Einstellungen

Ziele bringen es mit sich, daß sie oft nicht eingehalten werden (können). Diese Erfahrung kann mutlos machen, konkrete Ziele anzupeilen. Da kommt es darauf an, wie ich an die Aufgabe herangehe.

Schwierigkeiten wird es immer geben
Unsere Welt ist kein Urlaubsparadies ohne Widerstände. Jeder, der etwas tut, hat immer drei Gruppen von Menschen gegen sich: diejenigen, die dagegen sind; diejenigen, die möchten, daß alles so bleibt, wie es ist; und diejenigen, die das gleiche selbst auch tun wollten. Außerdem gibt es viele Faktoren, die ich nicht selbst kontrollieren kann. Trotzdem gibt es eine Haltung, die mich vorwärtsbringt:

Ich gestalte das Mögliche, das Positive. Ich nutze die Unmöglichkeit, das Negative zum persönlichen Wachstum, zur Entwicklung des Charakters. Das heißt, ich gebe nie auf! Gerade der Christ kann dies besonders gut. Mit Paulus kann er sagen: »Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.&laqno; (Phil 4,13)

Warum greift Gott nicht ein?
Zu Recht fragen wir das in bestimmten Situationen. Es gibt keine Patentantwort, wohl aber eine Richtung, in die wir kreativ denken können.
Ich darf mich von Gott in Christus angenommen wissen – unabhängig von meinem äußeren Erfolg oder Ergehen. Das bewirkt ein anderes Lebensgefühl. Es hat etwas mit Sein und nicht mit Haben zu tun. Das Sein, unser innerer Charakter, ist wichtiger als das Tun. Letzteres kommt aus dem ersteren.

Gott meint es in jedem Fall gut mit uns
Römer 8,28 belegt das aus der Erfahrung des Paulus. Wer schon ein paar Krisen durchlebt hat, kann das bestätigen. Darum können wir Mut zur Krise haben, weil sie immer auch eine Chance beinhaltet.

Das System

Wichtig ist, die Planung schriftlich als Vertrag mit sich selbst voranzutreiben. Das eröffnet auch interessante Möglichkeiten des Coachings, wenn Sie diese Unterstützung in dem einen oder anderen Bereich in Anspruch nehmen wollen.

1. Lebensziel formulieren
Zugegeben, das ist ein Weitwurfversuch. Doch wenn wir dies in anderen Lebensbereichen wagen, warum nicht auch in diesem? Im ersten Teil des Beitrags haben wir die Hauptbereiche bereits angesprochen, die für Sie wichtig sein können:
Familie, Freundschaft, Nachbarschaft, Beruf, Vereine oder ehrenamtliche Tätigkeiten, Gemeinde.
Formulieren Sie ein Ziel für jeden dieser Bereiche. Zum Ziel gehört natürlich die Beschreibung von konkreten Maßnahmen, wie Sie den Weg vom Ist zum Soll gehen wollen. Daß Maßnahmen auch immer mit einer zeitlichen Komponente zu versehen sind, brauche ich nicht besonders zu betonen.

2. Periodenziel formulieren
Hier schlage ich Ihnen das Denken in Siebenerschritten vor. Warum? Mediziner sagen uns, daß sich unser Körper alle sieben Jahre von seinen Zellen her völlig erneuert. Auch im psychologischen Bereich sind dies Markierungspunkte des Wachstums.

· Teilen Sie Ihr Leben in Perioden von jeweils sieben Jahren ein.

· Geben Sie jeder dieser Perioden einen eigenen Namen. War es eine überwiegend positive oder überwiegend negative Periode? Warum?

· Zeichnen Sie eine Lebenslinie der Wendepunkte (Ausschlag nach oben bzw. unten jeweils von 0 bis +6 bzw. 0 bis -6). Was bewirkte die Wende?

Meine Lebenslinie
1. Wo gab es Wendepunkte meines Lebens?

2. In welcher Richtung bewege ich mich heute?

3. Welche Träume und Ziele habe ich?

Meine Berufs- und Lebenszielplanung
Bilden Sie Blöcke mit den Hauptbereichen, die für Sie wichtig sind (Familie, Beruf, Freundschaft usw.), und benennen Sie Unterbereiche hierzu. Danach folgen Ziele, Maßnahmen und Zeiten der Umsetzung hierfür.
Dieses Standard-Arbeitsblatt wird genauso verwendet für die Jahres- und Monatsplanung.

3. Jahresziel setzen
Auch hier kommen wieder die verschiedenen Bereiche zum Tragen, für die Sie sich entschieden haben. Interessant ist die Beobachtung, daß man oft überschätzt, was in einem Jahr zu schaffen ist – zu stark ist das Raster der feststehenden Verpflichtungen. Im Gegenzug wird oft unterschätzt, was man bei kontinuierlichem Dranbleiben in sieben Jahren erreichen kann.
Das Jahresziel ist also eine überschaubare Etappe, mit der Sie sehr gut arbeiten können. Hier denken Sie noch an alles, was insgesamt im Jahreslauf Platz haben soll.

4. Monatsziele formulieren
Sie gehen aus den Jahreszielen hervor. In zwölf Etappen können Sie die Gesamtziele eines Jahres herunterbrechen und so einen jeweils eigenen Monatsrhythmus schaffen.
Dabei wird es Bereiche geben, in denen sich nichts tut, während die Aktivitäten in anderen Bereichen liegen. Das Monatsziel bedeutet nicht immer Aktivitäten in allen Lebensbereichen, die Ihnen wichtig sind.

5. Wochenziele planen
Die Woche ist weltweit der beliebteste Planungsrhythmus. Es ist ein überschaubarer Zeitraum, der durchaus mit der biblischen Schöpfungsordnung erklärt werden kann: sechs Tage Arbeit, ein Tag Ruhe.
Hier gilt wieder das gleiche Prinzip: Sie behalten die Bereiche im Auge, in denen Sie etwas erreichen wollen und brechen das Monatsziel herunter auf die im jeweiligen Monat zur Verfügung stehenden Wochen.

6. Tagesziele setzen
Damit legen Sie die Grundlage für Ihre Erfolgserlebnisse, die Sie brauchen, um die langfristiger angelegten Ziele auch erreichen zu können. Realistische Planung beginnt bei der Tagesplanung. Je realistischer Sie hier sind, desto größer ist der Realitätsfaktor bei Ihren langfristigen Zielen.

Schriftliche Planung zahlt sich aus...