Vor 75 Jahren, am 8. September
1934 feierte Domprobst Bernhard
Lichtenberg zum ersten Mal den
monatlichen Gebetstag für geistliche
Berufe in der Berliner St. Hedwigskathedrale.
Auf Initiative von Prinzessin Immaculata von
Sachsen wurde 1926 das heutige Päpstliche
Werk für geistliche Berufe gegründet. Wenige
Jahre später bereitete sie mit dem Salvatorianerpater
Paschalis Schmid den ersten
monatlichen Gebetstag für geistliche Berufe
vor. Hintergrund war, dass in den Zwanziger-
Jahren des letzten Jahrhunderts das geistliche
Leben gefährdet und der Priestermangel
immer bedrohlicher geworden war.
Im Jahr 2009 findet deshalb eine bundesweite
Pilgerfahrt zum Ursprungsort des
Gebetstages statt. Mit dem Fall der Berliner
Mauer vor 20 Jahren gibt es einen weiteren
Gedenktag, ein politisches Ereignis, das ohne
die Montagsgebete in Leipzig nicht denkbar
gewesen wäre. Die Kraft des Gebetes
darf also nicht unterschätzt werden: Der
Geist weht wo er will!
Die gemeinsame Fahrt mit Gottesdiensten
und Gebetszeiten, das Erzählen von Christen
in der DDR und die Begegnung mit den
Märtyrern unseres Glaubens Bernhard
Lichtenberg und Max Josef Metzger lassen
diese Fahrt zu einem besonderen Erlebnis
werden.
Wir freuen uns auf viele Mitpilgerinnen und
Mitpilger und sind im Gebet verbunden
Kontakt
Zentrum für Berufungspast
oral
tel. 0761 3890660
www.berufung.org
Programm
15:30 – 17:00 Uhr
Die politische Kraft des Gebetes
Eröffnungsveranstaltung der Wallfahrt
im Palais am Funkturm, u.a.
mit Zeitzeugengesprächen über
die Situation der Kirche in der
DDR und über die Gottesdienste
in der Nicolai-Kirche.
20:00 Uhr
„Bittet den Herrn der Ernte“
Gebetsstunde im Anliegen geistlicher
Berufe in der St. Hedwigs-
Kathedrale (Berlin Mitte). Eucharistische
Anbetung. Möglichkeit
zur Beichte und zum geistlichen
Gespräch.
10:00 Uhr
Die Kraft des Gebetes
Feierliches Pontifikalamt in der
St.-Johannes-Basilika, Berlin-
Kreuzberg.
14:30 bis 17:00 Uhr
In der Kraft des Gebetes
Pilgerweg durch Berlin Mitte.
Beginn am Deutschen Reichstag,
weitere Stationen sind die
Gedenkstätte am Spreeufer, das
Brandenburger Tor, die Alte Wache
und zum Abschluss die St.
Hedwigs-Kathedrale.
17:00 Uhr
„Hier bin ich. Sende mich.“
Abschluss und Aussendungsgottesdienst
in der St.-Hedwigs-Kathedrale ⊗