Sprache der Kirche - Sprache der Medien

 1968 gründete die Deutsche Bischofskonferenz das "Institut zur Fortbildung publizistischen Nachwuchses e,V." (IFP), in München, das man auch die Katholische Journalistenschule nennen kann. Heute sind Absolventen dieser Schule in allen Medien tätig, von Kirchenzeitungen bis zu Spiegel und Bild, bei vielen Hörfunksendern, bei ARD, ZDF und den Privaten Fernsehsendern. Bis heute gibt es keine Arbeitslosen unter den inzwischen über 1000 Absolventen des Instituts.

Das Ausbildungsangebot:

1. Ausbildungsgänge

Stipendiaten:
Der Zugang zum journalistischen Beruf führt heute bevorzugt über ein Hochschulstudium. Jedes Studium eignet sich als Grundlage für einen journalistischen Beruf. Das Institut bietet als Ergänzung zum Studium eine praxisbezogene Ausbildung an. Die Ausbildung besteht in Kursen und Praktika, die über drei Jahre auf die Semesterferien verteilt sind und etwa neun Monate in Anspruch nehmen. Durch die Ausbildung zusätzlich entstehende Kosten werden in der Regel ersetzt.

Volontäre:
Volontäre arbeiten bei der katholischen Kirchenpresse und erhalten in vier zweiwöchigen Seminaren theoretisches und praktisches Hintergrundwissen und verbringen drei Monate in einer Redaktion außerhalb ihres Stammhauses. Die Ausbildung dauert zwei Jahre.

Priester und Laientheologen:
Sie nehmen an vier je einwöchigen Kursen teil, die über etwa eineinhalb Jahre verteilt sind und in verschiedenen Städten der BRD stattfinden. Die Kurse vermitteln theoretischen und praktischen Einblick in die Presse-, Hörfunk- und Fernseharbeit. Die Ausbildung ist auf eine nebenamtliche Tätigkeit ausgerichtet.

2. Zugangsbedingungen und Auswahlverfahren

Zugangsbedingungen:
Die Nachfrage ist sehr groß, jedes Jahr sind es für den Stipendiaten- wie für den Volontärskurs je 100 - 150 Bewerber, von denen je 15 angenommen werden.

 Bewerber müssen katholisch sein. Erwartet wird "eine überzeugte christliche Grundhaltung, keine bloß äußere Zugehörigkeit zur katholischen Kirche".

Stipendiaten dürfen höchstens im dritten Semester sein und müssen die feste Absicht haben, einmal einen publizistischen Beruf auszuüben. Außerdem muß eine überdurchschnittliche fachliche Qualifikation erkennbar sein. Bewerbung bis 30. Juni des vorangehenden Jahres.

Volontäre müssen entweder Abitur oder Mittlere Reife plus abgeschlossene Berufsausbildung haben. Bewerbung bis 1. März des entsprechenden Jahres.

Das Auswahlverfahren:
Es ist für beide Ausbildungsgänge etwa gleich: Auf Grund der Bewerbungsunterlagen wird eine erste Auswahl getroffen. Diese Kandidatinnen und Kandidaten haben eine Bewerbungsreportage zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Die vierzig besten werden zu einem Vorstellungsgespräch geladen und schreiben bei dieser Gelegenheit einen Kommentar. Höchstens 15 Stipendiaten bzw. Volontäre werden dann aufgenommen.

3. Offene Kurse, Seminare, Tagungen

Katholische Medienakademie (KMA): Seit 1989 gibt es eine Tochtereinrichtung des Instituts, die Katholische Medienakademie (KMA), die offene Kurse, Seminare und Tagungen anbietet. Dazu gehört z.B. eine vierwöchige Einführung in die Fernseharbeit im institutseigenen Studio in Ludwigshafen, ein dreiwöchiges Werkstattseminar für Drehbuchautoren und ein Wochenkurs zum Thema "Sprache der Kirche – Sprache der Medien". (pw)

 

Kontaktadresse:
Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V.
Elisenstr. 3a, 80335 München

Tel.: 089/553081; Fax: 089/5504486