Alter(n) in Gesellschaft und Kirche

von Dr. Marianne Habersetzer, PRin, Fachbereichsleiterin Seniorenpastoral und Diözesanaltenseelsorgerin, München

Einführung
Jeder möchte alt werden, aber keiner will alt sein! So lautet ein geflügeltes Wort in unseren Tagen. Aber für jede und jeden stellt sich die Frage: Wie will ich alt werden, wie möchte ich dann alt sein? Seit vielen Jahren ist bekannt, dass sich in unserer Gesellschaft ein demografischer Wandel vollzieht. Doch das Thema „Alter und Altern“ und damit auch die Überlegung nach einem guten Umgang mit dem Älterwerden ist ein Belastungsdiskurs. Dieser Diskurs verengt sich schließlich auf die Fragestellung, wie sich denn die wachsende Anzahl älterer Menschen auf die Belastungen der sozialen Sicherungssysteme auswirkt.
Es wird weit weniger die Frage gestellt, wie sich ältere Menschen mit ihren ideellen, zeitlichen und vielfach auch materiellen Ressourcen zur Unterstützung der nachfolgenden Generationen einbringen bzw. einbringen können. Dies gilt für die Gesellschaft, aber auch für den Bereich der Kirche. Welche Voraussetzungen müssten geschaffen werden, um den älteren Generationen wirklich gerecht zu werden? Wie könnten Bilder, wie könnten Träume eines guten Alter(n)s aussehen? Wie kann das Miteinander der Generationen in der Zukunft aussehen?
Der Evangelist Lukas nimmt in seiner Apostelgeschichte ein Wort des Propheten Joel auf und lässt Petrus in der Pfingstpredigt sagen: „Eure Jungen werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben.“ (Apg 2,17)

ALTER und ALTERN in Gesellschaft und Kirche
Demografische Entwicklungen heute

Zu keiner Zeit hat es in der Geschichte der Menschheit einen so großen Anteil älterer Menschen gegeben wie heute. Der Anteil der über 60-Jährigen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland liegt heute bei etwa 28 %;
man rechnet damit, dass im Jahr 2030 ca. 38 % der Bevölkerung das 60. Lebensjahr überschritten haben; 2050 werden ca. 48% über 60 Jahre alt sein. Ein männliches Kind hat in Deutschland eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp 76 Jahren, ein heute geborenes Mädchen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82 Jahren. Die Lebenserwartung eines Mannes von heute 60 Jahren ist auf 78,8 Jahre gestiegen, die einer Frau von heute 60 Jahren auf 83,9 Jahre. Vor allem die Zahl der Hochbetagten wird überproportional zunehmen.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Bei den 60-Jährigen sind nur 1% pflegebedürftig, bei den 80-Jährigen knapp 20% und bei den über 90-Jährigen 55%.

Das Alter ist vielfältig und bunt
Der Eintritt in die älteren Generationen ist immer noch durch den Ruhestand gekennzeichnet. Da Menschen derzeit früh aus dem Erwerbsprozess ausscheiden –in der Regel zwischen dem 58. und 65. Lebensjahr - beginnt damit für sie die Lebensphase im Alter zu einem Zeitpunkt, an dem sie statistisch gesehen noch eine Lebenserwartung von 20 bis 30 Jahren haben. „Die Alten“ gibt es dabei nicht. Die Unterschiede zwischen den Menschen werden mit dem Alter größer.
Das Altern ist also ein mehrdimensionaler Prozess, der in Ausprägung, Umfang und Intensität bei jedem einzelnen Menschen, aufgrund individueller Lebensläufe und Erfahrungen, unterschiedlich verläuft. Daher gibt es neben den Menschen, die im Alter selbstständig und aktiv sind, solche, die durch vermehrten körperlichen und geistigen Abbau auf die Hilfe anderer in unterschiedlichem Ausmaß angewiesen sind. Die Anzahl der Lebensjahre – das kalendarische Alter – sagt sehr wenig über die Fähigkeiten und Fertigkeiten und nur zum Teil etwas über den Gesundheitszustand aus. Um der Unterschiedlichkeit der Senioren in den verschiedenen Altersgruppen und den unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht zu werden, wurde von dem englischen Geschichtssoziologen Peter Laslett der Begriff des Dritten und Vierten Alters geprägt.
Dem Dritten Alter stehen in hohem Maße unterschiedliche Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung, die vielfältig und vielseitig in Freizeit, Kultur und sozialem Engagement eingesetzt werden können und weithin als „die späte Freiheit“ erlebt werden. Dem gegenüber ist das Vierte Alter gekennzeichnet durch Grenz- und Verlusterfahrungen, Einschränkungen und spürbare Zäsuren in den Lebensbedingungen mit körperlichen, psychisch - sozialen Konsequenzen und der Sorge, kein selbstbestimmtes Leben mehr führen zu können.
Die Unterschiedlichkeit des Alters im Alter stellt uns vor Aufgaben, die es noch nie gegeben hat und für deren Bewältigung, nicht nur in ökonomischer, sondern auch in sozialer und psychologischer Sicht, wir schlichtweg über keinerlei Erfahrung verfügen, auf die man zurückgreifen könnte. Dies betrifft auch den Raum der Kirche. Auch hier wird die Situation der Generationen der Alten nur sehr zögerlich in den Blick genommen, auch wenn es durchaus einige positive Ansätze gibt. Die größte Befürchtung ist, dass wir uns erst dann auf das neue Zeitalter des Alters einstellen, wenn es bereits zu spät ist. Dabei sollte und könnte es genau umgekehrt sein: dass wir diese große Herausforderung jetzt annehmen und zwar im positiven Sinne, und dass wir sie als einmalige Chance begreifen, denn tatsächlich bedeutet die Gegenwart so vieler alter Menschen eine ungeheure Bereicherung. „Es ist meine tiefe Überzeugung, dass die alten Gesellschaften der Zukunft für jeden von uns Möglichkeiten bieten können, von denen unsere Vorfahren nicht einmal zu träumen gewagt haben, allerdings nur dann, wenn wir uns früh genug darauf einstellen und unsere Auffassung vom Alter von Grund auf ändern.“(Frank Schirrmacher)

Religiöse Entwicklung im höheren Erwachsenenalter
Der Wandel des Alterns macht auch vor der Religiosität und der kirchlichen Praxis nicht halt. Wie die Pluralität von Lebensformen und Lebensläufen zunimmt, so gibt es auch eine Vielfalt religiöser Biografien.

Selbst die Senioren sind nicht mehr die alten
Wie andere Entwicklungsdimensionen, verändert sich Religiosität über die gesamte Lebensspanne in individuell sehr verschiedener Weise. Es gibt auch in diesem Bereich keine homogene Gruppe „der Alten“. Aus meiner Erfahrung, die bestätigt wurde durch eine Umfrage, die ich vor einigen Jahren bei Seniorinnen und Senioren in unserer Diözese durchgeführt habe, ist der Wandel im Hinblick auf Religiosität und Kirchlichkeit weit fortgeschritten, wird aber in der Seelsorge noch zu wenig beachtet.
Lange ist man davon ausgegangen: Religiosität und Glaube sind stabil. So hieß es: Die wesentlichen Grundlagen der Religiosität werden in der Kindheit gelegt und dann als „stabile Konstanten“ das weitere Leben prägen. Dies war jahrzehntelang die gültige Annahme der kirchlichen Seelsorge.
Demgegenüber wird in einer Studie, die an der Katholischen Fakultät der Universität in Bonn durch den Fachbereich Pastoraltheologie durchgeführt wurde, festgestellt: Das Wissen über die Gestalt des Glaubens im mittleren und höheren Erwachsenenalter gehe über Vorurteile kaum hinaus.
Der Wandel zeigt sich in der Veränderung von verschiedenen Dimensionen der Religiosität (z.B. Gottesbild oder religiöse Praxis). Dabei haben praktische Dimensionen ( wie persönlich geprägte Spiritualität oder diakonisches Engagement ) höhere Konstanz als religiöse Vorstellungen und Glaubensinhalte.
Religiosität und Glaube sind nicht so stabil, wie gemeinhin angenommen, sondern unterliegen unterschiedlichen Einflüssen, z.B. Lebenskrisen und Lebenswenden, dem gesellschaftlichen Umfeld, dem Wertewandel in der Gesellschaft.
Zunehmend wird man davon auszugehen haben, dass die religiösen Biographien älterer Menschen vielfältiger, bunter, mit manchen Brüchen und Wendepunkten versehen sind. Das traditionelle kirchliche Milieu wird es weiterhin geben, daneben die engagierten, in den Pfarrgemeinden aktiven Älteren, die das II. Vatikanische Konzil bewusst erlebt haben. Aber man begegnet auch denen, die nur den Service der Kirche zu gegebener Zeit abrufen, z.B. an Lebenswenden und Festen im Leben oder im Jahreskreis. Die Tendenz zu Auswahlchristentum und religiösen Formen am Rande oder außerhalb der Kirchen nehmen zu. Die nachwachsenden Alten verstehen sich immer stärker als religiös „Suchende“ und langsam vergrößert sich auch die Gruppe, die sich als nicht religiös bezeichnet.

Humanvermögen im Alter
Wie kann sich die Gesellschaft die Potenziale und Kompetenzen der älteren Menschen zunutze machen? In der Gerontologie ist man bemüht, die Differenziertheit des Alters und die Bedeutung der älteren Menschen für das Gemeinwesen deutlich zu machen. Man hat hier den Begriff des Humanvermögens geprägt, das jede und jeder Einzelne in dieses Gemeinwesen einbringt. Unter Humanvermögen ist das Gesamt des theoretischen und praktischen Wissens, der Erfahrungen, der materiellen und ideellen Ressourcen, des Hilfs- und Unterstützungs- potenzials älterer Menschen gemeint.


Bisher wird das Humanvermögen des Alters viel zu wenig erkannt, anerkannt und sozial und kulturell genutzt. Wenn z.B. Menschen über 50 Jahre in der freien Wirtschaft, in Firmen und Betrieben nicht mehr beschäftigt und schon gar nicht eingestellt werden, ergibt sich die Frage nach dem Gebrauchtwerden.
Um diesem Gedanken des Humanvermögens gerecht zu werden, müssen wir auch wieder unsere Bilder vom Alter überprüfen.
So sind Stärken und Kräfte ebenso zu berücksichtigen, wie Risiken des Alters im Blick auf Gesundheit und Selbstständigkeit. Wir dürfen nicht übersehen, wie viele aktive Beiträge der älteren Generationen es in der Familie, in den Kommunen und Vereinen und auch in der Kirche gibt. Ohne die Bereitschaft älterer Menschen, in der Familie Unterstützung und Pflegeaufgaben zu übernehmen, wären die Belastungen der Sicherungssysteme ungleich größer (ca. 75% der zu Pflegenden werden zu Hause gepflegt, die Hauptpflegenden sind Frauen – Ehepartnerinnen, Töchter und Schwiegertöchter). Das Engagement gilt auch für die Bereiche Kommunen und Vereine. Ohne die aktiven Beiträge der älteren Generationen könnten Vereine kaum existieren.
An einer differenzierten Sicht ist sowohl in der Gesellschaft wie auch in der Kirche zu arbeiten. Die einseitige Orientierung an den körperlichen Alternsprozessen – Defizitmodell - muss aufgegeben werden. Ein umfassendes Menschenbild, das in gleicher Weise die körperliche, die seelisch-geistige, die soziale und existenzielle Dimension des Menschen berücksichtigt, muss diese einseitige Orientierung ersetzen. Die Unterschiede zwischen den Menschen in den physiologischen, psychologischen und soziologisch-ökonomischen Parametern nehmen mit wachsendem Alter nicht ab, sondern eher zu. Daher ist das Prinzip hoher Individualität der Kompetenzprofile wie auch der Lebenslagen sehr bedeutsam. Soweit die Gerontologen!

Was bedeutet dies für uns in der Kirche?
Gibt es eine analoge Vorstellung, einen analogen Begriff, eine analoge theologische Aussage, die im religiösen Bereich das beschreibt, was Humanvermögen im profanen Bereich meint?
Ich bin auf die Vorstellung vom Glaubenssinn, vom Glaubensgut des Gottesvolkes gestoßen. Dieser Begriff wurde vom II. Vatikanischen Konzil wieder aufgenommen und mit biblischen und patristischen Quellen neu gefüllt. Alle Glieder der Kirche sind ausgerüstet mit den Gaben des Geistes, um den Glauben zu vermitteln. In Lumen Gentium wird formuliert: „Die im einen Volk Gottes versammelten und dem einen Leib Christi unter dem einen Haupt eingefügten Laien sind, wer auch immer sie sein mögen, berufen, als lebendige Glieder alle ihre Kräfte, die sie durch das Geschenk des Schöpfers und die Gabe des Erlösers empfangen haben, zum Wachstum und zur ständigen Heiligung der Kirche beizutragen.“

Ältere Menschen und ihre Bedeutung für die Gemeinschaft der Kirche
Vom Glaubenssinn der älteren Menschen

Ältere Menschen, die in der Kirche eine Heimat finden, bringen ihren Glaubenssinn, ihr Glaubensvermögen in die Gemeinschaft mit ein. Sie sind dann nicht einfach hin Empfänger der Glaubensbotschaft, sondern in und mit ihrem Zeugnis echte Sender von Glauben und Glaubensinhalten.
Ältere Menschen haben bei uns in der Kirche einen festen Platz. Mit ihrem ganzen Leben tragen sie bei zur Gestalt der kirchlichen Gemeinschaft und zum Glaubensgut des ganzen Volkes Gottes. Daher ist es wichtig, dass auch die Senioren im Raum von Kirche ihr Leben und ihren Glauben zur Sprache bringen. Ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Bedeutung und Bewältigung von Krisen, Leid und Tod sind unerlässlich, gerade auch in der Begegnung mit den jüngeren Generationen.
Ihr Zeugnis darf nicht verloren gehen. Immer schon waren es Eltern, Großeltern und andere wichtige ältere Bezugspersonen, die den einzelnen das Leben gelehrt und zum Glauben geführt haben. Es waren die Zeugnisse dieser Menschen, die andere für die Güte Gottes, für sein Wort geöffnet haben.

Von den Erwartungen älterer Menschen an Kirche
Heute suchen ältere Menschen Orte und Lebensräume, an denen sie sich wohl fühlen, wo sie sich ernst genommen wissen in ihrer jeweiligen Befindlichkeit. Unsere Gemeinschaft muss sich daher fragen lassen: Wo eröffnet sie Möglichkeiten der Begegnung, damit Menschen die Erfahrung machen, welchen Wert sie füreinander und für die Gemeinschaft haben?
Wenn Menschen sich im Lebensraum Kirche begegnen, erfahren sie von persönlichen Versuchen, Leben zu gestalten und Glauben zu leben. Fähigkeiten des Einzelnen werden entdeckt. Was an Spiritualität, an Lebenssinn, an Mut zur Liebe in den Menschen verborgen liegt, soll wie ein Schatz gehoben werden, um es fruchtbar werden zu lassen für die Menschen und für die religiöse Gemeinschaft.
Auch darf nicht unterschätzt werden, dass man im Miteinander die eigene Lebensgeschichte versöhnt anschauen kann; dieses Miteinander hilft, Schicksalsschlägen und Krisen auf neue Weise zu begegnen. Das Auf und Ab des Lebens ist gerade im Alter spürbar. Freude und Hoffnung, Trauer und Angst – ein Gemisch an Gefühlen – prägen heute ältere Menschen, in einer Zeit, die aus vielerlei Gründen das Alter nicht schätzt.

Elemente, die eine Kultur des Alter(n)s im Raum Kirche bestimmen
• Aufmerksamkeit für das Leben Die Aufmerksamkeit älterer und altgewordener Menschen für die Bedeutung der eigenen Lebens- und Glaubensgeschichte ist zu schärfen. Es geht um die Wertschätzung von persönlichem Humanvermögen und persönlichem Glaubenssinn. Der Jesuitenpater Karl Rahner hat einmal gesagt: „Wir Alten haben das Leben nicht hinter uns gebracht, sondern vor uns.“ Wir sehen das Leben vor uns ausgebreitet wie einen Teppich, in bunten Farben, mit dunklen Flecken, mit Knoten und Verknüpfungen: Alles, was wir gelebt und geliebt haben, was wir gelitten und gefehlt haben.
• Vom Beruf zur Berufung
Viele Menschen schöpfen das Selbstwertgefühl aus der beruflichen Tätigkeit. Im Alter wird man zurückgeworfen auf die persönliche Berufung. Diese gilt es neu zu entdecken, sei es in der Ordensgemeinschaft oder auch als Priester oder als Eheleute.
• Aufbau von Gemeinschaft
Ältere Menschen sind unverzichtbarer Teil der kirchlichen Gemeinschaft. Dieses Bewusstsein muss gestärkt werden, sowohl bei den älteren Menschen selbst wie auch in der Kirche insgesamt. Die Gemeinschaft kann Ort des Austauschs sein, Ort, wo Begegnung mit Gott und Mensch ermöglicht wird. „Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: Gott ist mit euch“ (Sach 8, 23)
• Solidarität als Umgangsstil:
Eine intergenerative und intragenerative Solidarität ist gefordert, die hilft, in Gesellschaft und Kirche Probleme zu bewältigen und Gegensätze zu tolerieren. Es gilt, füreinander „Auge” und „Ohr” zu sein, miteinander einzutreten für die gleichen Lebenschancen aller Menschen. Wir brauchen einander, Alt und Jung. „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ (Mk 10,51) Dies gilt bei den älteren Menschen besonders für die eigene Generation, die sich oftmals zu wenig zu Wort meldet und ihre eigenen Interessen vertritt.
• Pflege eines heilenden Umgangsstils
Heilender Umgang versteht sich als einladendes und liebenswürdiges Angebot, miteinander Leben zu gestalten und den Glauben im Leben zu entdecken. Dieser Umgang ermöglicht, versöhnt durch das Leben zu gehen. Wunden, die das Leben geschlagen hat und schlägt, will diese Art des Miteinanders „verbinden” und heilen. Hier kann Kirche, können unsere Gemeinschaften als ein heilsamer Lebensraum für den Älteren selbst, aber auch für Menschen in seiner Lebenswelt erfahren werden.
Kirche ist der Garant dafür, dass die Würde des Menschen bis zum Ende des Lebens bleibt.