Jürgen Kuhlmann: Neuer Predigtkorb
Lesejahr B

Die unbegrenzte Rückwirkung des Ostersieges

Gedanken zum zweiten Sonntag im Jahreskreis


"Was sucht ihr? - Rabbi, wo wohnst du? - Kommt und seht. - ... Es war um die zehnte Stunde." Gegen vier Uhr nachmittags hat Jesus mit dem Aufbau seiner Jüngerschar begonnen. Warum steht diese Einzelheit im Evangelium? Wahrscheinlich (so meine ich) weil es wirklich so war und einer der beiden Jünger es sein Leben lang erwähnte, sooft er von dieser Begegnung erzählt hat. Bestimmt wissen auch Sie bei so manchem Schlüsselereignis Ihres Lebens noch die Tageszeit.

Für die zwei jungen Männer war die Begegnung mit dem Menschen, in dem sie später den von Israel lang erwarteten Offenbarer erkannten, das einschneidendste Ereignis ihres Lebens. Ähnlich einem Leuchtturm an dunkler Küste strahlte dieser Augenblick aus der sonst weithin vergessenen Jugendzeit mit unverminderter Leuchtkraft bis ins hohe Alter. Ja, er strahlt, sooft dieses Evangelium vorgelesen wird, bis in unsere Tage und weiter in unabsehbare Zukunft.

Über das Verhältnis der herausragenden Momente einer Geschichte zu ihren anderen Zeiten, die als dunkel gelten, wollen wir uns heute Gedanken machen. Auch in der ersten Lesung wird ein solcher Moment erzählt: "Der junge Samuel versah den Dienst des Herrn unter der Aufsicht Elis. In jenen Tagen waren Worte des Herrn selten; Visionen waren nicht häufig. Eines Tages geschah es: Eli schlief auf seinem Platz; seine Augen waren schwach geworden, und er konnte nicht mehr sehen. Die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel schlief im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes stand. Da rief der Herr den Samuel, und Samuel antwortete: Hier bin ich. Dann lief er zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen! Da ging er und legte sich wieder schlafen. Der Herr rief noch einmal: Samuel! Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn. Geh wieder schlafen! Samuel kannte den Herrn noch nicht, und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart worden. Da rief der Herr den Samuel wieder, zum drittenmal. Er stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, daß der Herr den Knaben gerufen hatte. Eli sagte zu Samuel: Geh, leg dich schlafen! Wenn er dich (wieder) ruft, dann antworte: Rede, Herr; denn dein Diener hört. Samuel ging und legte sich an seinem Platz nieder. Da kam der Herr, trat (zu ihm) heran und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört."

Das ist packend geschildert. Mit dieser Berufung fängt ein neuer Abschnitt in Israels Geschichte an, Samuel wird später in Gottes Auftrag sowohl Saul als auch David zum König salben.

Wie aber, wenn das alles gar nicht so war? Wenn statt der biblischen Weisheit die im Weihnachts-SPIEGEL 2002 ausgebreitete angeblich neueste Bibelwissenschaft recht hätte, der gemäß das Alte Testament kein insgesamt zuverlässiger Bericht ist, vielmehr "das Ergebnis eines Machtgerangels um die religiöse Federführung - ein kulturpolitischer Krimi, angeführt vom Hohenpriester in Jerusalem, der historische Fakten umschrieb und seine eigenen Großmachtträume in die Vergangenheit projizierte"?

Treffend antwortet im nächsten Spiegel W. Miosga: "Auch wenn Sie einem geliebten Menschen den Schädel öffnen, finden Sie nichts als ein Häufchen Matsch. Glaubt jemand, das ist dann wirklich alles?" Entfalten wir diese Glaubenssicht.

Damit geschichtliches Leben verständlich wird, müssen in Raum und Zeit einzelne Punkte besonders herausgestellt werden, abgehoben von dem, was vor ihnen und um sie her geschah. Über eine sanft gewellte Steppe läßt sich nichts Packendes sagen; dazu aber drängt es den Geschichts-Erzähler, er will eine von ihm erblickte Sinngestalt zeigen. Also geht er her und modelliert aus der scheinbar einheitlichen Landschaft heraus, was ihr wahres Bild sein soll, trägt von einer Hügelkuppe alles Angeflogene und Aufgeschüttete ab, bis sie auch fremden Augen als das erscheint, was sie für sich selbst und den Erzähler war: ein schroffer Gipfel. Natürlich kann ein solches Verfahren sich immer nur weniger Punkte aus der unüberschaubaren Menge annehmen. Andere Hügel ringsum, die auch einen Gipfel verbergen, werden um des einen willen völlig abgetragen und verschwinden, unerinnert, als bloßer Abfall der herausgebildeten Gestalt.

Umgekehrt verfährt inzwischen die Wissenschaft. "Archäologen auf den Spuren der Heiligen Schrift" [SPIEGEL-Untertitel] wühlen sich durch eben diese Abfälle und rekonstruieren aus Resten jene Konkurrenzgestalten, die als Gipfel in den damals beiseitegeräumten Hügeln gesteckt hätten aber nicht auf uns gekommen sind, weil ihrer kein Erzähler sich annahm.

Ein Beispiel: Dem jüdischen und christlichen Bewußtsein leuchtet das Alte Israel als Insel des reinen Glaubens an den wahren Gott, mitten im Meer götzendienerischer Völker ringsum. Irrtum! wedeln die Archäologen mit Tausenden von Stempel-Siegeln: "Noch um 600 v.Chr. lebte die Bevölkerung von Juda polytheistisch wie ihre Nachbarn. Es gab keine Unterschiede zwischen ihrer Religion und den umliegenden Kulturen ... In Kanaan wimmelte es von Götzen."

Was ergibt sich für den Glauben? Mag schon sein, daß sein altes Israelbild quantitativ nicht stimmt. Entscheidend ist seine qualitative Wahrheit. Der SPIEGEL leugnet nicht, "dass sich damals in Kanaan tatsächlich eine ‚Jahwe-allein-Bewegung' formierte. Doch deren Anhänger waren noch ‚randständige Außenseiter', die erst langsam an Einfluss gewannen." Klasse, nicht Masse: das scheint mir ein wichtiges Leitprinzip für gläubige Menschen. Alles, was in der Heiligen Schrift geschrieben steht, hat auf jeden Fall im Bewußtsein der Schreiber und ersten Leser deutlich gelebt. Und dieser Bewußtseinsinhalt, nicht irgendwelche äußeren Realitäten, ist das Medium der göttlichen Offenbarung. So, als diese klar konturierten Gipfel, will die absolute Wahrheit den Gläubigen erscheinen, unabhängig, von was für Hügeln oder gar Ebenen solche Gipfel zeitgenössischen Augen bis zur Unkenntlichkeit verhüllt gewesen sein mögen.

Wer das begreift, erwacht wie aus einem ideologischen Dämmerschlaf, muß die bergzertrümmernden Erkenntnisse der eigenen Epoche nicht länger wegdrängen. Er darf sie im Gegenteil - wirke dieser Vorschlag zunächst auch wie ein Schock - als eine Erfüllung der adventlichen Verheißung des Propheten Jesaja empfinden: "Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen" (40,4 f). Wenn der Messias kommt, braucht es keine herausgehobenen Vor-Bilder mehr, um deretwillen alles um sie her verschwinden muß, sondern "alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes" (Jes 52,10). Jene Berufungen, von denen wir heute hören, des Samuel vor dreitausend und des Andreas vor zweitausend Jahren, sie werden uns nicht erzählt, damit wir über Samuel und Andreas Bescheid wissen, sondern damit wir erkennen, wer wir selber sind, die Menschen um uns und überhaupt alle Menschen. Von Anfang an!

Denn von allen biblischen Berufungen die erste ergeht an Adam und Eva. Hier trifft auch der Widerspruch zwischen biblischem und wissenschaftlichem Weltbild am schärfsten. Das merkt sofort, wer nach Adams Mutter gefragt wird. Denn bis zu den neuesten Verirrungen der Technologie stand eines immer fest: Jeder Mensch hat eine Mutter. Laut der Bibel hat der erste Mensch jedoch, definitionsgemäß, keine Mutter. Die Frage "war Adams Mutter ein Mensch?" kann von der Wissenschaft nicht beantwortet werden, wird jedoch von ihr erzwungen und stellt den Glauben auf eine Probe, die sein bisheriges Weltbild zerstört. Dagegen wehren kann er sich nicht. Wie lebt er weiter?

Indem er, was die Bibel meint, in neuem Weltbild-Rahmen versteht. Die bisherige Bedeutung von Adam und Eva teilt sich dabei in zwei ganz verschiedene Gedanken. In der Idee des zeitlosen Urmenschenpaars erkennen wir so etwas wie ein Programm, das in jedem Mann und jeder Frau am Wirken ist. Mit ihm befassen wir uns heute nicht, vielmehr mit Adam und Eva als realem zeitlichem Ursprung der Menschheit, der im Dunkel der Frühgeschichte verschwimmt.

Weil die Evolution keine gewaltigen Sprünge macht, deshalb war alle Jahrhunderttausende hindurch eines jeden Menschen Mutter gleichfalls ein Mensch. Wo immer wir den Unterschied von Vormensch und Mensch auch sehen: stets ist Mensch ein solches Lebewesen, das menschliche Vollzüge tun kann - nicht notwendig schon getan hat. Angenommen also, wir sehen Adam und Eva in jenem Paar, die zum ersten Mal "du" zueinander sagten, ausdrücklich nicht mehr etwas sondern jemand füreinander waren: dann könnten auch der beiden Mütter so denken, wenn sie es auch noch nicht wirklich taten. Deshalb waren des realen ersten Menschen Eltern auch schon Menschen.

Einerseits klingt also die Erklärung des Holländischen Katechismus (S. 14) überzeugend: "Natürlich muß die Menschheit einmal im ersten Menschen einen Anfang genommen haben. Wenn auch der Übergang, rein äußerlich betrachtet, allmählich verlief, so ist die Menschwerdung doch eine solch neue Daseinsweise gegenüber der des Tieres, daß einmal lebende Wesen nicht mehr 'etwas', sondern 'jemand' gewesen sein müssen. Dieser Ursprung ist jedoch für immer im Dunkel der Geschichte verschwunden."

Andererseits muß doch jedem Jemand seine Mutter auch jemand gewesen sein! Und nicht nur sie. Gibt es nicht Erlebnisse mit Tieren, wo ein treuer Gefährte jemandem vielleicht das Leben retten will, das offenbar weiß und ihn dabei auf eine Weise anschaut, wie bloß etwas es nie könnte? Die heute anstehende Wahrheit scheint mir wahrhaft aufregend: Im Ewigen Leben darf sogar dieser Abgrund zwischen Berg und Tal verschwinden! Aus der Tiefe eines jeden Etwas strahlst DU, einziger JEMAND in jeder Eva und jedem Adam, heimlich schon jetzt, und klar DANN wenn "die Schöpfung, aus der Knechtschaft des Verderbens freigelassen, zur Freiheit der Kinder-Gottes-Herrlichkeit gelangt" (Röm 8,21).

Unser Weltbild langsamster allmählicher Entwicklung, durch Jahrmillionen hin, vom Staub der Erde bis zu uns selbstbewußten Menschen, wie verträgt es sich mit der überkommenen Botschaft? Nur indem wir die Einschränkung der Erlösung auf eine scharf abgegrenzte Menschheit seit gerade sechstausend Jahren ausdrücklich als Irrtum verwerfen und hinfort anders denken. Solche Erweiterung ist keine Untreue, liegt vielmehr genau auf der Linie, wie das Offenbarungsverständnis sich auch früher entwickelt hat. Erst spät erkannten die Israeliten, daß ihr Geschichtsgott Jahwe nicht nur mit ihnen - in Abraham und dann Moses - einen Bund geschlossen hat, sondern schon viel früher mit allen Menschen, in Adam und dann Noach. Wer wegen Gottes Vorliebe für uns Menschen gegen die Ausweitung des Heils auf alle vormenschlichen Lebewesen - und deren heutige Nachkommen, die Tiere und Pflanzen - protestieren möchte, lese am Schluß des Buches Jona, wie Gott dem zornigen Propheten antwortet, dessen Drohung gegen das heidnische Ninive nicht eingetroffen war.

Sonntag für Sonntag bekennen die Christen im Credo: "Hinabgestiegen in das Reich des Todes". So sagen wir neuerdings, noch vor Jahrzehnten klang es schauerlicher: "Niedergefahren zur Hölle" ist Jesus Christus der Gekreuzigte. Warum? Weil die Erlösung durch Kreuz und Auferstehung Christi nicht nur die Zukunft heilt sondern in alle Vergangenheit zurückwirkt. Das ist nicht theologische science fiction sondern schlicht unser Glaube. Wäre die Welt vom Schöpfer quasi-technisch fabriziert und sein Einfluß auf sie ein zeitlicher Vorgang, könnte es eine solche Rückwirkung allerdings nicht geben. So ist es aber nicht, vielmehr schafft Gott die Welt ähnlich wie ein Dichter seinen Roman, und da kann schon der Anfang so sein wie er ist weil auf Seite 387 etwas Entscheidendes geschehen wird. Nur in diesem Sinnrahmen ist das Erbsündendogma vernünftig. Zwar wirkt das Böse seit jeher, es ist aber zugleich immer schon vom Ostersieg bezwungen, war darum nie das Letzte und Wahrste. Ohne es zu wissen, es aber immer neu ahnend, lebten auch die Höhlenmenschen im österlichen Licht.

Vernehmen wir einen Bericht aus dem unkanonischen Nikodemus-Evangelium (5. Jh.), so wie das mittelalterliche Volksbuch "Goldene Legende" es zitiert. Hören wir dabei den Namen "Adam" mit neuen Ohren! Adam war z.B. auch jener Mensch, der vor geschätzten 350.000 bis 400.000 Jahren das Steinbeil "Excalibur" aus rotem Quarzit bearbeitet hat, das 1998 in Atapuerca/Spanien gefunden wurde, in einer Höhle mitten unter Menschen- und Bärenknochen. Führende Wissenschaftler vermuten, es sei als Grabbeigabe dorthin gelangt und somit ein Beweis, daß jene Urhorde schon menschlich in unserem Vollsinn war! Was mag jener Adam, während er seinen Stein zurechtschliff, wohl meditiert haben! Ob er im Licht der spanischen Sonne von damals auch schon so etwas wie die Verheißung gespürt hat, daß dieses eher kärgliche Leben doch nicht alles sein kann? Hat er den Messias geahnt?

Links: Ein Zeitungsfoto des genannten Steinbeils "Excalibur".

Vielleicht doppelt so alt (ca. 800.000 Jahre) ist das Werkzeug rechts oben, aus einer anderen Fundstelle in Atapuerca. "Homo antecessor", "Vormensch" hat man das Wesen genannt, das mit diesem Stein Fleisch, auch menschliches, von Knochen schabte. War auch es schon Adam oder Eva?

 

Zwei mit Christus Auferstandene berichten: "Wisset fürwahr, da wir in der Finsternis saßen mit unsern Altvordern, den Patriarchen, erschien ein güldener Glanz und Sonnenschein und ein königlich Licht gleich dem Purpur über uns. Als das Adam sah, der Stammvater des Menschengeschlechts, freute er sich und sprach: Dies ist der Glanz Dessen, der alles Licht hat geschaffen und der uns gelobet hat, sein ewig Licht zu senden ...
Da kam eine Stimme wie ein großer Donner und sprach: Ihr Fürsten, schließt auf eure Pforten, tut euch auf, ihr ewigen Tore; denn der König der Ehren will eingehen. Da liefen die Teufel und beschlossen die ehernen Tore mit eisernen Riegeln. Und David sprach: Das hab ich zuvor geweissagt: sie mögen dem Herrn danksagen für seine Barmherzigkeit, daß er die ehernen Tore zerbricht und die eisernen Riegel (Ps 107,16). Da kam die Stimme zum andern Male und sprach: Schließt auf eure Pforten, tut euch auf, ihr ewigen Tore. Als die Hölle sah, daß er zum andern Male rief, sprach sie, als wüßte sie es nicht: Wer ist dieser König der Ehren? Antwortete David: Es ist der Herr stark und mächtig, der Herr mächtig im Kampf, der Herr mächtig im Streit, das ist der König der Ehren. Da kam der König der Ehren und erleuchtete die ewige Finsternis. Und reckte seine Hand aus, nahm Adam bei seiner Rechten und sprach: Friede sei mit dir und mit allen deinen Kindern, meinen Gerechten. Also stieg unser Herr auf von der Hölle und alle Heiligen folgten ihm nach. Und führte Adam an seiner Hand und übergab ihn Michael dem Erzengel, der führte sie alle in das Paradies."

Derselbe Glaube wird in einer altkirchlichen Karsamstagspredigt verkündet: "Er geht auf die Suche nach Adam, unserem Stammvater, nach dem verlorenen Schaf. Besuchen will er, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes. Er kommt, um den gefangenen Adam und die mitgefangene Eva von ihren Schmerzen zu erlösen, er, der zugleich ihr Gott und ihr Sohn ist ... Deinetwegen wurde ich dein Sohn, ich, dein Gott ... Wach auf, Schläfer ... Ich habe dich nicht geschaffen, damit du im Gefängnis der Unterwelt festgehalten wirst. Steh auf von den Toten! Ich bin das Leben der Toten."

"Rabbi, wo wohnst du? - Kommt und seht." Seine einladende Stimme ist seit damals nicht verstummt. Laut spricht sie selten. Seien wir, im Betrieb von Pflichten und Vergnügen, stets auf sie gefaßt, dann mag es auch uns ergehen wie jenen beiden: "Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm."


Zum Weiterdenken:

Adams Mutter: Ihretwegen geriet ich vor 33 Jahren einmal in den Blick der Inquisition.

Programm Adam und Eva: Siehe diese Predigt.

Erlebnisse mit Tieren: Ein mahnendes Schopenhauer-Zitat sowie eine für Tierfreunde tröstliche Hoffnung findet sich hier.

Einziger JEMAND: Denn die geschaffene Vielheit also solche, die Verschiedenheit individueller Züge, gehört zur Erde, auch zur neuen. Im Himmel lebt allein lauterste Einfachheit. Anders steht es um die Beziehung: als Zueinander Ich / Du und als Miteinander des Wir. Sie ist absolut gültig. Dem christlichen Glauben ist Gott drei-eine Beziehung in reiner Einfachheit. In Christus "gibt es nicht mehr Juden und Griechen" (Gal 3,28); der eine Gott der Juden und die göttlichen Beziehungen der Griechen enthüllen im Christentum je ihre Wahrheit - und auch je ihre Falschheit: daß nämlich der eine Gott als beziehungsloser Seinsklotz mißverstanden wird oder die göttliche Beziehungsfülle als Chaos verschiedener Gottheiten.

Sechstausend Jahre: Mein Vater, Reiseleiter für US-Amerikaner, erzählte von einer Busfahrt. Als er die Touristen auf Höhlen mit vorgeschichtlichen Malereien hinwies, hier in der Nähe und an die 30.000 Jahre alt, erntete er eisiges Schweigen. Er fragte einen mitreisenden Theologen nach dem Grund; der lachte: Henry, das sind alles Leute, für die der Erdkreis erst 6.000 Jahre alt ist! Du hättest sagen sollen: Ein paar verrückte Wissenschaftler halten diese Malereien für schon so alt ...

Goldene Legende: Legenda aurea, Auferstehung Christi, siebtens.

Steinbeil Excalibur: Siehe "El País" v. 08.01.2003, S. 26. Fotos von Javier Trueba / Madrid Scientific Films.

Altkirchliche Karsamstagspredigt: Zitiert im Weltkatechismus, nach Nr. 635


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Siehe auch des Verfassers alten Predigtkorb von 1996 an

und seine kat-holische Theorie-Baustelle

Schriftenverzeichnis

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