Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtskandidaten

 
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Daniel Konnemann
* 1975
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Das Priesterseminar als Studienkolleg
 
Während des Studiums leben die Priesteramtskandidaten im Priesterseminar, außer in der Zeit der sog. Freisemester (vgl. letzte Woche).

Das Priesterseminar kann man sich am ehesten als eine Mischung aus Internat und Studentenwohnheim vorstellen. 

Mit anderen Priesteramtskandidaten lebt man in einer Wohngemeinschaft, die je nach Seminar verschieden ausgeprägt ist. Neben dem eigenen Zimmer gibt es noch verschiedene Gemeinschaftsräume. 

Die großen Mahlzeiten werden im Speisesaal gemeinsam eingenommen, es besteht Vollverpflegung.

Diese Tischgemeinschaft wird durch die Gebetsgemeinschaft ergänzt, die sich in gemeinsamen Gottesdiensten verschiedener Art auswirkt.

Eine Seminargemeinschaft braucht das Engagement des Einzelnen in verschiedenen Gremien der Selbstverwaltung und -organisation. Seminarvertretung und Liturgieausschuss sind zwei Beispiele für solche Gremienarbeit. Ebenso müssen auch einzelne Dienste ausgefüllt werden. Hier sind vor allem die vorbereitenden Dienste zu den Gottesdienste zu nennen.

Es besteht bei einer größeren Gemeinschaft immer die Gefahr, dass einzelne untergehen. So gliedert sich die Seminargemeinschaft noch einmal in Kleingruppen auf, die sich - je nach Priesterseminar - selbst finden oder bereits vorgegeben sind. Diese Gruppen sollen ein persönliches und spirituelles Profil haben und werden durch einen Priester begleitet.

Die Zeit im Priesterseminar ist geprägt von Gemeinschaftsveranstaltungen und Einzelengagement. Die Erfahrung zeigt, dass diese Zeit von 2 mal 2 Jahren eine  besondere Zeit ist.