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das Studium der Theologie schließt sich für die Kandidaten für
das Priesteramt ein sogenannter „Pastoralkurs“ an. Dieser findet in der
Regel in dem Bistum statt, für das der Kandidat geweiht wird. Zur
Zeit wird er kooperativ für die (Erz-)Bistümer Hildesheim, Hamburg,
Limburg und Osnabrück konzipiert und ab 2002 durchgeführt. Dieser
„Kurs“ dauert in den norddeutschen Diözesen zwei Jahre und ist mit
einem Referendariat anderer Berufe oder dem Vikariat evangelischer Theologen
vergleichbar.
Während die Priesterweihe
den Abschluß des Pastoralkurses markiert, findet die Diakonenweihe
ungefähr in seiner Mitte statt. So ergibt sich ungefährt ein
Jahr, in dem die Diakone in einer Gemeinde mitarbeiten und am Leben in
einem Pfarrhaus teilnehmen.
Zu ihren spezifischen
Aufgaben gehören dann Taufen, Beerdigungen und Trauungen. Außerdem
halten sie Wortgottesdienste und Predigten, bereiten Kinder und Jugendliche
gemeinsam mit anderen Haupt- und Ehrenamtlichen für die Erstkommunion-
und Firmungsfeiern vor oder organisieren einzelne Projekte, wie etwa eine
Kinderbibelwoche oder Einkehrtage. |
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Neben
der Gemeindearbeit soll der Diakon einen Teil seiner Arbeit in einem sogenannten
„Diakonalen Schwerpunkt“ einsetzen. Dazu können soziale Projekte,
Bereiche der Kategorialseelsorge (z.B. Gefängnis-, Krankenhaus- oder
Altenseelsorge) oder Religionsunterricht in der Schule gehören.
Dieser Diakonale Schwerpunkt
ermöglicht Einblicke in Teilbereiche der Seelsorge, die in der späteren
Gemeindearbeit als Kaplan und Pfarrer nicht mehr zu den üblichen Tätigkeitsfeldern
gehören.
Ein besonderer Reiz dieser
Schwerpunkte kann in Kontakten mit Menschen liegen, die keine direkte Verbindung
mit dem Gemeindeleben haben, den sogenannten „Kirchenfernstehenden“.
So ergeben sich durch
die Arbeit der Diakone interessante Verbindungen zwischen besonderen gesellschaftlichen
und kirchlichen Gruppen einerseits und dem Gemeindeleben andererseits.
Mit dem Empfang der Priesterweihe
beginnt die Tätigkeit als Kaplan oder Pfarrvikar. |