Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtkandidaten

 
Zur Startseite

Für diese Seite:

Daniel Konnemann
* 1975
email
 

Studienzeit: Theorie und Praxis
 
In den letzten Wochen haben wir viel über die Ausbildung erzählt. Dabei kam besonders der theoretische Teil zur Geltung.

Marcus Surges und Marc-Stephan Giese haben in dne letzten beiden Wochen aus den Freisemestern erzählt: neben dem Studium wird auch viel Zeit in "Frei-zeit" investiert. 
Bei der Reflexion über das Verbringen der Freizeit merkt jeder, wo er seine Interessen, aber auch seine Stärken und Schwächen hat: wieviel Zeit schenke ich mir ganz persönlich, anderen Menschen, Gott?

Was bisher zu kurz kam, ist der praktische Anteil der Studienzeit. 
Fest vorgeschrieben sind i.d.R. zwei Praktika:

  • eins nach dem ersten Semester: ein vierwöchiges Schnupperpraktikum, das man in einer Pfarrei verbringt. Der Sinn liegt darin, das leben in einer anderen Pfarei als der eigenen Heimatpfarrei sowie den Alltag eines Pfarrers kennenzulernen.
  • ein zweites nach dem siebten Semester. Hier gibt es bistumsverschiedene Schwerpunkte. Einige setzen ein zweites Gemeindepraktikum an, andere ein Schulpraktikum: Hospitieren und Unterrichten - vier Wochen lang.
Diese zwei Praktika organisiert der Heimatregens.

Eine weitere praktisch orientierte Zeit kann während des Freisemesters sein. Einige suchen den Kontrakt zu einer Gemeinde und engagoieren sich dort in verschiedener Weise: Firmkatechese, Krankenhaus, Gottesdienstgestaltung...

Aber auch in der anderen Zeit ist es sinnvoll, das Studium durch praktische oder besser diakonale Engagements zu ergänzen. In einigen Studienhäusern ist es sogar sehr erwünscht. 
Die Bandbreite ist auch hier sehr weit: Firmkatechese, unentgeldliche Hausaufgabenhilfe, Gefängnisseelsorge, Krankenbesuchsdienst usw.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Erlebnisse und Erfahrungen sehr wichtig sind und mir gut getan haben. Leider merkt man das meist zu spät. 
Andererseits darf man sich auch nicht sofort um alles kümmern wollen, das Studium hat in den ersten fünf Ausbildungsjahren den Vorrang.