Armut,
Gehorsam - und Ehelosigkeit. Letzteres ist eines der meist diskutiertesten
Themen, wenn es um Priester und/oder Kirche geht.
Viele denken: Du willst
Priester werden - in der kathoilischen Kirche? Die mit dem Zölibat??
- Das ist doch unmenschlich - um Himmels willen!!!
Nun, gar so schlimm ist
es nicht - wenn auch viel richtiges in dem Ausspruch steckt.
Was ist der Zölibat
- oder zunächst: was ist er nicht? Leibfeindlich, Aufruf zur Geschlechtslosigkeit,
Verleugnung der eigenen Sexualität, Single-Leben, ...
Richtig vertsanden ist
der Zölibat ein Charisma, eine Gabe Gottes, die auch nur mit seiner
Hilfe gelebt werden kann. Zölibat ist somit geistlich zu verstehen.
Wer freiwillig zölibatär lebt, lebt zeichenhaft, möchte
auf etwas verweisen.
Jemand, der keine Kinder
hat, hat keine Altersversorgug - so war es früher. Wer bewusst nicht
heiratet und dieses aus einem geistlichen Grund tut, der begibt sich ganz
in Gottes Hand, im Vertrauen darauf, dass er ihn hält und mit allem
versorgt. Seine Familie und sein Lebenspartner ist Gott. |
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Gleichzeitig
kommt natürlich auch der Aspekt des Verzichtes mit hinein. Der Mensch
ist von Natur aus auf eine Gemeinschaft ausgerichtet - das greift die Bibel
am Anfang auf. "Seid fruchtbar und vermehrt euch!" lautet Gottes Auftrag.
Wer auf Familie verzichtet, verzichtet auf einen wesentlichen Lebensinhalt,
der gleichzeitig eine Stütze in vieler Hinsicht ist.
Auch dieses "Opfer" ist
ein Zeichen. Es gibt noch mehr als das Hier und Jetzt. So sind zölibatäre
Menschen eine kleine Erinnerung für die Mitmenschen an ein Leben über
das Irdische hinaus.
Zusammengafasst kann man
tatsächlich sagen, dass der Zölibat von seinen Grundsätzen
her "nicht-menschlich" ist und um des Himmels willen
gelebt wird. Gerade deshalb kann er aber auch nur mit Gott gelebt werden
und unterscheidet sich so vom Leben eines Junggesellen oder Singles.
Wie ist das nun aber mit
der Sexualität und wie kann man ihn leben?
Ich lade Sie ein, uns
nächste Woche wieder zu besuchen. Bis dahin hoffe ich einige Zölibatäre
interviewt zu haben, wie sie den Zölibat leben. |