Eremiten

Heft 1/05

Berufsreport

Ruf ins Schweigen mit Gott
von Maria Anna Leenen

Zu hören ist nichts um diese Zeit. Nur der Wind singt manchmal leise durch einzelne Ritzen der Almhütte, die in der Nähe eines kleinen Dorfes am Berghang liegt. Es ist kurz vor Mitternacht. Bei Schwester Sophia klingelt der Wecker. Es ist Zeit für das Nachtoffizium, die Lesehore: Hymnus, Psalmen, zwei lange Lesungen und eine Schlussoration. Den kleinen Gebetsraum erhellen ein paar flackernde Kerzen und ein kleines Licht. Nichts ist zu hören außer einem schwachen Windhauch, der um die Balken streicht. Nach der Lesehore schafft die tiefe Stille der Berge einen schützenden Raum für das schweigende Gebet: Keine großen Worte, nur ein Lauschen, ein Sehnen; sich ausstrecken nach ihm, der vor vielen Jahren in diese Lebensweise gerufen hat.

(1/05, S.4-7)

Im Blickfeld

Formen des eremitischen Lebens heute

Ein Neuaufbruch im Verborgenen

von Maria Anna Leenen

(1/05, S.8)

Berufsreport

In der Welt, aber nicht von der Welt

Der WEGBEREITER besucht die Kartäusereinsiedler

(1/05, S.9)

Berufswahl / Berufung

Eremitische Spiritualität

Meine Spiritualität ist mein Alltag

von Sr. Renate Becker

Von eremitischer Spiritualität kann nur die Rede sein, wenn eremitischer Alltag zur Sprache kommt. Wie dieser Alltag gelebt wird gibt Auskunft über die Spiritualität, die ihn trägt. Das wird ganz verschieden aussehen; geprägt von dem äußeren Rahmen, den Klause und Lebensumfeld bilden. Vor allem geprägt von dem inneren Weg der zur eremitischen Lebensform führte.

So soll der folgende Text auch keine theoretische Abhandlung über eremitische Spiritualität sein, sondern eher eine einladend geöffnete Tür.

(1/05, S.10-11)

Kommentar

Braucht die Kirche Eremiten?

von Bischof Dr. Felix Genn, Essen

(1/05, S.24)