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Seniorenseelsorge |
Eine ganz neue Sicht
Alter(n) in Gesellschaft und Kirche
von Dr. Marianne Habersetzer, PRin, Fachbereichsleiterin Seniorenpastoral und Diözesanaltenseelsorgerin, München
„Gewonnene Freiheit“
Interview mit Mechthilde Hessling
Michael Bönte: Gibt es die Großgruppe „Senioren“ noch?
Mechthilde Hessling: Nein. Wir haben es mit einer wachsenden Komplexität und Vielseitigkeit in der Gruppe älterer Menschen zu tun. Das zeigt sich schon am Sprachgebrauch, wenn wir von Älteren, Alten, Rentnern, Pensionären, jungen Alten, alten Alten oder Hochbetagten sprechen. Die Gruppe dieser Menschen ist heterogen geworden und zeigt eine Vielzahl an Lebenswelten und -situationen.
Michael Bönte: Wo liegen die Gründe?
Mechthilde Hessling: Zunächst einmal müssen wir sehen, dass die Lebensspanne, die wir heute als Alter bezeichnen, einen viel längeren Zeitraum beschreibt als früher. Die Menschen sind länger alt und haben in diesem Zeitraum große Möglichkeiten, ihr Leben weiter auszudifferenzieren. Alle Mechanismen, die heute dazu führen, dass die Gesellschaft sich so plural zeigt, treffen dabei auch auf die Generation der älteren Menschen zu. Individualisierung etwa oder Verjüngung und Dynamisierung des Lebens. Es gibt viele Faktoren, die dann dazu führen, dass der eine alte Mensch eine ganz andere Lebenswirklichkeit entwickelt als der andere.
Seelsorge im Altenheim dringend notwendig
von Roland Joos
WEGBEREITER: Was sind Sie von Beruf?
Roland Joos: Rentner, Diakon mit Zivilberuf.
Es waren aber in meinem beruflichen Leben immer wieder Neuorientierungen notwendig. Zunächst erlernte ich von 1955-58 den Beruf des Mechanikers.
Später besuchte ich eine private Handelsschule um als Technischer Kaufmann bessere Berufsaussichten und Chancen zu haben. Von 1971- 76 habe ich berufsbegleitend die Ausbildung zum Diakon gemacht und wurde im Okt. 76 zum Diakon geweiht.
1987 berufliche Weiterbildung zum Personalfachkaufmann.
WB: Wo und wie lange arbeiten Sie schon als Seniorenseelsorger?
Roland Joos: Bereits in meiner Ausbildung zum Diakon gehörten Seniorenbesuche und Betreuung älterer Menschen im Altenheim zu meinen Aufgaben.
Zufrieden älter werden
von Otto Pötter, Rheine
Es gibt nicht „das Alter“. Es ist eine Frage der Einstellung, ob wir zuversichtlich altern oder mürrisch alt werden. Dabei gilt: Ohne gläubige Zuversicht, Herzlichkeit und Güte ist Zufriedenheit im Alter nicht möglich. Die Bibel empfiehlt als beste Altersvorsorge „ein weises Herz“; denn: Verhärtet das Herz, wird das Alter zum Schmerz. Natürlich ist vieles nicht vorhersehbar. Deshalb ist es gerade mit zunehmendem Alter wichtig, „die Antennen unserer Seele“ zu pflegen, um „gut-mütig“ das anzunehmen, was das Alter so an Überraschungen für uns bereithält. Was immer da auch kommen mag, es setzt die Kraft der Annahme und Bejahung voraus.
Intervallkurs Seniorenpastoral
von Birgit Gammel, Fachreferentin Seniorenseelsorge, Erzbistum München und Freising, und Kursleitung
Bereits zum vierten Mal findet für hauptamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen im Institut für Theologische und Pastorale Fortbildung in Freising ein berufsbegleitender zweijähriger Intervallkurs Seniorenpastoral statt.
Der Kurs richtet sich an pastorale Mitarbeiter/-innen, die mit älteren Menschen in Gemeinden oder/und auch im stationären Bereich zu tun haben und vor der Anforderung stehen, sich für den differenzierten Aufgabenbereich der Seniorenpastoral - eventuell auch als Multiplikatoren - zu qualifizieren.
Ein Einführungstag gibt einen Überblick über die Thematik und Arbeitsweise. Bei allen Kurseinheiten wird erfahrungs- und persönlichkeitsorientiert, prozess- und projektorientiert gearbeitet.
„Idee von P. Paschalis Schmid noch zeitgemäß?“
von P. Leonhard Berchtold SDS, München
Hochqualifizierte Ausbildung
von Pater Ferdinand Hamma SJ
Das Licht wird kostbarer am Abend
von Maria Anna Leenen
Ich danke Dir, Herr, für meinen Weg
zusammengestellt von P. Heinrich Mühlbauer SDS
Zum 800. Geburtstag der hl. Elisabeth von Thüringen
„Ich habe es doch gesagt, wir sollen die Menschen froh machen.“
von Dr. Birgitta Klemenz, Stiftsarchivarin der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andech
Im Sommer 1207 – überliefert ist der 7. Juli – wurde die hl. Elisabeth von Thüringen in Ungarn, als Tochter des Königspaares Andreas II. und Gertrud, geboren.
In ihrer radikalen Frömmigkeit und in der beispiellosen Fürsorge für Arme und Kranke setzte sie völlig neue Maßstäbe im Leben einer Fürstin. So ließ sie während einer großen Hungersnot die fürstlichen Kornspeicher öffnen und verteilte sämtliche Vorräte an die Bedürftigen. Sie organisierte jedoch auch „Hilfe zur Selbsthilfe“, wenn sie arbeitsfähige Bedürftige mit fester Kleidung und Werkzeug versorgte.
Von ihrem Ehemann, Ludwig IV, wurde sie bestärkt und unterstützt, bei Hofe hat sie sich damit nicht nur Freunde gemacht. Ludwig befürwortete um 1226 auch die Wahl des Magisters Konrad von Marburg zu Elisabeths Beichtvater und geistlichem Führer. Konrads Einfluss schlug sich auf vielerlei Weise nieder, z. B. im Gelübde der Ehelosigkeit nach einem möglichen Tod des Gemahls. Manche seiner Ratschläge und Entscheidungen sind für uns heute nicht mehr nachvollziehbar. Im so genannten Speiseverbot, der Ablehnung aller Speisen, die nicht von den Eigengütern des Landesherrn stammten und deshalb das Ergebnis ungerechter Fron hätten sein können, offenbart sich jedoch eine geradezu moderne Einsicht in Ursache und Wirkung.
(4/07,
S.24)
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