Der Lehrerberuf an kath. Schulen

Heft 4/02

Berufsreport

Katholisches Aufbaugymnasium Obermarchtal
Engagiert und innovativ
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt neue pädagogische Konzepte um.

Was macht eine katholische Schule aus? Das war in der Vergangenheit gar keine Frage. Sie steht in der Trägerschaft der Diözese oder eines Ordens, es herrscht eine gewisse Strenge, der einzelne Schüler wird mehr wahrgenommen und gefördert als es sonst manchmal der Fall ist, und natürlich gibt es das Schulgebet und öfter einen Schulgottesdienst. Das genügte kirchlich orientierten Eltern, und auch eher Fernstehende schätzten das oft - denn „für Kinder ist Kirche, Religion allemal gut“. Heute sind kirchliche Schulen nicht mehr die einzige Alternative zur staatlichen Schule, es gibt einen Wettbewerb verschiedener Schulformen und pädagogischer Konzepte. Das ist eine Herausforderung, am eigenen Profil zu arbeiten. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit die aus- 
drückliche Aufforderung der staatlichen Schulverwaltung an die Privatschulen, ihre Unterscheidung von den allgemeinen Schulen deutlich zu machen, denn letztlich liege darin der Grund für die staatliche Förderung. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat diese Zeichen der Zeit aufgenommen und in einem langen Prozess den sogenannten „Marchtaler Plan“ entwickelt. In Obermarchtal werden seine Elemente konsequent umgesetzt. Mit dem Schuljahr 2001/2002 begann mit der 11. Klasse ein Aufbaugymnasium in Räumen des alten Prämonstratenserklosters. Der WEGBEREITER besuchte das neue Unternehmen.

(4/02, S.4-7)

Im Blickfeld

Katholische Schulen
Das personale Angebot
Mehr denn je gefragt: Lehrer aus Berufung

Die katholische Kirche ist der größte Träger freier Schulen und die Nachfrage nach ihren Einrichtungen steigt. Der entscheidende Grund dafür liegt in der engagierten und kompetenten Lehrerschaft. Nikolaus Kircher, Geschäftsführer der Kommission „Erziehung und Schule“ der Deutschen Bischofskonferenz, legt dar, worauf es beim Lehrerberuf an einer kath. Schule ankommt und wirbt zugleich für diesen Beruf.
(4/02, S.15)

Berufswahl/Berufung

Auf dem Weg zu einer personalen Didaktik
Selbstkundgabe 
Von Prof. Dr. Werner Tzscheetzsch, Freiburg

Dr. theol, Dipl. Päd. Werner Tzscheetzsch ist Professor für Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg i. Br.
(4/02, S.16-17)

Montessori-Pädagogik
Kinder sind anders

Der „Marchtaler Plan“ (vgl. Studienkolleg Obermarchtal S. 4-7) hat wesentliche Gedanken der Montessori-Pädagogik aufgenommen und sie in eigener Weise für die weiterführenden Schulen bis zur Oberstufe des Gymnasiums umgesetzt. Ulrich Steenberg, Direktor der Kath. Fachschule für Sozialpädagogik in Ulm und anerkannter Montessori-Fachmann, beschreibt wichtige Aspekte dieser Pädagogik.
(4/02, S.18)

Mitarbeiterteam für die Schulseelsorge
Schülermentoren/-innen 
Das Gymnasium Salvatorkolleg Bad Wurzach realisiert ein neues Modell

In Baden-Württemberg verwirklicht die „Katholische Studierende Jugend“ (KSJ) in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium einen Ausbildungsgang zum „Schülermentor bzw. zur Schülermentorin für kirchliche Jugendarbeit“. Am Gymnasium der Salvatorianer im oberschwäbischen Bad Wurzach wird das Modell seit zwei Jahren realisiert. Schulseelsorger P. Hubert Veeser SDS berichtet.
(4/02, S.19)