Ich danke Dir, Herr, für meinen Weg
zusammengestellt von P. Heinrich Mühlbauer SDS
Das Licht wird kostbarer am Abend
von Maria Anna Leenen
Spiritualität des Alterns
von Pater Ferdinand Hamma SJ
Ein bergender Raum, der menschliche Grenzen überwindet
von Maria Anna Leenen
Weihnachten - 2000 Jahre Menschwerdung
von Dagmar Dewald
Die Ernte ist groß, ... (Mt 9,37 f)
Christus begegnen - Berufung erkennen
Christliche Spiritualität
„Schweigen ist kein Selbstzweck"
Abt Bruno Gooskens verzichtet auf viele Worte
Der Trappisten-Orden übt ständigen Verzicht auf etwas, das im Medien- und Kommunikationszeitalter allgegenwärtig ist: viele Worte. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) macht Dom Bruno Gooskens, Abt von Mariawald, dem einzigen Trappisten-Kloster Deutschlands, Mut, Stille auszuhalten - und zu nutzen.
du Gott in mir
Von Paul Weismantel
Anbetung
Am monatlichen Gebetstag für geistliche Berufe wird in vielen Gemeinden eine Anbetung gehalten, oft im Anschluss an eine Eucharistiefeier am Abend. Pastoralreferentin Sr. Marie-Catherine Müller (33) von der Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen, Diözese Rottenburg-Stuttgart, beschreibt das Wesen dieser Andachtsform.
Auf dein Wort...
Christliche Spiritualität
Von Prof. Dr. Hans-Joachim Sander, Salzburg
Kirche und Sport
Von Pfarrer Hans-Gerd Schütt, Krefeld, Geistl. Bundesbeirat der DJK
Bei der Wahl des Leitwortes für die Berufungspastoral 2004 ließ man sich auch von den beiden sportlichen Großereignissen dieses Jahres inspirieren, der Fußball-Europameisterschaft in Portugal und den Olympischen Spielen in Athen. „Damit Gott ins Spiel kommt – Nachfolge wagen, Berufung leben" nimmt Sport und Spiel als Bild auf und ist offen für viele Assoziationen. Das Wort regt aber auch zu Überlegungen an, wie Gott in jenes Spiel kommt, das für viele Menschen das halbe Leben bedeutet und wie er von da aus überhaupt ins Spiel des Lebens kommt. Im katholischen Sportverband DJK ist dieses Anliegen nicht nur Thema, sondern stets angestrebte Lebenswirklichkeit.
Renaissance des Rosenkranzes
brachte eine alte Gebetsform neu in Erinnerung
Seit Papst Johannes Paul II. im Oktober 2002 ein Jahr des Rosenkranzes ausgerufen hat, wurde zumindest in den kirchlichen Medien viel über diese Gebetsform geschrieben. Das Hilfswerk „Kirche in Not" in München berichtet von einem großen Interesse an einer von ihm herausgegebenen Broschüre zum neuen „Lichtreichen Rosenkranz": in einem halben Jahr hätten über 650 Pfarreien das Büchlein angefordert, insgesamt seinen schon 25 000 Exemplare weitergegeben worden. Im Folgenden werden drei Beispiele für einen kreativen und spirituellen Umgang mit dem Rosenkranz vorgestellt.
Der Rosenkranz
Von Weihbischof Heinrich Janssen, Münster
Im Jugendhaus Hardehausen, Erzbistum Paderborn, ist eine Aktion entstanden, die ermutigt, das Evangelium im Alltag ganz konkret umzusetzen. Maria Anna Leenen, freie Journalistin, Ankum, berichtet.
„Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Volk -Priester für das 21. Jahrhundert“, so der Titel des Internationalen Symposions vom 16. -18.12.2002 in Paderborn. Jeweils nachmittags fanden Arbeitsgruppen statt, am Dienstag, den 17.12., zu den Themen Priesterbildung und Jüngerschule.
Der Arbeitsgruppe B7 wurde die Frage vorgelegt: Wie wird man geistlicher / Geistlicher? Spirituelle Fundierung und Begleitung. Christian Kaiser, Alumnus im Priesterseminar Bamberg und Vorsitzender der Deutschen Seminarsprecherkonferenz, berichtet.
„Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Volk -Priester für das 21. Jahrhundert“, so der Titel des Internationalen Symposions vom 16. -18.12.2002 in Paderborn. Jeweils nachmittags fanden Arbeitsgruppen statt, am Dienstag, den 17.12., zu den Themen Priesterbildung und Jüngerschule.
Der Arbeitsgruppe B7 wurde die Frage vorgelegt: Wie wird man geistlicher / Geistlicher? Spirituelle Fundierung und Begleitung. Christian Kaiser, Alumnus im Priesterseminar Bamberg und Vorsitzender der Deutschen Seminarsprecherkonferenz, berichtet.
Ein Leben für die Erneuerung christlichen Betens
Eigentlich war für ihn ein ganz anderer Weg vorgesehen, nämlich einmal den elterlichen Textilbetrieb mit fast 300 Mitarbeitern weiterzuführen. Diese Aufgabe blieb Peter Dyckhoff (65) auch nicht ganz erspart, letztlich aber setzte sich doch die andere Lebenslinie durch, die er als die Linie Gottes erkannte und auf der er Erfüllung fand. Nach seiner Priesterweihe 1981 war er Wallfahrtsseelsorger in Kevelaer, Gemeindepfarrer und Leiter eines bischöflichen Bildungshauses. Heute widmet er sich ganz der Schriftstellerei, der Kurs- und Vortragsarbeit und der persönlichen Beratung. Immer aber war und ist es sein großes Anliegen, das Ruhegebet nach Johannes Cassian (370 – 450) oder das Herzensgebet, wie es auch genannt wird, als eine befreiende Erfahrung christlichen Betens neu zu vermitteln.
P. Werder SDS sprach mit Pfarrer Dyckhoff.
„Dem Evangelium (d)ein Gesicht geben“ lautet 2003 das Thema der Berufungspastoral in Deutschland. Dr. Rainer Birkenmaier, Direktor des Zentrums für Berufungspastoral, Freiburg, gibt dazu eine biblische Reflexion.
Der Beitrag der Psychologie
Ordensleben ist Gemeinschaftsleben. Und das Ideal ist auch eine große Versprechung. Von allein aber ist kein Orden eine wirklich nährende Gemeinschaft. Es braucht viel Arbeit für das anspruchsvolle Vorhaben. Über diese Arbeit schreibt P. Meinrad Dufner (56), Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach. Vier Jahre war er Regens der jungen Benediktiner, die in Würzburg studieren, 12 Jahre Novizenmeister. Seit 1991 arbeitet er im Recollectiohaus in Münsterschwarzach mit, darüber hinaus ist er seit vielen Jahren künstlerisch tätig.
Gemeinschaft und Individualität
Die Krise der Kirche und des Glaubens trifft die Orden in besonderem Maße. Fast überall sinkt die Zahl der Neueintritte, aber auch Austritte und die Überalterung drängen dazu, intensiv über die Möglichkeiten des Fortbestehens nachzudenken. Was da oft an Erneuerung ansteht, kommt manchmal einer Neugründung gleich. Die Kraft dazu ist meist in der eigenen Tradition vorhanden, aber sie muss neu entdeckt und entfaltet werden. Dr. Claudia Edith Kunz, Mitglied des benediktinischen Säkularinstituts St. Bonifatius in Detmold, beschreibt dazu einen Ansatz aus benediktinischer Perspektive.
Von Sr. Dr. Mirjam Schambeck, Franziskanerin von Aiterhofen
Von Maria Anna Leenen, Ankum
Irene Baumeister lernte zuerst den Beruf der Einzelhandelskauffrau und machte dann die Ausbildung zur Wirtschaftskorrespondentin, bevor sie an der Fachhochschule Freiburg Religionspädagogik studierte. Seit 12 Jahren arbeitet sie als Gemeindereferentin in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie lebt allein und übt heute ihren Dienst in St. Klara in Ulm aus.
Die charismatische Bewegung ist die älteste und am meisten verbreitete spirituelle Erneuerungsbewegung in den christlichen Kirchen seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist diese Bewegung vor allem durch das Hervortreten der besonderen Charismen, von denen Paulus berichtet, etwa das Gebet in unverständlichen Worten oder die Gabe der Heilung. Rita Beer (57), Landau, Diözese Passau, ist bereit, von ihrem persönlichen Weg in und mit der „Charismatischen Erneuerung“ zu erzählen.
Psychologie kann Offenheit für spirituelle Erfahrungen fördern
Zusammen mit der Schwester der Hl. Klara, Maria-Theresia Walcher (Heiligkreuztal), veranstaltete der Leiter des Referates „Berufe der Kirche“ der Diözese Feldkirch, Vorarlberg, Pfr. Gerhard Mähr, eine Fußwallfahrt auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Zwölf Pilgerinnen und Pilger machten sich auf den Weg. Pfr. Mähr berichtet.
Zur geistlichen Bedeutung des Unterwegsseins, von Wolfgang Schneller
Eine Meditation
Nach Volker Drehsen, Professor für Praktische Theologie an der Evangelischen Fakultät der Universität Tübingen, zeigt das Verhalten vieler junger Menschen, dass sie in der Kirche vor Ort oft wenig an Glaube und Religion finden. Im Grunde lautet die Kirchendiagnose eines beachtlichen Teils gerade der suchenden Jugendlichen: „Religiosität – Fehlanzeige“. Das ist eine Anfrage an die Kerngemeinden: Was lebt wirklich in uns, wie kommunikationsfähig sind wir, wenn es um Religion und Glauben geht?
Pfarrer Udo Lehmann, Stadtjugendseelsorger in Wuppertal, erzählt von seinen Erfahrungen mit Gottesdienst und jungen Menschen.
Mit dem Motto „Gott öffnet Türen – Berufung ins Gespräch bringen“ nimmt die Berufungspastoral Bezug auf das Symbol des Jahres 2000, die geöffnete Heilige Pforte. Dr. Birkenmaier, der Direktor des Zentrums für Berufungspastoral, Freiburg, formulierte das Wort: „Es ist nicht nur ein Tag, sondern ein Jahr der offenen Tür.“
Litanei
Als katholischer Religionslehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen hat Herbert Heine mit seinen Schülern auch Schweigeübungen gemacht. Er berichtet von seinen Erfahrungen und den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler.
Die Wüstenväter, die selbst aus den Quellen der Bibel schöpfen, zeigen einen Weg des Schweigens auf, für den man weder in den Fernen Osten reisen noch in einem kontemplativen Kloster leben muss. Aus ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Thema in ihrer Promotionsarbeit zeigt Dr. Claudia Edith Kunz einige wichtige Perspektiven auf. Frau Dr. Kunz ist Mitglied des Säkularinstituts St. Bonifatius in Detmold, einer missionsbenediktinischen Gemeinschaft von Frauen, und leitet dort das Geistliche Zentrum Kupferberg.
Nicht nur still werden und den Lärm abschalten,der mich umgibt.
Nicht nur entspannen und die Nerven ruhig werden lassen.
Das ist nur Ruhe.
Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde,
da hatte ich immer weniger zu sagen.
Zuletzt wurde ich ganz still.
Viele Menschen suchen inzwischen außerhalb der Kirchen Antworten auf religiöse Fragen. Damit beschäftigt sich das Buch „Ich habe meine eigene Religion! Sinnsuche jenseits der Kirchen.“ Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) sprach mit dem Herausgeber, P. Dr. Hermann Kochanek, Steyler Missionar, Professor für Pastoraltheologie in Sankt Augustin bei Bonn.
Mit dem Musikhörspiel Johannes XXIII. hatten sie bisher den größten Erfolg. Aber ihnen geht es nicht nur um verkaufte CDs, sie machen sich auch mit Gemeinden und Gruppen auf die Suche nach neuen musikalischen und sprachlichen Gestaltungsmöglichkeiten von Gottesdiensten. Alexander Bayer, der Texter und Komponist der Gruppe, stellt ihren Weg und ihre Anliegen vor.
P. Herbert Winklehner OSFS, Eichstätt, Redakteur mehrerer Publikationen seines Ordens, kennt sich in der Welt der Rockmusik aus. Er weist auf ihre spirituelle Dimension hin.
Sr. Katharina Kluitmann von der Diözesanstelle Berufe der Kirche Münster entwirft in einem Brief an Manuela eine kleine Theologie der Heiligen.
In diesen Tagen wurde ein Engel Gottes nach Rom gesandt.
Zugleich betraten Boten des Himmels die Bischofssitze der ganzen Welt, die Pfarrhöfe, Basisgruppen und Seminare;
sie wurden von Laien, Priestern und Ordensleuten, von Frauen und Männern, von jungen und alten Menschen gesehen.
Die Diözesanstelle Berufe der Kirche Bamberg hat ein Konzept für ein Berufungsjahr entwickelt, das sich an der Tobias-Geschichte im Alten Testament orientiert. Auch wer das Berufungsjahr nicht selbst mitmacht, kann aus den Impulsen für die einzelnen Schritte gute Anregungen finden, über seinen eigenen Lebensweg nachzudenken. P. Georg Matt SDB, Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche Bamberg, beschreibt den inneren Weg des Berufungsjahres.
Von Spiritualität ist heute viel die Rede, zu Recht. Der Rede wert sind aber die vielen Menschen, die im Beten ihren Dienst für andere und für die Kirche sehen. Wo uns etwas geschenkt wird, was wir aus eigener Kraft nicht vermögen, da können Gebete wirksam sein. Wo solches Wirken wenigstens in Spuren erfahrbar wird, kann es spannend werden.
Lebendiger Gott, als Getaufte und Gefirmte hast du uns reich beschenkt mit den vielfältigen Gaben deines Geistes. Du hast uns persönlich bei unserem Namen gerufen und deine Treue für immer versprochen. Wir können leben mit dieser großartigen Vorgabe und Zusage. Du wohnst und wirkst in einem jeden von uns. Oft vergessen wir dieses wunderbare Geheimnis. Hilf uns, tiefer und bewußter daraus zu leben.
Kann man in wenigen Zeilen darstellen, was letztlich nur schwer in Worte zu fassen ist? P. Dr. Michael Plattig O. Carm, Leiter des Instituts für Spiritualität in Münster (vgl. S. 20), hat sich dazu bereit erklärt. Kontemplation gehört neben Meditation, Spiritualität und Mystik zu den Begriffen, die auch im Bereich der Esoterik und des "religiösen Supermarktes" verwendet werden. Es ist hier nicht möglich, Kontemplation umfassend zu definieren, deshalb möchte ich mich auf fünf charakteristische Punkte beschränken, die gleichzeitig auch das christliche Verständnis von Kontemplation skizzieren und es gegenüber dem esoterischen abgrenzen.
Eine Litanei
Wir können mit Gott reden. Das hat Margarete Dennenmoser (58), Weingarten, ernst genommen und ein ganzes Buch geschrieben in Form eines Gesprächs einer jungen Frau mit Gott: "Katrin Aspekte des Frauseins". Aus diesem Buch (vgl. Lesetips S. 19) ist mit freundlicher Genehmigung der Autorin folgender Dialog entnommen.
"Zu den wichtigsten Aufgaben der Vorbereitung auf das Jubeljahr gehört die Wiederentdeckung der Anwesenheit und Wirksamkeit des Geistes", schreibt Papst Johannes Paul (Tertio millennio adveniente 45). In diesem Sinne ist auch das Motto des Welttages der Geistlichen Berufe am 3. Mai 1998 formuliert: "Dem Geist Raum geben - Priester in unserer Mitte". Vielleicht kann die folgende Litanei helfen, unser Beten auf den Heiligen Geist auszurichten.
In Norditalien erlebt die "lectio divina" eine Renaissance. Unter denen, die sie pflegen und fördern, ragen zwei Bischöfe und ein Ordensgründer hervor: Kardinal Carlo Maria Martini in Mailand, Bischof Wilhelm Egger in Bozen-Brixen und Enzo Bianchi, der Gründer der ökumenischen Kommunität BOSE. Nun ist auch im deutschen Sprachraum das grundlegende Buch von Enzo Bianchi neu erschienen (Siehe "Lesetips" S. 19).