| Während
des Studiums leben die Priesteramtskandidaten im Priesterseminar, außer
in der Zeit der sog. Freisemester (vgl. letzte Woche).
Das Priesterseminar kann
man sich am ehesten als eine Mischung aus Internat und Studentenwohnheim
vorstellen.
Mit anderen Priesteramtskandidaten
lebt man in einer Wohngemeinschaft, die je nach Seminar verschieden ausgeprägt
ist. Neben dem eigenen Zimmer gibt es noch verschiedene Gemeinschaftsräume.
Die großen Mahlzeiten
werden im Speisesaal gemeinsam eingenommen, es besteht Vollverpflegung.
Diese Tischgemeinschaft
wird durch die Gebetsgemeinschaft ergänzt, die sich in gemeinsamen
Gottesdiensten verschiedener Art auswirkt. |
|
Eine
Seminargemeinschaft braucht das Engagement des Einzelnen in verschiedenen
Gremien der Selbstverwaltung und -organisation. Seminarvertretung und Liturgieausschuss
sind zwei Beispiele für solche Gremienarbeit. Ebenso müssen auch
einzelne Dienste ausgefüllt werden. Hier sind vor allem die vorbereitenden
Dienste zu den Gottesdienste zu nennen.
Es besteht bei einer größeren
Gemeinschaft immer die Gefahr, dass einzelne untergehen. So gliedert sich
die Seminargemeinschaft noch einmal in Kleingruppen auf, die sich - je
nach Priesterseminar - selbst finden oder bereits vorgegeben sind. Diese
Gruppen sollen ein persönliches und spirituelles Profil haben und
werden durch einen Priester begleitet.
Die Zeit im Priesterseminar
ist geprägt von Gemeinschaftsveranstaltungen und Einzelengagement.
Die Erfahrung zeigt, dass diese Zeit von 2 mal 2 Jahren eine besondere
Zeit ist. |