Etwas Neues kündigt sich anAm Anfang stand tastendes Ahnen und der Versuch, auf die gewandelten Zeitverhältnisse zu reagieren. Vor allem Frauen, aber auch Männer suchten nach einer Form der Christusnachfolge, die seither in der Kirchengeschichte als undenkbar eingeschätzt wurde. Einerseits wollten sie mitten drin in ihren Berufen und familiären Beziehungen beschäftigt bleiben mit allem, was im gewöhnlichen Alltag vorkommt: Arbeit und Freizeit, gesellschaftlich-soziales Engagement und Mittun in der Kirche so, wie es für Christen ansteht, die ihren Glauben nicht nur auf dem Taufschein zeigen wollen. Andererseits war genau die Leidenschaft für Jesus und seine Kirche das Motiv, alles auf eine Karte zu setzen, sich auf seine Nachfolge einzulassen unter dem Anspruch der evangelischen Räte. Eine verbindliche Entscheidung zu Armut, Jungfräulichkeit und Gehorsam in einer festen Gemeinschaft, aber eben ohne Ausstieg aus dem gewohnten Lebensraum das war der Wunsch, der in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in einzelnen und kleinen Gruppen immer vernehmbarer wurde. Ein historischer SchrittEs ist ein geschichtlicher Einschnitt, daß Papst Pius XII. am |
Entfaltung in VielfaltAuf allen Kontinenten haben sich in den letzten 50 Jahren Tausende Menschen in diese Spur gestellt und vielfältige Entfaltungen dieser Lebensform entwickelt. Die derzeit rund 180 Säkularinstitute mit etwa 40 000 Mitgliedern haben eigene Ausprägungen und Akzente. Es gibt Institute, deren Mitglieder allein in ihrer Wohnung leben und im erlernten Beruf arbeiten. Keine äußerlich unterscheidende Kleidung oder andere Erkennungszeichen trennen sie von den Menschen um sie herum. Sie können in dichter Nähe zu den Menschen und gesellschaftlichen Strukturen leben, die herkömmlicher Pastoral vielfach verschlossen sind und die die Kirche nicht mehr erreicht. Sie möchten nicht von vornherein als Mitglieder einer religiösen Gemeinschaft erkannt werden, um sich Wirkmöglichkeiten auch dort offen zu halten, wo sonst Religion und Kirche sofort abgetan würden. Biblisch gesprochen verstehen sie sich eher als "Sauerteig", weniger als weithin sichtbare "Stadt auf dem Berge". |
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