| In
den letzten Wochen haben wir viel über die Ausbildung erzählt.
Dabei kam besonders der theoretische Teil zur Geltung.
Marcus Surges und Marc-Stephan
Giese haben in dne letzten beiden Wochen aus den Freisemestern erzählt:
neben dem Studium wird auch viel Zeit in "Frei-zeit" investiert.
Bei der Reflexion über
das Verbringen der Freizeit merkt jeder, wo er seine Interessen, aber auch
seine Stärken und Schwächen hat: wieviel Zeit schenke ich mir
ganz persönlich, anderen Menschen, Gott?
Was bisher zu kurz kam,
ist der praktische Anteil der Studienzeit.
Fest vorgeschrieben sind
i.d.R. zwei Praktika:
-
eins nach dem ersten Semester:
ein vierwöchiges Schnupperpraktikum, das man in einer Pfarrei verbringt.
Der Sinn liegt darin, das leben in einer anderen Pfarei als der eigenen
Heimatpfarrei sowie den Alltag eines Pfarrers kennenzulernen.
-
ein zweites nach dem siebten
Semester. Hier gibt es bistumsverschiedene Schwerpunkte. Einige setzen
ein zweites Gemeindepraktikum an, andere ein Schulpraktikum: Hospitieren
und Unterrichten - vier Wochen lang.
|
|
Diese
zwei Praktika organisiert der Heimatregens.
Eine weitere praktisch
orientierte Zeit kann während des Freisemesters sein. Einige suchen
den Kontrakt zu einer Gemeinde und engagoieren sich dort in verschiedener
Weise: Firmkatechese, Krankenhaus, Gottesdienstgestaltung...
Aber auch in der anderen
Zeit ist es sinnvoll, das Studium durch praktische oder besser diakonale
Engagements zu ergänzen. In einigen Studienhäusern ist es sogar
sehr erwünscht.
Die Bandbreite ist auch
hier sehr weit: Firmkatechese, unentgeldliche Hausaufgabenhilfe, Gefängnisseelsorge,
Krankenbesuchsdienst usw.
Aus eigener Erfahrung
kann ich sagen, dass diese Erlebnisse und Erfahrungen sehr wichtig sind
und mir gut getan haben. Leider merkt man das meist zu spät.
Andererseits darf man
sich auch nicht sofort um alles kümmern wollen, das Studium hat in
den ersten fünf Ausbildungsjahren den Vorrang.
|