../www.kath,de ../Support
../ansprachen ../Seligsprechungen ../Links



Dr. Johannes Joachim Degenhardt, Erzbischof von Paderborn

Begrüßung zur Eröffnung des Ökumenischen Gottesdienstes im Hohen Dom zu Paderborn

am Samstag, den 22. Juni 1996

Heiliger Vater!

Verehrte Mitglieder des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Bundesrepublik!

Hier im Dom zu Paderborn begrüße ich Sie herzlich zum ökumenischen Gottesdienst.

Anläßlich Ihres dritten Besuches in Deutschland, Heiliger Vater, sind wir zusammengekommen, um gemeinsam den dreieinen Gott, den Vater durch den Sohn im Heiligen Geist, zu loben und zu preisen und ihm Dank zu sagen für die grundlegende Einheit der Christen, die uns Gott geschenkt hat, und ihn zu bitten um die Vollendung der Einheit, wie Jesus Christus sie will, gemäß seinen Worten im Johannes-Evangelium: "Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast ... So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich" (Joh 17,21.23).

Die Begegnung mit Ihnen, Heiliger Vater, in Paderborn steht unter dem Leitwort "Einig in der Hoffnung". Wir alle wissen uns einig in der Hoffnung, daß der Herr uns zur einen Gemeinschaft der Glaubenden, zur einen Kirche Christi zusammenführt. Wir hoffen mit Ihnen, daß die Vorbereitung auf die Jahrtausendwende und die Gnade Gottes die Christen voranschreiten läßt auf dem Weg zum gemeinsamen Glauben und zum gemeinsamen Zeugnis in der Welt.

Ich schließe mit der Fürbitte der katholischen Kirche am Karfreitag. Dort heißt es: "Allmächtiger Gott, du allein kannst die Spaltung überwinden und die Einheit bewahren. Erbarme dich deiner Christenheit, die geheiligt ist durch die eine Taufe. Einige sie im wahren Glauben und schließe sie zusammen durch das Band der Liebe."

Ich bitte nun Metropolit Augoustinos, ein geistliches Wort an uns zu richten.