Nach
dem Vordiplom verbringt man das fünfte und sechste Semester an einer
Hochschule seiner Wahl. Das kann im In- oder Ausland sein.
Die
Organisation der Freisemester ist jedem selbst überlassen. Die Erfahrung
zeigt, dass man am besten ein Jahr zuvor erste Überlegungen anstellt
wohin es gehen soll und sich dann um Studienunterlagen und Wohnung kümmert.
In
seinem Freijahr ist man an kein Priesterseminar gebunden. Natürlich
studiert man in dieser Zeit weiterhinTheologie, aber man kann sich auch
Zeit nehmen, in andere Studiengänge hineinzuschauen.
Da
es keine verpflichtenden Gemeinschaftsveranstaltungen gibt, hat man neben
dem Studium eine Menge Zeit. Diese kann man für viele Dinge verwenden:
neue Leute kennenlernen, die Stadt und Umgebung erforschen und das Nachtleben
erkunden. |
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Die
Freisemester dienen natürlich nicht (nur) dem Vergnügen, sondern
(auch) der Prüfung:
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Bin ich selbstständig
genug, um mein Leben und meinen Tagesablauf allein zu organisieren?
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Kann und möchte ich
die Lebensform der Ehelosigkeit leben?
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Wie sieht es mit dem Beten
aus? Ist das Beten auch außerhalb der Mauern des Priesterseminars
ein Bestandteil meines Lebens?
Zusammengefasst
kann man auch so fragen: Kann und will ich alleine als Priester leben?
Die Freisemester sortieren:
Ein Teil der Seminaristen
kehrt nicht mehr zurück ins Priesterseminar, sondern geht einen anderen
Weg.
Die Entscheidung hat
jeder Einzelne für sich getroffen. |