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Bereits zum vierten Mal findet für hauptamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen im Institut für Theologische und Pastorale Fortbildung in Freising ein berufsbegleitender zweijähriger Intervallkurs Seniorenpastoral statt.
Der Kurs richtet sich an pastorale Mitarbeiter/-innen, die mit älteren Menschen in Gemeinden oder/und auch im stationären Bereich zu tun haben und vor der Anforderung stehen, sich für den differenzierten Aufgabenbereich der Seniorenpastoral - eventuell auch als Multiplikatoren - zu qualifizieren.
Ein Einführungstag gibt einen Überblick über die Thematik und Arbeitsweise. Bei allen Kurseinheiten wird erfahrungs- und persönlichkeitsorientiert, prozess- und projektorientiert gearbeitet.
Vier thematische Wochen ermöglichen eine fundierte Grundausbildung für die Begleitung von Menschen im Dritten und Vierten Lebensalter, wie ein Überblick über die Inhalte der Wochen und Referenten zeigt:
A Altern und Alter in seiner Differenziertheit; Referentin: Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff, FH Freiburg
A Pastoral mit älteren Menschen I und II,
Referentin: Prof. Dr. Martina Blasberg – Kuhnke, Universität Osnabrück,
A Begleitung dementer und depressiver Menschen unter Berücksichtigung pastoral-pschychologischer und medizinisch-psychiatrischer Aspekte des Alterns; Referenten: Dr. med. Erhard Bauer, Oberarzt Gerontopsychiatrie I; Margaritta Nietbaur, PR, Krankenhausseelsorgerin; beide tätig am Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,
A Medizinische und psychologische Aspekte des Alterns; Referenten Dr. Hasse und Team vor Ort im Krankenhaus Barmherzige Brüder München, Abteilung Geriatrische Reha.
Biographisch orientierte Geriatrie- und Altenheimseelsorge, Referent: Peter Pulheim, Lehrsupervisor (KSA/DGfP) und Leiter des Instituts für Klinische Seelsorgeausbildung Heidelberg.
Innerhalb der Wochen führen die Teilnehmer/-innen Andachten und Gottesdienste unter Berücksichtigung des lebensgeschichtlichen Ansatzes durch.
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Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Kurses ist die regionale Praxis- und Schwerpunktbegleitung durch die Referenten für Seniorenpastoral der Bayerischen Bistümer. Zu dieser Begleitung zählt die Umsetzung der gewonnenen Kenntnisse, die Erprobung neuer Möglichkeiten und Beratung in der Gruppe. Zwischen den Kurseinheiten initiieren die TeilnehmerInnen eine Schwerpunktarbeit. Diese kann sich sowohl auf stationäre Senioreneinrichtungen / ambulante Pflege als auch auf die Pfarrgemeinde oder das Dekanat beziehen. Ziel der Schwerpunktarbeit ist, nach eingehender Analyse und Reflexion des Ist-Zustandes, ein Beispiel für eine teilnehmerorientierte Seniorenpastoral der Zukunft zu entwickeln. Diese Arbeit wird im Kurs unter dem Aspekt kollegialer Beratung reflektiert.
Die Kursbegleitung liegt bisher federführend bei der Erzdiözese München und Freising unter Mitarbeit anderer bayrischer Bistümer.
Viel Zeiteinsatz für eine pastorale Zielgruppe, die doch immer schon ganz selbstverständlich zu den treuen Kirchgängern zählte? Dieser Meinung waren die bayrischen Bistümer Ende der 90iger Jahre nicht, als sie ihre Zustimmung zu dem Kursprojekt der bayrischen Alten- und Seniorenseelsorger gaben. Inzwischen zeigen nicht nur wissenschaftliche Untersuchungen, wie differenziert Senioren heutiger Tage leben, welche unterschiedlichen Erwartungen sie an Kirche haben und welche Kompetenzen sie in Kirche und Gesellschaft einbringen möchten. Die Folgen des demografischen Wandels bedeuten für die heutige Gemeindepastoral neue Herausforderungen - nicht zuletzt, aber auch unter dem Aspekt der Glaubensweitergabe an die jüngere Generation. Es lohnt für hauptamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen, sich mit den Fähigkeiten, Wünschen und Hoffnungen älterer Menschen intensiv zu beschäftigen.
Denn auch im Alter gehen Menschen nicht nur dem Tod entgegen, sondern wollen Zukunft gestalten und nicht zuletzt ihre Zukunft in Gott.
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