3. Honnefer Forum zur kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit

Lifestyle und christlicher Lebensstil
Worin liegt der Unterschied ?

Young Lisa ist auf das Lebenskonzept junger Frauen Anfang 20
abgestellt. In dieser Lebensphase geht es darum, der eigene
Persönlichkeit eine deutlichere Kontur zu geben. Die
spätmoderne Konsumwelt stellt die besondere Aufgabe, auf der
einen Seite eine eigene Individualität auszubilden und zugleich
"dazu zu gehören". Ausdrucksfähigkeit ist gefragt. Mehr als
frühere Generationen sind die Leserinnen von Young Lisa bereit,
sich darzustellen, Schauspielerin zu werden, ist ein oft
geäußerter Berufswunsch. Dem korrespondiert die Sendung
"Deutschland sucht den Superstar". Selbst ein Star zu werden,
das ist die Herausforderung. Stars haben für diese Altersgruppe
nicht die Funktion eines Idols, sondern es sind die, die es
geschafft haben. Erfolg zu haben, ist wichtig. Mode ist nicht nur
Ausdruck der eigenen Person, sondern Teil des
Erfolgskonzepts. Mode drückt auch aus, "was ich kann". Mode,
Parfum, Fitness weisen darauf hin, dass der Körper das
entscheidende Kapital der Leserinnen von Young Lisa ist, wie
sie aussehen, wie sie wirken. Interessant ist, dass Fitness
durch Yoga abgelöst wird.

Lifestyle einer jungen Frauengeneration

Wie lösen die jungen Frauen die Aufgabe, sich zu unterscheiden
und sich trotzdem nicht zu isolieren? "Big Brother" ist das
Fernsehformat, in dem das durchgespielt wird: Einer bleibt übrig,
doch kann er das Ziel nur erreichen, wenn die Clique ihn, sie
nicht ausschließt. Frauen bietet sich ein breites Spektrum von
Möglichkeiten, ihre Individualität auszuformen. Mode,
Haarschnitt, das Parfum, die Auswahl des richtigen Partners,
die Musikvorlieben u.a. stellen eine Palette zur Verfügung, aus
der man wählen kann. Es sind Angebote einer Massenkultur,
die mit hohem Aufwand beworben werden und die überall im
Land zu kaufen sind. Individualität wird durch die geschickte
Auswahl und Zusammenstellung der Accessoirs erzielt. Beispiel
dafür sind junge Schneiderinnen, die Modeware von Jil Sander,
Versace, Lagerfeld, Orsi, Benneton u.a. auseinander trennen
und die Teile neu zusammennähen. H&M ist die Marke, die das
Prinzip des "Neu Zusammensetzens" zur Massenware gemacht
hat.

Die Arbeitsmarktsituation verlangt von dieser Generation
Mobilität. Die Frauen wie die Männer wissen, dass man schnell
den Job verlieren kann. Sie nehmen Stelle in einer Stadt an, die
vielleicht hunderte Kilometer entfernt von ihrem bisherigen
Wohnort liegt. Man muss daher in der Lage sein, eine
Partnerschaft schnell zu lösen oder sich auf eine Fernbeziehung
umzustellen. Wenn man seinen eigenen Typ so ausgebildet hat,
dass man zugleich individuell sich unterscheidet und doch als
ein Mitglied der Gruppe erkennbar ist, die die Herausbildung der
eigene Individualität in der oben beschriebenen Weise realisiert,
findet man am neuen Ort Anschluß an die, die es gleich
machen. Das ermöglicht u.a. die entsprechende Lifestyle-
Zeitschrift, die Anleitung für diesen Lebensstil gibt. Dass die
äußere Erscheinung entsprechend einem Selbst-Konzept
gestaltet wird, gilt nicht erst für diese Generation. Bart und
Jeans mit Parker lassen den Alt-Achtundsechziger erkennen.
Für die Protagonisten der Ökologie-Bewegung spielt der Körper
eine ebenso wichtige Rolle wie für die jungen Leserinnen von
Young Lisa oder Madame. Es ist jedoch nicht die Mode,
sondern die Ernährung, die das besondere Körpergefühl dieser
Gruppe vermittelt.

Christlich orientierte Lebensstile sind im Kern spirituell

Sucht man im christlichen Kontext nach einer Gruppe, die sich
bewußt abgrenzt und doch etwas gemeinsam hat, so hat die
franziskanische Bewegung einen besonderen Lebensstil
herausgebildet. Armut wird nicht einfach gelebt, sondern mit
einer Ausdrucksform verbunden. Die Kutte des armen Franz v.
Assisi wurde stilisiert und zum erkennbaren Ordensgewand der
Franziskaner. Innerhalb der Gotik entwickelten Franziskaner und
Dominikaner eine eigene Stilrichtung, die "Bettelordenkirchen".
Eine Ausprägung des christlichen Lebensstils bezieht Kleidung,
Ernährung, Wohn- und Versammlungsräume mit ein, aber bleibt
nicht bei den Körperattributen stehen. Durch Askese, Kleidung,
Lebensumfeld wird zwar auch der Körper "entwickelt", größerer
Wert wird jedoch auf die Entwicklung der Seele gelegt. Es geht
in der Spiritualität um das Geistige. Im Lebenskonzept von
Young Lisa geht es fast ausschließlich um den Körper, so dass
man nur von Lifestyle, nicht aber von einer Spiritualität sprechen
kann. Zu einem christlichen Lebensstil gehört zentral die
Entwicklung des Geistigen, der Seele. Auch der Körper wird
einbezogen, jedoch dient das Bemühen um den Körper der
seelischen Entwicklung.

Wie in der spätmodernen Gesellschaft gibt es auch im
Christentum mehrere Lebensstile, aus denen ich auswählen
kann. Der Katholizismus zeichnet sich dadurch auf, dass immer
wieder neue christliche Lebensformen hinzu gekommen sind,
ohne dass die mit längerer Tradition abgeschafft wurden. Die
Benediktinische Lebensform oder die Exerzitienspiritualität des
Ignatius von Loyola erweisen sich als ausgesprochen
zeitgemäß.

Katholisch steht für Vielfalt

Katholisch ist nur auf den ersten Blick konform, ein Blick nach
innen zeigt eine breite Palette möglicher Formen. Einige der
Lebensstile sollen kurz skizziert werden: Dritte Weltgruppen
orientieren sich an der konkreten Predigt Jesu. Ihr Handeln ist
nicht auf die Entwicklung der eigenen Person eingegrenzt, sie
haben die Menschen anderer Kulturen und vor allem die durch
Armut und fehlende Bildung ausgegrenzten Schichten der
Dritten Welt im Blick. Wie die Gruppe junger Frauen, die Young
Lisa erreicht, lesen diejenigen, die ihren Lebensstil im Blick auf
die Dritte Welt ausrichten, bestimmte Publikationen. Sie haben
ebenfalls ihre "Helden", der Bischof Dom Helder Camara war der
prominenteste. Die Spiritualität ist geprägt durch den Gedanken
der Gerechtigkeit. Es gibt ein bestimmtes Liedgut, das dieser
Spiritualität Ausdruck verleiht. In den Gottesdiensten wird,
ausgehend von biblischen Texten, die Situation der Armen in
den Mittelpunkt gestellt. Auf Solidarität zielen die Treffen wie die
Feier von Gottesdiensten.

Im Vergleich zum franziskanischen Lebensstil ist der der
Dritte-Welt-Gruppen jüngerenUrsprungs, verbindet sich jedoch
leicht mit diesem. Es waren auch Theologen und Bischöfe, die
aus dem Franziskanerorden stammen, die wichtige
Protagonisten dieser Bewegung wurden, so Um den
franziskanischen Lebensstil zu entwickeln, ist es unabdingbar,
sich mit der Person des Gründers, des hl. Franziskus,
auseinanderzusetzen und Assisi zu besuchen, um sich von den
Orten und dem dort gepflegten Gedächtnis inspirieren zu lassen.
Die franziskanische Spiritualität führt durch das Gebetsleben
und die Meditation zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus
Christus. Von Jesus wie von Franziskus wird der einzeln
motiviert, den Kontakt zu den armen Menschen nicht zu
scheuen. Das Lebensgefühl konturiert sich als Brüderlichkeit
und unterscheidet sich in diesem Akzent von dem Streben nach
Solidarität der Dritte-Welt-Gruppen.

Eine Spirtulität, die sich in jüngerer Zeit verbreitet hat, ist die von
Taizé. Sie wurde von dem dortigen Gründer, Roger Schutz,
entwickelt und besitzt gerade auf Jugendliche eine große
Ausstrahlungskraft. Diese Spiritualität verbindet Aktion und
Kontemplation, das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gruppe
ist wichtig. Wie die franziskanische Spiritualität hat auch die von
Taizé einen besonderen Ort. Es gehört dazu, in Taizé gewesen
zu sein. Dort ist man nicht nur Besucher, sondern wird einer
Gruppe zugeteilt, beschäftigt sich mit religiösen Fragen und
nimmt am Gebet der Mönche teil. In Taizé lernt man Menschen
anderer Kontinente und Kulturen kennen. Diese spirituelle
Richtung hat ein eigenes Liedgut entwickelt, das sich durch
einen spezifischen Rhythmus unterscheidet.

Für die Kirchgänger der mittleren und älteren Generation der
Katholiken hat sich nach dem II. Vatikanischen Konzil eine
gemeindebezogene Spiritualität herausgebildet, die die
Spiritualität, wie sie sich im 19. Jahrhundert herausgebildet
hatte, weiter entwickelt. Mitleben mit der Gemeinde,
Engagement für Aufgaben in der Gemeinde, Teilnahme am
sonntäglichen Gottesdienst sind Ausdrucksformen dieser
Spiritualität. Sie betont die Stellung des Laien in der Kirche,
relativiert die bis zum Konzil herausgehobene Stellung des
Pfarrers, investiert viele Zeit in Gremien, Liturgie- und anderen
Kreisen, engagiert sich für Einrichtungen, die Kinder und
Jugendliche fördern. Es entspricht der Betonung des Laien,
dass die Vertreter dieser gemeindebezogenen Spiritualität eher
Gegner des Zölibats sind. Das Medium dieser Gruppe ist
weniger die Bistumszeitung als der Pfarrbrief. Ein Problem
dieser Gruppe besteht darin, dass die eigenen Kinder nur in
seltenen Fällen bereit sind, diese Spiritualität zu übernehmen.
Auf die nachwachsende Generation wirken die Gottesdienste,
die im Blick auf die gemeindebezogene Gruppe der mittleren
und älteren Genration vorbereitet und gefeiert werden, emotional
nicht anziehend. Die Ästhetik wie der "Sound" des tradierten
Kirchenliedes entspricht nicht dem Lebensgefühl der
nachwachsenden Generation. Erst wenn der nächsten
Generation eigene Kinder den Blick dafür öffnen, dass man
ihnen einen Zugang zum Religiösen öffnen sollte, fühlen sie sich
durch das Gemeindeleben wieder angezogen.

Zu den klassischen spirituellen Richtungen gehören die
benediktinische und die ignatianische des Gründers des
Jesuitenordens. Beide sind als bewußt gewählter Lebensstil
hoch aktuell. Das Benediktinische läßt zu einem
Lebensrhythmus im Alltag zurückfinden, der Ressourcen
freisetzt und eine Konzentration auf die innere seelische
Entwicklung ermöglicht. Die Spiritualität des Ignatius von Loyola
ist insofern zeitgemäß, als sie innere wie äußere Beweglichkeit
fordert, diese jedoch anders verankert als es z.B. eine weltweit
agierendes Unternehmen von seinen Mitarbeitern oder der
heutige Arbeitsmarkt vor allem von Berufseinsteigern fordert.
Denn diese Spiritualität rüstet den einzelnen mit einem inneren
Kompaß aus, nämlich der im Gebet erkannten und immer
wieder überprüften eigenen Berufung zu folgen. Nicht sich an
äußeren Veränderungen zu orientieren, sondern an einer inneren
Stimme und erst dann auf die Gegebenheiten des Umfeldes
einzugehen.

Die ästhetische Dimension

Den großen christlichen spirituellen Schulen ist gelungen,
verschiedene Elemente zu einem Lebensstil zu formen und
damit alltagstauglich zu machen. Zugleich haben diese Schulen
jeweils eine Ausdrucksgestalt von hohem ästhetischen Niveau
gefunden. Es kann nicht überraschen, dass die Kirchen von
Assisi, nach dem Tod des Ordensgründers gebaut, von hoher
spiritueller und ästhetischer Ausdruckskraft sind. Die
Benediktiner haben in jeder Generation Kirchenräume,
Klosteranlagen und Kunstwerke geschaffen. Der Jesuitenorden
hat nach seiner Gründung eine rege Bautätigkeit entfaltet,
Kunstwerke sind geschaffen, Messen sind komponiert,
Theaterstücke geschrieben und aufgeführt worden.

Die Unzeitgemäßheit christlicher Lebensstile liegt wohl nicht
darin, dass der spirituelle Kern eines bestimmten Lebensstils
nicht für die Späte Moderne von großem Interesse wäre,
sondern in der mangelnden ästhetischen Ausdruckskraft. Erklärt
werden könnte dieses Phänomen, dass der Aufbruch nach dem
II. Vatikanischen Konzil im Kontext der Achtundsechziger
Bewegung geschah. Diese war ethisch orientiert Deshalb konnte
das Engagement für die Dritte Welt in dieser Zeit für viele
Katholiken überzeugend werden. Die nachwachsenden
Generationen müssen anders angesprochen werden. Die
Kulturgeschichte zeigt: Wenn neue Ausdrucksformen gesucht
werden, wird auch der spirituelle Kern aktiviert und gewinnt an
Ausstrahlungskraft.

Gestaltungslemente des Brauchtums

In diesem Zusammenhang kann das neue Interesse für
Brauchtum aufgegriffen werden. Brauchtum ermöglicht es, einen
christlichen Lebensstil zu gestalten, Formen für Feiern zu
nutzen und auch nach außen darzustellen. Prozessionen und
Umzüge haben explizit den Charakter der Außendarstellung.
Christliche Feste bieten sogar Anlaß, Produkte abzusetzen, ob
Gärtnereien den Adventskranz flechten, Bäcker Nikolausfiguren
formen oder Bauern ihre Gänse verkaufen. Im Unterschied zu
den Konsumstrategien des Lifestyle hat sich das Brauchtum
aus eigener Kraft entwickelt und Impulse für den Verkauf von
speziellen Produkten geschaffen. Sein Bedeutung für die
Gestaltung von Festen für Kinder zeigt , dass Brauchtum seine
innere Kraft bewahrt hat.

Lifestyle im Unterschied zu Lebensstil

Lifestyle-Konzepte haben nicht Produkte aus dem Lebensstil
heraus entwickelt, sondern sind den umgekehrten Weg
gegangen. Um Produkte besser zu verkaufen, haben sie die
Funktion z.B. einer Uhr als Zeitmesser, eines Autos als
Fortbewegungsmittel, Mäntel als Schutz vor Kälte und Wind
zurückgestellt. Die Uhr, das Auto, der Mantel werden als
Ausdrucksform eines bestimmten Lifestyles präsentiert. Man
verwirklicht seinen Lebensstil durch die Auswahl von Produkten.
So können Produkte als Mittel erlebt werden, der eigenen
Person eine Kontur zu geben und damit zugleich die
Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Milieu zu geben.
Seit die Freizeitaktivitäten kommerzialisiert wurden und die
Tourismusbranche Absatzwege erschließen muss, finden sich
in den Lifestylemagazinen die entsprechenden Anzeigen,
Berichte und Tipps. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweilige
Zielgruppe über genügend finanziellen Spielraum verfügt. Die
Ausformung eines christlichen Lebensstiles hat mit dem
Lifestylekonzept heutiger Konsumwerbung gemeinsam, dass die
einzelnen Elemente nicht isoliert bleiben, sondern so in einen
Zusammenhang gesetzt werden, dass eine bestimmte Ästhetik
wahrnehmbar wird.

Der Lifestyle wird durch Befragungen einer
umgrenzten Zielgruppe herausdestilliert, die Produkte werden
den Lifestylevorstellungen der Zielgruppe eingepaßt. So
unterstützt die Werbung und die in Lifestylemagazinen dazu
gelieferte Verpackung die Ausformung des Lifestyles einer
bestimmten Zielgruppe. Diese Dynamik wird von einem
sozialpsychologischen Gesetz gespeist, nämlich dass jeder
irgendwo dazu gehören will. In einem ästhetisch geprägten
Zeitalter ist der Lifestyle die Körpersprache, die Zugehörigkeit
signalisiert und ermöglicht. Ein christlicher Lebensstil ist nicht
auf die Unterstützung durch die Konsumgüterindustrie
angewiesen. Viele ihrer Elemente wie Meditation, Solidarität,
Einsatz für die Ausgegrenzten brauchen keine Produkte, wohl
aber wie der konsumorientierte Lifestyle eigene Medien. Für die
Propagierung christlicher Lebensstile können aus den
Vergleichen Schlußfolgerungen gezogen werden:

Die Präferenz des Ästhetischen, die die Späte Moderne im
Unterschied z.B. der Achtundsechziger Bewegung prägt, wird
zu wenig ernst genommen. In früheren Epochen wie in der Gotik
oder im Barock ist das der katholischen Kirche wesentlich
besser gelungen. Vom Lifestyle-Konzept der
Produktvermarktung kann die Kirche eine Technik übernehmen,
die sie früher sehr viel besser beherrschte, nämlich Elemente so
zu verbinden und zu komponieren, dass ein element das andere
stützt, z.B. die Praxis des täglichen Gebets mit dem Besuch
des sonntagsgottesdienstes. Wenn das tägliche Gebet mit
einem äußeren Ziechen, z.B. abends eine Kerze anzuzünden,
oder wenn der Sonntagsgottesdienst mit dem Frühschoppen
verknüpft und an bestimmten Festen Laternen gebastelt, ein
bestimmtes Gebäck gebacken oder Eier bemalt wurden,
gewann der Lebensstil deutlicher Kontur. Die Elemente müssen
so verbunden werden, dass sie sich gegenseitig unterstützen.
Das Ziel, eine christlich geprägte Lebensführung zu
ermöglichen, leisten die verschiedenen christlichen Lebensstile,
die in der Regel als Kern eine spirituelle Alltagspraxis haben.
Die jüngere Generation wird offensichtlich nicht mit den gleichen
religiösen Lebensstilangeboten erreicht. Es gibt jeweils neue
Entwicklungen, die nicht immer so durchschlagend sind wie die
Jugendbewegung. Mit deren gesellschaftlicher Kraft kann sich
ein heutiges jugendbezogenes Lifestylekonzept nicht messen.
Offensichtlich war für die Deutsche religiöse Szene die von Taizé
geprägte Spiritualität die letzte wirklich einflußreiche
Lebensstilbewegung. Die pfarreibezogene Spiritualität und der
sie tragende Lebensstil braucht unbedingt eine Erneuerung, die
die ästhetischen Ansprüche nachwachsender Generationen
berücksichtigt.


copyright: Dr. Eckhard Bieger SJ
published: 14.11.2003

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