Stille, Gebet und Begegnung
in der Kölner Basilika St. Gereon
von Kornelia A. Lüttmann M.A., ZfB Freiburg
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„Ich bin gezielt hergekommen, in der Hoffnung meiner Berufung bewusster zu werden. Danke für die Möglichkeit, hier ganz besonders darum zu beten", schrieb eine Pilgerin ins Gästebuch von St. Gereon. Unter dem Motto „vocation-face-to-face" sollten junge Menschen hier Gelegenheit haben, ihrer Berufung auf die Spur zu kommen. Mit diesem Ziel übernahm das Zentrum für Berufungspastoral, die Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz für die Pastoral der geistlichen Berufe und kirchlichen Dienste die Verantwortung für das Programm in St. Gereon. In enger Zusammenarbeit mit den Diözesanstellen „Berufe der Kirche" stellte das Zentrum für Berufungspastoral ein breites Angebot bereit. Als roter Faden durchzog der thematische Dreischritt „Berufung zum Menschsein, Berufung zum Christsein, Berufung zum Jüngersein" die Gottesdienste, Gebetszeiten und alle weiteren Angebote. Aber Berufung lebt von Begegnung. Deshalb brachte das Zentrum für Berufungspastoral Vertreter vieler Berufungen als Ansprechpartner mit. Unter den 100 Helferinnen und Helfern waren Priester, Ordensfrauen und -männer, Apostolatshelferinnen, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Priesteramtskandidaten, Laientheologen, in der pastoralen Ausbildung Tätige sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Berufungspastoral in Irland, Italien, Belgien und Frankreich. Sie gaben Zeugnis vom vielfältigen Bild der Berufungspastoral in Europa. Auch die für die Berufungspastoral zuständigen Bischöfe wirkten bei den Liturgien in St. Gereon mit: der Essener Bischof Dr. Felix Genn, Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe und Dienste der Deutschen Bischofskonferenz, der Frei-burger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch – bischöflicher Delegierter im Beirat des Zentrums für Berufungspastoral – sowie der auf europäischer Ebene verantwortliche Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser. |
Schon auf dem Vorplatz der Kirche begann das Programm. Bänke und Tische luden zum Ausruhen und Verweilen ein. Banner und der neue Spot zur Berufungspastoral informierten die Besucher über die Internetseite www.vocation-face-to-face.org. Auf besondere Begeisterung stieß das kostenlose Aufklebe-Tattoo der Berufungspastoral, das sich die jungen Pilger gleich auf alle möglichen sichtbaren Hautstellen klebten. In der Kirche hingegen herrschte eine beruhigende Stille. Ein „spiritueller Kirchenführer" in sechs Sprachen führte die Besucher auf einen „Weg von außen nach innen". Viele Jugendliche gingen diesen Weg und erlebten schweigend, schauend, meditierend den Kirchenraum von St. Gereon als einen Raum der Berufung. Gerne griffen sie auf die ausliegenden Bibelzitate und Gebetsleporellos in verschiedenen Sprachen zurück. Zahlreiche Pilger nahmen auch das Angebot wahr, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Berufungspastoral ins Gespräch zu kommen. Tag und Nacht bestand in der Krypta die Möglichkeit zur eucharistischen Anbetung. Die Kleinen Schwestern der Familie von Charles de Foucauld prägten die dichte Atmosphäre. Aus neun Ländern waren sie gekommen, um die Anbetung zu tragen. Mit seinen vielfältigen Angeboten wurde St. Gereon für viele Besucher zu einer Oase inmitten des Weltjugendtags, zu einem „Ort, den man gar nicht mehr verlassen möchte", wie es eine polnische Pilgerin im Gästebuch ausdrückte. |
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