So
verschieden die Menschen sind, die Priester werden möchten, und so
verschieden sich die Bistümer präsentieren, so unterschiedlich
sind die Ausbildungskonzepte.
Deshalb begegnen uns
auch unterschiedliche Namen und Bezeichnungen für die Orte, an denen
die Ausbildung stattfindet.
In den meisten Bistümern
wird zwischen Priesterseminar und Studienkolleg differnziert.
Im Studienkolleg wohnen
die Studenten bis zum Diplom.
Dem schließt sich
die praktische Ausbildung im Priesterseminar des jeweiligen Bistums an.
Auch wenn auf den ersten
Blick die Bezeichnungen wie Studienkolleg, Collegium, Konvikt, Pastoralseminar
usw. verwirrend sind - sie meinen in der Regel dasselbe.
Generell lässt sich
die Ausbildung zum Priester in zwei große Phasen einteilen:
1. die Zeit des Studiums
an einer Universität oder Hochschule und
2. die Zeit der praktischen
Ausbildung im Priesterseminar und in der Praktikumsgemeinde.
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| Blitzlich
aus einem Seminar:
Das Collegium Borromaeum
in Münster erscheint auf den ersten Blick etwas zu groß geraten
und klotzig.
Schon beim ersten Blick
in das Innere dieses Hauses fallen einem die Ausmaße und die in Weiß
gehaltenen Wände auf. Aber gerade auf diesen Hintergrund hebt sich
jeder einzelne der Hausgemeinschaft ab. Es sind die Menschen, die das Borromaeum
mit Leben füllen müssen - ein Anspruch, der jeden einzelnen herausfordert.
Nur wenn jeder sich mit
seiner Persönlichkeit einschließlich seiner Kanten und Ecken
einbringt, wird aus der Tristess der weißen Wände ein farbiges
Bild. Die Schlichtheit und Weite zwingt jeden einzelnen dazu, Farbe zu
bekennen und so zu einer bunten und vielfältigen Hausgemeinschaft
beizutragen.
Leben im Borromaeum heißt,
andere auszuhalten und sich selbst aushalten zu lassen, Teamfähigkeit
zu lernen, aber auch sich selbst immer besser kennen und verstehen zu lernen.
Das Zusammenleben in
einem Seminar ist kein Zuckerschlecken und auch keine heile Welt, sondern
spiegelt die Wirklichkeit im Kleinen wider.
Aber gerade deshalb lohnt
es sich. |
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