14. März 1996

Vatikan:

Papst Johannes Paul II liegt mit einer fiebrigen Krippe zu Bett, daher ist die Generalaudienz an diesem Mittwoch ausgefallen. Offiziell wurde mitgeteilt, daß der Papst bis Sonntag soweit gesund sein wird, um die Seligsprechung zweier Ordensgründer vorzunehmen.

Vatikan:

Der Papst wird am Sonntag nach Ostern einen eintägigen Pastoralbesuch in Tunesien machen. In dem Land mit rund 8 Millionen Muslime leben auch 15.000 Katholiken.

Vatikan:

Im Zusammenhang mit den jüngsten Massakern der palästinensischen Terrororganisation Hamas hat Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano vor allzu repressiven Maßnahmen gewarnt. In einem Interview betonte er, daß niemand den Friedensprozeß unterbrechen wolle und zunächst die Wiederversöhnung angestrebt werden müsse.

Vatikan-Burundi:

Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano hat gegenüber Präsident Sylvestre Ntibantunganya die Hilfe der katholischen Kirche bei der nationalen Aussöhnung zugesichert.

Vatikan-Ägypten:

Nicht nur verschärfte Sicherheit und wirksamere Terrorbekämpfung, sondern das Bemühen um einen dauerhaften Frieden wünschte Johannes Paul II. in seiner Grußbotschaft den Teilnehmern am Anti-Terror-Gipfel, der am Mittwoch in Sharm El Sheik stattfand.

Tschechische Republik:

Für die verheirateten ehemaligen Geheimpriester hat der Papst jetzt eine eigene kirchliche Verwaltungseinheit geschaffen. An die Spitze des Exarchats, das für das ganze Gebiet der Republik verantwortlich ist, wurde Ivan Ljavinec berufen.

Rumänien:

Nuntius Janusz Bolonek hält einen Papstbesuch in Rumänien derzeit für ausgeschlossen. Grund sei die Opposition der rumänisch-orthodoxen Kirche, sagte er gegenüber einer Lokalzeitung. Solange der Papst bei den Orthodoxen, die über 90 Prozent der Bevölkerung stellen, nicht willkommen sei, wird es nicht zum ersten Besuch Johannes Paul II in Rumänien kommen.

Slowenien:

Der Streit über die Verteilung der Reisekosten zwischen Staat und Kirche gefährdet den geplanten Papstbesuch in Slowenien im Mai. Die Bischöfe drohten in ihrer jüngsten Sitzung damit, die Visite zu verschieben, wenn sich der Staat nicht an sein finanzielles Hilfsversprechen halte. (KNA)

Deutschland:

Kardinal Friedrich Wetter von München erklärt: Beratungsschein ist keine Abtreibungslizenz. Nach der Sitzung der bayrischen Bischofskonferenz erläuterte Wetter, Kirche und Staat in Bayern seien in einem guten Gespräch über die geplanten Ausführungsbestimmungen der staatlichen Schwangerenberatung.

Deutschland:

Die beiden großen Kirchen werden weiterhin Kirchenräume für Flüchtlinge, die von der Abschiebung bedroht sind, zur Verfügung stellen. Der Berliner Erzbischof Kardinal Georg Sterzinsky unterstrich während eines Treffens über Kirchenasyl man könne sich nicht mit der "gegebenen Gesetzlichkeit" begnügen.

Philippinen:

Nach Anschlägen der muslimisch extremistischen Gruppe Abu Sayyaf auf Kirchen haben sich nun Priester zur Verteidigung bewaffnet. Der ehemalige Präsident der Bischofskonferenz Morelos sprach sich jedoch gegen die Selbstbewaffnung aus.

Vereinigte Staaten:

Der Nationalrat der Kirchen hat jetzt die US-Behörden aufgefordert, den in den letzten Jahren immer häufigeren rassistisch begründeten Anschlägen auf afro-amerikanische Gemeinden im Süden der USA nachzugehen. (KNA)

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