Jürgen Kuhlmann: Neuer Predigtkorb

Auserwählt auf viele Weisen

Gedanken zum elften Sonntag im Jahreskreis


Täglich steht über Juden und Israel etwas in der Zeitung; da seien die heutigen Lesungen ein willkommener Anlaß, uns über das Verhältnis des christlichen Glaubens zum Judentum klarer zu werden. Zu diesem ungeheuren Thema sind ganze Bibliotheken geschrieben worden, im folgenden konzentrieren wir uns auf das Nach- und Miteinander - schon bei der Frage beginnt die Schwierigkeit: heißt es: der "Bünde" Gottes mit seinen Menschen oder: der Gestalten des Bundes? Sind die Juden Gottes auserwähltes Volk? Ja. Aber - die Christen sind es auch. Denn Jesus, ihr Stifter, ist der Auserwählte Gottes, und das nicht nur als jenes bestimmte Individuum damals sondern als der Mensch überhaupt, deshalb ist - in Christus - jeder Mensch auserwählt, insofern also auch - denn niemand lebt für sich allein - jegliches Volk. Wie paßt das aber alles zusammen? Verlieren die vertrauten Wörter bei solcher Ausweitung nicht ihren Sinn? Wenn jeder auserwählt ist, scheint keiner auserwählt. Soll man von Auserwählung also am besten nicht mehr sprechen? Dann hätte allerdings die Kirche ihren Namen verloren, die Ekklesia ist ja die Herausgerufene, die Kyriaké ist die dem Herrn Gehörige, für Christus Ausgesonderte. Fällt uns dann noch ein, daß unser Wort Sünde gleichfalls von "sondern" stammt, weil der Sünder sich für etwas Be-sonderes hält obwohl er doch aus dem all-gemeinsamen Teig gemacht ist, dann sollte die Frage klar sein: Wie gehen wir als Christen damit um, daß Juden, Christen und auch die Muslime sich je als Gottes Auserwähltes Volk verstehen?

In der ersten Lesung hören wir das gewaltige Wort, mit dem Gott in der Wüste Sinai seinen Bund mit dem Volk Israel beschreibt (Ex 19,4-6): "Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde, ihr aber sollt mir als ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören."

"Mein besonderes Eigentum" - um zu verdeutlichen, was damit gemeint ist, greifen Bibelwissenschaftler gern zu einer Erfahrung aus der kommunistischen Welt. Damals war das Ackerland verstaatlicht, gehörte angeblich allen und wurde - so sind wir Menschen - entsprechend verschlampt. Damit die Leute trotzdem genügend Salat und Zwiebeln bekamen, erklärte man einen kleinen Teil des gemeinsamen Bodens zum Sondergut einzelner Familien. Was dort wuchs, durften sie behalten, selbst verbrauchen oder auf eigene Rechnung verkaufen. Verständlicherweise wurden diese Flächen liebevoll bepflanzt, gedüngt, gepflegt. - Das Gefühl einer Gärtnerin, wenn sie ihren Blick vom Kolchos-Acker weg auf ihr eigenes Beet wandte: ungefähr diese herzlich-stolze Beziehung schreibt die Bibel Gott zu, wenn ER das Volk Israel sein besonderes Eigentum nennt. Wohl gehört IHM die ganze Erde, gewissermaßen aber nur weil es halt nicht anders geht. Wie sollte Gott es anstellen, daß etwas ihm nicht gehört? Israel aber gehört ihm nicht nur aus Notwendigkeit sondern aus freiem Entschluß: Dieses Volk hat ER sich auserwählt.

Nicht zur Freude aller Juden. Bei Kischon seufzt einer: Könnte Gott nicht einmal ein anderes Volk auserwählen, vielleicht die Deutschen? Der grimmige Scherz ist begreiflich. Seit dreitausend Jahren haben die Juden Entsetzliches erlitten, von doppelter Eifersucht bedrängt. Ihre Auserwähltheit kam den übrigen Völkern als unerträgliche Arroganz vor. Das ist auch im Kleinen so; wer sich im Klassenzimmer als etwas Besonderes aufspielt, muß es auf dem Schulhof oft büßen. Seit der Antike wurden Juden immer wieder verschleppt, entrechtet, verachtet, gequält, getötet. Und das Furchtbare ist: Sie leiden nicht nur durch die Eifersucht der anderen Völker, sondern letztlich durch Gottes eigene Eifersucht. ER sagt es selbst. "Sie haben meine Eifersucht geweckt durch einen Gott, der kein Gott ist", heißt es im Lied des Mose (Dtn 32,21). Die schlimmsten Plagen werden dem Volk angedroht, falls es den Bund mit Gott nicht treu einhält. "Immer neue Not bürde ich ihnen auf, ich setze gegen sie alle meine Pfeile ein. Sie werden ausgemergelt durch den Hunger, verzehrt durch die Pest und die verheerende Seuche. Den Zahn der Raubtiere lasse ich auf sie los, dazu das Gift der im Staube Kriechenden. Auf der Straße raubt das Schwert die Kinder, und in den Zimmern der Schrecken. Da stirbt der junge Mann und das Mädchen, der Säugling und der Greis." Angeblich haben die Nazis solche Bibelzitate sogar in der Zeitung abgedruckt - vermutlich ohne den Schluß, wo der Herr dann auch an Israels Feinden Rache nimmt.

Für den jüdischen Glauben besteht der Gegensatz zwischen dem einen erwählten Volk und den vielen anderen Völkern bis zum Ende der Zeiten. Dem christlichen Glauben stellt die Heilsgeschichte sich anders dar: In Jesus ist die Erwählung der Juden zu ihrer Fülle gelangt, er ist der von Ewigkeit her zu absoluter Gleichrangigkeit erwählte Bundespartner, ja Sohn Gottes, von dem die Kirche bekennt: "Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch Ihn ist alles geschaffen". Christus ist mithin nicht nur ein Mensch, irgendeiner aus Milliarden, vielmehr der Mensch, des Schöpfers verwirklichte Uridee, alle anderen sind wir insoweit Menschen, als wir zu Ihm gehören wie die Rebe zum Weinstock. Ohne Weinstock keine Reben, ohne Christus keine Menschen. Das gilt unabhängig von allem zeitlichen Früher oder Später, "ehe Abraham ward, BIN ICH" (Joh 8,58). Von den Urmenschen vor vielen hunderttausend Jahren vermutlich irgendwo in Afrika bis zu den Letzten unserer Art auf einer fast unbewohnbar gewordenen Erde - oder auf fremde Planeten ausgewandert? - konnte und kann jeder zu Recht die stolzen Sätze des Epheserbriefs (1,3-4) mitsprechen: "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt." Daß viele das nicht mitsprechen weil sie von ihrer Verwurzelung in Christus nichts wissen, tut nichts zur Sache. Nicht einmal die Geheimnisse unserer Bauchorgane kennen wir, trotzdem wirken sie wunderbar zusammen. Wichtig ist nicht, was man weiß, sondern ob es stimmt. Und das Trompetensignal des Evangeliums stimmt: Christus ist "das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet" (Joh 1,9).

Zwei Verständnisse von auserwählt haben wir kennengelernt, das jüdische und das christliche. Die Juden wissen sich als das auserwähle Volk gegenüber den "gojim", den nicht so erwählten "Heiden"-Völkern. Die Christen glauben, daß die jüdische Auserwähltheit in Christus gipfelt, in Ihm, als seine Glieder, sind alle Menschen auserwählt. Dieser Bund erneuert also die unbegrenzte Weite des uralten Gottesbundes mit Noach. Nach der Sintflut "sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren: Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind. Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde" (Gn 9,8-16).

So steht es im ersten Buch der hebräischen Bibel. Juden wie Christen stimmen darin überein, daß der Schöpfer-Gott mit der ganzen Menschheit einen Bund geschlossen hat, und zwar "für alle kommenden Generationen". Er wird durch die spätere Sonder-Erwählung Israels nicht außer Kraft gesetzt! Auch nicht, dann, durch die Sonder-Erwählung Jesu, und auch nicht durch die von ihm ausgehende Sonder-Erwählung des neuen Gottesvolkes, der Kirche, deren Anfang wir im heutigen Evangelium vernehmen, in Form einer Namensliste der zwölf Apostel. Auf ihrem Fundament ist das Christentum erbaut, zu dem wir uns bekennen.

Wie verhalten sich die verschiedenen Bünde oder Bundesgestalten zueinander? Es ist hier nicht der Ort, die komplizierte Geschichte der widersprüchlichen Antworten darzustellen, die von Juden, Christen (und Muslimen, Bahais, Humanisten) im Lauf der Jahrhunderte auf diese Frage schon gegeben worden sind. Stattdessen schlage ich ein christliches Verständnis vor, das auch den anderen Glaubensgemeinschaften gerecht wird.

Der eine Bund Gottes mit der Menschheit vollzieht sich in verschiedenen Gestalten. Jede enthält und bedeutet den ganzen Bund, mittels anderer Zeichen jedoch. Die Zeichen müssen einander widersprechen, in der Ausdrucks-Dimension faßt kein menschliches Bewußtsein, keine irdische Organisation den ganzen göttlichen SINN. Als Gleichnis bietet sich die Liebesgeschichte eines Menschenpaares an. Erfahrene wissen, wie gegensätzlich deren Etappen sind, doch ist jede nötig, um die ganze Wahrheit eines solchen Bundes auszudrücken. Die eine und selbe Freundin ist für IHN keineswegs auch stets die gleiche. Während die Gegensätze der Etappen sich bei einer irdischen Liebesgeschichte auf der Zeitachse ereignen, so daß in jedem Moment nur eine Wahrheit gilt, bleibt bei Gottes Bund mit der Menschheit jede einmal verwirklichte Etappe dauernd gegenwärtig, als bestimmtes Zeichen für die globale Öffentlichkeit. So bedeuten die Juden für immer die Stimmung der erwählenden ersten Liebe, sie wird von keiner späteren Etappe ebenso ausgedrückt. Christus samt dem ihn bezeugenden Christentum steht für das JA (2 Kor 1,20!) der Ewigen Hochzeit, da Schöpfer und Schöpfung sich zu einem Fleisch vereinigen. Weitere Etappen sind hier nicht Thema. Wichtig ist: Gott hat nicht viele Geliebte, "Eine ist meine Taube" (Hohes Lied 6,9), sie tritt auf der Weltbühne aber in vielen Gestalten auf, deren jede sich mit Recht als die auserwählte Gemeinde des Einzigen glaubt.

Verständlich, aber schlimm ist das Mißverständnis, das von Urzeiten an die Menschheitsgeschichte verdüstert. Eine IHRer Gestalten weiß: Ich bin SEINe wahre Geliebte, also bist du, fremde Glaubensweise, weil du mir widersprichst, eine rechtlose Rivalin, mithin - denn auf meine Beziehung zu IHM kommt alles an - gehörst du ausgerottet. Und so geschah es. Zum Kummer vieler gläubiger Menschen ist diese blutige Unlogik sogar in die Bibel eingedrungen, hat bis in unsere Tage Unzählige im Namen Gottes zu morden veranlaßt. Lebendiger Glaube, von Gottes Güte berührt, löst den Trugschluß auf. Einen solchen Augenblick erzählt Martin Buber, ich kenne dazu keinen schöneren Text und bringe ihn ganz:

Ich weiß nicht mehr genau, in welchem Zusammenhang wir auf jenen Abschnitt des Samuelbuches zu sprechen kamen, in dem erzählt wird, wie Samuel König Saul die Botschaft Gottes überbringt, die dynastische Herrschaft werde ihm entzogen, unter anderem deshalb, weil er den besiegten Amalekiterfürsten am Leben ließ. Ich berichtete meinem Gesprächspartner, wie furchtbar es mir schon in meiner Knabenzeit gewesen ist, diese als Botschaft Gottes erscheinenden Worte zu lesen (und mein Herz nötigte mich, sie immer wieder zu lesen oder auch nur daran zu denken, daß dies in der Schrift geschrieben steht); wie grauenerregend es mir schon damals war, zu lesen oder zu erinnern, wie der heidnische König, mit dem Spruch auf den Lippen "Sei's drum, schon wich des Todes Bitterkeit" auf den Propheten zugeht, um von ihm "zerhauen" zu werden. Ich sagte zu meinem Partner: "Ich habe es nie glauben können, daß dies eine Botschaft Gottes sei."

Unter gerunzelter Stirn und zusammengezogenen Brauen flammte der Blick des Mannes, der mir gegenüber saß, mir in die Augen. Er schwieg wieder. "So", brachte er endlich hervor, so? Also das glauben Sie nicht? - "Nein", antwortete ich "ich glaube es nicht." "So? so? Sie glauben es nicht?" wiederholte er fast drohend. Und ich noch einmal:, "Nein." - "Was ... was ..." - er stieß das Wort Mal um Mal vor sich her - was glauben Sie also?" "Ich glaube", sagte ich ohne zu überlegen, "daß Samuel Gott mißverstanden hat," Und er, wieder langsam, aber leiser als bisher: So? das glauben Sie?" Und ich: "Ja." Dann schwiegen wir beide. Nun aber begab sich etwas, dessengleichen ich vorher und nachher in diesem meinem langen Leben nur selten gesehen habe. Das zornige Gesicht mir gegenüber wandelte sich, wie wenn eine Hand beschwichtigend drüber gefahren wäre. Es erhellte sich, klärte sich, war nun hell und klar mir zugewandt. "Nun", sagte der Mann mit einer geradezu sanften Deutlichkeit, das meine ich auch." Und wieder schwiegen wir beide, eine gute Weile lang [Martin Buber, Begegnung, Heidelberg 1978, 71 ff].

Wie sähe, sooft SIE einer scheinbaren Rivalin begegnet, der spirituell korrekte Schluß aus? Vielleicht so: Meine Wahrheit ist SEINe echte Geliebte. Du, Fremde, widersprichst mir auf der Bühne des Welttheaters, doch hoffe ich, daß du "in echt" keine Rivalin bist, lediglich eine andere Gestalt IHRer die auch ich bin, du geprägt von einer anderen Etappe unserer Liebesgeschichte. Ich will deshalb meine Wahrheit gegen deinen Widerspruch weiter bezeugen, hoffe jedoch, daß wir beide beim Schlußbeifall nach dem letzten Akt versöhnt beisammen stehen und dann wissen, daß wir unsere gemeinsame Wahrheit miteinander genauer ausdrücken als jede für sich allein.

Was mache ich also mit eigenem Gefühl und fremdem Anspruch, von Gott auserwählt zu sein? Ich nehme beide ernst und richte mich darauf ein, daß beiden eine tiefe Wahrheit zugrundeliegt, auch wenn weder ich selbst noch mein Gegner das begreifen kann. Ich stelle mir vor, jede Glaubensweise sei so etwas wie das auserwählte Organ einer Reichbegabten. Der SINN des Ganzen gleicht einer Künstlerin, die sich nicht nur auf eine Kunst festgelegt hat. Wenn sie eine ausübt, erwählt sie das betreffende Organ als ihr liebstes. Beim Flötespielen sind ihre Lippen besonders auserwählt, beim Abschmecken die Zunge, beim Flamenco-Tanz die Füße, beim Meißeln der Bildhauerin die Faust. Werden die Organe miteinander rivalisieren? Nur wenn sie sich auf "sündige" Weise für etwas Be-sonderes halten, abgelöst vom Ganzen der Person. Zwar weiß jedes: Ich bin auserwählt, die anderen nicht. Das gilt freilich nur innerhalb der je eigenen Kunst! Der Tänzerin Fersen wissen sich ihren Lippen zu Recht überlegen, wie auch die Lippen der Flötistin einem Fuß. Kein Organ kann die Sonderwahrheit eines andern innerlich verstehen; jedes ist versucht, den fremden Auserwähltheits-Anspruch abzuweisen - nicht wissen aber ahnen können jedoch beide, daß ihre gemeinsame Tiefenperson vielleicht, in anderer Sinnweise, auch den Gegner auserwählt.

Diese Vorstellung hilft mir, meinen bestimmten katholischen Glauben zu bezeugen und zugleich die kat-holische Hoffnung, auch Evangelische, Juden, Muslime und Bahais seien von Gott auserwählt. Buddhisten wollen das nicht sein, mit ihnen fühle ich mich als eins vieler Mehrlinge im Schoß der Urmutter vereint. Mit Humanisten endlich, seien sie skeptisch oder gottlos, fühle ich mich verbunden wie einer von zehn Fußzehen, die sich in finsterer Nacht eine Treppe hinabtasten. Probieren Sie es aus: Der Mensch ist dabei ganz Fuß, sieht von seiner Gesamtperson total ab. Der Zehen Lebenssinn besteht jetzt einzig darin, in jedem Augenblick auf dem Boden der Tatsachen das Rechte zu tun. Nur wenn sie das schaffen, bin ICH zufrieden.

Danke darum, Gott Du unser Ich, daß wir Dein auserwähltes Volk sein dürfen. Und danke auch, daß unsere andersgläubigen Freunde es auf vielerlei gegensätzliche Weisen hoffentlich ebenfalls sind.


Zum Weiterdenken:

Hier geht's zur Vorstellung meines neuen Buches

Weitere Etappen werden in diesem neuen Buch aufgezeigt. So wurde es am 22. November 2001 in der Nürnberger Zeitung vorgestellt.

Organe: Das neutestamentliche Gleichnis (1 Kor 12) darf - wenn nicht im Glauben so doch in Hoffnung und Liebe - auf die Ökumene der Konfessionen und die Große Ökumene der Weltreligionen erweitert werden.

Rivalisieren? Ja, aber nicht militant, sondern um das Gute wetteifernd, schlägt Lessing in der berühmten Ringparabel vor. Da läßt der weise Nathan den Richter mahnen:

"Wohlan!
Es eifre jeder seiner unbestochnen
Von Vorurteilen freien Liebe nach!
Es strebe von euch jeder um die Wette,
Die Kraft des Steins in seinem Ring' an Tag
Zu legen! komme dieser Kraft mit Sanftmut,
Mit herzlicher Verträglichkeit, mit Wohltun,
Mit innigster Ergebenheit in Gott
Zu Hilf'! Und wenn sich dann der Steine Kräfte
Bei euern Kindes-Kindeskindern äußern:
So lad' ich über tausend Jahre
Sie wiederum vor diesen Stuhl."

Urmutter: Siehe die Pfingstpredigt.

Hier geht's zur Vorstellung meines Patmos-Buches von 1977.

Gott Du unser Ich ist der Titel meines Buches, das 1977 bei Patmos erschien. Es ist (für 9,80 €) immer noch lieferbar.


Hier ist ein Angebot für Freunde meiner Internet-Gedanken: Auf einer CD habe ich unter dem Titel "Christliches Stereo-Denken" alles, was auf verschiedenen Servern veröffentlicht ist, zusammengestellt und intern verknüpft sowie mit Bildern und Liedern angereichert. Außerdem sind sechs Bücher im WORD-Format dort zu lesen (die elektronischen Bücher Nr. 2,5,6,7,10 der Liste). Im Ganzen meldet der Rechner fast tausend Dateien. Ein Teil der Ernte von über vierzig Jahren Theologie steht zur Verfügung und kostet nur 8,50 Euro + Porto, insgesamt unter zehn Euro. Für Religionslehrer, Pfarrer und andere Profis eine Fundgrube, für deren Freunde eine sinnige Geschenk-Idee. Bestellungen bitte direkt an mich, um Verwechslung mit dem Müll zu vermeiden bitte mit klarem Betreff: CD-Bestellung. Seit Anfang Dezember 2004 ist die neue Auflage mit allem bisher im Netz Veröffentlichten verfügbar.


Volle Internet-Adresse dieser Seite: http://www.kath.de/predigt/jk/erwaehlt.htm

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Siehe auch des Verfassers alten Predigtkorb von 1996 an

und seine kat-holische Theorie-Baustelle

Schriftenverzeichnis

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