Jürgen Kuhlmann: Neuer Predigtkorb

Dreifach-eine Liebe

Gedanken zum Dreifaltigkeitsfest


I.

Das Dreifaltigkeitsfest macht vielen Predigern Kopfweh. Fällt es mir und meinen Zuhörern nicht schon schwer genug, überhaupt an Gott als den SINN des Ganzen zu glauben? Müssen wir auch noch so tun, als wüßten wir genau Bescheid über Gottes verborgenes Leben: daß er in drei Personen ein einziger Gott ist? Erstens scheint das eine unverständliche Aussage: wie kann eins zugleich drei sein? Zweitens wirkt es wie dummdreiste Anmaßung, sich auch noch da auskennen zu wollen, wo andere Menschen angesichts des Unsagbaren ehrfürchtig verstummen. Wo man von einem machtvoll guten Herrn des Weltalls nicht einmal so viel sehen kann, daß es ihn gibt - da lehrt die Kirche, daß in Gott drei Personen sind: nicht zwei, nicht vier, genau drei. Solche Exaktheit mitten im großen Geheimnis, wo anscheinend kein Mensch etwas sicher wissen kann: ist dieser Anspruch nicht vermessen - oder eher lächerlich?

Wir dürfen das Dreieinigkeitsdogma nicht auf naiv-kindische Weise mißverstehen, als wäre die Lehre von den drei göttlichen Personen eine ähnliche Information wie ein Zeitungsbericht über den Urlaub eines Milliardärsklüngels in der Südsee. Sondern gerade das, was wir Menschen Tag um Tag sind - oder sein könnten, sollten, möchten - eben unser menschliches Sein ist zugleich eines und zugleich dreifach gespannt. Das kann gar nicht anders sein; denn in Gott "leben wir, bewegen wir uns und sind wir" (Apg 17,28).

Die Zahl drei bezeichnet im Dogma nicht - nebeneinander vorgestellt - verschiedene Dinge oder Personen, sondern verschiedene Beziehungen zueinander innerhalb des einzigen unendlichen Bewußtseins. Und über diese Beziehungen wissen wir keineswegs so Bescheid, daß jeder Unrecht hätte, der uns hier widerspricht. Sondern wir glauben an eine Wahrheit, die uns offenbart worden ist. Wer sie nicht glaubt und uns darum widerspricht, muß sich deshalb nicht irren. Unsere jüdischen und moslemischen Mitfrommen haben diese Offenbarung nicht empfangen, für sie ist das göttliche Urbild der Sonne nicht bunt sondern weiß. Wie auch das Licht der natürlichen Sonne für jeden Menschen - solange er kein Prisma hat. Wer durch das christliche Glaubens-Prisma die sinnreiche göttliche Buntheit wahrnehmen darf, tue das demütig, schreie nicht herum: Leute, die Sonne ist bunt! Denn jeder weiß, daß dies im üblichen Sinn nicht stimmt. Nicht ein Teil der Sonne ist rot und ein anderer blau, sondern die ganze Sonne ist geheimnisvoll zugleich alle Farben. Ähnlich ist Gott nicht drei sondern drei-einig.

Wie erhielten wir das Prisma? Und was zeigt es uns?

II.

Wie kam das Christentum dazu, an Gott den Drei-Einen zu glauben? Begleiten wir den Apostel Johannes durch sein Leben. Der Knabe schon betet zum Gott seiner Väter. Er hat von den Großtaten des geschichtsmächtigen Herrn gehört. Beim ersten Tempelbesuch mag ihm aufgegangen sein, wie strahlend herrlich Jahwe ist. Zusammen mit anderen Betern rezitiert er die alten Psalmen und erlebt, wie der gewaltige Jemand, zu dem er spricht, wirklich da ist, ihm zuhört, ja antwortet auf eine zugleich unverkennbare und unbeschreibliche Weise. In solchen Augenblicken weiß Johannes (wenngleich er es nicht so philosophisch ausgedrückt hätte): ich bin der absoluten Wirklichkeit gegenüber: DIR, mein unendliches DU.

Eines Tages trifft er Jesus. "Und sie gingen mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde." Wer ist dieser Mann? Ein guter Mensch, ein Heiliger, ein Umstürzler, ein Prophet, ein Genie? All das ist er. Aber nicht nur das. Johannes und seine Freunde spüren: Jesus ist einfach ganz anders als sämtliche Menschen, die sie kennen: selbstsicher und freundlich, unerbittlich und verständnisvoll, und alles auf eine zugleich erschreckende und beseligende, sozusagen übermenschlich menschliche Weise. Nicht Idealisierung eines Menschen, nicht Vermenschlichung einer Idee, sondern Nachhall dieser Grunderfahrung sind die gewaltigen Aussagen, die das vierte Evangelium Jesus in den Mund legt: ICH bin das Licht der Welt; ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; ihr seid von unten, ICH bin von oben; ehe Abraham ward, bin ICH. Wer solches über einen Menschen sagt, gibt zu verstehen: in ihm ist die absolute Wirklichkeit gegenwärtig. In Jesus ist also Gott selbst auf menschliche Weise in der Welt. Wie aber? Gleich dem Jünger betet doch auch Jesus zu Gott, ganze Nächte hindurch sogar. Seine Freunde erleben, wie Jesus betet. Nichts natürlicher als das, und doch wird damals das Bewußtsein der Menschheit derart in seiner Tiefe erschüttert, daß es nie mehr zur Ruhe kommen wird. Jesus, in dem Gott selbst anwesend ist, betet zu Gott als einem Anderen! Also ist der eine Gott in sich selbst zugleich zwei! Und doch ist es ein und derselbe Gott. Eins und zwei sind also im Göttlichen keine Widersprüche.

Damit aber nicht genug. Noch lebt Johannes im Reich der Gegensätze. Gott ist ein Anderer, Jesus ist ein Anderer. Aber "es ist gut für euch, daß ich fortgehe ... sonst käme der Beistand nicht zu euch". Am Karfreitag steht Johannes unter dem Kreuz. Ist jetzt alles aus? Zunächst scheint es so. Doch dann kommt alles ganz anders. Zusammen mit den übrigen hört er: "Empfangt den Heiligen Geist". Und plötzlich spürt Johannes das Grundwasser unendlicher Begeisterung in der Tiefe seines Gemütes rauschen, steigen und sein Herz mit Zuversicht erfüllen. Auf einmal ist er selbst dabei, vernimmt Jesu Selbstbewußtsein und Gespräch mit dem Vater nicht mehr als staunender Fremder von außen, vielmehr hat die - jeden Gegensatz versöhnende - unendliche Einheit des göttlichen Liebesbundes sich in den Sinn des Glaubenden hineinverlegt und erfüllt ihn ganz mit sich selbst: der "dritten" Seinsweise Gottes, als Liebes-EINS unverwechselbar mit dem DU (des Vaters) und dem ICH (des Sohnes). Seit Jesus uns genommen ist, seit wir die Begeisterung seiner Einheit mit Gott nicht mehr auf seinem Gesicht leuchten sehen, seither überfällt sie uns von innen als strahlende Gewißheit: auch ich endliches Wesen gehöre doch zum Unendlichen; denn ich lebe in Christus wie im Weinstock die Rebe, und Christus ist kein anderer als in Person das ewige ICH, bezogen auf das ewige DU und mit ihm ewig EINS.

III.

Gibt es, innerhalb des Glaubens und sein Verständnis verdeutlichend, auch ein Vorstellungsbild dieses erhabenen Geheimnisses? Ich glaube, ja. Versuchen Sie es. Vielleicht ergeht es Ihnen dann besser als jenem Konfirmandenkurs, wo der Punkt Dreifaltigkeit ausfallen mußte, weil der Pfarrer selbst nichts mit ihm anfangen konnte.

Es gibt Familien, da verhält sich der Vater eher mütterlich und die Mutter mehr väterlich. Normalerweise stellt man es sich so vor, daß die Mutter lieb und fürsorglich zu ihrem Kind ist, während der Vater strenge Forderungen stellt, und wehe, das Kind wird ihnen nicht gerecht. Der Gegensatz von Mutter- und Vaterliebe ist ein Urbild, das in uns allen lebt. Deshalb verstehen wir sofort, wenn in einem Kitschdrama der vom Vater verstoßene Sohn von der Mutter heimlich etwas zugesteckt bekommt. Das begreift jemand sogar dann, wenn es bei ihm daheim eher umgekehrt zuging, weil die Mutter hinter den Hausaufgaben her war, der Vater dagegen auch die Kinder den Frieden spüren ließ, aus dem er zu Hause Kraft für neue Kämpfe draußen schöpfte. Beide Lieben gehören zusammen, jedes Kind braucht sie zum Gedeihen, jeder Erwachsene muß zu beiden Haltungen fähig sein. Mutterliebe allein wäre sentimentale Schwäche, Vaterliebe allein würde zu überhartem Zwang.

Und sogar beide zusammen wären nicht genug, käme nicht eine dritte Weise von Liebe dazu. Stellen wir uns vor, wie das junge Elternpaar sich lächelnd über den Babykorb beugt. Was bedeutet ihr Blick? Ungefähr dies: Du darfst sein. Wie schön, daß es dich gibt. Was da in dir noch schlummert, dein eigenes, besonderes, einmaliges Ich: zu ihm sagen wir ausdrücklich und unbedingt: JA. Es soll dich geben. Du hast das Recht, da zu sein. - Beachten wir wohl den Unterschied dieser unbedingten Liebe sowohl zur mütterlichen als auch zur väterlichen Liebe.

Mutterliebe (auch, wie gesagt, des Vaters!) ist gefühlvoll, warm, bergend - läuft aber Gefahr, das Kind allzusehr zu umfangen, vor lauter Liebe zu erdrücken. Ein Familienberater mußte einmal sogar ein indianisches Sprichwort erfinden, um eine solche Mutter aus ihrem erstickenden Liebesdrang zu befreien. Ihr Kind, klagte sie, mache ihr solche Sorgen, habe keinen rechten Kontakt mehr zu ihr. - Wie alt ist das Kind denn? - Siebenundzwanzig. - Wissen Sie, sagte der Berater darauf, die Indianer haben ein Sprichwort: Wenn die Büffelkuh die Nabelschnur nicht abbeißt, muß das Kalb das selber tun ... Die unbedingte Liebe hingegen ist respektvoll, achtet ohne Wenn und Aber das Eigenrecht dieser bestimmten Person, selbst unter solchen Umständen, wo jegliches Liebesgefühl längst verschwunden ist. Deutlicher noch ist ihr Gegensatz zur bedingten Vaterliebe (auch der Mutter). Die sagt: Wenn du das Rechte tust, dann achte und liebe ich dich, sonst muß ich dich verurteilen. Von solchen Forderungen weiß die unbedingte Liebe nichts. Wie sollen wir sie nennen?

Ich stelle mir vor: Dreißig Jahre sind vergangen, aus dem Baby ist ein Mann geworden, der alle drei Lieben in gesunder Balance verinnerlicht hat. Jetzt wartet er auf ein wichtiges Vorstellungsgespräch. Ein letzter Blick in den Spiegel. Die Mutterliebe schmeichelt ihm: O ja, man mag mich, bin schon ein lieber Kerl. Hoffentlich sieht die Kommission es gleich ebenso. - Kritisch mahnt die Vaterliebe: Dein Krawattenknoten sitzt schief. So ist's besser. Und achte auf deine Aussprache, verhasple dich nicht, bleib besonnen, dann hast du deine Chance. - Die unbedingte Liebe schließlich stellt fest: Egal wie es ausgeht - ich bin ich. Sein darf ich auf jeden Fall, egal ob ich hier arbeiten darf oder nicht. - Die unbedingte Liebe heißt schlicht: Selbstliebe. Solange das Ich noch schläft, nehmen die Eltern sie stellvertretend wahr, beide wirken zusammen wie ein unbedingtes, machtvolles Selbst des Kindes; so lernt dessen Selbstliebe sich sowohl von der bloß mütterlich-bergenden wie von der nur väterlich-kritischen Liebe zu unterscheiden. Je kräftiger das Ich heranwächst, um so mehr nimmt es die Selbstliebe in die eigene Person auf, bis sie beim gesunden Erwachsenen voll verinnerlicht ist und als ihren Gegenpol die unentfremdete Selbstzuversicht erzeugt. Auch die übrigen beiden Lieben müssen von anderen Personen mehr und mehr unabhängig werden und innere Kräfte der Seele selbst erwecken. Dann begegnet - trotz äußerlicher Kälte - der warm bergenden göttlichen Mutterliebe unser Urvertrauen, und - auch im einlullenden Wohlstand - Gottes kritischer, sinnstiftender Vaterliebe unser Gewissen.

"Gott ist die Liebe", heißt ein Kernsatz der christlichen Botschaft (1 Joh 4,8). Die Liebe ist aber nichts anderes als das untrennbare Ineinander der drei verschiedenen Weisen von Liebe und Gegenliebe. Jede von ihnen ist die Liebe, und doch sind sie nur zusammen die Liebe. Können wir uns das irgendwie vorstellen? Und wie verhalten sich die drei Lieben zu den drei göttlichen Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist?

Ausgehen wollen wir von einem weithin unbekannten Satz im letzten Buch der Heiligen Schrift (Offb 21,16). Dort heißt es über die endzeitliche Stadt Gottes: "Ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich", und zwar je "zwölftausend Stadien", das wären mindestens 2200 km. 12000 ist aber natürlich eine symbolische Zahl: Zwölf (Zahl der Vollkommenheit) mal tausend (= unermeßlich). Die Würfelform erinnert an das Allerheiligste im Salomonischen Tempel: "Im Inneren des Hauses richtete er die Gotteswohnung ein, um die Bundeslade des Herrn aufstellen zu können. Die Wohnung war zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch; er überzog sie mit bestem Gold" (3[1] Kön 6,19 f). Während dieser Würfel von neun Metern Seitenlänge nur ganz selten vom Hohenpriester betreten werden durfte, steht die ewige Stadt Gottes allen Guten allzeit offen: "Die Völker gehen den Weg in ihrem Licht ... und ihre Tore werden nimmermehr geschlossen am Tag - Nacht aber wird es dort nicht geben" (21,24 f). Stellen wir uns die erlöste Schöpfung, in der wir schon leben, darum einmal als schimmernd bunten Kristallwürfel vor, als ungeheure Kathedrale aus Himmelsglas.Die sechs Würfelflächen entsprechen der dreifachen Liebe und Gegenliebe. Nehmen wir an, eine Person steht staunend im Eingangsportal links unten vorn. Dann kann sie in drei Richtungen blicken.

Erstens hinauf. So begegnet unser Herz der väterlichen Liebe Gottes, versinnbildet im gelben Glanz der Sonne, wie ein Kind sie malt. Von oben strahlt dieses Licht hernieder und wendet sich mit seinem maßlosen und doch so wahren Anspruch an unser Gewissen: Du sollst den Herrn deinen Gott lieben aus allen deinen Kräften, und deinen Nächsten wie dich selbst. Wir fühlen: So ist es recht. Unser bußbereit violetter Domboden ergibt mit dem gelben Gotteslicht zusammen das ganze weiße Spektrum. Widersprechen darf und will ich diesem Lichte nicht.

Ehe ich vor ihm vergehe, senke ich den Blick und schaue zweitens nach hinten in die Tiefe der Kathedrale, wo sie im sanften Blau des Meeeres leuchtet, aus dem alles Leben stammt. So begegnet mein Urvertrauen der Mutterliebe des Heiligen Geistes, der freundlichen Gnade in Person, die mich mild umfängt und in sich geborgen sein läßt, so daß all meine Angst sich löst und ich jubelnd weiß: Alles ist eines und ich bin dabei. Meine Freude wird bedeutet von der lustig orange leuchtenden Vorderwand der Kathedrale; Orange mit Blau zusammen ergibt ebenfalls das ganze weiße Licht. Auch Jesus hat "im Heiligen Geist gejubelt" (Lk 10,21), in IHR (in Jesu Muttersprache ist "Geist" ein weibliches Wort!), die in seinem Herzen immer neu ihren unendlichen Frieden aufquellen ließ.

Bevor ich mich aber in ihrer Wonne ganz verliere, wende ich mich drittens von links her, wo mein freies Ich in der Farbe von Blut und Feuer rot leuchtet, selbstbewußt nach rechts, wo die Kathedrale grün erstrahlt, in der Farbe des tiefinnerlichen SELBST, des Urgrundes aller Wirklichkeit, der das Ich als seinen lebendigen Ausdruck unbedingt bejaht, als sein ICH-WORT, sein vollkommenes Abbild ohne die mindeste Fremdheit. Die linke, rote Wand der Kathedrale bedeutet dieses unendliche Ichwort Gottes, das in Jesus Mensch geworden ist und uns andere, die "Beiwörtlein" (sagt Meister Eckhart) in sich aufnimmt, mit seinem eigenen freien Selbstbewußtsein erfüllt. Wunderbare Erfahrung, solches vom Ganzen getragene und bejahte Selbstgefühl! Ich darf mich lieben, denn Gott liebt mich, und nicht nur wie etwas Fremdes, unwillig und nebenbei, wie ein reicher Mann einem Bettler eine Münze hinwirft, sondern als sich selbst liebt mich Gott, als Stück seines persönlichen Lebens, so wie ich einen Finger liebe und hege, denn mir tut es weh, wenn der Finger schmerzt. - Damit ich meinen guten Stolz aber nicht hochmütig mißverstehe und aus einem gesunden Organ zum Krebsgeschwür entarte, deshalb erhebe ich den Blick wieder in die Höhe, aus der Gott unser Herr mich zur Verantwortung ruft.

Mit dem Alltagsverstand begreifen läßt das geheimnisvolle Ineinander der drei Liebesweisen sich nicht; jede scheint den anderen zu widersprechen. Ob Gott uns aus reiner Gnade annimmt oder je nach unseren Taten beurteilt, auch über dieser Frage ist zur Lutherzeit die Kircheneinheit zerbrochen. Ob der Mensch letztlich von Gott abhängig oder selbständig sei, dieser Streit verwirrt das moderne Gemüt. Wer bei solch klaren Fronten nicht Partei ergreifen, sondern Frieden stiften möchte, gilt als dumm, naiv oder feige; ernst nimmt man ihn nicht. Und doch täuscht jene angebliche Klarheit. Einfarbig sind wohl die Wände des himmlischen Würfels, sein Inneres ist wundersam bunt. Aufgabe der christlichen Vernunft ist es, jedem ideologisch räsonnierenden Verstand zu widersprechen. In Gott leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Weil unser "göttliches Milieu" (Teilhard de Chardin) drei-einig liebend ist, deshalb entspricht ihm von uns aus allein die Drei-einigkeit von Urvertrauen, Gewissen und Selbstzuversicht. Wo auch nur eine Dimension fehlt, da lebt ein Herz nicht in Gott, sondern krankt im Bann einer selbstverfertigten Götzenfigur. Von denen allen erlöse uns täglich neu die Allerheiligste Dreieinigkeit, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen


Zum Weiterdenken:
Andere Dreifaltigkeitspredigten:

Die Dreieinigkeit als Heilsspannung

Dreifaches Gegengift

Mutterliebe des Heiligen Geistes: Siehe diese Pfingstpredigt.

Drei-einigkeit von Urvertrauen, Gewissen und Selbstzuversicht: Die dreifach-eine göttliche Liebe drängt uns, alle Menschen zu achten. Deshalb ist dieses wunderbare Fresko (Jahrhunderte lang - weil unzulässig - übertüncht, wurde es erst vor Jahrzehnten wiederentdeckt) Titelbild meines Buches.

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Im IV. Hauptteil wird das drei-einige Friedensprinzip dargestellt als sechsgliedriger geistiger Rhythmus um seine Mitte, den Entschluß. So wirken die drei göttlichen Liebesweisen zu unserer seelischen Gesundheit zusammen.


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Volle Internet-Adresse dieser Seite: http://www.kath.de/predigt/jk/drei-ein.htm

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Siehe auch des Verfassers alten Predigtkorb von 1996 an

und seine kat-holische Theorie-Baustelle

Schriftenverzeichnis

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