Jürgen Kuhlmann: Neuer Predigtkorb
Lesejahr B

Fällt die Kirche hinter Jesu Standpunkt zurück?

Gedanken zum achten Sonntag im Jahreskreis


oder, wenn Ihnen das Thema an diesem Sonntag zu ernst ist,
finden Sie hier zwei Texte aus dem alten Predigtkorb:
Fasching / Karneval

Lachen ist christlich

Heiliges Gelächter


Im Dunkeln stehe ich hinter den Kulissen, von der Bühne her höre ich reden. Da packt mich jemand, schiebt mich ins Helle: "Dein Auftritt!" Die anderen Akteure verstummen, schauen mich an. Und jenseits der Bühne, im riesigen Parkett, ahne ich zahllose erwartungsvolle Gesichter.

Und ich kenne das Stück nicht, habe keine Rolle gelernt! Was jetzt?

Die einen haben diesen Albtraum erlebt, die anderen können ihn mitempfinden. Viele überfällt er nicht im Schlaf sondern irgendwann mitten bei geschäftigem Treiben. Was soll das alles? Was tue ich überhaupt hier? Offenbar erwartet man etwas von mir - und ich habe keine Ahnung, was! Grausiger Verdacht: Ist mir das Textbuch irgendwann ausgehändigt worden, und ich habe es verschlampt? Was um Himmels willen tun gegen die totale Blamage?

Wie kann ein gläubiger Mensch auf einen solchen Hilferuf so antworten, daß er weder aus der Solidarität mit den Ratlosen ausbricht noch die eigene Gewißheit verrät? Dazu geben die heutigen Lesungen Hinweise.

Ich stelle mir vor, wie auf den verdatterten Neuling, der ahnungslos auf die Bühne getaumelt ist, die Darstellerin von Zion zutritt, ihn freundlich an der Hand faßt und zu ihm sagt: Fürchte dich nicht! Die Sache ist schon in Ordnung. Du befindest dich mitten in der Aufführung einer Liebesgeschichte. Ich bin die Braut am Verlobungstag. Mein Verlobter ist der Herr der Welten. Höre, was Er vor 2750 Jahren zu mir gesagt hat: "Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue" (Hos 2,21).

Und ich, fährt eine andere fort, bin dieselbe Braut am Hochzeitstag, da heiße ich: Kirche. Höre, was mein Bräutigam sagt: "Können denn die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten." Was du für ein Glück hast! Ausgerechnet heute, an unserem Hochzeitsfest, darfst du in unsrem Stück mitspielen. - Aber ich kenne meine Rolle nicht. Wie soll ich da mitspielen? Bin ich denn nicht in einem Albtraum? - I wo, überhaupt nicht. Deine Rolle ist klar: Du spielst einen Schauspieler auf der Suche nach seiner Rolle. Bisher hast du das ziemlich gut gemacht.

Liebevoll lächeln beide Damen ihn an. Sie sind selbstverständlich nicht zwei Bräute sondern dieselbe Braut in verschiedenen Gestalten. Schau - spricht die Christin weiter - das Publikum dort sind lauter Hochzeitsgäste voller Neugier, wie unser Stück weitergeht. Sie wissen aus dem Programmzettel, daß du auftreten wirst und daß deine Rolle genau in dem besteht, was du jetzt erlebst: herumfragen, deine Zweifel aussprechen, lernen. Wir alle, auf der Bühne wie im Saal, sind gespannt, was du aus deiner Rolle machen wirst. Vor allem, ob du das Entscheidende wirst glauben können: daß du in eine wunderbare Liebesgeschichte hineingeraten bist und bei der Festvorstellung zu Ehren der Hochzeit von Himmel und Erde mitwirken darfst.

*

Vom Albtraum zum Aufwachen mitten beim fröhlichen Fest, das Thema paßt zum Faschingssonntag. Doch geht Jesu Rede im Evangelium weiter: "Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten." Nun ja, denkt man vielleicht, am kommenden Mittwoch beginnt die Fastenzeit. Von ihr hat Markus freilich noch nichts gewußt, als er sein Evangelium zusammenstellte. Warum läßt er Jesus dann hier vom Fasten sprechen?

Die Frage lädt uns zu einem Besuch in der Werkstatt der Bibelwissenschaftler ein. Da erfahren wir zunächst eine ebenso gute wie interessante Nachricht: Jesu Frage "Können denn die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist?", sie "kann als authentisches Jesuswort gelten, das ein wichtiger Beleg für Jesu messianisches Selbstbewußtsein ist wie für die indirekte Art von dessen Mitteilung." Das heißt: Bis hierher hat die berichtete Szene sich vermutlich ungefähr so abgespielt, wir stehen fest auf historischem Gestein. Anders ist es mit den beiden folgenden Sätzen: "Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten." Diese Worte, so erfahren wir, habe wohl die Urgemeinde rückblickend dem historischen Jesus in den Mund gelegt. "Daß Jesus unbekannte Fragesteller auf seinen Tod und die Zeit nach seinem Tod hingewiesen haben sollte, ist nicht glaubhaft zu machen; die Ansagen seines Todes gehören in den Jüngerkreis."

Als um das Jahr 70 das Markus-Evangelium entstand, gab es in der Urkirche den Brauch, zur Erinnerung an Jesu Sterben am Freitag zu fasten. Weil die Christen überzeugt waren, daß Christus der Verherrlichte mit diesem Liebeszeichen seiner noch dem zweideutigen Werden unterworfenen Freunde einverstanden sei, deshalb ließ der Evangelist Jesus schon bei jenem Streitgespräch vorhersagen, später würden seine Jünger fasten. Bibelwissenschaftlern ist klar, "daß die nachösterliche Verkündigung das Wort Jesu V 19a für die Zeit der Kirche dadurch gerettet hat, daß sie es mit der die nachösterliche Situation und Praxis der Kirche berücksichtigenden Einschränkung VV 19b-20 versah". Das leuchtet ein.

Jetzt wird es spannend. Wie stellen wir uns zum Urteil eines führenden Exegeten über die nachösterliche Kirche (von damals - aber von heute wohl erst recht), "die ihre Gegenwart nicht wie die Jesuszeit als messianische Heilszeit begreift (und somit partiell hinter den Standpunkt Jesu zurückfällt)"? So vorsichtig das formuliert ist - eingeklammert zum einen, zum andern durch "partiell" eingeschränkt - so nagt doch exakt an dieser Stelle der unheimlichste Wurm an den Wurzeln des Christentums. Mit welchem Recht beruft die Kirche sich auf Jesus? Was haben z.B. vatikanische Hofschranzen und protestantische Ablaß-, Pardon, Kirchensteuerbehörden mit dem vom Nazarener als anbrechend verkündeten Reich Gottes zu tun? Als das - wider Erwarten - nach Ostern und Pfingsten doch nicht mit Macht hereinbrach: mußte die Jüngerschar da nicht hinter Jesu Standpunkt zurückfallen? Hat nicht Christus selbst sich damals anders offenbart als Jesus vor seinem Tod? Jesus verurteilt die Ehebrecherin nicht, betet für seine Mörder - Christus sagt (im Markus-Anhang, 16,16): "Wer nicht glaubt, wird verdammt werden."

Da kommt unserer Ratlosigkeit das wuchtige Prinzip zu Hilfe, mit dem die zweite Lesung schließt. Paulus schreibt: "Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott. Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott. Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig."

Jeder Buchstabe tötet, nicht nur der jüdische (an den Paulus damals dachte), auch der sog. christliche, der damals erst entstand. Der Geist des Neuen Bundes ist keine isolierte Position vielmehr die Einheit aller Bünde, Jesus Christus als das göttliche JA zu allen Verheißungen. Es läßt sich mit Buchstaben nicht ausdrücken.

A L L E _ B U C H S T A B E N
schreibt die Lehrerin an die Tafel und fragt: Kinder, stimmt das? Ja, meinen die Kinder, es ist richtig geschrieben. Bis Simone aufspringt: Nein, es stimmt nicht. Es sind nicht alle. Viele fehlen: das O, das Z, das M ... Gut, sagt die Lehrerin, schreib die andern dazu, bis es stimmt. Simone geht zur Tafel. Wie sie soweit ist:
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schreit die Klasse: Hör auf, jetzt heißt es überhaupt nichts mehr. Merke: Will ein Zeichen sein, was es bedeutet, dann bedeutet es nichts und ist kein Zeichen. Wenn der Drehzahlmesser sich pro Minute dreitausendmal dreht, ist er nicht lesbar; wäre der Herdschalter 250 Grad heiß, ließe er sich schwer abschalten; auch das Wort "unhörbar" in der vorgelesenen Indianergeschichte muß hörbar sein.

Dieselbe Grundspannung gibt es auch bei der Kirche, allerdings ist sie nicht nur konventionelles Zeichen, sondern Sakrament, d.h. beides: Zeichen und Gegenwart des Gehaltes. Bedeuten muß sie (das ist ihr Seinszweck), daß "in Christus" die Trennmauern zwischen Menschen und Menschengruppen geschleift, im kat-holischen Versöhnungsereignis zerpulvert worden sind. Gottes Gnade ist mächtiger als alle menschliche Eigensucht. Wo Ideologen aller Farben ihre Wälle auftürmen, da wacht der Schutzengel des Gotteskindes, "auf daß dein Fuß nicht stoße an einen Stein", auch nicht an jenen Felsen Petros, den Jesus (auf derselben Seite des Mattäus-Evangeliums) erst Grundstein und dann Stolperstein nennt. "Christus, des Gesetzes Ende" (Röm 10,4), d.h. aller letztgültigen Grenzen, Schubladen, Diskriminierungen, diese packendste aller Wahrheiten soll die Kirche bedeuten. Wenn die Huren vor den Pfarrern ins Gottesreich kommen, ja dann braucht es keine verkniffenen Gesichter mehr, dann sind wir alle gleich und eins. Heilige Maria Magdalena, bitt für uns. "Kinder, es ist die letzte Stunde" (1 Joh 2,18). Alle jene Gegnerschaften, in denen die Dramatik der Geschichte sich auslebt, sind überwunden; ideologische, soziale und sexuelle Widersprüche gelten nicht mehr: "Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau, denn ihr alle seid Einer in Christus Jesus" (Gal 3,28). Das muß gesagt werden, jedem Jahrhundert neu, in seiner Sprache. Soviel zum Gehalt, dem eigentlichen, tiefen Sein der Kirche.

Damit es aber bedeutet werden kann (jetzt zum Zeichen), dürfen, beispielsweise, die Pfarrer nicht so sein wie die Huren. Denn die grenzen ab, machen Unterschiede und geben nichts umsonst. Vor allem sind sie nicht treu, machen ihren Leib (das heißt biblisch: sich selbst) zur Ware, deshalb paßt ihr Beruf nicht zur Kirche, die das große Zeichen für Gottes Treue sein soll. Folgerichtig sagt Paulus seiner Gemeinde, daß "Unzüchtige Gottes Reich nicht erben" (1 Kor 6,10). Widerspricht er seinem Herrn? Keineswegs. Auch Jesus unterschied hart zwischen seinen Jüngern, den Zeichen des Neuen, und dem nichtssagenden Alten. Daß alle Unterschiede es nicht mehr machen, eben diese neue Botschaft macht den schneidendsten Unterschied zu allem Alten, das auf Unterschiede Wert legt: "Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes" (Lk 9,62).

Die Kirchengeschichte ließe sich auch als Kette von Konflikten beschreiben, bei denen - unter stets wechselnden Umständen - es jeweils um die Frage geht, durch welches geschichtliche (nicht allumfassende, sondern scharf abgrenzende) Heilszeichen der übergeschichtlich versöhnende Heilssinn hier und jetzt am deutlichsten ausgedrückt werde. Wem es angeblich nur um den Sinn, gar nicht ums Zeichen geht, der hilft der Welt nicht zum Heil, sondern geht in ihr unter, deshalb sollte ein Priester seinen Freuden-Hausbesuch nur in Amtskleidung machen. Wem es umgekehrt nur um das Zeichen, gar nicht um dessen Sinn geht, in dem verdirbt die Kirche zu einem weltlich rangelnden Machtfaktor neben anderen, setzt konkurrierenden Organisationen zwar die eigene gegenüber, doch nicht mehr das vergessene Evangelium. In beiden Fällen ward das Salz schal (Mt 5,13).

Wer von Q, W und X deshalb, weil sie nicht zu "alle Buchstaben" gehören, behaupten wollte, daß sie nicht zu allen Buchstaben gehören, der hätte überhaupt nicht verstanden, was doch der Zweck seiner Zeichen ist: den Gehalt. Der Vergleich läßt sich weiter treiben: In jeder Sprache gehören andere Buchstaben zum Zeichen, sind andere von ihm ausgeschlossen. Auf spanisch sind D und O drinnen, B und H draußen, auf deutsch umgekehrt, auf englisch alle vier draußen.

Ähnlich gibt es, je nach den historischen Umständen, die verschiedensten Modelle von Kirche als Zeichensystem "Heil für alle". Die eine Kirche verlangt von ihren Priestern genitale Abstinenz, von ihren Laien eine - weltlich gesehen - irrsinnige Treue trotz gescheiterter Ehe, gestattet dagegen beiden ein Leben in materiellem Saus und Braus. Die andere Basisgemeinde läßt ihre Verantwortlichen heiraten und auch praktizierende Homosexuelle dazugehören; ihre Güter aber müssen sie mit den Armen teilen, mit kargem Dasein zufrieden sein. Dabei spricht - hoffentlich - keine Gemeinde den zeitlich Ausgeschlossenen auch das Heil bei Gott ab, kann es nur nicht zeichenhaft darstellen: daß "alle Buchstaben" auch das x mitmeinen, sieht man diesem Schriftzug nicht an, also muß man das x sonstwie kennen.

Ein vorbildliches Heilszeichen scheinen mir die schönen Sätze der russischen Osternachtfeier, wo es dem Sinn nach heißt: Die ihr so lange hart gefastet habt, freut euch; denn Christus ist erstanden, die Zeit der Fülle ist da. Und die ihr nicht gefastet habt - in Gottes Namen, freut euch auch. Das himmlische Paradox ist dabei, daß solch spontaner Ausbruch des Mauern niederreißenden Heilsgeistes selbst wieder Bestandteil des Buchstabens der Liturgie wurde. Nicht Selbstgerechtigkeit ist der Sinn des Fastens, sondern der Zugang zu jener geistlichen Kraft, die jegliche Absonderung von innen her sprengt.

Ist es unklug, solches ausgerechnet kurz vor dem Beginn der Fastenzeit zu veröffentlichen? Ich glaube: nein. Auch sie gehört zum nie endenden Hochzeitsfest, das Jesus verkündet und Christus seiner Kirche zu verkünden aufträgt. Hinter diesen Standpunkt fällt sie auch dann nicht zurück, wenn sie von Aschermittwoch bis Ostern den anderen Pol des Gottesreiches akzentuiert, nicht die erlöste Lust unseres besseren Ich sondern die Notwendigkeit, um seinetwillen das egoistisch-feige schlechtere Ich zu disziplinieren "wie man eine Rebe bindet, daß sie, statt im Staub zu kriechen, froh sich in die Lüfte windet". Ohne den belebenden Heiligen Geist der Einheit der Gegensätze töten beide Buchstaben, unfrohe Askese ebenso wie hemmungslose Feierei. Vom Geist des Neuen Bundes auf derselben Lebensbühne als gegensätzliche Gestalten auseinander- und zusammengehalten, sind sowohl Judentum und Christentum als auch (in beiden) Verzicht und Fest miteinander das eine gewaltige Drama, das wir noch lebenden Aktricen und Akteure auf den Brettern dieser Welt aufführen angesichts der Festgemeinde aus allen schon abgetretenen Mitspielern, deren Urteil sich jetzt bildet und jeder Figur kund wird, ehe sie, nach dem Abgang von der Bühne, sich auf ewig dazu setzen darf.


Zum Weiterdenken:

Dieselbe Braut in verschiedenen Gestalten: Nicht zwei Bräute hat Gott, eine einzige Partnerin liebt er von Anfang an bis zum Ende, sie aber in Etappen, die wohl geistig aufeinander folgen, in der Welt aber - sobald sie in ihr erschienen sind - nebeneinander präsent bleiben, damit sie sich zueinander verhalten, so daß jede von den anderen die göttlichen Akzente lernen kann, die bei ihr selbst weniger belichtet sind. Viele Etappen, eine Geschichte, siehe das am Schluß empfohlene Buch.

Werkstatt der Bibelwissenschaftler: Die Zitate entnehme ich dem großen Markus-Kommentar von Rudolf Pesch (Bd I, 174 f, Freiburg 1976). Dort auch Folgendes über das Fasten der Urkirche: "Die Zeit des kirchlichen Fastens wird mit "an jenem Tage" genauer bestimmt und doch unbestimmt gelassen. Die Unbestimmtheit rührt vom Stil der (prophetischen) Vorhersage her, in dem der Spruch gehalten ist. Mit der betonten Schlußwendung ist aber gewiß ein bestimmter (Fast-)Tag gemeint - auf keinen Fall der Jüngste Tag. Von den verschiedenen Deutungen dieses Fasttages dürfte diejenige vom wöchentlichen Fasten am Freitag (als dem Todestag Jesu) die wahrscheinlichste sein; denn wie die Gemeinschaft mit dem Bräutigam Begründung des Nichtfastens, so ist seine Hinwegnahme Begründung des Fastens; und "jener Tag" wird den Todestag Jesu, den Freitag bezeichnen sollen ... Daß in der frühen Kirche Fasten geübt wurde, ist ausreichend belegt: Apg 10, 30; 13,2; 14,23; 27,9; 2 Kor 6,5; 11,27; 1 Kor 7,5."

Grundstein und Stolperstein

Wie man eine Rebe bindet:

"Freiheit sei der Zweck des Zwanges,
Wie man eine Rebe bindet,
Daß sie, statt im Staub zu kriechen,
Froh sich in die Lüfte windet."

Mit diesem Vers beginnt in "Dreizehnlinden" von F.W.Weber [XVII,5] der Prior den fünften Abschnitt seiner Lehrsprüche an Elmar. Klugerweise sagt der Dichter "sei"; beim Zitieren (auch in meiner Erinnerung) wurde daraus meistens "ist", was auf Realitätsverdrängung hinausläuft. In seinem Kontext wendet der Spruch sich kritisch gegen Karls des Großen grausame Sachsen-"Bekehrung":

Uns uns selbst abzugewinnen,
Hat er todwund uns gehauen;
Zeigend nach den Himmelsburgen,
Nahm er uns die Erdenauen.

Dienen muß der faltenreiche
Kirchenmantel hundert Zwecken:
Ehrsucht, Habsucht, Machtgelüste,
Haß und Rache muß er decken.

Hier geht's zur Vorstellung meines neuen Buches

Das gewaltige Drama: Siehe dieses Buch.


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Siehe auch des Verfassers alten Predigtkorb von 1996 an

und seine kat-holische Theorie-Baustelle

Schriftenverzeichnis

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