Jürgen Kuhlmann: Neuer Predigtkorb ab Dezember 2001
Lesejahr B 2002/2003

Der SINN, das Lebenslicht aller Menschen

Gedanken zum zweiten Sonntag nach Weihnachten


"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Schon im ersten Satz demütigt das Johannes-Evangelium den vorwitzigen Menschenverstand. War das WORT bei Gott? War es selber Gott? Beides scheint sich zu widersprechen, aber beides wird gesagt. Wer das sogenannte "schlichte Bibelwort" vor der komplizierten Theologie retten möchte, hat einen schweren Stand; so schlicht ist es gar nicht. Glauben können wir es, wie auch ein Erstkläßler seinem Vater glaubt, wenn er einmal zuhören darf, wie der Professor Studenten die neueste physikalische Theorie vorträgt, mit der er Einstein und Max Planck versöhnen will. Das Kind glaubt dem Vater, aber es versteht ihn nicht. Stehen die Christen angesichts des göttlichen Geheimnisses ebenso da? Das kann nicht sein: wie wäre es dann "zu unserem Heil" geoffenbart? Was man überhaupt nicht versteht, davon kann man doch nicht leben!

Gottes Wort erreicht sein Ziel. Unterscheiden wir zweierlei Verständnis. Auf die eine Weise versteht jemand jeden Satz für sich. Das ist möglich. Auf die andere Weise möchte man begreifen, wieso beide Sätze zusammen wahr sein können, obwohl sie einander scheinbar widersprechen. Solches Begreifen ist uns versagt. Zwar erlauben Vergleiche eine dunklere oder hellere Ahnung des göttlichen Geheimnisses, es zu begreifen ist aber ebenso unmöglich wie das Meer in eine Sandgrube zu schöpfen. Das versucht ja aber auch niemand; wer das Meer kennen will, stürzt sich hinein und schwimmt, mal hierhin mal dorthin. Als ganze umfassen läßt die Botschaft sich nicht.

Aus ihrer Unbegreiflichkeit ergibt sich eine bedenkenswerte Folgerung: Im Gespräch mit verschieden anders Gläubigen können Christen nicht dasselbe sagen. Sitze ich mit einem moslemischen Freund und einer befreundeten Atheistin beisammen, so können wir über alles Mögliche sprechen aber nicht über dieses Evangelium. Ihm wie ihr je einzeln kann ich meinen Glauben bezeugen und zu erklären versuchen, vor beiden zusammen muß ich von ihm schweigen, kann weder mit dem einen noch dem anderen Pol des Geheimnisses beginnen. Denn beide Partner leben auf total verschiedenen Wahrheitsseiten, deren Vereinbarkeit gerade das Unbegreifliche ist und immer bleibt. Gehe ich auf den einen ein, winkt die andere sofort ab. Aus diesem Grunde ist das öffentliche Zeugnis der Kirche, das sich an alle Menschen wendet, notwendig so kompliziert, abweisend und auch für die Gläubigen selbst rätselhaft. Immer wieder überspült der Ozean unsere Sandgruben und zerstört sie. Schwimmen aber können wir im Meer. Vertrauen wir uns in diesem Sinn dem Evangelium an.

"Im Anfang war der SINN." Meist wird "lógos" mit "Wort" übersetzt. Fausts zweiter Versuch "Sinn" ist aber ebenso richtig und sei hier übernommen. Daß nicht Unsinn sondern Sinn daß Urprinzip von allem ist, darüber komme ich mit der Atheistin ins Gespräch. Auch sie sehnt sich nach sinnerfülltem Dasein. "Alles ist durch den SINN geworden ... in ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen." Kann sein, sie glaubt das nicht leicht; verstehen aber kann sie diese Rede. Den Widerspruch von Sinn und Unsinn erfährt jeder Mensch. Daß alles im Grunde sinnlos sei, ist die Befürchtung oder der grimmige Hohn vieler Menschen, auch die Christen weht ein solches Gefühl immer wieder an. Wir sollen aber vertrauen: Dieser Eindruck trügt. "Im Anfang war der SINN." Nur deshalb kann die Evolution Kinderlachen, Schubertlieder und Neuanfänge nach Krisen hervorbringen, weil ihr geheimnisvoller Urgrund nicht das Nichts ist sondern der SINN. Daran ändert auch Kinderweinen, Kriegslärm und das Scheitern von Beziehungen nichts. Aller Unsinn in der Welt widerlegt nicht ihren Grund: den Sinn. Gälte nicht am Anfang und Ende von allem der Sinn, könnten wir von Unsinn nicht einmal reden, erst recht nicht ihn bekämpfen und in der Kraft des Sinnes zuletzt besiegen. Das ist niemandes Wissen aber unser Glaube.

Dem würde die Atheistin gern zustimmen, gäbe es nicht ihr großes Aber. "Aber eure Religion," wirft sie ein, "ist doch der allergrößte Unsinn. Daß ein geheimnisvoll leuchtender Sinn das Leben und innere Licht von uns Menschen sei, diesen schönen Glauben verdreckt, ja zerstört ihr durch eure Rede vom allmächtigen Gott. Jener JEMAND über uns würde mit seinem starren Blick allen zarten Sinn in uns versengen - wäre er nicht bloß die Projektion eurer Unreife an den Himmel. Ihr muß aufgeklärter Atheismus endlich den Strom abschalten. Im Anfang war der Sinn, ja: aber der Sinn ist bei keinem Gott und der Sinn ist nicht irgendein Gott sondern unser inneres Lebenslicht. Wenn es auch mitunter flackert und jedem zuletzt erlischt, ist unser Sinnlicht doch das Einzige, woran wir uns halten können."

Widerspreche ich ihr? Nicht gleich. Denken Sie an die Geschichte von dem Einsenbahnwagen voller Kinder, der sich selbständig machte und immer schneller bergab rollte. Fieberhaftes Telefonieren. Wenn der Wagen bei der nächsten Station nicht eingefangen würde, wären die Kinder verloren. Denn danach ginge es steil nach unten. Was hätten Sie getan? Der Verantwortliche tat das einzig Richtige. Er ließ eine Lok auf das Gleis bringen, auf dem der Waggon heranraste, sie fuhr ihm voraus in derselben Richtung, bis sie fast so schnell war wie er. Ein leiser Ruck, und der Ausreißer war gerettet. Erst jetzt traten die schweren Bremsen in Aktion.

Fangen wir also mit dem an, was wir gemeinsam glauben: Im Anfang ist der Sinn. Und dieser Sinn, den wir innerlich kennen, er ist jenes Eigentliche, das die Religiösen Gott nennen. Nicht am Sinn, den wir als unser Lebenslicht kennen, sollst du zweifeln, sondern an der Bedeutung deines Wortes "Gott". Wenn unser Lebenssinn Gott ist, dann ist Gott eben nicht der fremde allmächtige Andere, wie du ihn dir vorstellst. Sondern ich verkündige dir die große Freude, daß dein Lebenssinn nie mehr erlischt. Unzerstörbar ist der Sinn des Ganzen, nicht nur in sich sondern auch sofern dein persönlicher Lebenssinn ein Funke des unendlichen Sinnfeuers sein darf. Diese Botschaft leugnet nicht deine erfahrene Wahrheit, steigert sie aber zu einer Fülle, die deinem gottlosen Denksystem unfaßbar bleiben muß. Dir das weiterzusagen ist meine Christenfreude.

Ich tue es nicht rechthaberisch, biete dir keine Wette um Himmelssekt an. Gottes Zukunft für uns beide wird bestimmt so überraschend sein, daß auch du diese Wette irgendwie gewinnen würdest: vermutlich insofern, als nach dieser Zeit nichts nachher kommt, keine Zeit nach der Zeit, wohl der endlich offenbare Gesamtsinn unserer jetzigen Lebenszeit, die beziehungsreiche Symphonie aus all den getrennten Melodiefetzen, die du und ich beständig am Trällern sind. - So etwa könnten Christen beim Dialog mit Atheisten, nachdem sie deren Nein zum Popanz eines kirchlich mißbrauchten Wahn-Gottes respektvoll vernommen haben, ihrerseits den wahren Gott verkünden.

Das Gespräch mit dem Moslem verläuft anders. Mit ihm einige ich mich zu Beginn auf unseren gemeinsamen Glauben an Gott. "Allahu akbar", stimme ich - in der Sprache auch der arabischen Christen - ihm von Herzen zu, sage es sogar dreimal, ohne daß er mißtrauisch wird; denn das tut auch er. Und so groß ist Gott, daß er in sich selbst die Liebe sein will. Schon in seiner Ewigkeit vor aller Schöpfung ist Gott kein einsamer Seinsklotz sondern ohne jegliche Vielheit doch liebende Beziehung zu sich selbst als anderem der doch nicht anders ist sondern ganz und gar eins. Weder ist Gottes Liebe auf uns Geschöpfe angewiesen noch unwürdige Selbstbespiegelung sondern echte Liebe in unendlicher Einfachheit.

Mit diesem Paukenschlag beginnt das vierte Evangelium: "Am Anfang war der SINN und der SINN war zu GOTT und der SINN war GOTT." Und in dieses Zu-Gott- und Gott-Sein des Ewigen SINNes sind wir Zeitliche hineingenommen. Weil das WORT entstandenes, vergängliches Fleisch geworden ist, werden wir entstehend Vergehenden als "Beiwörtlein" (sagt Meister Eckhart) dem WORT eingegliedert, gehören als beseelte, selbstbewußte Glieder des Einziggeborenen auf vielfältige Weisen zu Gottes unendlichem "ICH", ähnlich wie dein Daumen, Ohr, Zeh und sogar jedes einzelne Haar wahrhaft an deinem Ich teilhat. Glaubst du's nicht, rupf dir eins aus.

Natürlich wird mein Moslem mir empört die Koransure 112 entgegenhalten:

"Sprich: Gott ist Einer
Ein ewig Reiner
Hat nicht gezeugt und Ihn gezeugt hat keiner
Und nicht ihm gleich ist einer."

Auch ihm widerspreche ich nicht. Nur innerhalb ihres Glaubens argumentieren Gläubige, nicht gegen den Glauben anderer. Als Katholik muß ich nur auch auf das "gezeugt, nicht geschaffen" im Credo den demütigen Schlüssel des 4. Laterankonzils anwenden, wo 1215 feierlich erklärt wurde, daß "zwischen Schöpfer und Geschöpf keine solche Ähnlichkeit festgestellt werden kann, daß zwischen ihnen nicht eine größere Unähnlichkeit festzustellen wäre" [Denz. 432]. Wer den aufregenden Denkweg der alten Kirche bis zum reifen Dreifaltigkeitsdogma kennt, weiß gut, wie unerhört schwer es ist, zwischen all den logisch sich aufdrängenden Einseitigkeiten die Balance beizubehalten. Sie gelingt eher in Worten und guter Absicht als beim tatsächlichen Denkvollzug: da schafft sie auch der Rechtgläubigste nur indem er - wie Seiltänzer und Radfahrer - zwischen dem beginnenden Sturz nach links und dem nach rechts geschickt abwechselt (wer's nicht glaubt, binde die Lenkstange fest). Ich stimme meinem Moslemfreund also bei seiner Ablehnung aller Vielgötterei zu: bestimmt zeuge Gott seinen Sohn nicht so (wie auf Erden gezeugt wird), daß der Erzeugte ein anderes Wesen ist als sein Erzeuger. Durch die Frage, ob der Koran ewig sei obwohl doch Gott allein ewig ist, weise ich dann auf das Geheimnis des islamischen Glaubens hin und räume ein, daß mein Bekenntnis zur Dreifaltigkeit keinesfalls "wahrer" ist als unser gemeinsames zu Allahs Einzigkeit. Denn es gibt zwischen Gottesnamen keine Rivalität, auch wenn wir ihre Vereinbarkeit erst nach der Zeit erfahren werden - begreifen auch DANN nicht.

Erst auf der tragfähigen Basis des gemeinsamen Glaubens an den einen Gott biete ich dem Moslem dann auch den christlichen Reichtum an. Entspricht es nicht Gottes Großherzigkeit, uns Menschen zu seiner eigenen Würde emporzuheben? "Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt" (Joh 15,15). Kann es sein, daß ohne diesen Akzent unseres Gottesverhältnisses der andere des Islam (laut dem unsere Würde darin besteht, Gottes Dienerinnen und Diener zu sein) allzu einseitig bliebe? So daß es - das ist mein Vorschlag zur Verständigung - vielleicht Gottes Absicht ist, durch den Gegensatz unserer beiden Glaubensweisen ein reicheres Sinngefüge zu offenbaren, als eine allein ausdrücken könnte? In diesem ökumenischen Denkrahmen (der auch im Koran schon angedeutet wird) würden unsere Religionen neu friedensfähig sein: und das ist gewiß Gottes Wille!

Das Gespräch mit der Atheistin und das mit dem Moslem sind nur zwei Beispiele, wie Christen ihren zugleich besonderen und kat-holischen d.h. all-umfassenden Glauben sehr verschieden weitersagen können, je nachdem, wem. Jeder Christ kennt viele andere Beispiele. Ist es aber nicht arrogant, sich selbst den vollen Überblick und die Balance des Ganzen anzumaßen, während alle anderen nur je einen besonderen Sinnpol betonen? Keine Sorge: Auch von den übrigen Glaubensweisen sieht jede sich in der alles überblickenden Mitte. Selbst wenn das Christentum, weil es an die Drei-Einigkeit d.h. die innere Spannung des Ganzen glaubt, das Ausbalancieren absoluter Sinnpole als Sonderaufgabe hat, stellt diese es doch nur neben, nicht über die anderen. Auch im Menschenleib ist der Gleichgewichts-Sinn kein Super-Organ sondern lebt zusammen mit anderen, die alle notwendig sind.

"Christ, erkenne deine Würde!" Mach dir am ersten Sonntag des begonnenen Jahres klar: du hast jedem Mitmenschen Wichtiges weiterzusagen. Nicht um ihn von seinem Glauben in deine Denkart herüber zu zerren - das um Himmels willen nicht. Aber um ihn neugierig zu machen, wie sich vielleicht doch in seiner Sprache das ausdrücken läßt, was dich an deiner christlichen Wahrheit so begeistert. Vor Hochmut bewahre uns die Geschichte der Christenheit, vor Kleinmut der Glanz der uns anvertrauten Offenbarung. Ihr widerspricht keine fremde Wahrheit, jede kann uns an ihrem Ort tiefer in unser Eigenes leiten - das nicht uns sondern allen gehört. Denn "der SINN ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit."


Zum Weiterdenken:

Meer in eine Sandgrube schöpfen: "In wieviel Gottesdiensten begegnet alljährlich zum Dreifaltigkeitssonntag - wenn überhaupt etwas zum Thema - die Wanderlegende von jenem Kind, das - AUGUSTINUS zur Lehre - das Meer in eine Grube zu schöpfen versucht. Wie übrigens sollte man derart, selbst wenn es ginge, das Meer kennen lernen? Dies aber tut, wer in es hinausschwimmt (und das ist sogar Nichtschwimmern möglich: auf Holz)!
So haben wir die merkwürdige Situation, daß der Christ zwar auf die drei Namen getauft ist und der Katholik sich bei jedem Kreuzzeichen dazu bekennt, daß aber auf die Frage, was er nun hierzu glaube, die Antwort oft genug lauten dürfte/müßte: Das weiß ich nicht recht; es ist halt ein großes Geheimnis.
Nun meint schon vom Wortsinn her "GEHEIMNIS" nicht Unzugänglichkeit, sondern im Gegenteil (Ge-heim-nis): Versammelt-daheim-sein. - Heimat umfängt und einbegreift mich; nicht ich vermag sie zu umgreifen. So gesehen, ist ein Geheimnis in der Tat unbegreiflich - aber keineswegs unerkennbar."
(Jörg Splett)

"Im Anfang war der SINN": Fausts weitere Varianten (Kraft und Tat) sind nicht richtig.

Wette: Hier Näheres.

Gott-Sein: Der Vergottungsglaube reicht über die griechischen Väter weit in fremde Vergangenheit zurück; Hans Urs von Balthasar würdigt bei Maximos, "daß er in die chalcedonische Christologie das ganze asiatische Vergottungspathos miteingehen läßt: auf der höheren Stufe des biblischen Geheimnisses, der personalen Synthese des Gottmenschen, statt auf der niederen Stufe der naturhaften Auflösung und Verschmelzung" (Kosmische Liturgie, Einsiedeln 1961, 39).
Bezeichnend ist, was deutschsprachige Christen aus ihren Enzyklopädien erfahren. Im RGG fehlt das Stichwort "Vergottung" ganz, im LThK wird (X, 705 f) ein dünner Absud von Vergöttlichung geboten, der wahrhaftig "mit Vergottung nichts gemein hat". Um den behaupteten "Gegensatz zwischen Vergottung und Vergöttlichung" zu belegen, wird das Wort "theiosis" eingeführt, welches "infolge indifferenten Gebrauches der griechischen Wörter" in der Patristik soviel wie Gnade bedeute. Allerdings lassen die Väter das Jota weg! Bis hin zu Palamas im Titel der dritten Triade ("Über die Theosis") sagen sie ausdrücklich nicht Vergöttlichung, sondern Vergottung. Man lache mich aus oder nicht, aber ich sehe in diesem dazugeschwindelten Jota die exakte pneumatologische Parallele zum christologischen "homo(i)ousios". Leider lesen wir schon 1949 bei G. Wunderle: "Dafür kommt nicht selten der Ausdruck 'Vergöttlichung' (theiosis) vor, den wir im Deutschen unklar genug oft mit 'Vergottung' gleichsetzen." (Zur Psychologie des hesychastischen Gebets, Würzburg 1949, 47 )

Haar : So winzig jeden Haares Wurzel ist, spüre ich sie doch, sobald es mir ausgerissen wird, deutlich als mich. Auch, im Großen, ICH als MICH! Hier trifft sich die älteste indische Mystik mit christlichem Engagement: "Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt" (Kol 1,24).

Koransure 112: In der meisterlichen Übersetzung von Friedrich Rückert.

"Christ, erkenne deine Würde!" Paul-Werner Scheele, Bischof von Würzburg, sagte an Weihnachten 2000: Vor mehr als eineinhalbtausend Jahren hat Papst Leo der Große den Gläubigen in Rom am Weihnachtsfest ans Herz gelegt: "Christ, erkenne deine Würde! Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden, kehre nicht zu der alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde. Denk an das Haupt und den Leib, dem du als Glied angehörst! Bedenke, daß du der Macht der Finsternis entrissen und in das Licht und das Reich Gottes aufgenommen bist" (Weihnachtsansprache 1,1). Fügen wir hinzu: "Mensch, erkenne deine Würde! Erkenne die Würde aller deiner Mitmenschen! Freu dich von Herzen darüber! Danke Gott dafür! Lebe deiner Würde gemäß! Tu alles, daß es wahrhaft Weihnachten wird: in dir, bei deinen Nächsten und in aller Welt." Amen.


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Siehe auch des Verfassers alten Predigtkorb von 1996 an,

seine kat-holische Theorie-Baustelle

sowie seinen Internet-Auftritt Stereo-Denken
samt Geschichte dieses Begriffs und lustigem Stereo-Portrait

Schriftenverzeichnis

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