Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtkandidaten

 
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Michael Tewes
* 1974
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Nach dem Studium: Pastoralkurs I
 
Der etwa halbjährige Pastoralkurs im Bistum Hildesheim setzt zeitlich nach dem Abschluß des Studiums ein und endet mit der Diakonenweihe. 
Während des gesamten Kurses leben die Seminaristen gemeinsam mit dem Regens und ihrem geistlichen Begleiter, dem Spiritual, im Priesterseminar. 

Die Inhalte und Ziele des Pastoralkurses sind vielfältig:

Nach dem Studium an verschiedenen Ausbildungsorten sollen sich die Seminaristen eines Weihekurses untereinander besser kennenlernen. 

Gleiches gilt auch für die Bistumsgeschichte und die gewachsene Strukturen in ihrem Bistum.

Gleichzeitig sollen sie vor Ort um die verschiedenen kirchlichen, kulturellen, sozialen und caritativen Institutionen und Einrichtungen in ihrem Bistum wissen und diese konkret gemeinsam erkunden. 

Ziel ist es hierbei, Ansprechpartner persönlich kennenzulernen und die Vielfalt von Bistums-Einrichtungen in den Blick zu nehmen. 

Dies gilt auch und gerade im Hinblick auf die künftige Zusammenarbeit mit Pastoralreferenten, Gemeindereferenten und anderen Mitarbeitern in den einzelnen Gemeinden.

Die Seminaristen sollen zudem verstärkt mit ihrem Bischof in Kontakt treten und durch das Kennenlernen von Priestern und Diakonen der Diözese langsam in die Gemeinschaft der Geistlichen des Bistums hineinwachsen.

Zusätzlich sollen im Priesterseminar jene pastoral-praktischen Fertigkeiten wiederholt und vertieft werden, die für den künftigen geistlichen Dienst in den Gemeinden besonders relevant sind. 

Dies sind zum einen praktische Fragen rund um Liturgie / Gottesdienst, Predigt und Taufe, Ehe und Beerdigung. Zum anderen aber zwei im Bereich Schule und Krankenhausseelsorge, die durch Supervision begleitet werden. Diese Praktika dauern drei bis vier Wochen.