Neujahrsbotschaft: Am ersten Januar hat sich der Papst mit einer Friedensbotschaft an die Gläubigen gewandt. "Ohne Vergebung ist der Friede nicht möglich" lautete die Kernaussage seiner Ansprache. Johannes Paul forderte alle Menschen guten Willens auf, das neue Jahr mit einer Geste der Liebe, wenn nötig des Verzeihens zu beginnen.
Israelischer Besuch: Premierminister Benjamin Netanjahu will Ende Januar Rom und den Vatikan besuchen. Das erklärte er in einem Interview gegenüber dem Fernsehsender Telepace, das am Mittwoch ausgestrahlt wurde. "Israel ist der Sitz des Judentums und die Verbindungen mit dem Christentum sind augenscheinlich," sagte Netanjahu.
Kubareise: Am Donnerstag ist Kardinalvikar Camillo Ruini an der Spitze einer italienischen Bischofsdelegation nach Kuba und Haiti abgereist. Auf Kuba wollen die Bischöfe zwei Kliniken und mehrere soziale Einrichtungen besuchen, die mit Hilfe der italienischen Caritas finanziert wurden. Außerdem sind Gespräche mit Regierungsvertretern vorgesehen, die aber nichts mit dem bevorstehenden Besuch des Papstes in Havanna zu tun haben sollen. In Haiti werden die italienischen Bischöfe zur Eröffnung der katholischen Universität "Notre Dame" erwartet.
Jubeljahr: Der Leiter des Vatikanischen Pilgerwerkes hat sich besorgt über den Stand der Vorbereitungsarbeiten für das Jubiläumsjahr 2000 in Rom geäußert. Wie er dazu in einem Zeitungsinterview betonte, müßten vor allem genügend Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmittel für die rund 30 Millionen zu erwartenden Pilger gefunden werden. Sollte die Stadt Rom jedoch dazu nicht in der Lage sein, bedeute dies für die Kirche "kein Drama". Papst Johannes Paul II. habe bereits vorgeschlagen, das Jubiläum auch in den Heimatdiözesen zu feiern, weshalb eine Reise nach Rom oder ins Heilige Land nicht unbedingt nötig sei. (kna)
Beratungen: Am Donnerstag hat sich das oberste Gremium der serbisch-orthodoxen Kirche, der heilige Synod, in Belgrad versammelt, um über die politische Lage zu beraten. Vor wenigen Tagen hatte das Oberhaupt der Kirche, Patriarch Pavle, Präsident Milosevic offen kritisiert, weil er den Wählerwillen nicht respektiere. Am Freitag soll ein Komunniqué veröffentlicht werden. (kna)
Situationsanalyse: Der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, Alexey II., hat in einem Interview zum Beginn des Neuen Jahres die Situation der orthodoxen Kirche analysiert. Wie er betonte befindet sie sich in einem hoffnungsvollen Wiederbelebungsprozeß, sowohl im Bereich der Erziehung als auch auf dem caritativen Sektor. Die meisten Schwierigkeiten habe die Kirche durch ihren akuten Geldmangel und ihre zum Teil noch sehr große geographische Entfernung von den Gläubigen.
Amt angetreten: Der Wiener Erzbischof, Christoph Schönborn, hat am vergangenen Sonntag sein Amt als Ordinarius für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich angetreten. Das entsprechende Dekret der römischen Ostkirchenkongregation wurde im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Wiender griechisch-katholischen Zentralpfarre Sant Barbara verlesen.
Taizé: Mit Friedensgebeten in 500 Kirchengemeinden im Großraum Stuttgart ist das diesjährige europäische Jugendtreffen der ökumenischen Brudergemeinschaft von Taizé am Mittwoch zu Ende gegangen. Der Prior der Gemeinschaft, Frère Roger Schütz, entließ die rund 70.000 jungen Christen nach der fünftägigen Begegnung mit der Aufforderung, im Vertrauen auf Gott auf die Jahrtausendwende zuzugehen. (kna)
Jahr gegen Rassismus: Der interkulturelle Rat in Deutschland hat es begrüßt, daß 1997 zum "europäischen Jahr gegen Rassismus" bestimmt wurde. Der Vorsitzende des Rates, Jürgen Micksch, erklärte, dieses Jahr solle zur Förderung einer interkulturellen Offensive genutzt werden, mit der Ausländer und Deutsche gemeinsam den Rassismus bekämpften. (kna)
Scientology: Die Sekte hat Bundeskanzler Helmut Kohl aufgefordert, seine Haltung gegenüber der Organisation zu ändern. Er solle sich ein Beispiel an Großbritannien nehmen, schrieb Scientology am Donnerstag in einem "offenen Brief". Dort habe man die Gesetze dahingehend geändert, daß ausländische Scientology-Mitglieder als "Geistliche" arbeiten könnten. (kna)
Grabeskirche: Die Kuppel der Grabeskirche in Jerusalem ist jetzt nach jahrzehntelanger Renovierungsarbeit wiederhergestellt. Am Festakt zur Eröffnung nahmen am Donnerstag Vertreter der griechisch-orthodoxen, der katholischen und der armenischen Kirche teil. Diese drei christlichen Gemeinschaften sind in der Grabeskirche vertreten. Es hatte fast 200 Jahre gedauert, bis sie sich über die Maßnahmen zur Erneuerung einigen konnten.
Programm: Täglich um 16 Uhr senden wir live die aktuellen Nachrichten aus der Weltkirche. Um 20.20 Uhr können Sie unsere Magazine hören, die um 6.20 Uhr am nächsten Morgen wiederholt werden.
Freitag: Prisma-Magazin
Samstag: Betrachtung zum Sonntag von Willibald Hopfgartner aus Bozen und Rosenkranzgebet mit dem Heiligen Vater.
Sonntag: Korrespondenzsendung: Sie schreiben - wir antworten
Montag: Weltkirchenmagazin
Dienstag: Radioakademie: Glück - Schein oder Wahrheit? von Corinna Mühlstedt.
Mittwoch: Die Römische Woche
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