Kloster auf Zeit

Heft 2/07

Statement

"Soll ich, oder soll ich nicht??"

von Sr. Sara Thiel, Kongregation Der Schwestern vom Göttlichen Erlöser

„Soll ich, oder soll ich nicht??“ Diese Frage hatte sich immer deutlicher herauskristallisiert: Soll ich ins Kloster gehen, oder nicht? Ist Ordensleben wirklich eine Möglichkeit für meinen Lebensweg?

Am Ende meines Studiums stand für mich fest, dass ich nun endlich etwas mehr unternehmen musste, um herauszufinden, ob diese Lebensform eine lebbare Form für mich sei. Und so entstand der Gedanke „Kloster auf Zeit“ am eigenen Leib zu erfahren. 

(2/07, S.2-3)

Berufsreport

„Um Menschen bei Ihrer Suche nach sich selber, nach Sinn, nach Gott zur Seite zu stehen“

von Maria Rettig, Augsburg


In Tutzing am Starnbergersee befindet sich das Kloster der Missions-Benediktinerinnen. Im Moment gibt es dort 4 Novizinnen. Insgesamt leben aber zur Zeit knapp 80 Schwestern im Klosterkonvent. In Ihrem Angebot haben Sie auch „Kloster auf Zeit“. 
Der WEGBEREITER hat sie besucht und mit der Priorin Sr. Hildegard Jansing, mit der Novizenmeisterin Sr. Rachel Feller (Foto links) und mit zwei jungen Frauen, die in Tutzing das Kloster besuchten, gesprochen.

WEGBEREITER: Sr. Hildegard, was bewegt Ihren Orden das Angebot „Kloster auf Zeit“ zu machen?

(2/07, S.4-7)

Berufsreport

Mein Leben vom Kopf wieder auf die Seele stellen

von Sr. Scholastika Jurt


Wer bin ich? Wofür lebe ich? Was hält mich, wenn alles wegbricht? Was ist das Bleibende, das wirklich Bleibende in Erfahrungen von Verlust und fragmentarischem Leben, in der Konfrontation mit dem Tod. Fragen, die jede und jeden bedrängen – in sensiblen Augenblicken mitten im Gewöhnlichen, im Dunkel des Unbegreiflichen… im Schmerz … gerade auch in der Absurdität des Erfolgswahns unserer Zeit.

(2/07, S.8-9)

Berufsreport

Gäste wie Christus

von Frater Christian Dieckmann OSB, Abtei Michaelsberg


5.45 Uhr. Je nach Jahreszeit liegt noch tiefe Dunkelheit über Stadt und Kloster oder die ersten Sonnenstrahlen durchleuchten schon die bunten Fenster im Chor der Abteikirche. Wir Mönche auf dem Siegburger Michaelsberg beginnen mit dem Morgenlob. Oft sitzen schon um diese Zeit zwei, drei Gestalten in den Kirchenbänken und folgen dem Gebet: Männer, die bei uns einige Tage als Gäste verbringen. 

(2/07, S.10-11)

Im Blickfeld

Fünfzig spannende Geschichten über den Weg der Berufung

Gott will mehr von dir

von Eckhard Raab


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(2/07, S.15)

Berufswahl/Berufung

Kloster auf Zeit in Bewegung

von Sr. Angelina Schwendemann, Sießen


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(2/07, S.16-17)

Berufswahl/Berufung

Nah am Menschen

von Otto Schilling, Landshut


2007 sind es dreißig Jahre, dass ich als Pastoralassistent und – referent im kirchlichen Dienst bin. Von 1979 bis 1987 war ich als Pastoralreferent in Biberach. Hier lernte ich in einer offenen Gemeinde vor allem zahlreiche Gesichter der kirchlichen Jugendarbeit kennen und konnte vieles ausprobieren. Gott sei Dank hatte ich damals einen „Chef“, der mir und den Jugendlichen einen unerschöpflichen Vertrauensvorschuss entgegenbrachte.
1987 kam ich wegen der Liebe sprich Heirat von der Diözese Rottenburg – Stuttgart in die Erzdiözese München – Freising, genauer gesagt nach Landshut in Niederbayern. In der Pfarrgemeinde St. Jodok erfuhr ich elf Jahre lang die große Spannbreite einer lebendigen Gemeinde mit vielen ehrenamtlichen Frauen und Männern, wie auch schon in den beiden vorhergegangenen Pfarreien.

(1/07, S.18-19)

Spiritualität

Fastenzeit

von Dagmar Dewald


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(2/07, S.18-19)

Spiritualität

Hören können heißt leben lernen

von Maria Anna Leenen


Laute Willkommensrufe, kreischende Bremsen, übertönt vom Hereinrauschen des einfahrendes Zuges. Da – ein Kinderschrei, gefolgt von der ärgerlichen Stimme einer Frau und von oben dröhnt die Ansage des verspäteten Intercitys. Ein Stimmengewirr, ein Geräuschpegel, ein Klangteppich, der es unmöglich macht, nach dem Freund zu rufen, der ersehnt wird und der hier irgendwo wartend stehen muss. Die eigene Stimme geht unter und auch die des Freundes, der suchend nach mir ruft, verschmilzt mit dem Auf und Ab des Lärms der Umgebung. 

(2/07, S.20-21)

Spiritualität

Jahresthema 2007
„Du aber wähle das Leben“

von Dr. Peter Birkhofer, ZfB Freiburg

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(2/07, S.20-21)

Kommentar

Kloster auf Zeit
von Prior Frater Dr. Vinzenz Proß OSB

„Kloster auf Zeit“ als geistliche Orientierungshilfe – und als Begriff – entstand vor gut 40 Jahren in der Benediktinerabtei Niederaltaich und wird dort bis heute in einer im Wesentlichen unveränderten Form praktiziert. Der Anstoß für „Kloster auf Zeit“ kam von einem Mann aus der Wirtschaft, Dr. Gerhard Höper, der auf seinen Geschäftsreisen in Asien eine doppelte buddhistische Praxis kennen gelernt hatte: Zum einen gibt es dort die Möglichkeit zeitlich begrenzten Mönchtums, zum anderen ziehen sich z.B. Politiker vor wichtigen Entscheidungen für einige Zeit in ein Kloster zurück.

(
2/07, S.24)