Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtkandidaten

 
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Michael Tewes
*1974
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Das Studium
 
Eine der notwendigen Bedingungen, um Priester zu werden, ist das Studium der katholischen Theologie an einer Universität. Es unterteilt sich grob in drei Abschnitte.

In den ersten vier Semestern erhalten die Studierenden 

  • einen Überblick über die Gebiete der Kirchengeschichte
  • sowie einen Einblick in die verschiedenen Epochen und Fragestellungen der Philosophie. 
Zusätzlich müssen – sofern noch nicht vorhanden – Sprachkenntnisse in Latein, Altgriechisch und Hebräisch nachgewiesen werden. Diese ersten vier Semester schließen mit dem Vordiplom (´Philosophicum´) ab. 

Das fünfte und sechste Semester sind zusammen die sog. „Frei-" oder „Außensemester“. 
Die Priesteramtskandidaten studieren in dieser Zeit an einer anderen Hochschule im In- oder Ausland. Während der Außensemester wohnen sie nicht in  Priesterseminar.

Für das siebente bis zehnte Semester stehen die vertiefte Auseinandersetzung mit den vier theologischen Bereichen an: 
  • Biblische Theologie (Altes und Neues Testament), 
  • Historische Theologie (Kirchengeschichte),
  • Systematische Theologie (etwa: Dogmatik, Fundamentaltheologie) 
  • und Praktische Theologie (etwa: Kirchenrecht, Religionspädagogik, Religionspsychologie). 
Im neunten und zehnten Semester muss – neben dem Studium – zusätzlich eine Diplomarbeit angefertigt werden. 

Das Studium begleiten Praktika in der Gemeinde und in der Schule. Durch das Bestehen der studienbegleitenden Prüfungen und die Abgabe der Diplomarbeit erwirbt der Priesteramtskandidat am Ende seines zehn- bis elfsemestrigen Studiums den akademischen Grad eines Diplom-Theologen.

[studienordnung in sankt georgen]