Berufe in kirchlichen Beratungsdiensten |
Psychologische Beratung: Seelsorge pur
„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“ Dieses Bekenntnis und dieses Versprechen des II. Vatikanischen Konzils (1963 - 1965) zu Beginn der Pastoralkonstitution wird in den vielfältigen Beratungsstellen der Kirche in ganz besonderer Weise erfüllt.
Die vom Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen und der Diözese Rottenburg-Stuttgart getragene Stelle für Eltern-, Jugend-, Ehe- und Lebensberatung in Tübingen gewährte dem WEGBEREITER Einblick. Die kath. Beraterin Renate Oetker-Funk (47) erzählt aus ihren Erfahrungen.
(4/00,
S.4-7)
Was stärkt die Helfer?
Psychosoziale Berufe fordern immer den Menschen in seiner ganzen Person, es braucht bestimmte Voraussetzungen und Strategien, um mit den Belastungen umgehen zu können. Dr. Eva-Maria Sagstetter, Leiterin des Krisendienstes „Horizont“, Regensburg, einer Einrichtung für Hilfe bei Selbstmordgefahr, beschreibt einige Aspekte, die für Helfer wichtig sind. Die Einrichtung „Horizont“, die auch für Angehörige von Suizidgefährdeten und für Hinterbliebene nach einem Suizid Hilfen anbietet, wird von der Caritas der Diözese Regensburg und vom Diakonischen Werk des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks Regensburg gemeinsam getragen.
(4/00,
S.18)
Ausbildung zur psychologischen Beratung
Von Notker Klann, Geschäftsführer der Katholischen
Bundesarbeitsgemeinschaft für Beratung, Bonn
(4/00,
S.19)
Element einer neuen Pastoral
Auch heute sind viele Menschen religiös, aber nur noch eine Minderheit fühlt sich mit einer Kirchengemeinde verbunden. Der Religionssoziologe Michael Eberts, Freiburg, schlägt daher die Weiterentwicklung der Gemeindepastoral zur Kommunikationspastoral vor. Er meint damit eine pastorale Praxis, die von Menschen aufgesucht werden kann, ohne über eine Gemeinde vermittelt zu sein wie z.B. Telefonseelsorge, Beratungsstellen, Familienbildung usw. Zudem verspricht er sich davon ein individuelles Ernstnehmen des Menschen. Frau Dr. Angelika-Benedikta Hirsch, Berlin, u.a. tätig als Beraterin in der „offenen tür berlin“ macht deutlich, wie dieser Ansatz fruchtbar wird.
(4/00,
S.24)
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