli der deutschen Polizei erneut rassistisch motivierte Gewalt vorgeworfen. Allein in den letzten zwei Jahren seien 40 Fälle bekannt geworden, bei denen die Polizei unverhältnismäßig viel Gewalt angewendet hätte, heißt es in einem in Bonn vorgestellten Bericht. Bei der Mehrzahl der mutmaßlichen Opfer handle es sich um ausländische Staatsbürger, darunter Asylanten und Angehörige ethnischer Minderheiten. Die Arbeit der Polizei sei zwar schwierig, so Amnesty, aber der Staat müsse sicherstellen, daß es keine Übergriffe gebe.

Österreich
Straßburg soll im Jahr 2000 Schauplatz eines weiteren Europäischen Kirchentreffens werden. Dies erklärte am Dienstag der Vorsitzende der "Konferenz Europäischer Kirchen", John Arnold in Graz. Außerdem sprach er die Hoffnung aus, daß die katholische Kirche Mitglied in der Konferenz Europäischer Kirchen werde.

Österreich
Der frühere Wiener Erzbischof, Kardinal Franz König, hat davor gewarnt, von der Bekehrung ganz Rußlands zu sprechen. In einem Zeitungsbeitrag bedauerte er die Mißverständnisse, die durch katholische Gruppen entstanden seien. Sie hätten gemeint, ganz Rußland sei durch den Kommunismus ungläubig geworden. König forderte als Aufgabe der Katholiken, der russisch-orthodoxen Kirche zu helfen, damit sie die christliche Botschaft ihrem Volk verkünden könne.

Österreich
In der jüngsten Ausgabe der italienischen Zeitschrift "Trenta giorni" hat Kardinal König die Apostolische Sukzession unterstrichen. Diese Tatsache müsse mit den anderen Kirchen behutsam besprochen werden, so König. Gleichzeitig betonte er, daß die Kirche nicht allein der Papst sei. Der Nachfolger Petri trage aber eine ungeheure Last, bei der ihm die Gläubigen und die römische Kurie helfen müßten.

Österreich
In Wien hat jetzt die Begegnung zwischen dem Oberhaupt der Armenischen Kirche, Katholikos Karekin I. und dem mit Rom unierten armenischen Patriarch Kasparian stattgefunden. In der gemeinsamen Presseerklärung hieß es wörtliche: "In der armenischen Kirche gibt es keinen Proselytismus". Vorwürfe in diesem Zusammenhang wiesen sie zurück. Die Patriarchen betonten, daß es noch zu früh sei, von dem im vergangenen Dezember im Vatikan begonnenen Gesprächen Früchte zu erwarten. Aber es sei von beiden Seiten guter Wille und die Bereitschaf zum Dialog deutlich zu erkennen.

Ungarn
Der Vatikan hat am 2. Juni die Vorwürfe des russisch-orthodoxen Patriarchates von Moskau zurückgewiesen, wonach die katholische Seite für die Absage des Kirchengipfels von Alexij II. und Papst Johannes Paul II. verantwortlich gewesen sei. Das erklärte der beigeordnete Sekretär des Päpstlichen Einheitsrates Jean Claude Perisset während des Treffens von Bischöfen der katholischen Ostkirchen im ungarischen Niygegyhaza. Hinter der Absage stehe letztlich eine unterschiedliches Verständnis von Religionsfreiheit, meinte Perisset.

Rumänien
Das Außenministerium in Bukarest hat jetzt Berichte zurückgewiesen, der Papst habe eine Rumänienreise wegen der intoleranten Haltung der Orthodoxie abgesagt. Im Gegenteil sei das katholische Kirchenoberhaupt mehrfach von der rumänischen Regierung eingeladen worden. Allerdings habe das orthodoxe Patriarchat Rumäniens wiederholt Bedenken gegen diese Reise geäußert. Denn zuerst müsse der Konflikt mit der unierten Kriche Rumäniens beigelegt sein. Nur der orthodoxe Metropolit von Temeschwar hatte sich im April ohne Vorbehalte für eine Papstvisite ausgesprochen.

Bosnien-Herzegowina
Der Bischof von Banja Luka, Franjo Komarica, hat sich enttäuscht über die jünste politische Entwicklung in seiner Heimat geäußert. Er beklagte das Vorgehen der Politik und ihrer Verantwortlichen. Ihnen warf er Unentschlossenheit und Unehrlichkeit vor.

Pakistan
Nach Ausbruch gewalttätiger Unruhen zwischen sunnitischen und shiitischen Moslemgruppen haben die Behörden jetzt in Lahore hunderte von Extremisten verhaftet. Die immer wieder aufflammenden Gewalttätigkeiten haben seit Beginn des Jahres 100 Tote und 150 Verletzte gefordert.

Hong Kong
Kurz nach der Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an die Volksrepublik China hat Amnesty International an die Regierung in Peking appelliert, die Menschenrechte zu respektieren. Vor und nach der Übergabe zeigt sich die katholische Kirche weiterhin optimistisch.

Uganda
Im Westen des Landes bahnt sich eine neues Flüchtlingselend an. Mehrere 1000 Menschen sollen nach Angaben der Vereinten Nationen in die Demokratische Republik Kongo geflüchtet sein. Das UNO-Flüchtlingswerk erklärte, die Behörden im ehemaligen Zaire seien kaum in der Lage, den nahzu 10.000 Flüchtlingen zu helfen.

Elfenbeinküste
In der kommenden Woche findet in dem westafrikanischen Staat der Zweite Internationale Priesterkongreß statt. Die Initiative geht auf die vatikansche Kleruskongregation zurück. Die katholische Welt soll auf Afrika aufmerksam werden, kommentierte der Sekretär der Kongregation, Cresenzio Sepe. Sie solle vor allem die afrikanische Spiritualität kennenlernen und von ihr einiges übernehmen.

Kuba
Nach der Messe unter freiem Himmel vom vergangenen Wochenende, hat jetzt das staatliche Fernsehen von Kuba Ausschnitte des Gottesdienstes in einer Sendung gezeigt. Zum ersten Mal ist damit in der Geschichte des Landes über eine kirchliche Veranstaltung in den vom Staat kontrollierten Medien berichtet worden.

Mexiko
Wie am 3. Juli bekannt wurde, hat die katholische Kirche des Landes bereits fünf Tagen nach Entführung des Jesuitenpater Wilfredo Guinea Lösegeld gezahlt. Trotzdem ist der Ordensmann noch immer nicht aufgetaucht. Die mexikanische Kirche richtete deshalb einen erneuten Appell an die Entführer, den an Herzschwäche Leidenden endlich freizulassen.

Mexiko
Die Wahlen am kommenden Wochenende entscheiden über Frieden oder weitere Unterdrückung. Diese Auffassung hat am 2. Juli der Bischof von San Cristobal de las Casas, Samuel Ruiz, in Stuttgart vertreten. Wenn die Wahlen sauber verlaufen, so Samuel Ruiz, dann könne der Frieden in der Krisenregion Chiapas gesichert werden. Seit 1994 ist es dort zu einem Aufstand der zapatistischen Befreiungsarmee gekommen. Ruiz betonte gleichzeitig, daß die Opposition die Wahlen gewinnen müsse, wenn die Unruhen ein Ende finden sollten. Der mexikanischen Regierung warf der Bischof vor, daß sie Gewalt, Korruption und Nichtverfolgung bestimmter Straftäter zulasse. Das Militär maße sich Rechte auf allen Gebieten an und sei auch ohne einen Militärputsch Hauptmachtfaktor im Land. Wenn die Regierungspartei die Wahl gewinne, drohe in den Provinzen Chiappas, Guerrero und Oaxaca statt einer Beseitigung der Ursachen des Indio-Aufstandes eine militärische Lösung, so Bischof Ruiz.

Vereinigte Staaten
Mehr als ein Viertel der im Land produzierten Lebensmittel wird nach Angaben der Regierung verschwendet oder weggeworfen. Das wurde jetzt durch eine Studie des Landwirtschaftsministeriums bekannt. "Wenn wir nur einen Bruchteil dieser Lebensmittel aufbewahren würden, könnten wir den Armen genügend Nahrungsmittel zur Verfügung stellen". Diese Überzeugung äußerte heute Landwirtschaftsminister Dan Glickman in der Tageszeitung "US-Today". Nach einer Studie seines Ministeriums wurden 1995 mehr als 40 Milliarden Kilogramm Lebensmittel in privaten Haushalten, Restaurants oder Lebensmittelgeschäften weggeworfen.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Man hört Radio Vatikan:
täglich 6.20, 16.00 und 20.00 Uhr
auf Mittelwelle 1530 kHz und auf den
Kurzwellen-Frequenzen: 5880, 7250, 9645 kHz
Über Radie Campanile. Im Kabel und auf Tonunterträger von DSF um 16.15 Uhr 19.10 Uhr

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich:
Anne Granda
Tel.: 00396 69 88 41 01, Fax 00396 69 88 38 44
Post: Radio Vatikan, I-00120 Città del Vaticano
E-Mail: MC6778 @ MCLINK.IT

Nächste Zusammenfassung der wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan Nachrichten: Montag, 7. Juli 1997, 19 Uhr

ältere Ausgaben der Radio Vatikan Nachrichten

Radio Vatikan Archiv
Leitseite www.kath.de