Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtkandidaten

 
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Marcus Surges
* 1978,
z.Z. Freisemester
in Freiburg
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Freisemester I
 
Nach dem Vordiplom verbringt man das fünfte und sechste Semester an einer Hochschule seiner Wahl. Das kann im In- oder Ausland sein. 
Die Organisation der Freisemester ist jedem selbst überlassen. Die Erfahrung zeigt, dass man am besten ein Jahr zuvor erste Überlegungen anstellt wohin es gehen soll und sich dann um Studienunterlagen und Wohnung kümmert.

In seinem Freijahr ist man an kein Priesterseminar gebunden. Natürlich studiert man in dieser Zeit weiterhinTheologie, aber man kann sich auch Zeit nehmen, in andere Studiengänge hineinzuschauen.

Da es keine verpflichtenden Gemeinschaftsveranstaltungen gibt, hat man neben dem Studium eine Menge Zeit. Diese kann man für viele Dinge verwenden: neue Leute kennenlernen, die Stadt und Umgebung erforschen und das Nachtleben erkunden.

Die Freisemester dienen natürlich nicht (nur) dem Vergnügen, sondern (auch) der Prüfung:
  • Bin ich selbstständig genug, um mein Leben und meinen Tagesablauf allein zu organisieren?
  • Kann und möchte ich die Lebensform der Ehelosigkeit leben?
  • Wie sieht es mit dem Beten aus? Ist das Beten auch außerhalb der Mauern des Priesterseminars ein Bestandteil meines Lebens?
Zusammengefasst kann man auch so fragen: Kann und will ich alleine als Priester leben?

Die Freisemester sortieren: 
Ein Teil der Seminaristen kehrt nicht mehr zurück ins Priesterseminar, sondern geht einen anderen Weg. 
Die Entscheidung hat jeder Einzelne für sich getroffen.