Wie und warum Priester werden?
Über Ausbildung, Leben und Meinungen von Priesteramtskandidaten

 
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Daniel Konnemann
* 1975
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Die Anfänge
 
Priester werden - wie geht das?
Priester wird man nicht einfach so, weil es gerade "in" ist - dazu bedarf es einer gut überlegten Entscheidung.
Der klassische Weg einer Berufung zum Priester liegt in der kirchlichen Arbeit, die man als Kind und Jugendlicher in der Gemeindemacht. In den letzten Jahren nimmt allerdings die Zahl derer zu, die "spätberufen" sind. D.h.: Sie haben bereits eine Berufsausbildung hinter sich und sind in ihrer Jugendzeit nicht immer in einer Kirchengemeinde engagiert gewesen.

Wenn jemand den Wunsch verspürt, Priester werden zu wollen, und denkt, dass auch Gott es von ihm möchte, dann meldet er sich beim Ausbildungsleiter eines Priesterseminars, dem sog. Regens. Adressen findet man mittlerweile auch im Internet. Der Regens führt erste Gespräche mit dem Bewerber und stellt ihm die Perspektiven für den weiteren Weg dar.

Neben der Berufung, die eine innerliche Sache ist, gibt es auch noch äussere Kriterien.
Wesentlich sind hier vor allem soziale und kommunikative Aspekte.
Ein Priester muss in seiner Arbeit auf Menschen zugehen und mit ihnen umgehen können, er muss verschiedene Menschen ansprechen und einbinden können. Der Priester ist der Leiter einer Gemeinde, in der er mehrere Mitarbeiter hat. Hier ist Teamfähigkeit wie auch Leitungskompetenz gefragt.
Ebenso ist natürlich auch die Entwicklung bzw. Vertiefung einer eigenen und persönlichen Beziehung zu Gott wichtig.

Während des 5-jährigen Studiums können diese Aspekte eines Priesterberufs gelernt bzw. ausgebaut werden.