Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtkandidaten

 
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Wolfgang Beck
* 1974
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Der Diakon auf dem Weg zum Priesteramt
 
An das Studium der Theologie schließt sich für die Kandidaten für das Priesteramt ein sogenannter „Pastoralkurs“ an. Dieser findet in der Regel in dem Bistum statt, für das der Kandidat geweiht wird. Zur Zeit wird er kooperativ für die (Erz-)Bistümer Hildesheim, Hamburg, Limburg und Osnabrück konzipiert und ab 2002 durchgeführt. Dieser „Kurs“ dauert in den norddeutschen Diözesen zwei Jahre und ist mit einem Referendariat anderer Berufe oder dem Vikariat evangelischer Theologen  vergleichbar. 

Während die Priesterweihe den Abschluß des Pastoralkurses markiert, findet die Diakonenweihe ungefähr in seiner Mitte statt. So ergibt sich ungefährt ein Jahr, in dem die Diakone in einer Gemeinde mitarbeiten und am Leben in einem Pfarrhaus teilnehmen. 

Zu ihren spezifischen Aufgaben gehören dann Taufen, Beerdigungen und Trauungen. Außerdem halten sie Wortgottesdienste und Predigten, bereiten Kinder und Jugendliche gemeinsam mit anderen Haupt- und Ehrenamtlichen für die Erstkommunion- und Firmungsfeiern vor oder organisieren einzelne Projekte, wie etwa eine Kinderbibelwoche oder Einkehrtage. 

Neben der Gemeindearbeit soll der Diakon einen Teil seiner Arbeit in einem sogenannten „Diakonalen Schwerpunkt“ einsetzen. Dazu können soziale Projekte, Bereiche der Kategorialseelsorge (z.B. Gefängnis-, Krankenhaus- oder Altenseelsorge) oder Religionsunterricht in der Schule gehören. 

Dieser Diakonale Schwerpunkt ermöglicht Einblicke in Teilbereiche der Seelsorge, die in der späteren Gemeindearbeit als Kaplan und Pfarrer nicht mehr zu den üblichen Tätigkeitsfeldern gehören. 

Ein besonderer Reiz dieser Schwerpunkte kann in Kontakten mit Menschen liegen, die keine direkte Verbindung mit dem Gemeindeleben haben, den sogenannten „Kirchenfernstehenden“. 
So ergeben sich durch die Arbeit der Diakone interessante Verbindungen zwischen besonderen gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppen einerseits und dem Gemeindeleben andererseits. 

Mit dem Empfang der Priesterweihe beginnt die Tätigkeit als Kaplan oder Pfarrvikar.