Zur Förderung geistlicher Berufe:Eine Frau ergreift die Initiative |
| Eine Idee geht um die Welt Eine Gruppe von Frauen organisiert in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts einen Verein und gewinnt Tausende von Frauen für dessen Idee: sich finanziell und im Gebet für Priester und für Priesternachwuchs einzusetzen. Innerhalb weniger Jahre ist dieser Verein in fast allen deutschen Diözesen fest verankert. Es geht um das "Frauenhilfswerk für Priesterberufe", das letztlich dafür ausschlaggebend ist, daß 1941 das Päpstliche Werk für Priesterberufe (heute: Päpstliches Werk für geistliche Berufe PWB) errichtet wird. Somit entstand ein weltweites Werk. Initiatorin dieses Vereins ist Prinzessin Maria Immaculata, Herzogin zu Sachsen. Was bewegt eine Prinzessin, die durch die Eheschließung mit Prinz Johann Georg von Sachsen die höchstgestellte Frau am Dresdner Hof geworden war, sich solch einer Lebensaufgabe zu widmen? Offen für Gott und die Menschen |
Sorge um die Weitergabe des Glaubens Als sie noch in Frankreich lebte, erteilte sie Katechismusunterricht, weil es an den Schulen keinen Religionsunterricht gab. In Paris hörte sie eine Predigt, die ein erschütterndes Bild von der seelischen Verwahrlosung des Volkes in Frankreich zeichnete. Als Ursache für diese Entwicklung wurde in erster Linie der Priestermangel genannt. Es sei Pflicht eines jeden Christen, nach Möglichkeit zu helfen. Diese Predigt hinterließ einen tiefen Eindruck auf die Prinzessin. In der Entwicklung der Kirche Frankreichs sah sie Parallelen zur Kirche in Deutschland und deren Zukunft. Nach dem ersten Weltkrieg nachdem sie schon einige Jahre in Freiburg i.Br. wohnte wurde sie durch das Studium der Theologie ihres Neffen, Kronprinz Georg von Sachsen, mit der finanziellen Not von Theologiestudenten konfrontiert. In Erinnerung an die Predigt in Paris und die wahrnehmbare "Verödung der Glaubenslandschaft" wurde es für sie immer drängender, sich dafür einzusetzen, daß es immer wieder Menschen gibt, die das Evangelium Jesu Christi verkünden. Da dies in erster Linie Aufgabe der Priester ist, kam ihr die Idee, in einer Organisation viele Menschen zusammenzuführen, die sich durch Gebet und Spenden für den Priesternachwuchs einsetzen sollten. Ihr war bewußt, daß das Ausmaß der notwendigen Hilfe die Kräfte vieler erforderte. Eine tatkräftige Frau |
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